Archive for September, 2009

Sep
29

und dann war alles aus!

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse am 29. September 2009

Und plötzlich war alles aus, müde kratzten wir die letzten Aufkleber von unserem Nordtourbus und drehten ein letztes Mal unsere Musik laut auf, dann mussten wir den Bus schweren Herzens abgeben und machten uns auf zum 72-Std- Wahlkampf. Wir fragten uns aber, ob die jungen Leute, die wir da auf der Straße trafen, am Sonntag überhaupt vor 18 Uhr aufwachen würden; dem Torkeln nach zu urteilen wohl eher nicht…
Am Sonntag schliefen wir endlich mal richtig lange aus und mobilisierten Jungwähler über Internet und beantworteten Fragen.
Um 18h dann gespannte Stille im Landtag, wird das Ergebnis reichen, unsre beiden junggrünen KandidatInnen Rasmus und Luise in den Landtag einziehen zu lassen? Die ersten Hochrechnungen ergeben 12% für die Grünen in Schleswig-Holstein, doch die Sitze schwanken immer wieder zwischen 9 und 11, das Bangen geht weiter.
Um Mitternacht endlich eine neue Hochrechnung, Ergebnis: es ist immer noch unklar, wir müssen noch länger warten… Egal, wir feiern uns, dass wir so guten Wahlkampf gemacht haben und haben beschlossen, jetzt jedes Jahr auf Hochtour zu fahren und einfach mal Präsenz bei den Menschen zu zeigen, so ganz bürgernah eben!
Auch wenn die Bundestagswahlergenbisse mit schwarz-gelber Mehrheit leider keinen Grund zum Feiern für uns sind, freuen wir uns, dass Luise und Rasmus jetzt im Parlament sitzen, die Grünen haben sagenhafte 12,4% in Schleswig-Holstein erzielt und ihr Ergebnis damit verdoppelt!! Es wird sicher noch interessant, was jetzt mit den Überhangmandaten passiert und ob die schwarz-gelbe Mehrheit auch so stabil ist, wie Carstensen behauptet!
Notfalls werden wir für unsere Rechte auf die Straße gehen und denen da oben zeigen, wie gute Politik gemacht wird!
Wir sehen uns beim BuKo in Weimar, da gibt’s dann auch mehr aus der Franza-Ecke zu hören!
Selma und Grischka

Sep
27

Von Kindern, Popstars und verabschiedeten Mannheimern

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse, Spaß am 27. September 2009

Nach drei Tagen haben auch wir Nord-Hochtourer wieder Internet und können von unseren Erlebnissen schwärmen!
Donnerstag hat traurig begonnen: Julian, unser blonder Mannheimer-Strahlemann hat uns verlassen, da er Donnerstag Abend ein schon viel früher gebuchtes Konzert im Süden besuchen wollte. Wir hatten tolle Tage zusammen und werden uns spätestens aufm BuKo alle wieder sehen – wir freuen uns darauf, das wird pornös!

Nach Julians Abgang hatten wir verbliebenen (Grischka, Selma & Nils) dann Zeit, da unsere nächste Aktion erst um 17 Uhr sein sollte. Also dachten wir uns “Hey, wir machen seit Tagen und Wochen Wahlkampf, jetzt haben wir mal einen halben Tag Pause – da könnten wir doch Wahlkampf in der Zwischenzeit machen!” –> Also fuhren wir nach Lütjendorf (oder so, jedenfalls ein kleines Dorf) und wollten da flyern.

Das war ein schwerer Fehler.

Um kurz vor halb 1 wurden wir angerufen “Ey, wo bleibt ihr???” -> Oh. Wir hatten unsere Aktion in Neumünster ganz verpennt! Also sind wir schwuppsdiwupps nach Neumünster gefahren, wo wir also mit anderthalb Stunden Verspätung ankamen. Das war aber kein Problem, die örtlichen Grünen waren wie immer sehr freundlich und sogar eine Reporterin hatte auf uns gewartet, um uns im Atom-Schutzanzug herumlaufen zu sehen.

Anschließend gings dann nach Rendsburg (was Nils als Süddeutscher Unwissender gegenüber den Einheimischen konzequent als Rendsdorf bezeichnete). Dort lief alles wie gehabt – wir verteilten Millionen von Zeitungen und Flyern. Abends ging es dann zu Christine nach Bornesholm (oder so), wo wir in einem sehr schnieken Haus untergebracht wurden.

