Archiv für August 2007
Gestern wurde in der Kölner Innenstadt ein Stück Klima-Revolutions-Geschichte geschrieben und geklebt. Die KfrK-Gruppe (Kölsche Feministinnen für radikalen Klimaschutz- Gruppe) führten Ihre ersten Sabotasche Akte durch. Ziel wahren die Parkenden Spritschleudern, die leider viel anzutreffen wahren. Sie wurden nach allen Regeln der Kunst maskiert und politisch korrekt karnevalistisch massakriert.
Wer diese feministisch radikalen Klimaschützerinnen sind konnte von der Polizei noch nicht ermittelt werden. Nach Zeugenaussagen soll es sich aber um drei vermummte, zum teil als Pipi Langstrumpf verkleidete Frauen handeln.
Derweil ist ein anonymes Schreiben aufgetaucht, das dieser Gruppe zuzuordnen ist und auf dem spontane Sitzblockaden auf den Kölner Ringen und Fahrradblockaden des Neumarktes angekündigt wurden. Verschiedene Samba-Gruppen erklärten sich solidarisch mit der KfrK-Gruppe. Zunehmende Straßenpartys, außerhalb der Karnevalistischen Zeit sind zu befürchten.
OB Schrammafritz findet das ja nit joot:„ Et Pänz sulle leever Fußballspielen.“ Jesaat, jedonn. In einer zweiten anonymen aus dem Rhein gefischten Flaschenpost wurden Schrammerfritz nun zu einem Fußballspielchen auf der Rheinuferstraße eingeladen.
Derweil kam aus dem Villenviertel Marienburg die Schreckensbotschaft von Brennenden Autos. “Domet han mir nix met zo dun. Mir sen Pazifistinnen!“ kommentierte die nicht bekannte Pressesprecherin der KfrK-Gruppe. Außerdem schädigt das abbrennen von Autos ebenfalls dem Klima. Einfach Luft aus den Reifen lassen ist effizienter. „ Et Pänz sulle leever Fußballspielen“ konnte der erschrockene Schrammerfritz nur wiederholen, während er mit blassen Gesicht um seine platte Limousine schritt. „ leever Fußballspielen, wofür han ich den das Stadion gebaut? Verdammte Pänz! “

Screenshot VICE-Magazin
Im Juli erreichte uns in der Bundesgeschäftsstelle der GRÜNEN JUGEND folgende Anfrage vom VICE-Magazin:
“… Für unsere nächste Ausgabe haben wir ein Fashion Shoot geplant, das sich mit jungen politisch engagierten Jugendlichen auseinandersetzt. All unsere Fashion Shoots gehen in der Regel über die eigentliche Mode hinaus und genau deswegen versuchen wir uns mit Themen auseinander zu setzen, die Leute zum Nachdenken und Hinterfragen herausfordern. Da es aber trotzdem Fashion ist habe ich mir folgendes Konzept überlegt: Wir nehmen jede große und relevante Partei in Deutschland und lassen unsere Fotografin, … , ein Mädchen aus diesen Parteien Fotografieren. Dafür haben wir natürlich auch eine Stylistin. Das Mädchen muss nicht „posen“, wir dachten uns eher, dass wir sie an einen Ort nehmen, den sie mag. Ich habe schon am Telefon erklärt, dass das Mädchen gut aussehen sollte, weil hier Aesthetik ein wichtiger Faktor ist. Genauso wichtig wird das Interview, das wir dem Bild beifügen. Jedes Mädchen kriegt eine Seite im Magazin, mit Foto und darunter das Interview. … “
Auf Nachfrage hin wurde uns gesagt, dass die gutaussehende Frau möglichst Fashionsize tragen sollte. Fashionsize ist nach Info der Redakteurin Hosengröße 27. Außerdem sollten alle großen 6 Parteien interviewt werden. Die sechste Partei war die NPD. Nachdem wir interveniert hatten, wurde die NPD rausgenommen. Sie war auch nur eingeplant, weil “sechs Parteien besser ins Layout passen als fünf“. Gut. Dieses schwierige Problem konnte gelöst werden. Wir waren die NPD los. Der Forderung nach einer Frau in Fashionsize wollten wir aber trotzdem nicht nachkommen. Die Redaktion entschuldigte sich zwar für das Auftreten einer ihrer Journalistinnen, welche die Anfrage geschrieben hatte und betonte, es gehe nicht um Schönheitsvorgaben und bestimmt nicht um Sexismus.
Mit seriösem Journalismus hat das jedenfalls nichts zu tun. Nach Rücksprache mit den Jusos sagten wir gemeinsam ab. Damit trat folgender Satz in Kraft:
“… Ich habe heute angerufen, weil sie natürlich viel mehr Mädchen kennen, die sich für Die Grünen engagieren. Sonst muss ich ein Street Casting machen, das heisst ich muss auf der Straße hübsche Mädchen finden, die sich politisch engagieren. Ich gebe jeder jungen Partie die Chance uns jemanden zu vermitteln, weil, wie gesagt, die Interviews auch wichtig sind. …“
Sophie Bunge wurde dann scheinbar als Modell auf der Straße gecastet. Wir kennen sie allerdings nicht und per google lässt sich weder Engagement noch in unserem Büro eine Mitgliedschaft feststellen. Nach unserer Information ist sie aktuell also kein Mitglied.
Eure Meinung könnt ihr euch aber selbst bilden: Hier ist der Artikel. Ihr könnt ihn auch kommentieren. Warum Solid, JU und Julis trotzdem mitmischen, könnt ihr sie ja selber fragen.
