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	<title>_jung _grün _stachelig</title>
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	<description>Das Blog der GRÜNEN JUGEND</description>
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		<title>Eindrücke vom Wahlkampfaustausch (Strasbourg)</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4263</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 18:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GJàStrasbourg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Wiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Abschließend möchten wir noch kurz unsere Erfahrungen und Eindrücke vom Austausch in Strasbourg zuammenfassen. Wir sind uns alle einig, dass die Woche viel Spaß gemacht hat und definitiv Wiederholungsbedarf besteht! :-) Hier kommen die Statements: &#160; Laura: „Der Austausch hat uns nicht nur einen tollen Einblick in das politische Geschehen in Frankreich gegeben sondern wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Abschließend möchten wir noch kurz unsere Erfahrungen und Eindrücke vom Austausch in Strasbourg zuammenfassen.<br />
Wir sind uns alle einig, dass die Woche viel Spaß gemacht hat und definitiv Wiederholungsbedarf besteht! :-)</p>
<p><strong>Hier kommen die Statements:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Strasbourg-♥-216-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Laura</em>: „Der Austausch hat uns nicht nur einen tollen Einblick in das politische Geschehen in Frankreich gegeben sondern wir nehmen auch neue Impulse für die Grüne Jugend mit. Überrascht hat mich (negativ) die extreme Breite der politischen Ansichten und (positiv) die konkreten und umfangreichen Wahlprogramme. Ich freue mich schon auf den Rückaustausch, bei dem wir uns einiges von der französischen Gastfreundschaft abschneiden müssen =).“</p>
<p><span id="more-4263"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Strasbourg-♥-215-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Selina</em>: „Mir hat am besten die freundliche und offene Art unserer Gastgeber gefallen. Die Debatte, die wir am Mittwochabend besuchten, war sehr interessant und auch der Besuch des Europa-Parlaments wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Der Wahlkampfaustausch war eine ganz besondere Art, das politische Frankreich kennen zu lernen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Strasbourg-♥-240-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Anne</em>: „Mir hat der Wahlkampfaustausch sehr, sehr viel Spaß gemacht; ich habe dabei viele neue und vor allem nette Leuten kennen gelernt und Erfahrungen zum Thema Kampagnen und Politik in Frankreich gesammelt. Auch weiß ich nun, dass Les Verts in Frankreich leider nicht so viel Gehöhr wie die Grünen in Deutschland finden &#8211; was schade ist! Besonders schön fand ich auch Strasbourg und es war eine besondere Erfahrung, für sechs Tage in einer französischen WG zu wohnen!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Strasbourg-♥-267-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Tilman</em>: „Durch den Austausch habe ich einen guten Einblick in die Arbeitsweise der Jeunes Écologistes und der Art der Wahlkampfdurchführung in Frankreich bekommen. Das war sehr interessant und ich konnte vieles davon mitnehmen. Durch mein fehlendes Französisch musste ich darauf achten, ob in Englisch oder Deutsch, Sätze möglichst einfach und unkompliziert zu formulieren. Insgesamt hat mir dank netter und gastfreundlicher Leute sowie einer interessanten Stadt der Austausch sehr viel Spaß gemacht.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Strasbourg-♥-226-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><em>Valentin</em>: „Mir hats sehr gut gefallen, dass es uns überhaupt ermöglicht wurde, mal in anderen Ländern in den Wahlkampf reinzuschnuppern. Dafür schon mal ein großes Dankeschön an die Französischen Grünen! Man hat allerdings bemerkt, dass die Franzosen schon seit Monaten dabei sind, Wahlkampf zu machen, vieles ist nur noch so vor sich hingeplätschert. Trotz allem haben wir aber viel gemacht, Flyer verteilt, Aktionen etc. Besonders interessant fand ich auch die Debatte am Mittwochabend, und nachdem ich auch Wahlberechtigt bin, war es doppelt spannend für mich. Leider ist die Wahl dann trotzdem so ausgegangen wie sie ausgegangen ist und wie sie, vor allem für Eva Joly, auch vorhergesagt wurde.“</p>
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		<title>Wahlkampfaustausch in Strasbourg</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4236</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 08:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GJàStrasbourg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Wiese]]></category>

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		<description><![CDATA[Bonjour! Zum Wahlkampfaustausch nach Strasbourg: Für sechs Tage wohnen wir in Strasbourg und helfen den Jeunes Écologistes, um die Leute zum Wählen für Eva Joly zu animieren! Am vierten Tag unseres Wahlkampfaustauschs haben wir nun endlich Zeit, einen Blogeintrag zu schreiben, um unsere Erlebnisse hier im Elsass mit euch zu teilen. Wir, das sind Laura, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bonjour!</p>
<p>Zum Wahlkampfaustausch nach Strasbourg: Für sechs Tage wohnen wir in Strasbourg und helfen den Jeunes Écologistes, um die Leute zum Wählen für Eva Joly zu animieren!<br />
Am vierten Tag unseres Wahlkampfaustauschs haben wir nun endlich Zeit, einen Blogeintrag zu schreiben, um unsere Erlebnisse hier im Elsass mit euch zu teilen. Wir, das sind Laura, Valentin, Selina, Tilman und Anne aus Baden-Württemberg und Bayern. Und hier kommen nun unsere Erlebnisse:</p>
<p>Montag, 16. April, 12 Uhr<br />
Valentin steht mutterseelenallein in Augsburg am Park-and-Ride-Parkplatz und wartet auf Laura, die nicht das letzte Mal zu spät kommt. Nach dem ersten beinahe-Crash, als Laura nicht mehr wusste, ob es nach München oder Stuttgart geht, kommen wir kurz darauf erstaunlicherweise unbeschadet in Ulm an, wo bereits Anne und Selina auf uns warteten. Gemeinsam gings dann auf in den wilden Westen, nach Strasbourg. In Kehl trafen wir bereits auf Mathieu von den &#8220;Jeunes Écologistes&#8221;, der uns den Weg in die Stadt reinwies. Kurz nachdem wir in der &#8220;écoloc&#8221;, der grünen WG angekommen sind, gings auch gleich wieder weiter, das Stichwort hieß &#8220;boîtage&#8221;: Flyer in Briefkästen verteilen. Nach und nach treffen wir auf immer mehr Grüne, die uns über den Weg laufen. Zum Abendessen gibts dann all you can eat Flammkuchen mit, ähem, gutem Elsässer Bier &#8230; Aber immerhin sind die Flammkuchen sehr gut.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Gruppenfoto.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-4244" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Gruppenfoto-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><span id="more-4236"></span></p>
<p>Dienstag, 17. April, 23 Uhr<br />
Gestärkt mit leckeren Pain au Chocolat haben wir auf einem typisch französischen Markt in der Innenstadt Flyer verteilt und nebenbei ein paar Souvenirs gekauft. Wunderschöne Sonne inklusive! Danach ging es gleich weiter nach Hautepierre. Dort wurde unsere Wahlkampf-Mission weiter verfolgt und wir verteilten stapelweise Werbung für Eva Joly. Das Ganze lief wie folgt ab: Klingeln, fragen, ob jemand die Tür öffnet (natürlich auf Französisch!), die Briefkästen füllen und weiter zum nächsten Hochhaus. Nicht sehr anspruchsvoll, aber effektiv. Nach einer langen Tram-Fahrt kamen wir endlich wieder in der écoloc an. Abends wurden noch Ideen gesammelt und wir unterhielten uns mit den Franzosen, um erstens unsere Sprackenntnisse zu erweitern und zweitens Pläne zu schmieden.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Tractage.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Tractage-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Mittwoch, 18. April, 23:59 Uhr<br />
Früh aufstehen und bepackt mit zwei zentnerschweren Kartons, das war der Tagesanfang am Mittwoch. Heute teilten wir an den Schulen in Strasbourg Flyer der Jeunes Écologistes an die Schülerinnen und Schüler aus (dies ist in Frankreich erlaubt :-)). Es war sehr anstrengend und vor allem war kein gutes Wetter! Zur Aufheiterung gönnten wir uns ein paar Crêpes &#8211; und außerdem hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung, d.h. Sightseeing (Münster, Petite France), Shopping (Les Halles, Galeries Lafayettes), Museum (das Historische Museum und das für Moderne Kunst), Stadterkundung &#8230; Ein bisschen Spaß, Kultur und Freizeit muss eben auch sein! Aber nicht zu lang, denn nach einem schönen Pizzaessen mit Matthieu geht es zu einer hitzigen Debatte im katholischen Studierendenfoyer. In einer Vorstellungsrunde darf Alex von den Jeunes Écolos als erster das Wahlprogramm von Eva Joly vorstellen. Ihm folgen Mouvement Démocratique (Bayrou), Front National (Le Pen), Nouveau Mouvement Anti-Capitaliste (Poutou), Front de Gauche (Mélanchon), Union Mouvement Populaire (Sarkozy) und Parti Socialiste (Hollande). Unpassende Vergleiche über charismatische Redner und unsere Verwunderung über das Engagement junger Menschen beim Front National bieten beim abschließendem Bier viel Gesprächsstoff&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/P1110390.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/P1110390-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Donnerstag, 19. April, 17:32 Uhr<br />
Wir schreiben gerade diesen Blog-Eintrag, logisch. Auch heute am Morgen stand wieder das Flyerverteilen an, dieses Mal auf dem Uni-Campus. Stapelweise Informationen zum Wahlprogramm von Eva Joly wollten unter die Leute gebracht werden, danach gab es ein wohlverdientes Mittagsessen im Flunch. Mit der Tram ging es dann zur geheimnisvollen und schon oft beredeten Haltestelle &#8220;Baggersee&#8221;: Was würde uns dort erwarten? Wirklich ein Baggersee? &#8211; Ja! Eine gemütliche halbe Stunde am Strand, deren Resultat viele (bescheuerte) Fotos und der Plan waren, eine Bootsfahrt zu machen. Dies konnten wir leider nicht durchführen, zu knapp mit der Zeit &#8211; denn jetzt geht es ins Europa-Parlament! :-)</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/P1110473.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/P1110473-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Der Besuch des Europa-Parlaments war wirklich toll: Nach einer Tram-Fahrt und strengen Sicherheitskontrollen durften wir zusammen mit ein paar von den Jeunes Écolos und der Assistentin der grünen Abgeordneten Sandrine Bélier das Parlament erkunden: das Büro, der Sitzungssaal und eine interne Versammlung waren Teil der Führung, zudem besichtigten wir noch die Terrasse und genossen die tolle Aussicht.</p>
<p><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/EU-Parlament-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freitag, 20. April 2012<br />
Endlich! Der Tag der &#8220;vielen Aktionen&#8221; war gekommen. Hatten wir die Woche über meistens nur Tracts verteilt, freuten wir uns nun, endlich ein bisschen aktiv zu werden und unsere Ideen zu verwirklichen. So bastelten wir zunächst einmal grüne Brillen à la Eva Joly aus Pappkarton, die wir danach grün anmalten. Über den Styling-Grad kann gestritten werden, aber was zählte war die Originalität unserer Aktion!<br />
Außerdem hatten wir morgens schon Blätter gesammelt, die wir nun zusammen mit Stickern der Grünen in Strasbourgs Innenstadt anbrachten. Mit (nicht wirklich klebendem) Leim befestigsten wir die Blätter kreisförmig auf Bäumen, Laternen und Wahlplakaten und hatten eine Menge Spaß dabei!</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Blätter.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Blätter-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a></p>
<p>Nach einer Stadtrundfahrt im Boot setzten wir unsere grünen Brillen auf die Nasen und machten uns gemeinsam mit der Grünen Jugend Offenburg daran, Flyer an die Leute zu verteilen.<br />
Und schließlich kam dann die lang beredete Aktion gegen Atomkraft. Highlight dabei war ein aufblasbares, großes Atomkraftwerk und unsere kreativen Verkleidungen. Wir hatten uns nämlich mit Augen, Masken und anderen lustigen Accessoires verunstaltet, um Opfer eines Atomunfalls darzustellen, die radioaktiv verstrahlt sind. Damit zogen die die Aufmerksamkeit der Passanten auf dem Place Kleber auf uns.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Aktion1.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Aktion1-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><br />
Nach der Aktion kam die Feedback-Runde, dann zogen wir weiter in die &#8220;Academie de la biere&#8221;, um mit interessanten Gesprächen, gutem Essen und Bier den Abschied zu feiern.</p>
<p>Samstag, 21. April 2012, ab zehn Uhr<br />
Nun steht die Heimreise an, zurück nach Deutschland!<br />
Was wir von dem spannenden, chaotischen, netten und vor allem interessanten Wahlkampfaustausch mitnehmen? Wahlkampferfahrung, neue Freunde bei den Jeunes Écologistes, Impressionen aus dem wunderschönen Strasbourg, z.T. einen erweiterten Französisch-Wortschatz und Erinnerungen an tolle Aktionen. Zudem konnten wir feststellen, dass die Jeunes Écologistes supergastfreundlich und immer gut aufgelegt sind, uns ging der Gesprächsstoff nie aus und wir konnten hervorragend diskutieren, aber auch Ansichten teilen. Und nun hoffen wir, mit unserem Wahlkampf auch etwas bewegt zu haben!</p>
