Mit dieser Frage konfrontierten Aktivisten der GRÜNEN JUGEND Nürnberg heute die PassantInnen Nürnbergs. Heute nacht um 5 Uhr kam es uns: Die Menschheit braucht mehr Offenheit und Herzlichkeit im gegenseitigen Umgang. Spontan standen daher in Anlehnung an die Free Hugs Campaign heute ab 13:30 Uhr 5 AktivistInnen der GRÜNEN JUGEND Nürnberg vor der Lorenzkirche zentral in der Innenstadt und hielten Schilder mit den Aufschriften “Kostenlose Umarmungen” und “Free Hugs” über sich. Wir wollten dabei den NürnbergerInnen – und natürlich auch allen anderen Leuten, die wir antrafen – ein Stück Herzlichkeit vermitteln und sie mit einer Umarmung ein bisschen glücklicher machen.
Schnell hatten sich auch die ersten PassantInnen gefunden, die um eine Umarmung froh waren und mit offenen Armen zu uns kamen. Die Reaktionen waren dabei von verschiedenster Natur: Einige PassantInnen wollten sich nur nach unseren Hintergedanken der Aktion erkundigen und gingen wieder, andere ließen sich danach umarmen – und wieder andere sprangen regelrecht schon aus 20 Metern Entfernung auf uns zu, um uns in die Arme zu fallen – durchaus sehr positive Erlebnisse, von grundauf offene Menschen zu treffen. Mit zu unseren Besuchern zählte aber auch eine Grundschulklasse, die sich erst 5 Minuten zankte, wer uns denn nun umarmen soll, bis sie wieder weiterzogen – ohne dass jemand uns umarmt hatte. Ein anderer kleiner Junge konnte aber, nachdem er sich zu einer ersten Umarmung überwunden hatte, garnichtmehr genug kriegen und umarmte uns insgesamt gut 10 Minuten.
Die Sprüche, die wir heute mitnehmen durften, sind auch unterschiedlichster Natur. So mutmaßten viele PassantInnen, wir hätten eine Wette verloren, andere dachten gar, wir würden aus der Pro7-Sendung “Das Modell und der Freak” stammen – von einem älteren Herrn wurden wir gar für eine Sekte gehalten.
Doch wiegen die positiven Zitate auch die negativen – über die wir eigentlich auch nur schmunzeln können – lange wieder auf: So bedankte sich eine Passantin mit den Worten, dass sie eine Umarmung seit langem malwieder nötig hatte und von einigen hörten wir sogar den Wunsch auf die öftere Durchführung der Aktion. Eine Besucherin aus Ingolstadt versprach uns auch, bei sich das gleiche auch machen zu wollen.
Solltet ihr das gleiche auch bei euch durchführen wollen, hier noch einige Tipps zur Durchführung:
- Tretet nicht als GRÜNE JUGEND oder sonstiger Verband auf, sondern tretet als unabhängige Gruppe von Menschen auf.
- Verteilt kein zusätzliches Material oder ähnliches. Konzentriert euch alleine auf die Umarmungen und erklärt den Menschen wenn dann nur, um was es geht.
- Tauscht keine Adressen oder ähnliches aus, wenn es nicht unbedingt sein muss. Einige Gruppen haben damit schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Insgesamt dienen die Regeln einem Zweck: Die Aktion soll dem Zweck dienen, dass die Menschen zu euch kommen, aufgeschlossen sind und euch umarmen. Wollt ihr ihnen noch Infomaterial andrehen oder tretet ihr offiziell als GRÜNE JUGEND auf, ist viel eher Misstrauen da und ihr widersprecht dem eigentlichen Aktionsziel, Anderen zu vermitteln, dass es offene, aufgeschlossene Leute gibt, die sie ernstnehmen und wollen, dass sie glücklich sind.
In diesem Sinne: Vielleicht hören wir ja bald von euch und euren Aktionen in der Richtung und freuen uns auf Rückmeldungen, andere Erfahrungen und Berichte.