Weiter ging es am Freitag nach Husum, wo wir den Leibhaftigen trafen – Vale Seehausen, den 19jährigen Direktkandidaten der Grünen vor Ort. Wir liefen durch die Innenstadt & hatten wohl unseren besten Tag – nach gefühlten 100 Menschen hatte noch keineR unser Wahlkampfmaterial abgelehnt!
Vale hat sein ganzes Popstarpotenzial ausgespielt und 10-jährigen Mädels sein Konterfei auf einer Postkarte inkl. Autogramm überreicht, woraufhin diese Selma nach noch mehr Popstargimmicks von Vale bebettelt haben – also, lieber Vale, falls du es nicht in den Bundestag schaffst – du kannst immer noch Sänger einer Boygroup werden ;)!
Grischka hat außerdem eine tiefgehende Debatte mit einem “religionsaffinen” Mitmenschen zu führen, welcher ihm doch tatsächlich belegen wollte, dass die Grünen für Pädophilie seien – Grischkas todernste Antwort: “Ja manchmal haben die Kinder das eben auch nötig”. Der hat vielleicht geguckt :D!

Abends gings dann mit Verstärkung zu einer lokalen Casting-Show. Nun, das Publikum wird größtenteils auch 2013 noch nicht wählen können, doch wir hatten unseren Spaß und konnten an die etwas Älteren auch einige der “Kondome mit Vales Konterfei” verteilen.

Nach der Übernachtung in der Jugendherberge gingen wir dann noch kurz Flyer vor Supermärkten verteilen, bevor Nils dann Samstag vormittag wieder nach Mannheim aufbrach.
Nun, da ich, Nils, diesen Eintrag schreibe: Selma, Grischka, Julian, Franza, die letzte Woche war toll mit euch! Wir hatten so viel Spaß, ich freue mich darauf, euch alle bald schon wieder zu sehen (aufm BuKo, aufm Entwicklungshilfeseminar, in Mannheim) – :)!
Ich sage zu euch das Gleiche, wie ich auch meiner letzten Abteilung bei SAP ;) gesagt habe: Ich hatte ja hohe Erwartungen, aber die letzte Woche war so toll, meine Erwartungen wurden glatt übertroffen!