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		<title>Mes expériences de l&#8217;échange &#8211; Persönliche Eindrücke vom Austausch</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4193</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 17:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tim Lueddemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die jeunes ecologistes haben uns für die Zeit des Präsidentschaftswahlkampfes 2012 eingeladen, sie im Wahlkampf zu unterstützen. Wir kleben Plakate zusammen mit ihnen in der Stadt, sind auf Demos und führen Aktionen für eine stärkere junggrüne Kraft in Frankreich gemeinsam mit hnen durch. Nach einer Woche möchten wir euch einen ganz persönlichen Eindruck von unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die jeunes ecologistes haben uns für die Zeit des Präsidentschaftswahlkampfes 2012 eingeladen, sie im Wahlkampf zu unterstützen. Wir kleben Plakate zusammen mit ihnen in der Stadt, sind auf Demos und führen Aktionen für eine stärkere junggrüne Kraft in Frankreich gemeinsam mit hnen durch. Nach einer Woche möchten wir euch einen ganz persönlichen Eindruck von unseren Wahlkampfhelfenden aus Deutschland über die Eindrücke in Frankreich geben.<br />
Mit der Zeit werden sich die Eindrücke mit Ansichten der französischen JE-Mitglieder und den nachkommenden GJ-Mitgliedern erweitern.<br />
</em></p>
<div id="attachment_4194" class="wp-caption alignleft" style="width: 67px"><img class=" wp-image-4194 " src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/judith_nah-163x300.jpg" alt="" width="57" height="102" /><p class="wp-caption-text">Judith</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Ich finde es toll, dass wir die deutsch-französische Freundschaft zwischen den junggrünen Verbänden pflegen und viel voneinander lernen können. Ein Wunsch von mir ist, dass in Frankreich das Verhältniswahlrecht eingeführt wird, damit grüne Positionen in den Parlamenten mehr Gehör finden.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4199" class="wp-caption alignright" style="width: 72px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/matthias_nah.jpg"><img class=" wp-image-4199 " src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/matthias_nah-163x300.jpg" alt="" width="62" height="115" /></a><p class="wp-caption-text">Matthias</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Der Austausch hilft mir, den Verband der Grünen Jugend und mich selbst aus einer anderen Perspektive beleuchten zu können. Dabei merke ich, wie strukturiert die Grüne Jugend im Vergleich sein kann. Wichtige Erkenntnis für mich ist aber auch, dass der französische Weg zum Erfolg führt.&#8221;<span id="more-4193"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4218" class="wp-caption alignleft" style="width: 81px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/bene2_nah.jpg"><img class=" wp-image-4218" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/bene2_nah-168x300.jpg" alt="" width="71" height="127" /></a><p class="wp-caption-text">Benedikt</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Im französischen Büro der jeunes ecologistes gibt es leider nur Macs, was ich schade finde, weil ich ja immer mit Linux arbeite. Die Wahlkampagne hier vor Ort finde ich aber in ihrer leicht chaotischen Form sehr sympathisch.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4219" class="wp-caption alignright" style="width: 67px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/tim2_nah.png"><img class=" wp-image-4219" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/tim2_nah-151x300.png" alt="" width="57" height="115" /></a><p class="wp-caption-text">Tim</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Die französische Gesellschaft kommt mir im Wesentlichen multikultureller vor, aber in ihren sozialen und politischen Begebenheiten auch polarisierter, als die deutsche. Die Schere zwischen Arm und Reich und die Positionen zwischen links und rechts scheinen mir weiter auseinander zu liegen. Um so etwas kennenzulernen ist der Austausch super. Außerdem können wir den jeunes ecologistes helfen, was total viel Spaß macht.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4220" class="wp-caption alignleft" style="width: 83px"><img class=" wp-image-4220" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/hanna_nah-169x300.jpg" alt="" width="73" height="130" /><p class="wp-caption-text">Johanna</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Die Motivation unter den Mitgliedern der jeunes ecologistes ist genauso stark wie die bei der Grünen Jugend. Aber in Frankreich haben es junggrüne Positionen wesentlich schwerer gehört zu werden. Vielleicht auch deswegen gibt es so einen Rückstand im ökologischen Denken in Frankreich. Der Austausch macht total viel Spaß und wir können viel voneinander lernen.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4207" class="wp-caption alignright" style="width: 75px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/david_nah.jpg"><img class=" wp-image-4207" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/david_nah-164x300.jpg" alt="" width="65" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">David</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Die Grüne Jugend erhält hier einen spannenden Einblick in die Aktivitäten der Jeunes Écologistes, welcher Impulse für das eigene Engagement bringt und auch eine gute Untersützung für die Kampagne der französischen Grünen darstellt. Die Helfenden aus Deutschland machen Aktionen möglich, für die sonst keine Kapazitäten da gewesen wären. So bekommt der Wahlkampf der Jeunes Écologistes in den letzten Wochen noch einen kräftigen Schub. Dabei können die deutsche und französische Seite auch viel über das jeweilige Verständnis von &#8220;Grüner Politik&#8221; bzw. &#8220;Écologie politique&#8221; lernen.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4210" class="wp-caption alignleft" style="width: 77px"><img class=" wp-image-4210" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/beat_nah-166x300.jpg" alt="" width="67" height="122" /><p class="wp-caption-text">Beat</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Frankreich finde ich saugeil, auch wenn ich mitlerweile nicht mehr nackt in der Seine schwimmen will. Ich liebe die Bäckereien  hier mit ihren Baguettes und den Pain au Chocolat und den Wein natürlich. Die Mitglieder der jeunes ecologistes sind alle supoer toll. In Frankreich sind es von der Zahl her weniger als in Deutschland, dafür sind die aber umso motivierter und lauter. Sie machen grandiose Anti-Ökodemos und kleistern ihre Plakate noch retro mit Kleister. Flyern ist auch super, die Menschen bedanken sich immer mit einem netten Merci. Austausch rockt!&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4225" class="wp-caption alignright" style="width: 88px"><img class=" wp-image-4225" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/katha_nah-207x300.jpg" alt="" width="78" height="112" /><p class="wp-caption-text">Katharina</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8220;Ich bin total begeistert von dem Austausch. Crepes zusammen mit Bier schmeckt allerdings leider nicht so gut. Am besten hat mir bisher das Guerilla Gardening gefallen. In Frankreich scheinen die Menschen oft ohne Teller zu essen, was ich sehr interessant finde.&#8221;</p>
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		<title>Grüne Jugend in Paris</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 17:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benedikt Wildenhain</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Europa & Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Wiese]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>

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		<description><![CDATA[In Frankreich wurde die Idee für einen deutsch-französischen Wahlkampfaustausch geboren, ein spannender Bericht dazu findet sich auf http://www.gruene-jugend.de/ueberuns/1068027.html, gerade ist in Frankreich Präsidentschaftswahlkampf, für einige Aktiven der Grünen Jugend heißt es also: Auf nach Frankreich! Inzwischen sind acht Leute von der Grünen Jugend in Paris angekommen. Nach einem typisch französischen Frühstück mit Baguette, Orangensaft und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4186" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/guerilla-gardening2.jpeg"><img class=" wp-image-4186" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/guerilla-gardening2-300x200.jpg" alt="Eine Gruppe junger Menschen" width="250" height="186" /></a><p class="wp-caption-text">GJ und jeunes Écologistes nach Guerilla-Gardening</p></div>
<p>In Frankreich wurde die Idee für einen deutsch-französischen Wahlkampfaustausch geboren, ein spannender Bericht dazu findet sich auf <a title="http://www.gruene-jugend.de/ueberuns/1068027.html" href="http://www.gruene-jugend.de/ueberuns/1068027.html">http://www.gruene-jugend.de/ueberuns/1068027.html</a>, gerade ist in Frankreich Präsidentschaftswahlkampf, für einige Aktiven der Grünen Jugend heißt es also: Auf nach Frankreich!</p>
<p>Inzwischen sind acht Leute von der Grünen Jugend in Paris angekommen. Nach einem typisch französischen Frühstück mit Baguette, Orangensaft und Schokoladencreme und gleichzeitiger Vorstellungsrunde, haben wir mit dem Sprecher der französischen Grünen, <a title="Pascal Durand (page inexistante)" href="http://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=Pascal_Durand&amp;action=edit&amp;redlink=1">Pascal Durand</a>, über französische grüne Politik diskutiert, natürlich barrierefrei auf französisch und deutsch mit Übersetzung.</p>
<p>Danach sind wir raus in Richtung Seine gegangen, ausgerüstet mit Saatbomben und Setzlingen, die wir vorbereitet hatten. Die jeunes Écologistes haben uns mit albern aussehenden Tiermasken ausgestattet. Unsere menschlichen Tiere konnten so erfolgreich viele Flyer verteilen.</p>
<div id="attachment_4188" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/guerilla-gardening1.jpeg"><img class="size-thumbnail wp-image-4188" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/guerilla-gardening1-150x150.jpg" alt="ein Blumenbeet" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">neu angelegtes Blumenbeet</p></div>
<p>Heute Abend werden wir noch zusammen kochen und dann zum Café International aufbrechen. Wir freuen uns auf die kommende Woche und viele spannende Aktionen. Ihr könnt uns bei <a title="Twitter" href="https://twitter.com/#!/GJenFrance">twitter.com</a> folgen und anschreiben.</p>
<p>Bis zum nächsten Bericht / À bientôt,</p>
<p>eure GJ in Frankreich</p>
]]></content:encoded>
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		<title>GRÜNE JUGEND zum Internationalen Frauentag</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4165</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 00:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>S. Clemens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verband]]></category>
		<category><![CDATA[frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist der Internationale Frauentag oder auch Weltfrauentag. Die GRÜNE JUGEND macht viele Aktionen zum Weltfrauentag. Folgende Pressemitteilungen sind bereits erschienen: ÄnderDas-Bündnis/ GRÜNE JUGEND Bundesverband: Frau Schröder bekämpft Gleichstellung! Landesverbände: Baden-Württemberg: Mehr Frauen in den Landtag! Bayern: 101 Jahre Weltfrauentag: Sexismus bekämpfen, Mehrfachdiskriminierungen thematisieren! Brandenburg: Die Hälfte der Macht den Frauen! Hamburg: Gleiche Rechte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist der Internationale Frauentag oder auch Weltfrauentag. Die GRÜNE JUGEND macht viele Aktionen zum Weltfrauentag. Folgende Pressemitteilungen sind bereits erschienen:</p>
<p>ÄnderDas-Bündnis/ GRÜNE JUGEND Bundesverband: <a href="http://www.gruene-jugend.de/show/1068434.html">Frau Schröder bekämpft Gleichstellung!</a></p>
<p><strong>Landesverbände:</strong></p>
<p>Baden-Württemberg: <a href="http://www.gjbw.de/index.php?id=2509">Mehr Frauen in den Landtag!</a></p>
<p>Bayern: <a title="Den Artikel lesen: 101 Jahre Weltfrauentag: Sexismus bekämpfen, Mehrfachdiskriminierungen thematisieren!" href="http://www.gj-bayern.de/pressemitteilungen/items/id-101-jahre-weltfrauentag-sexismus-bekaempfen-mehrfachdiskriminierungen-thematisieren.html">101 Jahre Weltfrauentag: Sexismus bekämpfen, Mehrfachdiskriminierungen thematisieren!</a></p>
<p>Brandenburg: <a href="http://www.gj-bb.de/?p=581" rel="bookmark">Die Hälfte der Macht den Frauen!</a></p>
<p>Hamburg:<a title="Permanent Link: Gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle – egal welches Geschlecht!" href="http://www.jpberlin.de/gruenejugendhamburg/index.php/2012/03/08/gleiche-rechte-und-gleiche-chancen-fur-alle-egal-welches-geschlecht/" rel="bookmark"> Gleiche Rechte und gleiche Chancen für alle – egal welches Geschlecht!</a></p>
<p>Hessen: <a href="http://www.gjh.de/frog/?p=1212">“Women got the power!” – Weltfrauentag 2012</a></p>
