Archiv für August 2008

Vom Landkreis Rhön-Grabfeld hatten die wenigsten Leute bei der Tour schon etwas gehört. Der KV hatte sich für die Tour beworben und wir mussten erstmal schauen, wo der Landkreis überhaupt liegt. Und wir fanden ihn ganz im Norden auf der Bayern-Karte. Die Aktion fand am 31.8. in Bad Neustadt an der Saale statt.
Nachdem es wohl etwas Kommunikationsprobleme gab und wir ca. 2h später als Alt-grün gedacht hatte eintrafen. Und das dieser Ort mit drei Leuten – unserem Fahrer Ferdi, Xenia und Magda – bestritten wurde, war ebenfalls suboptial. Das kleine ehemals nahe der deutsch-deutschen Grenze gelegene Städtchen, dass jetzt mitten in Deutschland liegt, begrüßt uns mit wärmsten Sonnenschein und einem sehr schön, aber eigentlich auch sehr durchschnittlich hergerichteten Marktplatz. 10 Uhr war ursprünglich ausgemacht und dann auf 12 Uhr verschoben worden, offenbar ist bei ihnen die Info irgendwo hängen geblieben. Schade eigentlich. Der Kreisverband hatte sich die Antiatomaktion gewünscht, bei einer ziemlichen Flaute am Platz. Bedauerlicherweise wusste niemand der GJ Bayern, das in Bad Neustadt Sonntags um 10 immer kleine, aber gut besuchte Konzerte auf diesem Platz stattfinden. Dann hätten wir viel mehr Menschen erreichen können. Matthias sagte uns dann zu allem Unglück auch noch um 14 Uhr, dass er nun doch nicht mehr kommen werde. Naja, waren ja auch kaum Leute da, und hätte sich somit wohl wirklich nicht rentiert, und Ferdi war von Magdas Kommentaren über seinen Fahrstil so genervt, dass auch er sich rechtmäßig um 16 Uhr verzog. Die Veranstaltung endete somit um 17 Uhr, war aber eigentlich sowieso nur bis 16 Uhr angemeldet, weil Magda ihren Zug in den Bayrischen Wald erreichen mussten, und lies unsolidarischerweise Xenia ganz allein in Bad Neustadt…

30.8.: Stadtfest Aschaffenburg. Das heißt viele, viele Stände und noch mehr Menschen in der Stadt. Der Stand der Grünen war auf 3 Meter beschränkt, SPD und FDP haben viel mehr bekommen, aber akzeptieren wie wir die Situation, denn die Pinguin Aktion ist ja mobil. Dabei waren zusätzlich Ferdinand, die Schwestern Xenia und Amelie sowie Franziska aus Neumarkt in der Oberpfalz mit vor Ort. Amelie und Franziska mussten heute jedoch schon wieder zurückfahren.
Eis mussten wir dieses Mal selbst besorgen, irgendwo ist wohl die Information verloren gegangen. Dadurch das wir zu 5 waren konnten wir sogar alle drei Kostüme anziehen: Eisbär, Robbe und Pinguin, was vor allem bei kleinen Kindern gut ankam. Aufgrund des tollen Wetters fingen wir ziemlich schnell zu schwitzen an, und auch das rumstehen und Flyer verteilen strengt wahnsinnig an. Deswegen entwickelte Amelie und Franziska die Aktion weiter zu „Der Eisbär ist tot“ eine der drei Figuren liegt quer und wie tot am Boden die andere steht breitbeinig mit in die Hüften gestemmten Armen davor. Eine durchaus aussagekräftiges und dabei noch dazu entspannendes Mahnmal. Hilde fand die Idee übrigens klasse, und als Sozialpädagogin und Galli Theaterspielerin ist sie darin durchaus kompetent. Übrigens hatte Hilde eine supertolle Idee – aber die verraten wir euch noch früh genug.