Sep
26

…This is the end…

Geschrieben von (Jan) in Auf Achse, Grüne Wiese am 26. September 2009

Musik: Bitte: „The Doors“ „This is the End“ anmachen.
Achtung, jetzt wird es sentimental. Ich wurde es schon ein wenig, als das verbliebene Hochtourteam die Aufkleber vom Auto abkratzten.
Ich habe viel dazu gelernt. Dass mensch mit zwei guten Anknibblern einen Igel vom Auto abreißen kann, ist gerade erst dazu gekommen. Der Bus (hat von uns übrigens keinen Namen gekriegt) war zumindest für die Zeit in der wir herum gefahren sind wie ein zweites Zuhause. Ein wenig mag es daran liegen, dass er einen Charme von Zuhause versprüht hat, zumindest was die Unordentlichkeit betrifft. Wir haben zwar öfters für Ordnung gesorgt, doch wie von selbst und ziemlich schnell, ist er in sein natürliches Grundchaos zurückgesprungen.
Was kann ich noch sagen?
Achja, das Team. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Hat aber auch ziemlich schnell gewechselt. Die neuen Konstellationen haben immer ein wenig neues hervorgebracht. Reibereien gab es, aber keine ernsten Konflikte. Lockere Sympathien, aber keine getrennten Untergruppen. Es war immer wieder etwas Neues Tag für Tag.
Was noch?
Achja die Altgrüns vor Ort. Jeden Tag was Neues. Immer ein wenig anders und niemals das Gleiche. Die Motivation, sich für Grüne Inhalte einzusetzen ist vielfältig. Die ökonomischen Verhältnisse der Grünen Parteibasis ist ausgesprochen heterogen. Die Berufe und Berufungen genauso. Falls es eine Verallgemeinerung gibt, dann, dass die Grünen nicht verallgemeinert werden können. Das Ideal der freien Assoziation von Individuen, passt auf die (niedersächsischen) Grünen, dem Anschein nach. Es ist vordergründig nicht das Machtinteresse, sondern die Überzeugung etwas zu tun, das die Leute aktiv werden lässt. Ob die GRÜNEN deshalb, vergleichsweise wenige Mitglieder haben kann ich nicht beantworten. Sie schneiden bei den Wahlen mit guten Ergebnissen ab. Der gesamtgesellschaftliche Einfluss begrenzt sich aber auf eine Meinungshoheit über Umweltthemen. Ein regelmäßiges „Ohhhh“ ist den grünen Bewegungen sicher, falls es beispielsweise um die Abschlachtung von Robbenbabys in Canada geht. Die selbe Reaktion auf eine grüne Finanzstrukturreform? Undenkbar! Höchstens von der FDP vorgeschlagen, hätte sie eine Aussicht auf Erfolg. Doch bevor so etwas kommt, siedeln sich Eisbären Erfolgreich in der Sahara an. So müssen die GRÜNEN stets aufs neue beweisen, dass sie Kompetenzen auch jenseits der Ökologie haben.
Der Zuckerguss?
Die GRÜNE JUGEND! Mega viel los vor Ort! Geile Action, geile Scheiße! Mega viel Motivation in der „Basis“. Da geht was!
Ja das ist richtig. Wir hatten in vielen Städten Kontakt mit den GRÜNE JUGENDen vor Ort. Das hat uns als Hocktourenteam auch jedes Mal auf Neue wieder überrascht, wie groß GJ-Basisgruppen selbst auf dem tiefsten Land werden können. GJ-Niedersachsen merkt Euch das: da ist mega-viel Potenzial. Mega Mega Mega! Hilfe wo sie benötigt wird, gute Tipps immer zur Seite stehen. Die GRÜNE JUGEND als Massenbewegung geht vom Land aus!
So das war’s. Es war eine schöne Zeit, die ich gerne für die GJ bereitgestellt habe. Ich habe viele Landschaften gesehen, an die sonst achtlos vorbeigefahren wäre, geschweige denn überhaupt gesehen. Jetzt geht es daran die neuen und alten Bekanntschaften zu pflegen, damit eines Tages eine Freundschaft daraus erwachsen kann. Ich bedanke mich für Eure Zeit, den KoordinatorInnen unter denen ich mitgefahren bin und ganz besonders dem Team aus der BGS. Ihr wart immer da, wenn etwas nicht geklappt hat, wart nachsichtig und doch nicht zu lasch. *ganz viele Umarmungen*
Ich kann hier nur ein Bruchteil der Eindrücke schildern. Sie werden mich lange begleiten…
…This is the end…

Sep
25

Ostwestfalen

Geschrieben von (NRW) in Grüne Wiese am 25. September 2009

Wir sind auf der Zielgeraden. Der lang ersehnte Sonntag ist praktisch schon in Sicht. Die vorletzte Aktion wurde soeben abgeschlossen. Jetzt steht nur noch Krefeld an. Wir sind zuversichtlich.

Gestern und heute standen ganz im Zeichen Ostwestfalens. Als tiefste Provinz verschrieen ist Ostwestfalen die Region mit den einzigartigen Metropolen namens Bielefeld und Paderborn. Die durften wir jedoch nicht besuchen. Stattdessen mussten wir uns mit Lemgo und Brakel zufrieden geben.

Zunächst erwartete uns Lemgo, die Stadt, in der Ute Koczy ihr Wahlkreisbüro unterhält. Den Blog über die Aktion dort kann ich mir allerdings sparen, den könnt ihr nämlich auch einfach auf Utes Homepage unter http://www.ute-koczy.de/cms/default/dok/306/306598.3tagewach_start_in_lippe.html nachlesen. Ich könnte hier jedoch noch anmerken, dass wir uns sehr wohl gefühlt haben bei Ute, Alexander und co :).

Heute mussten wir uns dann schon um 8 Uhr Richtung Brakel aufmachen, was uns, trotz netter Verabschiedung und gutem Frühstück von Nils und Familie, relativ schwer fiel. Wir sind aus der letzten Woche dann doch eher Nachmittagsaktionen gewöhnt. Brakel ist jedenfalls – kurz gesagt – ein schwarzes Loch. Aber dank der Unterstützung der ortsansässigen Grünen Jugend konnten wir bestimmt einige der anwesenden Schüler, die von ihrem Politiklehrer zu den Wahlkampfständen geschickt wurden, von Grünen Inhalten überzeugen. Das machte die Aktion sehr kurzweilig und jetzt sitzen wir schon wieder in Oelde – bei mir zuhause – und freuen uns auf morgen.