<p>Mecklenburg-Vorpommern: <a href="http://www.gj-mv.de/blog/2012/03/die-grune-jugend-mv-ruft-zum-kampftag-der-frauen-auf/">Die GRÜNE JUGEND MV ruft zum Kampftag der Frauen auf!</a></p>
<p>Nordrhein-Westfalen: <a href="http://gruene-jugend-nrw.de/nc/presse/detail/meldung/die-haelfte-der-macht-den-frauen-1.html">Die Hälfte der Macht den Frauen!</a></p>
<p>Rheinland-Pfalz: <a href="http://www.gj-rlp.de/home/pressemitteilungen/2063-internationaler-frauentag-8-maerz">Internationaler Frauentag 8. März </a></p>
<p>Auch viele Basisgruppen haben Pressemitteilungen geschrieben. Verlinkt doch eure Pressemitteilungen und Aktionsberichte hier.</p>
<p><strong>Update &#8211; 08.03.2012 &#8211; 22 Uhr:</strong><br />
Die GJ München hat sogar ein Video erstellt: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=5ceh1yTmVIc&amp;feature=youtu.be">https://www.youtube.com/watch?v=5ceh1yTmVIc&amp;feature=youtu.be</a><br />
Hier noch die PM von FYEG: <a href="http://www.fyeg.org/main/index.php/news/press-releases/323-every-day-should-be-international-womenas-day">Every day should be International Women´s Day! </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Bericht vom Seminar des Fachforums Netzpolitik und Kultur zum Thema UrheberInnenrecht</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4150</link>
		<comments>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4150#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 20:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik & Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die Ausgestaltung des UrheberInnenrechts tobt eine gesellschaftliche Debatte, welche auch die GRÜNEN nicht kalt lässt. Auf der letzten Bundesdelegiertenkonferenz wurde heftig darüber debattiert, eine für alle Seiten akzeptable Lösung steht noch aus. Im Sommer möchte die Partei sich weiter damit befassen und hofft auf eine Annäherung. Grund genug für die GRÜNE JUGEND, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um die Ausgestaltung des UrheberInnenrechts tobt eine gesellschaftliche Debatte, welche auch die GRÜNEN nicht kalt lässt. Auf der letzten Bundesdelegiertenkonferenz wurde heftig darüber debattiert, eine für alle Seiten akzeptable Lösung steht noch aus. Im Sommer möchte die Partei sich weiter damit befassen und hofft auf eine Annäherung. Grund genug für die GRÜNE JUGEND, die sich selbst schon mehrfach zum Thema positioniert hat, ein Seminar zu veranstalten um die Debatte aufzugreifen und sich aktiv einzumischen.</p>
<p>Dieses Seminar fand vom 2.3. &#8211; 4.3.2012 in Köln statt. Am Freitagabend bekamen wir von Stephan Benn, der als Anwalt vielen Kreativen juristisch zur Seite steht und selbst bei den GRÜNEN Politik macht einen grundsätzlichen Input: Was genau ist das Urheberrecht, was untersscheidet es vom Leistungsschutzrecht, welche Fristen dauern wie lange. Im Zuge dieser Präsentation wurden schon einige Konfliktlinien erkennbar, die am Samstag noch deutlicher ausgetragen werden sollten.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/6807136480_3f73de93c0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4155" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/6807136480_3f73de93c0-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Am Samstag stellte uns Jan als Koordinator des Fachforums das Konzept zur sogennten “Kulturflatrate” vor, welches die GRÜNE JUGEND auf dem Bundeskongress 2011 in Würzburg beschlossen hatte. In der anschließenden Debatte wurde deutlich, dass wir an dem Konzept mehr negtive als positive seiten sehen und dieser Beschluss auch innerverbandlich in der Kritik steht. Es wurde darüber diskutiert, ob wir einen neuen Antrag für die Kulturflatrate oder einen, welcher das Konzept grundsätlich ablehnt, und einen alternativen Weg zur Änderung des Urheberrechts aufzeigt schreiben möchten, zweiteres fand die deutliche Mehrheit.</p>
<p><span id="more-4150"></span>Danach durften wir Elle Nerdinger vom AK Kultur der Piratenpartei NRW als Gast begrüßen. Sie führte uns in einem cira einstündigen Vortrag in Creative Commons ein, welches kreativen eine einfache Möglichkeit gibt, Ihre Werke unter einer mehr oder weniger freien Lizenz zu lizensieren. Creative Commons ist dabei kein neues Urheberrechtssystem, es vereinfacht und standardisiert nur den Umgang mit bestehenden nationalen und internationalen Gesetzen, um es den Menschen die Ihre Ihnalte frei geben möchten leichter zu machen. Dabei kann die NutzerIn selbst entscheiden, welche Freiheiten am Werk gewährt werden sollen. Zwischen den extremen (Nur Namensnennung auf der einen Seite, Namensnennung, keine komerzielle Verwendung, keine Bearbeitung auf der anderen Seite) kann sich jede UrheberIn aussuchen, was sie für richtig hält.</p>
<p>Der nächste TOP war eine Debatte mit Stephan Benn und Richard Ralfs zur innerparteilichen Auseinandersetzung um das UrheberInnenrecht. Zuerst legten beide Gäste Ihre Standpunkte dar, wobei sich die Konfliktlinien klar abzeichneten. Stephan sprach von den Problemen der UrheberInnen, zu Ihrem Recht auf Achtung Ihres geistigen Eigentums zu kommen. Richard legte aus NutzerInnensicht dar, warum er das aktuelle Urheberrecht für nicht zeitgemäß hält und eine Reform dessen fordert. Im Anschluss entsponn sich eine heftig geführte Debatte um Sinn und Unsinn des UrheberInnenrechts. Dabei wurde zum Beispiel über die „Kulturflatrate“ diskutiert, welche aber mehrheitlich kritisch bis ablehnend bewertet wurde. Einig waren sich alle Teilnehmenden in dem Punkt, dass die Auswirkungen des aktuellen UrheberInnenrechts, zum Beispiel dass Rechtsanwaltskanzleien massenhaft teure Abmahnungen an InternetnutzerInnen verschicken nicht in Ordnung sind und sich daran etwas ändern muss. Über das Ziel, wie dieses Problem gelößt werden könnte bestand keine Einigung. Während sich einige dafür aussprachen, zumindest das nicht komerzielle Tauschen von Daten grundsätzlich zu erlauben, fürchtete Stephan an dieser Stelle um sein geistiges Eigentum gebracht zu werden, er hält am Grundsatz des absoluten UrheberInnenrechts fest. Der Begriff des “geistigen Eigenums” selbst war Gegenstand der Debatte, da das Herunterladen von urheberrechtlich geschützen Werken des öfteren mit dem Diebstahl physischer Gegenstände verglichen wurde. Aus Sicht einiger ist dieser Vergleich unzutreffend, da bei einem Kopiervorgang hinterher niemand weniger Daten hat, alle haben mehr und es gibt keinen realen Schaden wie zum Beispiel beim Diebstahl eines Fahhrads, sondern nur einen rechnerischen Schaden durch nicht verkaufte Lizenzen. Fraglich dabei ist, ob eine Person die Werke die sie unlizensiert nutzt auch dann nutzen würde, wenn es die Möglichkeit der unlizensierten Nutzung nicht gäbe, sie also die Lizenzgebühren zahlen müsste.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/6953246887_2568e548e0.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-4156" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/6953246887_2568e548e0-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a></p>
<p>Am Sonntag berichtete David Jacobs von der Bundesdelegiertenkonferenz über die Aushandlung eines Antrags, den die GRÜNEN dort beschlossen hatten. Ein großer Streitpunk dort war die Frage nach den Schutzfristen für urheberrechtlcih geschütze Werke. Momentan werden diese nach deutschem Recht 70 Jahre nach dem Tod der AutorIn geminfrei, sind also nicht mehr vom Schutz des Urheberrechts betroffen und dürfen frei verwendet werden. Diese Frist wird von vielen Menschen als zu lange angesehen, andererseits meinen UrheberInnen, sie brauchen eine angemessen lange Frist um von Ihren schöpferischen Werken leben zu können. Des Weiteren wurde über einen Möglichen Kompromiss zwischen den “Lagern” diskutiert. Zum einen könnte die “Kulturflatrate” den Konflikt entspannen, da sie es erlauben könnte, kleine verstöße gegen das Urheberrecht zu entkriminalisieren und gleichzeitig den KünstlerInnen ein Auskommen zu ermöglichen. Allerdings wird dieses Konzept wie schon beschreiben von vielen Seiten kritisch gesehen, ob es also als Kompromiss taugt ist fragwürdig. Es wurde klar, dass es schwierig werden könnte, einen Kompromiss zwischen den Lagern zu finden, auch wenn dies vermutlich der Königsweg wäre, da in einer solchen entscheidenden Gesellschaftlichen Frage nicht eine Gruppe gegen die anderen ausgespielt werden sollte.</p>
<p>Mit einer kurzen Feedbackrunde ging das Seminar zu Ende. Klar ist: Es ist noch viel zu tun und wir als junge Generation müssen uns einmischen, um das Zusammenleben in der Gesellschaft und die Regeln für den Umgang im Internet in unserem Sinne mit zu entscheiden.</p>
<p>Anhang:<br />
Die Punkte, die in der Debatte um die Kulturflatrate aufkamen waren:<br />
<strong>Pro</strong><br />
Grundsätzlich ist die Idee eines Universaldienstes attraktiv<br />
Gut, dass die GJ sich mit dem Urheber*innenrecht beschäftigt<br />
Künstler*innen profitieren vom Verbreitungs- und Nutzungsgrad ihrer Werke<br />
Kulturflatrate ist Schritt in die richtige Richtung (barrierefreie unkomplizierte Bezahlungsmethode)<br />
Entkriminalisierung privaten Filesharings<br />
Ziel: Urheber*innenrechtsreform = Super!</p>
<p><strong>Contra</strong><br />
Wie vermeidet mensch Totalüberwachung? (ACTA-like)<br />
Höhe der Pauschale ist unklar (soziale Verträglichkeit)<br />
Qualität von Werken =! Popularität<br />
Fokus auf digitale Werke: Kultur ist nicht nur Internet &amp; für lau. Was ist mit Musik im Radio oder mit dem Theater zB?<br />
Niveau der Internetleitung (= Hohe der Abgabe) ist regional bedingt.<br />
Zu große Unterschiede im Nutzungsverhalten der Menschen<br />
Technische Umsetzung ist vollkommen unklar!<br />
Großer Auswertungsaufwand<br />
Lieber BGE statt Klientelpolitik<br />
Wie garantieren wir faire Verträge für Künstler*innen? Wo bleiben die Verwertungsgsellschaften?<br />
&#8220;Kunst statt Kommerz&#8221;. Es gibt auch alternative Methoden die Künstler*innenförderung + -wertschätzung (Arbeitszeitreduktion)<br />
Können &#8220;kleine Künstler*innen&#8221; davon leben?<br />
Gibt es wirklich Gewinneinbußen durch Downloads, die Konzepte wie die Kulturflatrate kompensieren sollen? -&gt; Downloads steigern Interesse und Gewinn der Künstler*innen!<br />
Haben Künstler*innen eine Wahl zur Kulturflatrate?<br />
Der Kunstmarkt kann sich durchaus selbst regeln! -&gt; Der Staat muss den Menschen nicht Kulturausgaben aufzwingen.<br />
Was fällt unter förderungswerte Kunst/Kultur?<br />
Vernachlässigt den Selbstverwirklichungsgedanken der Kunst und fokussiert sich zu sehr auf das Finanzielle.</p>
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		<title>SPUNK 68 Arbeit</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/3994</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grüne Wiese]]></category>
		<category><![CDATA[Spunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe GenossInnen! Nachdem auf so ziemlich jeder Bundeskongressparty zu „Raven gegen Deutschland“ die Hüften geschwungen wurden, warten die meisten nur auf den nächsten, ebenso essentiellen Song  jedes gelungenen Kongress-Samstags: „Arbeit nervt“ von Deichkind. Um zu beleuchten, dass Arbeit mehr Implikationen hat, als nur das Nervengerüst zu strapazieren, dafür hat sich die SPUNK-Redaktion und ihre GastautorInnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Liebe GenossInnen!</strong></p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Nachdem auf so ziemlich jeder Bundeskongressparty zu „Raven gegen Deutschland“ die Hüften geschwungen wurden, warten die</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>meisten nur auf den nächsten, ebenso essentiellen Song  jedes gelungenen Kongress-Samstags: „Arbeit nervt“ von Deichkind. Um zu beleuchten, dass Arbeit mehr Implikationen hat, als nur das Nervengerüst zu strapazieren, dafür hat sich die SPUNK-Redaktion und ihre GastautorInnen diesmal noch arbeitsamer als ohnehin ins Zeug gelegt.</p>
<dl>
<dt><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/PikiWiki_Israel_13934_Field_workers.jpg"><img class="alignright" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/95/PikiWiki_Israel_13934_Field_workers.jpg" alt="" width="295" height="302" /></a>Denn was Arbeit ist, ist ganz schön umstritten: So findet sich der Begriff Arbeit manchmal in Kontexten, wo er gar nicht so recht</dt>
</dl>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>hingehört. Ebenso kann vortrefflich darüber gestritten werden, ob es ein Recht auf Arbeit geben sollte und wo das überhaupt herkommt. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass sich neben Artikeln, die dem Recht auf Arbeit wenig abgewinnen können und beispielsweise für ein Bedingungsloses Grundeinkommen optieren, auch die stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Katharina</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Oerder für einen SPUNK-Beitrag geschrieben hat, in dem sie erläutert, warum Erwerbsarbeit wichtig für die Teilhabe an Gesellschaft ist.</p>
