Archiv für November 2006

Und wieder bekamen wir Verstärkung von der GRÜNEN JUGEND: im Rahmen einer Besuchergruppe bestehend aus SchülerInnen und Studierenden konnten wir viele GJlerInnen aus Sachsen und Thüringen bei uns begrüßen.
Für junge (grüne) Menschen gab es auch ein entsprechendes Programm. Am Dienstag Morgen hatten wir ein Gespräch mit Alix vom European Youth Forum und mit Judith, der neuen Geschäftsführerin von FYEG. Sie sprachen mit uns über Möglichkeiten der Jugendbeteiligung in der Europäsichen Union und ermunterten die Leute, sich einzumischen.
Nach einem vollen Parlamentstag – Ausschusssitzungen und Diskussionen mit den Abgeordneten Gisela Kallenbach und Milan Horacek – hatten wir noch ein Gespräch mit dem ehemaligen Studierendenvertreter bei der EU. Er erklärte uns die genaue Entstehung des Bologna-Prozesses und wir diskutierten Vor- und Nachteile der europaweiten Harmonisierung.
Abends ging es dann mit Leuten von FYEG und PraktikantInnen der Grünen in die Stadt und wir machten die Brüsseler Kneipen unsicher.
Der krönende Abschluss war am Mittwoch Morgen vor der Abreise sicherlich die alternative Stadtführung, wo wir auch in Hinterhöfen rumschlichen und uns z.B. die negativen Auswirkungen städtischer Bauplanung ansehen konnten.

Nach der Bundesvorstandssitzung am Wochenende hatten Paula und Karl noch genug Energie für eine weitere Sitzung. Die Integ – Jugend, der Jugendverband des Sozialverband Deutschland, hatte den Bundesvorstand der Grünen Jugend zu einem Gespräch eingeladen.

Die Integ – Jugend hat ca. 12.800 Mitglieder im Alter von 14-27 Jahren, da alle Mitglieder des SozVD, die in diesem Alter sind, automatisch Mitglieder bei Integ sind. Integ beschäftigt sich vor allem mit der Integration behinderter Jugendlicher. Dazu organisiert der Verband Veranstaltungen zur Begegnung von behinderten und nicht-behinderten Jugendlichen. Aber auch Politik ist ihnen nicht fremd.
Die Kreisverbände der Integ, die es vor allem im Nord-Westen der BRD zahlreich gibt, beschäftigen sich je nach Interesse der Mitglieder mal mehr mit Begegnungsveranstaltungen, mal mit Bildungs- oder Sozialpolitik, mal mit kommunalen Fragen.

Eine Sensibilisierung für ihre Themen wäre für uns als Grüne Jugend ebenso wertvoll wie der Kontakt zu uns für sie und wir freuen uns auf weitere Zusammenarbeit.

Silke Gebel, Jan Philipp Albrecht und Anna Cavazzini im Europäischen Parlament

Am Donnerstag hatten wir Verstärkung. Wenn auch nur für einen Tag kam Sprecher Jan Philipp Albrecht an seinen früheren Praktikumsplatz im Europäischen Parlament zurück und machte mit uns Brüssel unsicher. Nach einer Diskussionsrunde mit Heide Rühle über den Plan D und seine Rolle im Verfassungsprozess, haben wir ein bisschen mit Maarten von FYEG geredet und waren abends bei European Movement International zur ersten Veranstaltung von Speak Up Europe. Da mussten wir rote und grüne Karten hochheben und haben viel zu wenig zu essen bekommen. Inhaltlich war die Veranstaltung aber sehr gut. Es ging um Handel und Caroline Lucas (grüne MdEP aus UK) hat in die Wirtschaftsdebatte immer wieder eine grüne Dimension gebracht.
Nach Pommes und Bier am Place Jourdan sind wir mit dem nachtzug zur BuVoSi nach Berlin gefahren..

BuVo

Von Freitag bis Sonntag kam der Bundesvorstand der Grünen Jugend zur BuVoSi zusammen. Viele “neue” einige “alte” in den heiligen Hallen der BGS. Die Fotos dazu findet ihr in der Fotogalerie. Doch was passiert eigentlich bei einer BuVoSi und was ist die BGS?

Die BGS ist die Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN. Hier hat auch die Grüne Jugend ihr Headquarter und plant allerlei subversive Taten und Aktionen, um die Welt zu vergrünern.

Die BuVoSi ist die Bundesvorstandssitzung und findet einmal im Monat statt. Diese war die erste Sitzung und Aufgaben und Zuständigkeiten wurden verteilt. Daneben wurden die anstehenden Veranstaltungen vorbereitet und die inhaltliche Arbeit vorskizziert. So haben wir über eine neue Radikalität in der Umweltpolitik, über grüne Marktwirtschaft, Rechtsextremismus und Global Governance diskutiert.
Weiter wichtig war unser Verständnis der Zusammenarbeit BuVo und Mitglieder. Wir haben da viele Ansätze, brauchen aber Eure Ideen! Deshalb wendet euch an eure Länderverantwortlichen, FaFo-Verantwortlichen etc. und schlagt tolle Sachen vor, kritisiert, lobt und verändert!
Auf ein gutes und erfolgreiches Jahr.

Bekanntermaßen findet ca. einmal im Monat die Sitzungswoche des EPs in Straßburg statt. Diesesmal verschlug es auch mich dorthin. Mit einer Herde von Rollköfferchen-ziehender Mitarbeiter ging es aus dem Zug in das wirklich beeindruckende Straßburger Gebäude des EPs.
Was waren die “Highlights”? Die zuvor heiß umkämpfte Dienstleistungsrichtlinie wurde in zweiter Lesung verabschiedet, aus Grüner Sicht kein allzu großer Erfolg, da viel zu verwässert.
Es wurde auch ein sehr interessanter Bericht zu Frauen in der internationalen Politik verabschiedet, in dem auf das starke Ungleichgewicht von Frauen und Männern in politischen Ämtern hingewiesen wird. Die VN und die EU werden aufgefordert, mehr Frauen einzustellen.
Der Präsident von Georgien, Michael Sakaschwili, ging in einer Rede vor dem Parlament vor allem auf die jüngsten Ereignisse im Streit mit Russland ein.

Finanzen, Finanzen, Finanzen. Für Global Young Greens am Sonntagabend. Nach dem Resteessen bei Janna Schönfeld, die für Fritjhof Schmidt arbeitet und daneben die Finanzen für die Global Young Greens koordiniert, diskutierten wir mit Paul Santmann (Praktikant bei FYEG) und Maarten Coertjens (der “Mirko” in Europa) die aktuelle Finanzlage der weltweiten Grünen Jugend. Maarten kam gerade aus Nairobi (Khenia), wo die Gründnungskonferenz der GYG im Januar 2007 stattfinden soll. Die Konferenz wird wohl in einer Art Park und in Zelten stattfinden. Paula fährt für die Grüne Jugend hin.