Falls jemand von euch das drängende Interesse hat, uns in Farbe und Aktion zu beobachten, hier der Link zur WDR-Mediathek: http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/09/24/lokalzeit-dortmund-bundestagswahl-hagen.xml;jsessionid=319AC642C19CAD8A2EFC001F588F1888.mediathek3 (Beitrag über unsere Aktion in Gevelsberg)

Sep
24

Wind-, wahlkampf- und strahlenfest

Geschrieben von (RLP-Hessen) in Grüne Wiese am 24. September 2009

14. September 2009 von Pia

IMG_2629„Achtung, Achtung! Im Atomkraftwerk Biblis hat sich ein Störfall ereignet“, schrillt es aus einem Megaphon. Eine Sirene ertönt. Plötzlich liegen zehn junge Menschen mitten in der Fußgängerzone auf dem Boden… Mitten in ihrem Samstags-Shopping werden die Leute in der Darmstädter Einkaufsmeile mit einem dampfenden Biblis-Modell konfrontiert: Greenpeace und die GRÜNE JUGEND bei einer gemeinsamen Aktion gegen den Atomwahnsinn.

Nachdem die Strahlenbekämpfung in Darmstadt erfolgreich war, konnten wir in Ludwigshafen etwas weniger effektiv gegen den Wind ankämpfen. Die Karten von unserem Gerechtigkeitsmemory, das wir an unseren Infoständen spielen, landeten kreuz und quer in der Ludwigshafener Fußgängerzone. Wir hätten uns vielleicht nicht so eine zugige Ecke aussuchen sollen ;) Trotzdem kann ich nur resümieren, dass die erste Woche unserer Hochtouren durch Rheinland-Pfalz und Süd-Hessen erfolgreich war und wir viele interessante Gespräche geführt haben.

Ein besonderes Highlight war das JUGENDFESTIVAL in Ludwigshafen. Fünf Bands,Band r.u.s.t. politische Diskussionen und vegetarisches Grillen – gute Kombi, gute Stimmung! Mehr Kulturförderung für Jugendbands! Deshalb GRÜN. Hier ein Foto mit der Band r.u.s.t. – rechts neben mir mein Bruder, der dort Gitarre spielt und seine Frau sowie Andreas (Sänger/Bassist) und Heike (Schlagzeug).

Einen Eindruck von unserer GRÜNEN JUGEND-Tour könnt ihr am Donnerstag um 18:45 Uhr im FERNSEHEN bei der Landesschau Rheinland-Pfalz bekommen!

Sep
24

Summer camp in Georgien

Geschrieben von (Webredakteur) in Auf Achse, Internationales am 24. September 2009

„Ist meine Meinungsfreiheit wichtiger als ein Folterverbot?“ von Terry, Stephan und Jan

Vom 17.-26. Juli 2009 fand in Passanauri in Georgien das Summer Camp von CDN statt. Aus Deutschland hatten drei GJ-Menschen die große Ehre, teilnehmen zu dürfen: Stephan Siepe aus Hannover/Berlin, Jan Günther aus Chemnitz und Terry Reintke aus Berlin.
CDN ist das Cooperation and Development Network, eine Netzwerkorganisation Grüner und Grünaffiner Jugendorganisationen in Europa und darüber hinaus. Das Summer Camp findet einmal im Jahr statt, um die unterschiedlichen Organisationen besser zu vernetzen und unterschiedliche Themen zu diskutieren. Dieses Jahr wurde es unter anderem deshalb in Georgien veranstaltet, um die Kaukasusregion und die vielen neuen Mitgliedsorganisationen dort besser in die Arbeit von CDN einbeziehen zu können und die dortigen Grünen Bewegungen zu unterstützen. Thema des Summer Camps war „Green Values – Building Bridges between East and West“. Die TeilnehmerInnen kamen aus ganz Europa und der Kaukasusregion (von Portugal und Großbritannien über Rumänien bis nach Armenien).
Die Menschenrechte waren in den Diskussionen Bezugspunkt für die Definition von Grünen Werten und schlugen auch bei kontroversen Meinungen immer wieder die Brücke zwischen West und Ost, weil sie in ihrer Universalität für alle Grundlage waren. Der Green New Deal als ein Projekt der europäischen Grünen Parteien wurde intensiv behandelt und sehr kritisch debattiert.
Ska Keller, Mitglied des Europaparlaments und der Grünen Jugend, kam zu Besuch, um mit uns über Visionen für ein Grünes Europa zu reden. Freiheit, Offenheit, Gleichberechtigung und soziale und ökologische Gerechtigkeit wurden dabei immer wieder als wichtige Prinzipien für die Zukunft Europas genannt.
Für alle TeilnehmerInnen war es eine einzigartige Erfahrungen, es wurden viele Freundschaften geschlossen und neue politische Eindrücke gewonnen.