<p>Apropos Jusos: Anders als die GRÜNE JUGEND hat die SPD-Jugendorganisation ihre Wurzeln in der ArbeiterInnenbewegung. Wieso diese ArbeiterInnenbewegung auch für uns interessant ist, könnt ihr nicht nur bei der Konkurrenz, sondern auch im SPUNK erfahren – z. B. in einem Artikel über die proletarische Frauenbewegung.</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Überhaupt: In einer Gesellschaft, in der sich so viel um Arbeit kreist, gibt es vieles zu berichten. Dopen sich Menschen auf der Arbeit?</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Warum werden Frauen eigentlich immer noch sehr viel schlechter bezahlt? Warum hingen StudentInnen in den 1970er Jahren in und vor Fabriken herum? Und genauso zentral: Was hat das eigentlich mit dieser Freizeit auf sich?</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Da der Roboter, der euch den SPUNK vorliest, noch auf seine Entwicklung wartet, wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!</p>
<p><strong>Eure SPUNK-Redaktion: Berenike, Denise, Felix, Florian, Jan, Norma und Tobias</strong></p>
<pre><em>Bild: Kfar Masaryk Archive</em></pre>
<p><a title="W = P * t ?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/3996">Leitartikel &#8211; W= p*t?</a></p>
<p><a title="Ausgebrannt, einfach ausgebrannt." href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4008">Ausgebrannt, einfach ausgebrannt</a></p>
<p><a title="Brauchen wir das wirklich?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4011">Arbeit als Menschenrecht</a></p>
<p><a title="Überall Arbeit!?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4013">Überall Arbeit!?</a></p>
<p><a title="Azubi und bei der Grünen Jugend" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4015">Azubi und bei der Grünen Jugend</a></p>
<p><a title="Das dreckige Klo und die Work-Life-Balance" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4017">Das dreckige Klo und die Work-Life-Balance</a></p>
<p><a title="1 Million neue Jobs" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4019">1 Million neue Jobs &#8211; der Wahlkampf von Bündnis 90/Die Grünen 2009</a></p>
<p><a title="Es bewegt sich was…" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4021">Bericht der StruKo</a></p>
<p><a title="Sozial ist, was Arbeit schafft? Wie Arbeitslosigkeit politisch missbraucht wird." href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4023">Sozial ist, was Arbeit schafft? Wie Arbeitslosigkeit politisch missbraucht wird</a></p>
<p><a title="Student_innen in die Produktion!" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4025">Rezension zu „Frühschicht“ von Jan Ole Arps</a></p>
<p><a title="Nieder mit dem männlichen Standard!" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4027">Gender Pay Gap</a></p>
<p><a title="Die Arbeiterinnenbewegung" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4029">Arbeiterinnenbewegung</a></p>
<p><a title="Von Arbeiter_innen, die Arbeitssuchenden Arbeit suchen" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4031">Arbeit im Job-Center</a></p>
<p><a title="Kritik an den Begriffen “Arbeitnehmer*in” und “Arbeitgeber*in”" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4033">Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in</a></p>
<p><a title="Soziale Utopie oder Zukunftsmodell?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4035">Das bedingunglose Grundeinkommen</a></p>
<p><a title="Das Grundeinkommen und die Utopie der Vollbeschäftigung" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4037">Vollbeschäftigungsdebatte</a></p>
<p><a title="Investition gegen die finanzielle und kulturelle Verarmung" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4039">Das BGE in globaler Perspektive</a></p>
<p><a title="Wer ist eigentlich Marx und was hat der mit Arbeit zu tun?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4041">Marx und Arbeit</a></p>
<p><a title="Automatisierung, Nein Danke?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4043">Automatisierung und Robotik</a></p>
<p><a title="Arbeit in Estland als postsowjetischem Staat" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4045">Arbeit in Estland</a></p>
<p><a title="Döner to go" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4047">Döner to go- Berufsaussichten von MigrantInnen</a></p>
<p><a title="Der Laptop, das Kind und die Ketchupflasche" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4049">Kinderaufzucht = Arbeit?</a></p>
<p><a title="Citius, altius, fortius! Der neue Mensch steht bereit!" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4051">Enhancement zwischen Alltag, Labor, Vision und Hype</a></p>
<p><a title="Warum unser Arbeitsbild direkte Demokratie verhindert" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4053">Warum unser Arbeitsbild direkte Demokratie verhindert</a></p>
<p><a title="Politik als Beruf" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4055">Politik als Beruf</a></p>
<p><a title="Der Global Young Greens Kongress" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4057">GYG Congress</a></p>
<p><a title="„Ich bin gerne hier. Das ist meine Chance.“" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4059">Alltag in der Werkstatt für behinderte Menschen</a></p>
<p><a title="Generation Praktikum" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4061">Generation Praktikum</a></p>
<p><a title="Der Mensch ist zum Arbeiten da!?" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4063">Arbeitsmigration</a></p>
<p><a title="„Generalstreik ein Leben lang!“" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4065">Vagabunden in der Weimarer Republik</a></p>
<p><a title="Gastbeitrag: Arbeit ist das halbe Leben – Zum Primat der Erwerbsarbeit" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4067">Gastbeitrag der Jusos: Arbeit ist das halbe Leben</a></p>
<p><a title="Bericht aus dem Bundesvorstand" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4069">BuVo-Bericht</a></p>
<p><a title="Bewerbt euch für die SPUNK Redaktion!" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4071">Wahlaufruf SPUNK Redaktion</a></p>
<p><a title="Mein Konsum und eure Arbeit" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4075">Konsumverhalten und Arbeitsbedingungen</a></p>
<p><a title="Impressum" href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/4073">Impressum</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mein Konsum und eure Arbeit</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum und wofür wir verantwortlich sind

JedeR von uns konsumiert. Täglich. Wohnraum, Lebensmittel, Kleidung, Verkehrsmittel, Bildung, Drogen, facebook und noch manches mehr. Dieser Konsum ist nicht neutral. Wenn ich Vorlesung A belege, gebe ich der Unileitung damit (wenn auch schwach) das Signal diesen Kurs auch in Zukunft bzw. sogar verstärkt anzubieten. Wenn ich mich entschließe z.B. aufgrund der Menschenrechtsverstöße in Kolumbien keine Produkte der CocaColaCompany mehr zu kaufen, gebe ich dieser damit ein Feedback und zwar an der Stelle, wo sie am empfindlichsten ist - ihrer Geldbörse. Unser Einfluss ist auch nicht klein. Ganz im Gegenteil: Wenn mensch nur von 600€ pro Monat ausgeht (was ungefähr dem Bafög Satz entspricht) sowie von weiteren 300€ an direkt steuerbaren Leistungen, die einem unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden (Krankenversicherung, Bildung, etc.) so erhält mensch einen Gesamtbetrag von 10800€ oder 14200$. Das globale BIP pro Kopf liegt mit 11800$ deutlich darunter. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Warum und wofür wir verantwortlich sind</strong></p>
<p>JedeR von uns konsumiert. Täglich. Wohnraum, Lebensmittel, Kleidung, Verkehrsmittel, Bildung, Drogen, facebook und noch manches mehr. Dieser Konsum ist nicht neutral. Wenn ich Vorlesung A belege, gebe ich der Unileitung damit (wenn auch schwach) das Signal diesen Kurs auch in Zukunft bzw. sogar verstärkt anzubieten. Wenn ich mich entschließe z.B. aufgrund der Menschenrechtsverstöße in Kolumbien keine Produkte der CocaColaCompany mehr zu kaufen, gebe ich dieser damit ein Feedback und zwar an der Stelle, wo sie am empfindlichsten ist &#8211; ihrer Geldbörse. Unser Einfluss ist auch nicht klein. Ganz im Gegenteil: Wenn mensch nur von 600€ pro Monat ausgeht (was ungefähr dem Bafög Satz entspricht) sowie von weiteren 300€ an direkt steuerbaren Leistungen, die einem unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden (Krankenversicherung, Bildung, etc.) so erhält mensch einen Gesamtbetrag von 10800€ oder 14200$. Das globale BIP pro Kopf liegt mit 11800$ deutlich darunter. Der uns zur Verfügung stehende Hebel ist also alles andere als klein. Dies zeigt sich übrigens auch in den konkreten Reaktionen von Firmen. Nachdem Apple aufgrund massiver Kritik über die unhaltbaren sozialen Zustände in den chinesischen Zulieferbetrieben fürchten musste Kunden zu verlieren (Merke: Kritik ohne glaubwürdige Drohung mit ökonomischen Konsequenzen, hat -wenn überhaupt- nur schwache Konsequenzen) fing die Firma an sich neben Design nun auch ernsthaft mit ihrer Unternehmensverantwortung auseinanderzusetzen (der Technologiekonzern trat z.B. im Januar der Fair Labor Organization bei). Und C&amp;A fängt an massenhaft Bio-Baumwollprodukte zu verkaufen. Wohlgemerkt: Beide Beispiele bedeuten nicht, dass bei diesen Firmen nun alles gut ist. Sie zeigen nur, dass wenn Kunden anfangen ihren Einfluss geltend zu machen auch große Firmen durchaus in der Lage sind sich verantwortlich(er) zu verhalten. Allerdings (und hier lauert die nächste Falle) heisst dies nicht, dass es reicht die Verantwortung an die Unternehmen zu delegieren und bei den entsprechenden Statusmeldung auf „Gefällt mir“ zu klicken. JedeR sollte sich darüber klar sein, dass es keine Veränderung ohne Verzicht gibt (oder wie es Friedmann zutreffend beschrieb „There is no free lunch“). Wenn z.B. die NäherInnen einer Jeans aufgrund höherer Löhne (z.B. 60 statt 30€ im Monat) und besserer Arbeitsbedigungen nun statt 1%, 3% des Preises bekommen und die Materialkosten aufgrund des Einsatzes von Bio-Baumwolle, sowie einer besseren Qualität (denn das besthergestellte Produkt ist immer noch nicht nachhaltig wenn es nach kurzer Zeit weggeschmissen wird) von 13% auf 20% steigen, dann heißt das, dass wir mehr für unsere Kleidung bezahlen müssen. Ist das schlimm? Nein, denn wer einmal genau überlegt wird feststellen wie viel Geld er/sie für Dinge ausgibt, die nichts mit den Grundbedürfnissen zu tun haben. Wahrscheinlich reicht schon ein relativ kleiner Teil des eingesparten Geldes um in Zukunft Bio-Lebensmittel, fairgehandelte Kleidung, Öko-Strom und andere nachhaltige Produkte kaufen zu können. Ist dies manchmal unangenehm? Ja. Klar konsumieren macht manchmal einfach Spaß und es ist schön sich mehr als nur das Basisniveau leisten zu können. Aber verglichen mit den Konsequenzen die andere Menschen, die ohnehin schon viel weniger haben als wir, erdulden müssen nur damit wir fröhlich weiter unserem Lebensstil frönen können, ist dies ein wohlfeiler Preis. Mit unserem Konsum haben wir die Chance die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wir haben die Verantwortung dies auch zu tun.</p>
<p><strong>Jacob Spanke</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bewerbt euch für die SPUNK Redaktion!</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4071</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=4071</guid>
		<description><![CDATA[Spontan. Politisch. Und. Natürlich. Kritisch ist die Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND. Sie erscheint viermal im Jahr und wird von der SPUNK-Redaktion geplant, koordiniert und erstellt. Die letzten drei Ausgaben drehten sich beispielsweise um "Stadt &#38; Land", "Gesundheit" und "Arbeit". Als RedakteurIn bist Du für die Themen- und Artikelauswahl zuständig und betreust darüber hinaus AutorInnen von außerhalb der Redaktion bei ihren eigenen Artikeln. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spontan. Politisch. Und. Natürlich. Kritisch ist die Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND. Sie erscheint viermal im Jahr und wird von der SPUNK-Redaktion geplant, koordiniert und erstellt. Die letzten drei Ausgaben drehten sich beispielsweise um &#8220;Stadt &amp; Land&#8221;, &#8220;Gesundheit&#8221; und &#8220;Arbeit&#8221;. Als RedakteurIn bist Du für die Themen- und Artikelauswahl zuständig und betreust darüber hinaus AutorInnen von außerhalb der Redaktion bei ihren eigenen Artikeln. Die Kommunikation läuft abseits der vierteljährlichen Redaktionstreffen über eine rege Mailingliste und über Telefonkonferenzen. Wenn du Spaß daran hast mit vielfältigen Themen in Kontakt zu kommen, über sie zu diskutieren und zu schreiben und im Team an einer Zeitung zu arbeiten, dann würden wir uns sehr über deine Bewerbung freuen!</p>
<p>Auf jedem 1. Bundeskongress eines Jahres werden 6 Plätze gewählt, natürlich quotiert. Begleitet wird die Redaktion zusätzlich von einem Mitglied des Bundesvorstandes. Da dies im Moment Felix ist, werden dieses Mal 4 Frauen- und 2 offene Plätze gewählt. Solltest Du noch weitere Fragen haben, beantwortet sie die SPUNK-Redaktion gerne! Schreibt einfach eine Mail an: spunk@gruene-jugend.de</p>
<p>Viel Erfolg bei eurer Bewerbung wünscht die SPUNK-Redaktion, Berenike, Denise, Felix, Florian, Jan, Norma und Tobias!</p>
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		<title>Bericht aus dem Bundesvorstand</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:36:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was macht eigentlich die Bundesvorstandsarbeit?