Aschaffenburg zeichnete aber nicht nur die Aktion aus, und die Menge an Menschen, die wir hier erreichten, sondern auch, dass am Infostand gleich drei grüne Promis anwesend waren: zum einen die Aschaffnburger Abgeordneten Christine Scheel (MdB) und Thomas Mütze (MdL) sowie Sepp Daxenberger.
Kurzfristig haben wir den Übernachtungsort von Aschaffenburg nach Würzburg zu Matthias verlegt, weil es fahrtechnisch schlicht günstiger ist. Und man glaube es nicht: Magdalena rannte mit vollem Gepäck Constanze in die Arme. Schade, dass keine Zeit war sich tiefergehend mit ihr zu unterhalten.
In Würzburg, besuchten dann Xenia und Magda noch das „Plan B“ – eine queere Disko, die wohl nicht nur wegen dem CSD, der am Samstag in Würzburg war, sehr gut besucht war, und kamen erst um 5 Uhr morgends zum schlafen.

Fotos von der Aktion auf den Seiten von Sepp Daxenberger

29.8.: Würzburg Hauptbahnhof, Matthias und Patrick sind gestern bereits zusammen mit dem Bus nach Würzburg gefahren, deswegen fahren Julius und Magda mit dem Zug nach Würzburg, wo sie erst mal eine halbe Stunde auf Matthias warten mussten. Auch die recht knappe Zeitspanne für die Autofahrt verhinderte, dass wir rechtzeitig in Alzenau ankamen. Mal davon abgesehen, dass wir bei der Ausstattung des Busses einen Autoatlas fehlte und uns somit einmal verfuhren. 40 Minuten verspätet wurden wir von den Alzenauer GJ Leuten an einem Badesee empfangen. Hier war die Aktion angemeldet, und wenn das Wetter nicht so triste gewesen wäre, würde der ganze Platz voller Autos und Menschen sein. Schade – es hätte wirklich eine tolle Aktion werden können. Und darüber zu ärgern bringt auch nichts, und als Ausweg versuchten wir die einzige Stelle, an dem Freitag Nachmittag in dem kleinen beschaulichen Städtchen Alzenau was los ist: vorm Edeka. Persönliche Nachfrage bei der Marktleiterin und dem Verpächter und wir konnten beginnen. Die Auflage die Kunden nicht zu belästigen versteht sich ja von selbst. Die Pinguin Aktion „Hilfe mein Eis schmilzt“ kam auch super gut an. Die AlzenauerInnen hatten dafür massig Eiswürfel und Wassereis mit Orangengeschmack gekauft. Am Badesee wäre Wassereis wohl weggegangen wie warme Semmeln, jetzt haben sie einen Vorrat für den nächsten Sommer.
Da Matthias der einzige von uns dreien war, der diesen Bus fahren darf, mussten wir schon um viertel vor 3 fahren, damit er rechtzeitig seinen Termin um 16 Uhr in Würzburg wahrnehmen konnte. Auch Julius verließ mit Alzenau die Hochtour. Über die Nacht war Magda somit allein in Aschaffenburg bei Hilde Stapf und Günter Gogeißl – beide machen Galli- Theater – untergebracht. Als Abendgestaltung wurde eine Veranstaltung mit Sepp Daxenberger in Kleinostheim besucht.