Sep
24

Geschrieben von (Baden-Wuerttemberg) in Grüne Wiese am 24. September 2009

22. September: Karlsruhe

Die große Verteilorgie am World Carefree Day:

Heute war wohl unser bisher größter Tag in Sachen flyern. Am Ende hatten wir nur noch Reste von Themenflyern, die auch nach der Wahl noch aktuell sind. In Karlsruhe wird es wohl keineN RadfahrerIn mehr geben der/die Agnzieszka bzw. Sylvia Kotting-Uhl (Direktkandidatin in Karlsruhe und Umweltpolitische Sprecherin der Fraktion) nicht kennt. Zumindest wenn sie einen Gepäckträger haben. Auch die Atomaktion ist super angekommen. Mal davon abgesehen, dass uns unterstellt wurde wir hätten den Atommüll im Kopf. Aber sonst waren die Leute uns gegenüber doch sehr aufgeschlossen. Einige Personen kamen auch zu unserem Stand um für einen BürgerInnenentscheid zu unterschreiben, da in Karlsruhe ein Tunnel durch die halbe Innenstadt gebaut werden soll, obwohl die Finanzierung noch nicht sicher, die Umweltbedenken außer Acht gelassen und die Notwendigkeit fragwürdig ist. Belohnt wurde unsere Verteilorgie indem unsere Flyerkiste die wir zurücktragen mussten ziemlich leicht wurde.

Ansonsten haben wir es leider verpasst „Echt feministisch“-Flyer im Hooters (Restaurantkette mit leicht bekleideten Bedienungen; und nicht wie Larissa vermutete eine Bar in der die Bedienungen Oben Ohne auf Inline-Skates rumfahren) auszulegen. Besonders auffallend sind auch immer wieder die Menschen die einem Details aus ihrem Leben erzählen wie der S-Bahnfahrer, der 1992 in Rente ging und letztes Jahr sein 55-jähriges Jubiläum ohne Zigarette hatte. Gegen die Grünen hatte er seltsamerweise etwas obwohl er gegen Atomkraft, für NichtraucherInnenschutz und sonst auch sehr positiv gestimmt war gegenüber unseren Positionen. Wie eigentlich überall gab es auch in Karlsruhe Menschen die zu uns an den Stand kamen und ihr Totschlagargument rausholten, da wir ja alle sowieso zu jung seien. Unser spezieller Fall heute:

Wir: „Guten Tag. Wollen sie sich über die Grünen informieren?“

betagter Herr: „Öh, ihr habt doch alle keine Ahnung. Ihr habt doch nicht mal in einer Diktatur gelebt.“

Wir: „Ja, das tut uns auch voooooooooll (laut Julia spricht Emanuel das total nordisch aus) Leid, dass wir nicht da reingeboren wurden. Das nächste Mal achten wir darauf.“

Dimitry ist heute beim Megaphonen bei der Atomaktion die Batterie ausgegangen. Da können sich alle Hochtouren mal ein Beispiel dran nehmen.^^ Bei uns gehen schon die Batterien leer.

Jetzt übernachten wir nochmal bei Sophie. Larissa und Dimitry sind jetzt noch dazu gekommen und somit sind wir jetzt 7 Leute auf 16 Quadratmetern. Die Hochtour BaWü hat sich halt lieb und kuschelt ein bisschen.

In diesem Sinne. Frohes Schaffen an alle HochtourerInnen. Und an alle anderen LeserInnen:

Setzt euch ein für einen Green New Deal ein!