Lohnt es sich überhaupt, so viel Zeit zu investieren? Gut, auf weitere Wort- und andere Flachwitze verzichten wir lieber. Also, was ist passiert, was läuft derzeit und was steht an?

Seit unserer Wahl im Oktober waren wir viel unterwegs. Neben den obligatorischen Besuchen auf Landesmitgliederversammlungen, dem Bundesausschuss und anderen Gremiensitzungen standen in den ersten Monaten vor Allem die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen, die Castorblockade in Gorleben, unsere Aktionen mit attac zu "Banken in die Schranken", mit "Jugendliche ohne Grenzen" zur InnenministerInnenkonferenz in Wiesbaden und viele Einzelaktionen auf dem Plan. Größere Reaktionen hat unser Offener Brief an die Junge Union ausgelöst, in dem wir die im Kontext der Offenlegung der NSU-Verbrechen besonders zynische Gleichsetzung von Links und Rechts angegriffen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was macht eigentlich die Bundesvorstandsarbeit?</strong></p>
<p>Lohnt es sich überhaupt, so viel Zeit zu investieren? Gut, auf weitere Wort- und andere Flachwitze verzichten wir lieber. Also, was ist passiert, was läuft derzeit und was steht an?</p>
<p>Seit unserer Wahl im Oktober waren wir viel unterwegs. Neben den obligatorischen Besuchen auf Landesmitgliederversammlungen, dem Bundesausschuss und anderen Gremiensitzungen standen in den ersten Monaten vor Allem die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen, die Castorblockade in Gorleben, unsere Aktionen mit attac zu &#8220;Banken in die Schranken&#8221;, mit &#8220;Jugendliche ohne Grenzen&#8221; zur InnenministerInnenkonferenz in Wiesbaden und viele Einzelaktionen auf dem Plan. Größere Reaktionen hat unser Offener Brief an die Junge Union ausgelöst, in dem wir die im Kontext der Offenlegung der NSU-Verbrechen besonders zynische Gleichsetzung von Links und Rechts angegriffen haben.</p>
<p>Und wenn wir nicht gerade im Zug oder vor dem Computer sitzen, gehen wir auf die Straße: So waren wir mit Leuten aus dem ganzen Bundesgebiet auf der Demo gegen die aktuelle Agrarpolitik &#8220;Wir haben es satt!&#8221; präsent, haben zum dezentralen Aktionstag gegen das Anti Conterfeiting Trade Agreement (ACTA) aufgerufen und zu den Blockaden der Naziaufmärsche in Dresden am 13. und 18.2. mobilisiert. Demnächst zelebrieren wir den Weltfrauentag unter dem Motto &#8220;Geschlechtergerechtigkeit kennt keine Grenzen&#8221;. Kurz danach stehen am ersten Jahrestag der dreifachen Katastrophe in Japan am 11.3. größere Aktionen an.</p>
<p>Im Moment sind wir stark mit der Vorbereitung des 38. Bundeskongresses in Dortmund vom 13. bis 15. April (siehe Einladung) beschäftigt. Dieser wird sich vor allem dem ersten Halbjahresthema &#8220;Globale Gerechtigkeit&#8221; widmen, aber auch viele andere Themen anschneiden &#8211; und auf jeden Fall viel Spaß machen! Darüber hinaus bieten wir im März in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Weitersteigerinnenseminare für engagierte Frauen an, begleiten den Weltfrauentag, den Selbstverständnisprozess unseres europäischen Dachverbandes FYEG, erweitern die Kooperation mit der französischen GRÜNEN JUGEND, den Jeunes Ecologistes, und und und&#8230; In den kommenden Monaten stehen eine große Umverteilungskampagne, u.A. mit attac, die Waldwoche und die Europawoche, das Same Sex Handholding und der Weltflüchtlingstag auf dem Programm. Wir freuen uns, wenn ihr Lust habt, an unseren Aktionen teilzunehmen &#8211; Informationen und Ansprechpersonen findet ihr immer aktuell auf www.gruene-jugend.de!</p>
<p>Bis dahin! Euer Bundesvorstand</p>
<p><strong>Sina, Karl, Freia, Jens, Dimitra, Felix, Linda, Armin, Timeela und Felix</strong></p>
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		<title>Gastbeitrag: Arbeit ist das halbe Leben – Zum Primat der Erwerbsarbeit</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4067</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[eit 1948 gibt es in der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte das verbriefte „Recht auf Arbeit“. Aber gibt es auch eine „Pflicht zur Arbeit“?
Ein besonderes Augenmerk legen wir Jusos auf die Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Diese zu verringern, halten wir für unsere Pflicht und für „soziale Gerechtigkeit“. Dafür ist Arbeit zentral! Sie definiert in unserer Gesellschaft nicht nur Geld für den Lebenserhalt und Status, sie ist auch die Grundlage zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Aus vielen Studien wissen wir: Arbeitslosigkeit macht krank. Menschen, die ihre Arbeit verlieren, leiden oft physisch wie psychisch unter der Situation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Seit 1948 gibt es in der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte das verbriefte „Recht auf Arbeit“. Aber gibt es auch eine „Pflicht zur Arbeit“?<br />
Ein besonderes Augenmerk legen wir Jusos auf die Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Diese zu verringern, halten wir für unsere Pflicht und für „soziale Gerechtigkeit“. Dafür ist Arbeit zentral! Sie definiert in unserer Gesellschaft nicht nur Geld für den Lebenserhalt und Status, sie ist auch die Grundlage zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Aus vielen Studien wissen wir: Arbeitslosigkeit macht krank. Menschen, die ihre Arbeit verlieren, leiden oft physisch wie psychisch unter der Situation. Einer Arbeit nachzugehen wird von den meisten Menschen als erstrebenswert erachtet. Sie haben eine Aufgabe und interagieren mit anderen. Erwerbsarbeit für alle hilft also, die Gesellschaft zusammenzuhalten und einer Spaltung entgegenzuwirken. Gute Arbeit heißt auch, dass Menschen sich im Bewusstsein dessen, einen Beitrag geleistet zu haben, als vollwertiger Teil einer Gesellschaft fühlen können. Auch in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter spielen die Erwerbsarbeit und der Arbeitsmarkt die zentrale Rolle.</p>
<p>Einige Menschen meinen, es gäbe gar nicht mehr genug Arbeit für alle. Das Primat der Erwerbsarbeit mag erstrebenswert sein, sei aber nicht durchführbar. Tatsächlich? Wenn ich mich umschaue, gibt es viel, was noch getan werden müsste. Wir könnten mehr KiTa-Plätze schaffen, mehr LehrerInnen einstellen, mehr Pflegekräfte ausbilden. Wir könnten mehr Museen bauen, mehr Schwimmbäder, mehr Jugendzentren, mehr Windräder. Das schafft Arbeit! Geht nicht – aber wieso? In der Krise ging es mit dem Konjunkturpaket doch auch, staatlich organisiert Arbeit zu schaffen. Öffentlicher Dienst, Kommunale Beschäftigung, Energiesektor – das sind riesige Wachstumssektoren. Außerdem wäre es doch toll, wenn nicht manche Menschen viel und andere gar nicht arbeiten würden, sondern wenn alle gemeinsam weniger arbeiten müssten. Jeden Tag nicht mehr als sechs Stunden. Oder nur im Winter. Oder niemals mittwochs. Das befördert Ausgleich in der Gesellschaft. Dann könnte jede/r sowohl am Arbeitsleben als auch am Familienleben partizipieren.</p>
<p>Nein, eine Arbeitspflicht gibt es glücklicherweise nicht. Ein Recht, nicht zu arbeiten aber auch nicht. Und das ist auch gut so.</p>
<p><strong>Katharina Oerder, stv. Juso-Bundesvorsitzende</strong></p>
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		<title>„Generalstreik ein Leben lang!“</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4065</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Vagabunden in der Weimarer Republik

Der Killesberg in Stuttgart an Pfingsten 1929. In diesen Tagen fand eine Zusammenkunft in der Stadt am Neckar statt, die so zuvor nicht dagewesen war und auch danach nicht wiederkehrte. Gut 500 Personen trafen sich zu einem ganz besonderem Kongress, einem Kongress von Vagabunden.

Personen, die in der krisengeschüttelten Weimarer Republik auf der Straße lebten und zwischen den großen und kleinen Städten und Dörfern umherzogen, gab es nicht wenige. Insbesondere am Ende 19020er Jahre nahm die Arbeitslosigkeit, nach einer kurzen Erholung in den Jahren zuvor, wieder massiv zu. Da die konzipierten sozialen Sicherungssysteme versagten, blieb manchen gar nichts weiteres übrig, als sich auf eine ziellose Wanderschaft zu begeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über Vagabunden in der Weimarer Republik</strong></p>
<p>Der Killesberg in Stuttgart an Pfingsten 1929. In diesen Tagen fand eine Zusammenkunft in der Stadt am Neckar statt, die so zuvor nicht dagewesen war und auch danach nicht wiederkehrte. Gut 500 Personen trafen sich zu einem ganz besonderem Kongress, einem Kongress von Vagabunden.</p>
<p>Personen, die in der krisengeschüttelten Weimarer Republik auf der Straße lebten und zwischen den großen und kleinen Städten und Dörfern umherzogen, gab es nicht wenige. Insbesondere am Ende 19020er Jahre nahm die Arbeitslosigkeit, nach einer kurzen Erholung in den Jahren zuvor, wieder massiv zu. Da die konzipierten sozialen Sicherungssysteme versagten, blieb manchen gar nichts weiteres übrig, als sich auf eine ziellose Wanderschaft zu begeben.</p>
<p>Genauso gab es in dieser Zeit aber auch Menschen, die nicht aus Not das Leben auf der Straße verbrachten, sondern die Wanderschaft als politisches Projekt sahen. Über deren Motivationen und Ideen legt der Vagabundenkongress aus dem Jahr 1929 ein bemerkenswertes Zeugnis ab. Gregor Gog, der 1927 die „Bruderschaft der Vagabunden“ ins Leben gerufen hatte, hielt auf dem Kongress eine enthusiastische Rede: „Seine Aufgabe [des Vagabunden] ist in dieser Welt nicht die spießbürgerliche Arbeit. Diese Arbeit wäre Mithilfe zur weiteren Versklavung, wäre Arbeit an der bürgerlichen Hölle! [...] Der Kunde [=Synonym für Vagabund], revolutionärer als Kämpfer, hat die volle Entscheidung getroffen: Generalstreik das Leben lang! Lebenslänglich Generalstreik!“</p>
<p>In diesem Sinne engagierten sich Gog und seine Mitstreiter für eigene Herbergen, um sich von den Wohlfahrtsinstitutionen von Staat und Kirche freizumachen. Denn selbstredend gehörte das Leben auf der Straße nicht zu den Dingen, welche durch staatliche Institutionen der Weimarer Republik geduldet wurde. Zeitweise Inhaftierungen oder Zwangseinweisungen in Arbeitshäuser waren eine beständige Gefahr.</p>
<p>Im Nationalsozialismus nahm die Repression zu: So führte das Regime im September 1933 eine sogenannte Bettlerwoche durch, in dem sie zielgerichtet auf der Straße Lebende in Haft nahm oder in Arbeitshäuser einwies. 1938 ging mit der „Aktion Arbeitsscheu Reich“ eine weitere Repressionswelle durch das Land, durch die all jene in Konzentrationslager deportiert wurden, die von Nazis als Asozial stigmatisiert wurden. Menschen, die auf der Straße lebten, waren hier genauso betroffen wie Prostituierte, Trinker_innen oder Sinti und Roma.</p>
<p>Der politischen Vagabundenbewegung war auch vor deren Zerschlagung kein sonderlicher Einfluss beschieden, nicht einmal auf die ihr nahestehende anarcho-syndikalistische Gewerkschaft FAUD. Auch der Versuch Gogs, der nach einem Besuch in der Sowjetunion nun der KPD zuneigte, Vagabunden als kommunistische Wähler und Aktivisten zu gewinnen, schlug fehl.</p>
<p>Die Geschichte von Marginalisierten überhaupt kenntlich zu machen, ist ein Prozess, der erst in den letzten Jahren intensiver betrieben wurde. Das Stigma der Asozialität wirkte damals und es wirkt auch noch heute.</p>
<p><strong>Tobias Edling</strong></p>
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		<title>Der Mensch ist zum Arbeiten da!?</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4063</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Steuerung der Arbeitsmigration

Es gibt viele Gründe warum Menschen sich entschließen, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen: Angst vor Verfolgung, Naturkatastrophen oder Hunger. Einige unter ihnen sehnen sich auch danach neue Sprachen, Landschaften und Menschen kennenzulernen.