Donnerstag (28.8) Morgen; Julius und Magda erwarten Swantje und Matthias am Bahnhof. Das Swantje Bettruhe krank und deswegen auf sich warten lies erfuhren wir erst am Nachmittag. Matthias fuhr den Bus nach Kitzingen und kam sich dabei nicht nur so cool vor wie ein LKW Fahrer, sondern wünschte sich auch ein Namennummernschild mit dem Schriftzug Matthias. Wir kamen viel zu pünktlich in Kitzingen an, Ekin Övür war aber so lieb und kam auf Anruf über eine Stunde später als ausgemacht. Kitzingen hatte die Aktion mit den Pappkameras ausgewählt, also stellten wir uns vor das Rathaus und „belästigten“ die PassantInnen. Die Grünen vor Ort wünschten sich sogar ein aggressiveres und penetranteres Auftreten. Vllt. einer der Auslöser wieso sie das erste mal in ihrer kommunalen Geschichte die Erlaubnis des Ordnungsamtes vorweisen mussten.
Die PassantInnen fragten wir, ob sie überwacht werden wollen, um ihnen dann zu erklären wieso sie bei der CSU gar keine Wahl hätten, weil es einfach gemacht werden würde. Ein Thema bei dem nur wenige länger hängen blieben und länger diskutierten. Die letzte halbe Stunde kam Patrick um uns zu unterstützen.
Nach einem anstrengenden Mittag und Nachmittag ließen wir uns von Ekin durch die Stadt führen und fielen nach einer Flasche Wein, einer Shischa und einem Gespräch über Gott und die Welt viel zu spät um 2 Uhr morgens ins Bett.
Übrigens: Nur 4 Meter von unserem Stand entfernt verbrachte ein engagierter Bürger den gesamten Tag damit Leuten ihre Meinungen zu den Vorhaben der Stadt zu entlocken. Es geht um eine Gartenschau, die Kitzingen organisieren möchte und um die Einbindung der BürgerInnen und Bürger. Schade, dass er wohl eher linken Nahe ist. Diese Erfahrung machen wir leider allzu oft!

“Wollen Sie überwacht werden?

später wird auf die “Hilfe mein Eis schmilzt”-Aktion umgestellt. Aber diesmal wird auf das Eisbär-Kostüm der GJ Nürnberg zurückgegriffen und nicht auf den Pinguin.

Wieder mal, lässt sich die GJ im Internet beobachten!!! Nachdem schon in Neumarkt Bilder von der Aktion zu sehen waren, ist dies auch in Kitzingen möglich. Unter http://www.kitzingen.info/content/cam/?mid=1,5 könnt ihr am Bildrand den Schirm erkennen.

Julius meinte am Telefon, dass sie sich nicht überwachen lassen wollen…aber die live-Bilder lassen doch Köpfe erkennen ;-)

9 Uhr…wir fahren aus Nürnberg los…für Frühstück ist keine Zeit. Ab auf die A72.
Magdalena benutzt den Bus-Fön:

Wir suchen in Forchheim etwas rum, weil wir vorher nicht so gut auf den Stadtplan geschaut haben.

Wir finden eine Person, die auch in die Birkener Straße will, wo die Forchheimer Grüne Geschäftsstelle ist und fahren hinterher.


(Postkarte der Forchheimer Grünen Liste)

Das Büro ist riesig. Sogar ne Badewanne gibt es…

Bild 1: Julius isst Kuchen, den wir von Christoph bekommen haben
Bild 2: Badewanne

Nach und nach treffen die Forchheimer GJlerInnen ein…wir staunen über die Anzahl…insgesamt 9 Leute unterstützen uns bei der Aktion. Dabei gibt’s die GJ Forchheim erst seit 2 Monaten. Die ForchheimerInnen legen gleich los und brennen auf ihre erste Aktion und wir müssen gleich weitere BürgerInnenrechte-Flyer aus dem Bus holen. Heute machen wir nur die Kamera-Aktion (ohne Ausziehen)…aber können Flyer verteilen…die auch gut weggehen.
Da wir unser GJ-Material etwas schonen wollen verteilen wir auch etwas Alt-Grün-Material. Forchheim ist jetzt gut mit Landtagswahlprogrammen versorgt.

In Forchheim werden nur Magdalena und Julius von der Tour übernachten. Matthias Gauger, Direktkandidat in Würzburg-Stadt und auf der unterfränkischen Landtagsliste auf Platz 6, wird morgen früh das Auto übernehmen und in Kitzingen und Alzenau dabei sein. Swantje kommt per Bahn wieder dazu…mit dem Ferien-Ticket-Bayern ist dies problemlos möglich.

Die Presse wollte auch auf Nachfragen nicht für einen Aktionstand in die Innenstadt kommen.