Rede vom Max Löffler bei der BDK
Geschrieben von (Cybergreen) in Bundesvorstand, Diskussion, Grüne Wiese am 26. Oktober 2009
Der Sprecher der GRÜNEN JUGEND auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) mit seiner Rede.
Der Sprecher der GRÜNEN JUGEND auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) mit seiner Rede.
Parteiratsmitglied Arvid Bell redet auf der BDK zum TOP “Grüne Opposition”
In den vergangen Wochen wurde nach der Bundestagswahl, im Vorfeld und im Nachgang des Bundeskongresses der GRÜNEN JUGEND in Weimar viel berichtet. Ebenso im Vorfeld der BDK. Hier ein paar Artikel, wo die GRÜNE JUGEND sich zu Wort gemeldet hat bzw. über sie berichtet wurde.
23.10.2009 News-Adhoc: Grüne Jugend fordert Aufbruchsignal von Bundespartei
23.10.2009 N24: Grüne Jugend verlangt neue Spitzenkandidaten bis 2013
22.10.2009 taz: Grüne vor Grundsatzentscheidung: Auf der Suche nach der Richtung
20.10.2009 General Anzeiger: Vorsitzende der Grünen Jugend kommt aus Schoonorth
19.10.2009 taz: Mitgliederversammlung der Grünen Jugend: Handzahm und vegan
18.10.2009 SpOn:Bündnis 90/Die Grünen: Künast kanzelt aufmüpfige Parteijugend ab
16.10.2009 News-Adhoc: Grüne Jugend fordert grundlegende Erneuerung
07.10.2009 Deutschlandfunk: Neue Inhalte auch mit neuen Personen verknüpfen
02.10.2009 taz:Neue Gesichter in Parteispitze: Grüne Jugendrevolte
Peter Müller (CDU) hat im Saarland gezeigt welches Kindes Geiste er ist. Im Vorfeld der “Jamaika-Entscheidung” wurden versöhnliche Töne gegenüber den Grünen angestoßen. Doch auch wenn Wölfe Kreide fressen, verbirgt es sich nur schemenhaft ihre eigentliche Absicht. Müller ist auf den von Sarrazin gestarteten Zug aufgesprungen. Was er sich von der Medienpräsenz erhofft bleibt sein Geheimnis. Den koalitionswilligen saarländischen Grünen tut er damit keinen Gefallen. Zwar werden sie sich einer Koalition nicht verweigern. Doch hat der bundesweit ohnehin schon geschwächte Landesverband eine weitere Last zu tragen. Jamaika-BefürworterInnen haben eine schlechtere Ausgangslage.
Die alt-bürgerliche Ideologie kam wieder zum Vorschein. Sie basiert zu einem großem Teil auf eine exklusive Identitätsbildung. “Wir” und “sie”. “Sie” wollen sich bei “uns” nicht integrieren. Integration ist keine Einbahnstraße. Es muss auch Anreize aus der Mehrheitsgesellschaft geben. Ein signifikant geringerer Teil der Ausbildungsplätze geht an Menschen mit Migrationsgeschichte. Zufall, oder Produkt des Bildungssystems?
Aus dem Saarland kam zumindest in Vergangenheit progressives. Müller hat als das Bekenntnis zum Einwanderungsland in die CDU gebracht. Es gibt progressive Ansätze in der Union. NRW-Integrationsminister Laschet und Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth gehören dazu, doch sind sie in der Minderheit. Ob sich die progressiven Kräfte, oder die regressiven um Koch und co. durchsetzen, wird die Gretchenfrage für künftige schwarz-grüne Optionen.
Für die Grünen muss klar sein: Inhalte vor Macht, doch nicht für den Preis der Selbstopferung.
Am Wochenende fand der 33. Bundeskongress der Grünen Jugend in Weimar statt. Weimar ist vor allem für sein kulturelles Erbe bekannt. In der Stadt in Thüringen wimmelt es an Statuen, Postkarten und Straßennamen der bekannten Kinder der Stadt. Johann Sebastian Bach, Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe und viele mehr lebten hier. Viele Einwohner sind stolz auf die Geschichte ihrer Stadt und bei jeder Gelegenheit wird an die Zeit der Weimarer Klassik erinnert.
Bei der Erinnerung an die Geschichte darf aber der Zivilisationsbruch im nationalsozialistischen Deutschland nicht vergessen werden. Auf dem Ettersberg, nur wenige Kilometer von Weimar entfernt, errichteten die Deutschen eines der größten Konzentrationslager. Um einer einseitigen Wahrnehmung der Geschichte Weimars und Deutschlands entgegen zu wirken, machten sich am Samstag Morgen 20 Mitglieder der Grünen Jugend zu einem Besuch der Gedenkstätte Buchenwald auf.
Das Konzentrationslager Buchenwald wurde zwischen Juli 1937 und April 1945 auf dem Ettersberg bei Weimar als Arbeitslager betrieben. Insgesamt waren in diesem Zeitraum etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt. Sie wurden durch Massentötungen, Zwangsarbeit, medizinische Experimente und durch die Willkür der SS ermordet oder hielten den grauenhaften Bedingungen im Konzentrationslager nicht stand.
Für einige Mitglieder der Grünen Jugend war es der erste Besuch einer Gedenkstätte eines ehemaligen Konzentrationslagers. Der Gedenkstätten-Besuch habe ihr eindringlich die perverse Perfektion der organisierten Vernichtung von Menschen im Nationalsozialismus in Erinnerung gerufen, berichtete eine Teilnehmerin in der gemeinsamen Gesprächsrunde nach dem Besuch. Andere waren in Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten und im Gedenken an die Opfer schlicht sprachlos.
Tor zum Lager im KZ Buchenwald.
Eingangstor mit dem Spruch “Jedem das Seine”.
Gedenktafel für die homosexuellen Männer die in Buchenwald gelitten haben.
Bilder von Christoph M. unter Creative Commons License (by-nc-nd). Mehr Fotos.
Nunja, das ist nicht verallgemeinerbar. Ich kann nur beschreiben, was ich so treibe. Und das ist öfters mal ganz spannend.
Was ich zuletzt getan hab, hat nicht viel mit dem BuKo zu tun – außer dass ich nebenbei dafür werben konnte.
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