Den mit Abstand größten Teil der weltweiten Migration macht aber die Arbeitsmigration aus - über 80 Prozent. Die meisten wandern aus wirtschaftlich schwächeren Regionen in starke. Industrienationen versuchen diese Arbeitsmigration zu steuern, dabei steht die Volkswirtschaft im Mittelpunkt der Einwanderungspolitik. Das Arbeitskräfteangebot muss den ökonomischen Anforderungen genügen, Menschen werden auf Leistung, also ihre Arbeit reduziert. Persönlichkeit, Erfahrungen und individuelle Nöte treten in den Hintergrund. Diese Grundüberlegung zieht sich konsequent durch die Einwanderungspolitik aller Industrienationen und zeigt den hohen Stellenwert von Erwerbsarbeit in unserem politischen System.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Steuerung der Arbeitsmigration</strong></p>
<p>Es gibt viele Gründe warum Menschen sich entschließen, ihre gewohnte Umgebung zu verlassen: Angst vor Verfolgung, Naturkatastrophen oder Hunger. Einige unter ihnen sehnen sich auch danach neue Sprachen, Landschaften und Menschen kennenzulernen.</p>
<p>Den mit Abstand größten Teil der weltweiten Migration macht aber die Arbeitsmigration aus &#8211; über 80 Prozent. Die meisten wandern aus wirtschaftlich schwächeren Regionen in starke. Industrienationen versuchen diese Arbeitsmigration zu steuern, dabei steht die Volkswirtschaft im Mittelpunkt der Einwanderungspolitik. Das Arbeitskräfteangebot muss den ökonomischen Anforderungen genügen, Menschen werden auf Leistung, also ihre Arbeit reduziert. Persönlichkeit, Erfahrungen und individuelle Nöte treten in den Hintergrund. Diese Grundüberlegung zieht sich konsequent durch die Einwanderungspolitik aller Industrienationen und zeigt den hohen Stellenwert von Erwerbsarbeit in unserem politischen System.</p>
<p>In Deutschland kam es nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem wirtschaftlichen Aufstieg zu einem Arbeitskräftemangel, vor allem in körperlich harten Berufen, wie etwa im Bergbau und auf Baustellen. Nach langen politischen Diskussion wurden Anwerbeabkommen mit Italien, der Türkei und vielen anderen Ländern geschlossen, zunächst nach Rotationsprinzip. Das heißt: Die Arbeiter*innen kehrten nach ca. 3-5 Jahren zurück in ihr Herkunftsland und wurden durch neue Einwander*innen ersetzt. Der Aufenthalt sollte ausschließlich dazu dienen, den Arbeitskraftmangel auszugleichen und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Idee einer Inklusion als Individuen unter sozialen Gesichtspunkten in die Gesellschaft blieb ganz außen vor. Zwar sank durch die Arbeitsmigrant*innen das Lohnniveau im Niedriglohnsektor, doch war es ökonomisch nicht sehr effektiv, die Arbeitskräfte immer neu anzulernen. Aus diesem Grund wurden die Aufenthaltserlaubnisse verlängert und immer mehr Arbeiter*innen durften ihre Familien nach Deutschland holen. Bis 1973 kamen so rund 4 Millionen Migrant*innen nach Deutschland.</p>
<p>Mit der Wirtschafts- und Ölkrise 1973 wendete sich die Stimmung erneut. Die Menschen wurden wieder vornehmlich als wirtschaftliche Ressource „Arbeitskraft“ gesehen. Die Wirtschaft brauchte sie nicht mehr, es sollten also keine weiteren Migrant*innen mehr nach Deutschland kommen – der Anwerbestopp wurde beschlossen. Als dann ab 1980 jedoch die Arbeitslosigkeit stieg, gerade auch unter den Migrant*innen, versuchte die Politik, auch den Familiennachzug einzudämmen und die bereits in Deutschland lebenden Migrant*innen wieder zurück in ihre Herkunftsländer zu schicken. Mit dem Rückkehrhilfegesetz wurden finanzielle Anreize dazu gegeben. Die Tatsache, dass Deutschland das neue Zuhause für viele Einwander*innen war, wurde komplett übergangen. Nicht zuletzt durch Polemisierung seitens Politik und Medien wurden fremdenfeindliche Ausschreitungen Realität: Einige waren faktisch gezwungen, Deutschland wieder zu verlassen.</p>
<p>Auch in der aktuellen politischen Diskussion geht es um ökonomische Gesichtspunkte &#8211; nicht nur auf Seiten der Konservativen. Unter Rot-Grün wurde 2005 die Green Card für Hochqualifizierte eingeführt. Angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels, wird der Ruf nach Arbeitsmigration lauter. Dabei darf der Schwerpunkt in der Diskussion jedoch nicht mehr auf ökonomischen Aspekten liegen!</p>
<p>Wir müssen weg von nationalen ökonomischen Interessen und auf ein globales Recht auf Migration ohne selektive Schranken hinarbeiten! Die Wertigkeit des Menschen darf nicht über seine Fähigkeiten und Qualifikationen definiert werden! In wirtschaftlich schlechten Zeiten fördert ein solche Unterteilung – da fest in Politik und Gesellschaft etabliert &#8211; Ausländerfeindlichkeit. Der Ruf nach Ausweisung dieser Menschen könnte lauter werden. Wir brauchen stattdessen eine neue Migrationspolitik, die Menschen nicht in nützliche und unnütze Arbeitskräfte einteilt. Wenn Menschen selektiert werden, dann wird mit ihnen und ihren Lebensplänen gespielt. Der Mensch ist nicht zum Arbeiten da!</p>
<p><strong>Timeela Manandhar</strong></p>
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		<title>Generation Praktikum</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4061</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Hart Arbeiten für Anerkennung

Ich halte meinen Kontoauszug in der Hand und sehe schwarz auf weiß: 388 €. Naja, denke ich mir. So wirklich viel Geld ist das nicht für knapp vier Monate Arbeit, aber was soll’s, es zählt schließlich die Erfahrung! Gut so. Es ist der Optimismus, der mir über den eher ernüchternden Kontoauszug hinweghilft. Ok, ich gebe ja zu, ich hätte mir nach einem durchgearbeiteten Sommer ein wenig mehr erhofft. Mit dem Geld konnte ich mir gerade mal eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen und mein Essen, was ich mir am Berliner Potsdamer Platz mittags immer in einem der billigen Lokale gekauft habe. Während der 16 Wochen habe ich verschiedenste Aufgaben erledigt, dennoch war es in den ersten sechs Wochen eher langweilig. In der zweiten Hälfte des Praktikums herrschte dann umso mehr Dauerstress. Projekte wurden betreut, ich musste ständig Überstunden machen, habe mich aber gefreut, dass ich endlich in die Arbeit eingebunden wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hart Arbeiten für Anerkennung</strong></p>
<p>Ich halte meinen Kontoauszug in der Hand und sehe schwarz auf weiß: 388 €. Naja, denke ich mir. So wirklich viel Geld ist das nicht für knapp vier Monate Arbeit, aber was soll’s, es zählt schließlich die Erfahrung! Gut so. Es ist der Optimismus, der mir über den eher ernüchternden Kontoauszug hinweghilft. Ok, ich gebe ja zu, ich hätte mir nach einem durchgearbeiteten Sommer ein wenig mehr erhofft. Mit dem Geld konnte ich mir gerade mal eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen und mein Essen, was ich mir am Berliner Potsdamer Platz mittags immer in einem der billigen Lokale gekauft habe. Während der 16 Wochen habe ich verschiedenste Aufgaben erledigt, dennoch war es in den ersten sechs Wochen eher langweilig. In der zweiten Hälfte des Praktikums herrschte dann umso mehr Dauerstress. Projekte wurden betreut, ich musste ständig Überstunden machen, habe mich aber gefreut, dass ich endlich in die Arbeit eingebunden wurde.<br />
Die kompletten 16 Wochen musste ich kein einziges Mal Kaffee kochen und die Zeit, die ich am Kopierer beschäftig war, hielt sich ebenfalls in Grenzen. Ich war froh darüber, dass ich mit der Zeit Teil des Teams wurde. Trotzdem hatte ich manchmal das Gefühl, nicht wirklich ernst genommen zu werden. Besonders in den letzten Wochen war ich vom Arbeitspensum her ein volles Mitglied des Organisationsteams, obwohl ich „nur“ Praktikantin war. Immer mehr wurde mir klar, dass nach einem harten Arbeitstag keine Möglichkeit bestand, einen weiteren Job anzunehmen. Erst da realisierte ich, dass viele meiner Kommilitonen es sich nicht erlauben können, 16 Wochen für wenig Geld ihre Semesterferien zu verbringen. Das ist jedoch nicht der einzige Aspekt, der mir in der Zeit als Praktikantin klar wurde. Es war meiner Meinung nach nicht wichtig für mich, viel Geld zu verdienen, um meine Ausgaben zu finanzieren. Viel klarer wurde es, dass ein gerechter Lohn für ein Praktikum wichtig ist, um eine Anerkennung innerhalb des Arbeitsteams zu bekommen.<br />
Wenn der Praktikant einen Mindestlohn erwarten kann und das gesamte Team darüber Bescheid weiß, wird man gleichzeitig viel ernster genommen. Man befindet sich während des Praktikums in einer Art Testzeit. Man ist nicht voller Mitarbeiter, allerdings ist man ebenso wenig eine Aushilfe oder nur stiller Beobachter. Da man meistens weder die vollen Aufgaben eines Mitarbeiters übernimmt, noch gerne nur am Rande des Geschehens beobachtet, wurde mir um so deutlicher, dass ein Praktikant auf der einen Seite vor Ausbeutung geschützt, aber auch zur Integration in das Team gestärkt werden muss. Eine wichtige Forderung müsste daher sein, Praktikanten eine angemessene Entlohnung für ihren Einsatz am Praktikumsplatz zu sichern. Wenn unsere Gesellschaft seine neuen Arbeitskräfte schnell zum effektiven Arbeitsbeginn führen möchte, müssen wir so schnell es geht dafür sorgen, dass Studenten am Beginn ihrer Karriere weder praktikumsbedingt kurz vor der totalen Erschöpfung stehen und gleichzeitig die wahre Arbeitswelt durch Praktika vermittelt bekommen. Denn nur, wenn wir Studenten diese Möglichkeit bekommen, wird es Deutschland weiter möglich sein, einen florierenden Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten.</p>
<p><strong>Carolin Engel</strong></p>
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		<title>„Ich bin gerne hier. Das ist meine Chance.“</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4059</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:33:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Alltag in der Werkstatt für behinderte Menschen

Es ist Montagmorgen und für Karl-Heinz beginnt auch diese neue Woche mit der gewohnten Tasse Kaffee am ungedeckten Küchentisch. Schwarz muss er sein und ohne Zucker, denn den hat Karl-Heinz ja eh schon. Er schlürft das brühendheiße Getränk in nur wenigen Zügen leer, schaut auf die Uhr und erhebt sich vom Küchentisch. Pünktlich um sieben nimmt er seine Tasche in die Hand und läuft den kurzen Weg bis zur Werkstatt. „Montag ist Schontag“, sagt der 54-Jährige mit einem breiten Grinsen, das den Blick auf seine mit nur wenigen Stumpen besetzte obere Zahnreihe freilegt. Was er mit diesem Satz meint, wird deutlich, wenn man seinem Blick in Richtung Straße folgt: Dort hält gerade ein Bus, von dem aus sich eine ganze Kolonne von Menschen mit schlürfenden Schritten der Werkstatt nähert. Doch je mehr Leute am Eingangstor ankommen, desto lebhafter werden die Diskussionen und der müde Montagmorgen scheint vergessen. Wenn dann um halb acht die Werkstatt aufgeschlossen wird, strömen die Beschäftigten zu ihren Arbeitsplätzen und beginnen ihr Tagwerk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Alltag in der Werkstatt für behinderte Menschen</strong></p>
