Archiv für Mai 2008
Es ist nicht das erste Mal, dass aktive AntifaschistInnen von Nazis bedroht werden. Rainer Sauer, Kreissprecher von DIE LINKE Borken und Gewerkschaftler, organisierte im September des vergangenen Jahres eine große Gegendemonstration zu einem Neonazi-Auflauf. Jetzt wird ihm dafür nach dem Leben getrachtet. Auf Youtube war zeitweise ein Film zu sehen, in dem indirekte Morddrohungen gegen Rainer Sauer enthalten waren. Die Seite www.kein-fussbreit-den-faschisten.de hat zur Solidarität aufgerufen. Vielleicht möchte die/der eine oder andere von euch die Aktion ja unterstützen: hier geht’s zur “Solidaritätsliste” (http://www.kein-fussbreit-den-faschisten.de/start.php?p=unterzeichnet).
 .Die Grüne Jugend hat in diesem Jahr zum 4. Mal einen internationalen Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Israel organisiert. In diesem Jahr haben wir 13 Studierende vom Sapir College (nahe Sderot) zu Gast. Auf dem Programm stehen die Schwerpunkte Demokratie und Minderheiten, Rechtsextremismus und Antisemitismus und ökologische Landwirtschaft.  Zur heutigen Debatte im Bundestag, zum 60 jährigen Bestehen des Staates Israel, waren wir auf der Gästetribüne und zwei TeilnehmerInnen findet ihr in diesem Beitrag in der Tagesschau. Â
 Neben dem Besuch im Bundestag und einem Treffen dort mit der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, auf Einladung von Jerzy Montag, gab es ein Treffen mit Stephan J. Kramer beim Zentralrat der Juden in Deutschland. Außerdem sind weitere Stadtbesichtigungen über die jüdische Geschichte in Berlin und viele spannende Gespräche geplant.
Am 31.05 findet der bundesweite Aktionstag “Freiheit statt Angst” des Ak Vorratsdatenspeicherung statt. Gerade noch rechtzeitig haben einige Aktivisten die dänische Polippix CD in eine deutsche Fassung übersetzt.
Mit “Polippix� werden dem Benutzer zahlreiche Werkzeuge zum unbeobachteten Surfen an die Hand gegeben. Darunter beispielsweise TOR, das die IP des Benutzers durch Umleitung über ein verschlüsseltes Netzwerk verschleiern soll.
Der Clou: Polippix benötigt keine Installation und kann somit auch in Internet-Cafés und auf fremden Rechnern benutzt werden.
Das Projekt ist mittlerweile komplett auf Deutsch übersetzt worden und bietet auch unerfahrenen PC-Nutzern leicht verständliche Anleitungen u.a. zum anonymen Telefonieren und Verschlüsseln von privaten Daten. (via Fight Blog)
Links zum Downloaden findet ihr hier.
Diese Frage sollte innerhalb eines Forums am Samstag abend erörtert werden. Nadine McNeill(Ex-Schatzmeisterin GRÜNE JUGEND Bundesverband) und Jan Philipp Abrecht (Sprecher GRÜNE JUGEND Bundesverband) wollten mit 30 Mitgliedern der GRÜNEN JUGEND klären: warum engagiere ich mich in einer Partei? Oder, warum eigentlich nicht?Was sich zuerst als eine Generaldebatte über das parlamentarische System der BRD las, entwickelte ganz schnell eine ungeahnte Eigendynamik. Auf einmal standen die Menschen in dem Forum im Mittelpunkt! Warum mache ich Politik? Warum engagiere ich mich trotz dem ganzen Stress und der persönlichen Probleme, die man auch manchmal durch sein politisches Engagement bekommt? Warum schlage ich mir Tage voller Geschäftsordnungsdebatten um die Ohren, anstatt mal entspannt auf eine Party zu gehen?Gerade in den letzten Wochen hatte ich mir ziemlich viele Gedanken über diese Fragen gemacht. Immer wieder kommt man auch in Burn-Out Phasen rein, wo man einfach alles hinschmeißen möchte. In dem Forum durfte jeder etwas sagen, jeder konnte mal ganz persönlich seine Gedanken zu Politik und der Grünen Jugend loswerden.In solchen Debatten weiß ich dann auch warum ich mich gerade in diesem Verband engagiere. Weil ich hier auch einfach nur Mensch sein kann. Wie sagte eine Teilnehmerin so schön: “Beachtet auch mal die Menschen hinter den Leitanträgen”.Lasst uns auch mal intensiver über uns selbst reden und über die Bedingungen unter denen wir Politik in dieser doch eher politikfeindlichen Gesellschaft gestalten. Für mehr Selbsttherapiegruppen!Â
War das spannend. So gespalten war die GRÜNE JUGEND lange nicht ;) Die Frage ”Mit oder wider die Konservativen?” beschäftigte die TeilnehmerInnen des Bukos am späten Abend und entzweite die Versammlung spürbar: da ist zum einen Ario, der ein Wort formulierte, das fast schon gespenstisch durch den Tagungssaal kreiste. Das Wort Ideale machte die Runde und plötzlich musste mensch sich fragen, was das, was letztlich in den schwarz-grünen Koalitionsvertrag Einzug gehalten hatte, mit diesem ominösen Vokabular noch zu tun haben kann. Andere jedenfalls waren sich einig: Das Papier sei “doch sehr grün”: auch wenn die Elbvertiefung kommt, an der rekordverdächtigen Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen ”unter besonderen Rahmenbedingungen” festgehalten wird, das Kohlekraftwerk Moorburg – na ja, es ist noch nicht gewiss.
Man muss nicht für Schwarz-Grün sein oder dagegen. Wichtig ist, dass mensch darüber diskutiert.
Um 19 Uhr ging es in Bonn los: Hier startete der 30. Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND und über 300 grüne Jugendliche sind dabei!
Und weil es der 30. und ergo ein ganz besonderer Jubiläumsbuko ist, gab es auch eine Torte. Aus Klopapier zwar, aber dafür vegan!