Anmerkung: Bei der Financial Times Deutschland sind die Grünen in Wirtschaftskompetenz auf Platz 2. (Die CDU auf Platz 1, aber nicht wegen ihrem Programm.) Aber mit einem hat die FTD recht: Die schlechteteste Wirtschaftskompetenz hat die……(trommelwirbel) FDP.

Außerdem interessant ist der Artikel von Max Löffler, „Die FDP im Schafspelz. (wie die FDP die BürgerInnenrechte für Macht in Sachsen opfert.)

Zitat von Oli: „Sehr löblich Emanuel, dass du diesmal weniger Inhalt gebracht hast.“

Sep
24

Von Castrop-Rauxel über Wanne-Eickel

Geschrieben von (NRW) in Grüne Wiese am 24. September 2009

(von Oliver)

Am Dienstag Mittag haben wir unsere Mitstreiterin Lydia am Bochumer Bahnhof abgeholt und sind im Anschluss nach Castrop-Rauxel gefahren. Dort haben wir uns neben der Anti-Atom-Aktion

ausgiebig mit einem bei allen Wahlkampfständen bekannten, sehr engagierten Ortsansässigen unterhalten. Er war so begeistert, dass er uns sogar ein Tablett mit Eisbechern brachte (leider unvegan). Dafür gab es dann aber reichlich Bio-Guavenmus von den Grünen. Vielen Dank dafür.

Danach bezogen wir die dekadenteste Übernachtungsmöglichkeit unserer bisherigen Reise. Ein Drei-Sterne-Hotel, das allerdings eher im 50er Jahre Stil gehalten war.

Am Abend machten wir noch einen Abstecher auf die gerade stattfindende Kirmes, was dann sehr spaßig wurde :).

Der Morgen brachte ein frühes Aufstehen und Frühstücken im Speisesaal mit sich.

Bei unserm nächsten Stand, in Recklinghausen, trafen wir dann Timo, der uns den Tag über noch tatkräftig unterstütze. Auch dafür danke.

Ganz in der Nähe zu dem GJ-Stand hatten die SOS-Kinderdörfer einen aufgebaut. Die Mitarbeiter waren im Ansprechen von Leuten geschult. Da können wir noch einiges von lernen.

Der zweite Stopp an diesem Tag war in Herne. Dort nieselte es zwar auch die ganze Zeit und das Gerechtigkeitsmemory wurde kaum in Anspruch genommen, dafür konnten wir aber ein neues Mitglied werben.

Den Abend und die Nacht verbrachten wir bei Alex zuhause, was auch sehr spaßig war :).

Sep
24

Guido wir sind reich und wir wollen mehr Geld von dir!!!

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse am 24. September 2009

Der heutige Tag war geprägt von Gegensätzen! Auf der einen Seite der schwere Stand in Preetz auf der anderen Seite die super Aktion bei Guido Westerwelle!

Der Morgen begann gewohnt hektisch bei Erik, dem Geschäftsführer der GJ Schleswig-Holstein. Auf nach Preetz, ca. 20km von Kiel entfernt. Auf dem dortigen Wochenmarkt hatten wir an einem Mittwoch mit unserem Junggrünen Material natürlich keine Abnehmer. Wer geht Mittwochs zwischen 9:45Uhr und 13Uhr auf den Markt? Richtig, vornehmlich Rentner! Rein in den Atomanzug und Atommüll verteilt! Die Rentner wirkten ziemlich verstört auf unseren Aufzug → Kein Erfolg, man wollte einfach nicht mit uns diskutieren. Umschwung aufs Gerechtigkeitsmemorie und das gefiel dem gemeinen Preetzer schon besser, denn er konnte erstmal schauen und musste nicht so viel reden. Eine nette, wenn auch erschreckende Diskussion über Bildung mit zwei 15 jährigen Mädels, die zeigt: es ist noch viel zu tun in unserer Bildungslandschaft. Immerhin gab es auf dem Markt einen super Antipasti Stand an dem wir uns natürlich eingedeckt haben.