<p>Es ist Montagmorgen und für Karl-Heinz beginnt auch diese neue Woche mit der gewohnten Tasse Kaffee am ungedeckten Küchentisch. Schwarz muss er sein und ohne Zucker, denn den hat Karl-Heinz ja eh schon. Er schlürft das brühendheiße Getränk in nur wenigen Zügen leer, schaut auf die Uhr und erhebt sich vom Küchentisch. Pünktlich um sieben nimmt er seine Tasche in die Hand und läuft den kurzen Weg bis zur Werkstatt. „Montag ist Schontag“, sagt der 54-Jährige mit einem breiten Grinsen, das den Blick auf seine mit nur wenigen Stumpen besetzte obere Zahnreihe freilegt. Was er mit diesem Satz meint, wird deutlich, wenn man seinem Blick in Richtung Straße folgt: Dort hält gerade ein Bus, von dem aus sich eine ganze Kolonne von Menschen mit schlürfenden Schritten der Werkstatt nähert. Doch je mehr Leute am Eingangstor ankommen, desto lebhafter werden die Diskussionen und der müde Montagmorgen scheint vergessen. Wenn dann um halb acht die Werkstatt aufgeschlossen wird, strömen die Beschäftigten zu ihren Arbeitsplätzen und beginnen ihr Tagwerk.</p>
<p>Karl-Heinz und seine KollegInnen arbeiten wie über 292.000 weitere Menschen in Deutschland in einer sogenannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Laut Sozialgesetzbuch IX ist dies eine Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in dieses. Sie hat die Aufgabe, ihnen eine angemessene berufliche Bildung und eine Beschäftigung im Arbeitsbereich zu ermöglichen sowie ihre Leistungs- und Erwerbsfähigkeit zu entwickeln. Darüber hinaus soll sie den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt fördern, weshalb die Werkstatt auch über ausgelagerte Arbeitsplätze sowie qualifiziertes Personal und einen begleitenden Dienst verfügen muss.</p>
<p>Dass die Forderung nach ausgelagerten Arbeitsplätzen in einen regelrechten Trend gemündet ist, bestätigt der hohe Anteil von immerhin 55 Prozent der WfbM, die im Jahr 2006 mindestens einen derartigen Arbeitsplatz anboten. Damit waren insgesamt mehr als 4.600 Menschen in herkömmlichen Betrieben tätig, was etwa 3 Prozent der im Arbeitsbereich Beschäftigten ausmacht. Das Verhältnis von ausgelagerten Gruppen- zu Einzelarbeitsplätzen betrug sogar 3:1. Dagegen gestaltet sich der Übergang von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmark als weitaus schwieriger. So kommt es immerhin in rund 13 Prozent der Fälle innerhalb der ersten 12 Monate zu einem Abbruch des Integrationsversuchs.</p>
<p>Während es für manche seiner KollegInnen eine einzigartige Chance darstellen würde, auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt zu werden, schließt Karl-Heinz diese Option für sich aus. „Ich gehe gerne in die Werkstatt, hier habe ich meine Freunde“, sagt der 54-Jährige, der schon seit über zwanzig Jahren in derselben Werkstatt arbeitet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Beschäftigte oftmals ihren gesamten Freundeskreis in der WfbM haben und Vereinsamungstendenzen bei manchen schon auf Einzelarbeitsplätzen einsetzen. „Außerdem bin ich der Schnellste in meiner Gruppe. Ich schaffe ganz viel Arbeit und wenn ich fertig bin, helfe ich den anderen. Ich werde immer gelobt, wenn ich schnell fertig bin“, schildert Karl-Heinz seinen Erfolg bei der Arbeit, der den Sozialisationsprozess in die Werkstatt hinein anschaulich beschreibt. Während die LeistungsträgerInnen innerhalb der WfbM oft ein hohes Ansehen genießen, welches entsprechend honoriert wird, müssen sie bei Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt damit rechnen, sich am unteren Ende der informellen Hierarchie wiederzufinden und schlimmstenfalls als AußenseiterIn zu vereinsamen. „Ich bin gerne hier. Das ist meine Chance. Da draußen habe ich keine“, sagt Karl-Heinz, der aus Erfahrung spricht.</p>
<p><strong>Sarah Benke</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Global Young Greens Kongress</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4057</link>
		<comments>http://blog.gruene-jugend.de/archives/4057#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=4057</guid>
		<description><![CDATA[Veränderung ist Global

Um ca. 50.000 km² breiteten sich im letzten Jahr die Wüsten der Welt aus und entzogen damit vielen Kleinbäuer_innen ihre Lebensgrundlage. 1.500 Menschen sind 2011 auf der Flucht vor Folter und Diskriminierung im Mittelmeer gestorben. Zwischen 109 und 126 Mio. Menschen sind durch den Anstieg der Nahrungsmittelpreise, also durch Finanzspekulationen, unter die Armutsgrenze gerutscht und weltweit sind durch die Krise 30 Mio. Menschen arbeitslos geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Veränderung ist Global</strong></p>
<p>Um ca. 50.000 km² breiteten sich im letzten Jahr die Wüsten der Welt aus und entzogen damit vielen Kleinbäuer_innen ihre Lebensgrundlage. 1.500 Menschen sind 2011 auf der Flucht vor Folter und Diskriminierung im Mittelmeer gestorben. Zwischen 109 und 126 Mio. Menschen sind durch den Anstieg der Nahrungsmittelpreise, also durch Finanzspekulationen, unter die Armutsgrenze gerutscht und weltweit sind durch die Krise 30 Mio. Menschen arbeitslos geworden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was hat das alles mit der Grünen Jugend zu tun? Sehr viel! Klimawandel, Flüchtlingspolitik, Neoliberaler Kapitalismus, Freies Internet, Menschenrechte &#8211; alle diese Themen haben eine globale Dimension. Nicht umsonst ist der Schwerpunkt des nächsten BuKos Globale Gerechtigkeit.</p>
<p>Wir fühlen uns einer globalen Bewegung zugehörig, die im letzten Jahr in der Arabischen Welt sichtbar wurde und sich auch in allen anderen Teilen der Welt hartnäckig der Utopie einer gerechteren Welt verschrieben hat.</p>
<p>Nun wäre es alt-koloniale Manier zu glauben, dass wir in Deutschland und Europa die Menschen im Globalen Süden vertreten könnten. Wir brauchen Austausch zwischen den Bewegungen, damit wir uns gemeinsam unserer Ziele vergewissern können, damit wir die Problematiken unserer Mitstreitenden besser verstehen und damit wir das Bewusstsein für die globale Verstrickung von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft nicht verlieren.</p>
<p>Deshalb gibt es die Global Young Greens, die globale Koordination der jungen Grünen Bewegungen weltweit; das sind nicht nur „Partei-Jugenden“, auch individuelle Einzelkämpfer_innen und Gestalter_innen sind dabei. Außerparlamentarische Gruppen der Zivilgesellschaft und des Widerstandes, alle sind vereint unter dem Ziel einer ökologisch und sozial nachhaltigen Politikgestaltung.</p>
<p>Der GYG Kongress findet alle zwei Jahre statt, dieses Jahr vom 27. bis 29. März in der Hauptstadt des Senegals, Dakar. Hier werden wir uns in Workshops austauschen, während der General Assembly den politischen Aktionsplan für die nächsten zwei Jahre beschließen und einen neuen Vorstand wählen, welcher diesen dann umsetzen wird.</p>
<p>Die Grüne Jugend entsendet ihre Delegierten dorthin, ist im Vorstand und im Vorbereitungskommitee vertreten. Als Delegierter freue ich mich euch mit Podcasts und Blogeinträgen ein lebendiges Bild von der Vielfalt und Motivation, vom Feuer der globalen Bewegung zu vermitteln. Es wird spannend, denn die Global Young Greens &#8211; das ist heute schon gelebte globale Politik!</p>
<p><strong>Michael Bloss</strong></p>
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		<title>Politik als Beruf</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Eine Profession in Zahlen In Deutschland gibt es mehr als 10.000 haupt- bzw. nebenberufliche PolitikerInnen. Davon sind 2579 Abgeordnete und 331 MinisterInnen oder StaatssekretärInnen (BundeskanzlerIn+MinisterpräsidentInnen außen vorgelassen, davon gibt es genau 1+16). Den Löwenanteil stellen aber die kommunalen WahlbeamtInnen mit 327 LandrätInnen und RegierungspräsidentInnen sowie 5000-7000 hauptamtlichen BürgermeisterInnen und Beigeordneten. Nicht zu vergessen, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine Profession in Zahlen</strong></p>
<p>In Deutschland gibt es mehr als <strong>10.000</strong> haupt- bzw. nebenberufliche PolitikerInnen. Davon sind <strong>2579</strong> Abgeordnete und <strong>331</strong> MinisterInnen oder StaatssekretärInnen (BundeskanzlerIn+MinisterpräsidentInnen außen vorgelassen, davon gibt es genau <strong>1+16</strong>). Den Löwenanteil stellen aber die kommunalen WahlbeamtInnen mit <strong>327</strong> LandrätInnen und RegierungspräsidentInnen sowie <strong>5000-7000</strong> hauptamtlichen BürgermeisterInnen und Beigeordneten. Nicht zu vergessen, da höchst wichtig, sind die MitarbeiterInnen: JedeR MdB beschäftigt im Durchschnitt <strong>10</strong> MitarbeiterInnen und in allen Parteizentralen zusammengenommen dürften noch einmal mind. <strong>800</strong> Angestellte arbeiten. Gar nicht mal so wenig, insbesondere wenn mensch bedenkt wie viel PolitikerInnen eigentlich arbeiten: Bei einem/einer typischen MdB sind es <strong>60-70</strong> Stunden pro Woche. Davon verbringt einE AbgeordneteR nur <strong>10%</strong> im Plenarsaal. Die restliche Zeit verbringt einE AbgeordneteR in Ausschüssen (jedeR grüne Abgeordnete ist Vollmitglied in etwa <strong>1,2</strong> Ausschüssen), Fraktions- und Parteissitzungen und nimmt an den entsprechenden Arbeitsgruppen teil. Die sitzungsfreien Wochen (ungefähr <strong>20</strong> Wochen sind Sitzungswoche) dienen zur Vorbereitung und der Arbeit im Wahlkreis (laut einer Umfrage von abgeordnetenwatch sind <strong>5</strong> Termine pro Tag dabei keine Seltenheit). Ähnlich hoch wie die Arbeitsbelastung ist mit <strong>49</strong> Jahren auch das Durchschnittsalter. Und das ist kein Zufall: Das durchschnittliche Bundestagsmitglied ist seit <strong>10</strong> Jahren im Amt. Bei Bündnis 90/Die Grünen sind es immerhin noch <strong>8,9</strong> Jahre, bei einem Durchschnittsalter von <strong>47</strong> Jahren (vielleicht war die Trennung von Amt und Mandat + die Rotation doch keine so schlechte Idee). Wo wir schon gerade bei der Berufskarriere sind: Menschen mit einem Hochschulabschluss sind mit einem Anteil von <strong>85%</strong> weit überproportional vertreten und nur <strong>12</strong> Abgeordnete haben einen Hauptschulabschluss. Die beliebtesten Studienfächer sind übrigens Jura, Wirtschafts- und Politikwissenschaften. Bzgl. Karriere ist eins ebenfalls typisch: Frauen sind benachteiligt. Nur <strong>32,8%</strong> aller Abgeordneten sind weiblich, bei der CSU sind es sogar nur <strong>13,3%</strong>. Zum Vergleich: Im irakischen Parlament beträgt der Frauenanteil <strong>25%</strong>. Spitzenreiter sind Bündnis 90/Die Grünen mit <strong>54,4%</strong> dicht gefolgt von der Linkspartei mit <strong>52,6%</strong> (ebenfalls eine Partei mit Frauenquote). Freuen kann sich ein Europaabgeordneter am Monatsanfang über eine Diät von <strong>7665€</strong> zuzüglich einer allgemeinen Spesenvergütung von <strong>4202€</strong>. Spitzenverdiener sind aber die parlamentarischen Staatssekretäre mit <strong>23.069€</strong> . Besonders lukrativ sind auch die Pensionen von beispielsweise <strong>1534€</strong> nach <strong>8</strong> Jahren. Apropos Geld: Im Brüssel gibt es <strong>17.000</strong> LobbyistInnen (also ca. <strong>20</strong> pro Abgeordneten) und im Verbandsregister des Bundestages sind über <strong>2000</strong> Verbände eingetragen. Besonderes Interesse dürften diesen den <strong>264</strong> Gesetzesiniativen, <strong>63</strong> großen &amp; <strong>3299</strong> kleinen Anfragen sowie den <strong>2287</strong> Anträgen in der letzten Legislaturperiode entgegengebracht haben. Wer jetzt noch mehr über dieses Thema erfahren möchte der gucke doch in Kürschners Volkshandbuch (Babette verschickte hierzu eine Mail an fast <strong>4000</strong> EmpfängerInnen), das mensch für den Preis von <strong>0€</strong> beim Bundestag bekommt. Und wem das ganze zu zahlenlastig war dem sei der <strong>1919</strong> von Max Weber veröffentlichte gleichnamige Aufsatz empfohlen.</p>