UPDATE: In einem Telefonat mit der Fotografierten hat sie bestätigt kein Mitglied zu sein, aber die Grünen, wie sie richtig im Interview gesagt hat, unterstützte. Außerdem bestätigte sie, dass Interview so gegeben zu haben. Doch an Sie richtet sich auch ausdrücklich nicht unsere Kritik, sondern an das Vorgehen vom VICE-Magazin. Dieses gibt auch in der Beschriftung des Fotos, unter dem hinter dem Namen die Partei steht, fälschlicher Weise eine Mitgliedschaft vor.
50 Leute knoteten das Kanzlerinnenamt heute mit einem kilometerlangen Klimalügenseil zu. Eine Merkel-Puppe wurde gejagt und ebenfalls in Lügen eingewickelt.
Dieses wunderschöne Lied erklang mit Gitarre begleitet:
We don’t want no global warming
We don’t need no more petrol
Change your lifestyle not the climate
Don’t take care just for your own
Hey, people you’re not alone
All in all the sun shines for us all!
„Für konsequenten Klimaschutz – Stoppt die Klimaheuchelei!“ stand – jeder Buchstabe einzeln – auf Pappschilder gedruckt, die die DemonstrantInnen abwechselnd in die Höhe hielten.
Die Presse war auch gut vertreten: Neben ARD, NTV und Tagesschau kamen zahlreiche Radiosender und FotografInnen.
Mehr Fotos findet ihr hier: http://www.flickr.com/photos/9130367@N07/?saved=1
Ein Grund, warum wir so gut per Autostop durch die Republik reisen konnten, ist, daß die meisten Leute ihre Autos nicht gut ausnutzen. Dabei ist das in den Ferien noch etwas besser als sonst: Bei Familienausflügen und Fahrten in den Urlaub sind die Fahrzeuge meist ganz gut gefüllt. Aber immernoch sind Einzelpersonen oder Pärchen bei weitem in der Überzahl. Dazu gesellen sich an Wochentagen LKWs. Oft bilden sie auf der Rechten Spur eine Schlange ohne Anfang und Ende. Und an ganz normalen Wochentagen ohne Ferien sitzt in den meisten Autos nur ein einzelner Mann, auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause oder sonstwo hin.
Was den oder die TramperIn freut, weil es dem einzelnen Mann manchmal nicht genügt, daß das Navigationssystem ihn hin und wieder darauf hinweist, daß er zu schnell fährt oder abbiegen muß, und er dann gerne noch jemanden mitnimmt, schadt der Umwelt. Würden sich immer fünf von diesen Alleinfahrern (seltener: Alleinfahrerinnen) zusammentun und sich das Auto teilen, wäre schon viel Treib- und Schadstoff gespart. Und die FünferfahrerInnen, könnten sie nicht in einem nächsten Schritt erkennen, daß immernoch so viele von ihnen in die selbe Richtung fahren und sich gemeinsam in einen Bus setzen und so weiter und so fort.
Möglichkeiten, sich zusammen zu tun gibt es genügend, auch, wenn man keine TramperInnen da sind: Zum Beispiel die Mitfahrerzentrale oder spezielle Angebote für PendlerInnen, die immer die selbe Strecke fahren. Ein schönes Experiment aus der Schweiz, das Trampleitsystem Carlos, das sich auch für den ländlichen Raum gut eignet, sollte hier nicht unerwähnt bleiben.
Unter diesen Eindrücken planten wir am Dienstag Abend eine kleine Banneraktion mit dem Ziel, möglichst viele AutofahrerInnen zu erreichen. Während die einen kochten (es gab Reiberdatschi mit selbstgemachtem Apfelmuß und zwei Sorten Salat),
bereiteten die anderen ein Banner vor.
Darauf stand: “Dein Auto ist zu GROß für dich ALLEIN!”
Der Spruch läßt sich zweideutig interpretieren. Einerseits stellt er die Frage: “Warum fährst du allein?”, andererseits verweißt er auf ein Problem, das die Grüne Jugend auch an anderer Stelle bearbeitet
Nach dem Essen machten die einen den Abwasch und die anderen radelten zur A7, eine wichtige Nord-Süd-Verbindung im deutschen Autobahnnetz. Am Geländer einer Brücke, die eine kleine Straße über die Autobahn führt, befestigten wir das Banner.
Als wir am nächsten Tag die Brücke in den Autos anderer Leute unterquerten, waren wir etwas enttäuscht: Das Banner war zu klein für diese unglaublich hohe Brücke und die meisten Autos fuhren so schnell, daß sie unter diesen Umständen nicht dazu kamen, es zu lesen. Schade.
Die Klimarevolution beginnt!
Basteln fürs Klima
Am Montag, dem 20 August findet die gemeinsame Aktion von GRÜNE JUGEND, BUND Jugend, noya, attac und Robin Wood statt. Wir werden gemeinsam das Kanzleramt mit den Klimalügen von der Regierung und der Wirtschaft zuknoten.
Für die Aktion wird seit gestern in der BGS fleißig gebastelt. Banner, Spruchtafeln, Lügenbänder… und eine Angela Merkel Puppe!
5 Grüne Jugend Mädels, gemeinsam mit 2 netten Jungs von attac und dem Jugendbündnis Zukunftsernergie.
Wer noch mit basteln möchte: Nadine oder Kathrin mailen/telen. Helfende Hände sind immer gern gesehen und werden mit (natürlich veganen) Eis versorgt.
Am Montag beginnt die Aktion ab 10:30 vor dem Kanzleramt in Berlin.
Kommt dort hin! Macht mit! Kämpft für radikalen Klimaschutz!
P.S. Tofu aufs Schnittchen der Regierenden!