Danach ging es zu Selmas Eltern, bei denen wir nächtigten. Leckerer Kaffee und Kuchen, dann schon wieder on the road um die Aktion bei Guido Westerwelle vorzubereiten.
Konspiratives Vorbereitungstreffen in einer Kieler Kneipe, 20 Menschen im Raucherraum, im Rest der Kneipe ca. 10 Menschen. Danach auf zur Halle 400 mit unseren zwei Prominenten Diven, den ganzen „Presse“ Menschen und den ganzen Jubelleuten. Vor der Halle mit unserem dicken Mercedes vorgefahren, die zwei Diven mit Security ausgestiegen und erstmal ein schönes Interview gegeben, wieso denn die FDP so super ist.
Anfahrt
Ausstieg




Mann, haben die richtigen Securitys geglotzt!! In der Halle drin der Spitzenkandidat zur Landtagswahl der FDP, ziemlich schleimiger Typ. Danach dann Guido, der Retter.
Guido
Um das ganze abzuschließen, die Flashmobrufe: „Mehr“ „Geld“ „Mehr“ „Geld“.
FlashmobberInnen
Er musste seine Rede auch unterbrechen und war dann wohl ziemlich beleidigt, so dass er meinte, wegen solcher wie uns müsse man mehr in die Bildung stecken, aber anscheint hat er die Ironie unserer Rufe nicht verstanden, naja Guido tut uns leid.

Nach einer Ermahnung verließen wir dann freiwillig den Ort des Geschehens, nicht ohne dieses Bild.
Team

Anschließend noch zum TV Duell (Landtagswahl) schauen in eine Kneipe mit (Basisdemokratisch beschlossen) schöner Kellnerin. Das war wenigstens ein Duell und kein Duett wie auf Bundesebene. Super auch, dass wir Anschubhilfe für die GJ Kiel geben konnten und hoffen, dies gelingt.

Zum Schluss unsere Franza Ecke.
Wir wundern uns jeden Tag neu wie sie es geschafft hat uns so indiskret aber bestimmt zu führen ohne uns das Gefühl zu geben wir werden bestimmt. Wir vermissen diese Art, Dinge einfach zu erledigen. Wenn du wüsstest wie der Bus aussieht, das gäb es niiiiiie mit dir, du hättest längst aufgeräumt. ;-) Komm wieder Franza, BITTE BITTE. „Mehr“ „Franza“ „Mehr“ „Franza“

Sep
23

Nüvis Weg aus der Unterwelt

Geschrieben von (Osttour) in Grüne Wiese am 23. September 2009

Mittwoch Morgen, 23. August 2009 – Noch 4 Tage bis zur Wahl!

Gestern wurde das Fahren zur Herausforderung. In jedem Dorf und jeder Stadt auf dem Weg von Sangerhausen nach Genthin gab es mindestens eine Umleitung, oder wenigstens eine größere Baustelle. Das Dorf Mansfeld war eine einzige Sackgasse. Ohne Nüvis Hilfe und mit nur schlecht ausgeschilderten Umleitungen sahen wir ziemlich alt aus. Überraschenderweise kamen wir gestern dennoch immer pünktlich ans Ziel. Dennoch standen wir kurz davor, Nüvi an der nächsten Europcarfiliale kaltherzig auszutauschen. Wir müssen gestehen, dass wir den glauben an Nüvi verloren hatten… Doch heute morgen reagierte es plötzlich wieder auf Berührungen! Seitdem weist es uns wieder den Weg.

Gestern in Sangerhausen: Man stelle sich einen Markt in einer schmalen Gasse neben einer Kirche vor. Am Anfang der Gasse die FDP mit einem gelben Schirm und gelben Flyern. Auf der anderen Seite der Gasse die CDU, die an alle PassantInnen Rosen verteilt. Leider keine schwarzen Rosen… Und in der Mitte? In der Mitte verteilt die Grüne Jugend Atommüll. Idealer konnte unser Stand vier Tage vor der Wahl nicht postiert sein. So konnten wir den PassantInnen viele gute Gründe für Grün an die Hand zu geben. Ein herzliches Dankeschön an die schwarz-gelb, die auf Inhalte am Infostand weitgehend verzichteten und uns ein leichtes Spiel machten.

Um die langen Blogeinträge der letzten Tage auszugleichen, vom gestrigen Tag nur noch so viel: Eine Hochtourteam kann nicht nur einen Infostand machen oder PassantInnen im ABC-Schutzanzug ansprechen. Wenn zum Beispiel wenig bis keine Passanten zu finden sind, dann ziehen wir eben durch die Dörfer und verteilen unsere Zeitung an Briefkästen :-) Schöne Grüße an alle EinwohnerInnen von Parey und Jerichow! Die Zeitungen in euren Briefkästen haben wir gestern eingesteckt.