<p><strong>Jacob Spanke</strong></p>
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		<title>Warum unser Arbeitsbild direkte Demokratie verhindert</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:31:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#160; Ein kritischer Kommentar Am Ende war die Zeit. Die nicht gereicht hat. Zeitmangel ist eins der größten Argumente, mit denen Leute heutzutage jegliche Idee von direkter Demokratie ablehnen. Der normale Bürger, so heißt es meist ungegendert, findet einfach nicht die Zeit sich angemessen mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Die Zeit aber wandert in den Beruf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ein kritischer Kommentar</strong></p>
<p>Am Ende war die Zeit. Die nicht gereicht hat. Zeitmangel ist eins der größten Argumente, mit denen Leute heutzutage jegliche Idee von direkter Demokratie ablehnen. Der normale Bürger, so heißt es meist ungegendert, findet einfach nicht die Zeit sich angemessen mit politischen Themen auseinanderzusetzen. Die Zeit aber wandert in den Beruf, den viele von uns mit einer 40-Stunden-Woche mehr leben als leisten. Aber Arbeit &#8211; und das Verständnis von Arbeit &#8211; raubt uns heute nicht nur die Zeit für politisches Engagement, sondern auch viele potentielle Kompetenzen dafür.</p>
<p>So sind die meisten Arbeiter_innen meiner Meinung nach nicht Fachidiot_innen, sondern Detailidiot_innen, die sich nur mit einem Teilaspekt einer Aufgabe oder Produktion beschäftigen und so das Bild für das ganze verlieren. Fakten und Erkenntnisse in einen Kontext setzen zu können, ist jedoch eine Fähigkeit, der es auch in vielen politischen Themenkomplexen bedarf. Eine Fähigkeit, welche sich aber nicht von alleine, sondern nur durch Übung schärft. Sie setzt selbstständiges Denken voraus, welches wiederum nur bedingt in der Arbeitswelt gefördert wird. Wir reden hier nicht von Kleinutopien, wie die zunehmenden Werbefirmen in Berlin Mitte, in denen ein Rundumkonzept in einer Art Oneman-Show zustande kommt. Gemeint sei stattdessen die zunehmende Zahl an Großkonzernen, welche zu einer vermeintlichen Optimierung des Umsatzes Arbeitsschritte kleinstmöglich teilen und zur Überwachung Authoritätspersonen stellen, die selber wiederum den Bezug zum Detail längst verloren haben. Dieses Prinzip kollidiert mit der Idee eines mündigen Menschen als Voraussetzung für gute Demokratie. Personen, die herumkommandiert werden, deren persönliche Anliegen und Interessen sich an ihrem Arbeitsplatz nicht niederschlagen, werden nie wirklich demokratische Ideen oder das Prinzip absoluter Gleichheit verinnerlichen. Predigen werden sie es vielleicht, aber unterdrückende Erfahrungen im Kinder- sowie im Erwachsenenalter verleiten Menschen oft dazu bei jeder Möglichkeit selbst in die Rolle des Unterdrückers zu wandern. Es ist das Prinzip des Modelllernens, das zu einer Annahme dieser schlechten Eigenschaften führt, vielleicht auch die Unfähigkeit sich Alternativen zu einem bestehenden System aus Geiz, Gier und Selbstsucht vorzustellen.</p>
<p>Feststeht, dass in nahezu keinem Lebensbereich Menschen so unterdrückt und entmündigt werden wie beim Verdienen ihres täglichen Brots. Worum uns unser heutiges Arbeitsverständnis aber noch betrügt ist pures Wissen. Wer ein Problem nicht im ganzen Behandeln kann, stattdessen stupide wiederholt wenige Anweisungen erfüllt, ohne ihren Effekt zu erleben, wird nie zu Erkenntnissen kommen über das Feld, in dem er/sie sich betätigt. Damit gehen den normal arbeitenden viele Möglichkeiten verloren, sich zumindest im eigenem Bereich politisch zu engagieren. Zwar versteht jede_r noch die Arbeitszeitendebatte, aber komplexen Entscheidungen fehlt die Wissensbasis.</p>
<p>Nun mag mensch wieder sagen, dass sich dies ja alles mit ein wenig Interesse aneignen ließe. Aber Interesse setzt wiederum Zeit voraus. Und am Ende war die Zeit. Nicht.</p>
<p><strong>Geraldine Arndt</strong></p>
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		<title>Citius, altius, fortius! Der neue Mensch steht bereit!</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:30:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#160; Über Enhancement zwischen Alltag, Labor, Vision und Hype Unter &#8220;Enhancement&#8221; versteht man „gezielte Maßnahmen zur Verbesserung geistiger und körperlicher Fähigkeiten sowie psychischer Befindlichkeiten bei einem gesunden Menschen“ &#8211; darunter fällt das Phänomen des „Hirndoping“. Wendet man aber diese Definition stringent an, findet man noch viel mehr, denn der Wunsch, Leistung und Wohlbefinden zu steigern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über Enhancement zwischen Alltag, Labor, Vision und Hype</strong></p>
<p>Unter &#8220;Enhancement&#8221; versteht man „gezielte Maßnahmen zur Verbesserung geistiger und körperlicher Fähigkeiten sowie psychischer Befindlichkeiten bei einem gesunden Menschen“ &#8211; darunter fällt das Phänomen des „Hirndoping“. Wendet man aber diese Definition stringent an, findet man noch viel mehr, denn der Wunsch, Leistung und Wohlbefinden zu steigern ist alt. Ebenso sind die relevanten Mittel eher altbekannte als freakige neue Produkte aus dem Pharmalabor. Für Schlagzeilen wie &#8220;Hunderttausende dopen sich für den Job&#8221; werden die völlig unrepräsentativen Leser der Zeitschrift &#8220;Nature&#8221; durchs Dorf gejagt oder die Nutzer wirkungsloser Ginkgo Präparate aus einer DAK Studie zu „Hirndopern“ gemacht. Die DAK schreibt selbst dass nur 1-2% der Arbeitnehmerschaft wirklich potente Mittel nehmen&#8230;<br />
Das weitaus interessantere Ergebnis der DAK Studie: Um Körper und Geist den Bedingungen der kapitalistischen Leistungsgesellschaft anzupassen würden 40% zu Medikamenten greifen. Die innere Legalisierung hat längst stattgefunden &#8211; Jahrzehnte voller Pharmawerbung sei Dank.<br />
Fakt ist: Die Enhancement findet primär mit Koffein statt, gefolgt von Schmerzmitteln sowie den sonstigen &#8220;normalen Drogen&#8221;. Die gehypten Substanzen Modafinil und Ritalin gehen in ihrer Wirkung kaum über eine vernünftige Portion Koffein bzw. Amphetamin hinaus. Andere Substanzen wie Antidementika werden diskutiert und konsumiert, eine nachweisbare Wirkung gibt es meist nur unter Laborbedingungen oder bei wirklichen Defiziten.<br />
Bedenken gegen Enhancement sind meist fadenscheinig: Legalität? Interessiert schon beim Kiffen niemanden. Verfügbarkeit? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Moral? Ist was für Kleingeister, Ausreden-Sucher und Feiglinge, die nicht bereit sind ihr Potenzial zu erkennen und auszuschöpfen. Gesundheit? Die &#8220;Kulturdroge&#8221; Alkohol ist das wahre Neurotoxine der Moderne. Eben dieser ist im Beikonsum für viele den illegalisierten Substanzen wie MDMA zugeschriebenen Schäden verantwortlich.<br />
Weil Enhancement schon längst stattfindet sind die ethischen Diskussionen darüber dringend geboten. Auch die problematischen Eigeninteressen der treibenden Kräfte, Pharmaindustrie und Militär, müssen genau betrachtet werden. Viele Diskussionen werden aber schnell zu einer generellen Debatte über Leistung und dem Sein im Kapitalismus führen&#8230;<br />
Der Soziologe Amendt meinte dazu: &#8220;Wenn gesunde Menschen Medikamente nehmen, muss die Gesellschaft krank sein!&#8221; Meine Gegenthese: &#8220;Enhancement kann ein Segen sein, der uns hilft unsere biologischen Einschränkungen zu beseitigen und besser zu funktionieren&#8221;. Es bleibt die Frage: Lohnt es sich unterm Strich?<br />
So oder so bleibt es bei alten Forderungen: Reguliert die Pharmaindustrie! Legalisiert mit Drogenfachgeschäften! Fördert Drogenmündigkeit!<br />
Weiterlesen: <a title="http://tinyurl.com/citius-altius-fortius" href="http://tinyurl.com/citius-altius-fortius" rel="nofollow">http://tinyurl.com/citius-altius-fortius</a></p>
<p><strong>Max Plenert</strong></p>
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		<title>Impressum</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Mar 2012 09:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Herausgebende: GRÜNE JUGEND Bundesverband Hessische Straße 10 10115 Berlin Tel.: 030 275 940 94 Fax.: 030 275 940 96 Redaktion: Felix Banaszak, Berenike Bögeholz, Tobias Edling, Denise Melchin, Jan Schnorrenberg (V.i.S.d.P.), Norma Tiedemann, Florian Wilhelm Quote: Von Frauen geschriebene Artikel. Diesmal: 50 % Anteil von Frauen unter den AutorInnen. Diesmal: 52 % Layout: Das Modul [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herausgebende:</p>
<p>GRÜNE JUGEND Bundesverband</p>
<p>Hessische Straße 10</p>
<p>10115 Berlin</p>
<p>Tel.: 030 275 940 94</p>
<p>Fax.: 030 275 940 96</p>
<p>Redaktion:</p>
<p>Felix Banaszak, Berenike Bögeholz, Tobias Edling, Denise Melchin, Jan Schnorrenberg (V.i.S.d.P.), Norma Tiedemann, Florian Wilhelm</p>
<p>Quote:</p>
<p>Von Frauen geschriebene Artikel. Diesmal: 50 %</p>
<p>Anteil von Frauen unter den AutorInnen. Diesmal: 52 %</p>
<p>Layout:</p>
<p>Das Modul</p>
<p>Fotos:</p>
<p>Soweit nicht anders angegeben, stehen alle Fotos unter einer Creative-Commons-Lizenz. Herkunft siehe Bildunterschrift.</p>
<p>Auflage:</p>
<p>10.000 Stück</p>
<p>Druck:</p>
<p>Union Druckerei Weimar GmbH</p>
<p>Hinweise:</p>
<p>Die Artikel spiegeln die Meinung der jeweiligen Autorin/des jeweiligen Autors wider und stimmen nicht unbedingt mit den Positionen der Redaktion und/oder der GRÜNEN JUGEND überein.</p>
<p>Die Redaktion behält sich die sinngemäße Kürzung von LeserInnenbriefen vor.</p>
<p>Der SPUNK steht unter einer Creative-Commons-Lizenz. Alle Texte sind unter Namensnennung der AutorInnen frei und unverändert im unkommerziellen Rahmen abdruckbar.</p>
<p>Der SPUNK ist die Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND. Er erscheint viermal im Jahr und wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.</p>
<p>Dieser Ausgabe ist ein Flyer der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel &#8220;Besser mit Frauen&#8221; beigelegt.</p>
<p>Der Bezugspreis für den SPUNK ist im Mitgliederpreis enthalten.</p>
<p>www.gruene-jugend.de/spunk</p>
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