Archiv für September 2006

Drehbrückenstadt, Windy City, Touristentown. Mit diesen Schlagwörtern lässt sich Malchow zusammenfassen.
Doch wie wir so sind, ließen wir uns nicht durch Wind und Wetter beeindrucken und kämpften tapfer gegen die Witterungsverhältnisse. So bauten wir unseren Stand direkt neben der bekannten Malchower Drehbrücke auf. Unser Pavillion kommt nun allerdings etwas krumm daher, weil der Wind ihn etwas in Mitleidenschaft zog.

Dafür rüsteten wir personell auf. BuVo-Unterstützung in Form von Nadine stieß zu uns und auch Mareike aus M-V schloß sich uns an.

Und auch wenn das Wetter uns nicht gewogen war, so hatten wir doch eine Menge Spaß. Wir mussten allerdings feststellen, dass Malchow zum größten Teil aus süddeutschen Touristen, wie Ferdis altem Schulleiter, besteht.

Der eindeutige Höhepunkt des Tages war jedoch der Abend bei den Imkens. Interessante Gespräche über Böll, die Ehe, Pazifismus, Polygamie, alternative Kindererziehung, die Bildzeitung und einen grünen Literaturkanon rundeten den Abend, der mit Knabbereien und selbstgebackener Pizzaonnen hatte.Wir möchten auf diesem Weg deshalb auch nochmal ein großes Danke nach Röbel schicken.

Die Kommentarleiste:
Nicolas: Hochinteressant, am Bahnhof in Malchow existieren sogar dritte und vierte Klasse. Zwei-Klassengesellschaft, pah, darüber lacht Malchow.

Kann mensch hier rudern……?

So gut gefiel uns unsere Neubrandenburger Wohnung, dass wir fast den kompletten Vormittag benötigten uns startklar zu machen. Dabei wurde der ZDF-Fernsehgarten geschaut und die Klasse-Band „De Randfichten“ fand in uns ein paar neue begeisterte Fans.

Gegen zwölf Uhr ging es dann weiter in nach Waren, ein malerisches, am Müritz-See gelegenes Städtchen mit maritimen Flair. Freundlich empfangen wurden wir von unserer lokalen Direktkandidatin Jutta welche uns sogar Kaffee, Tee und Kuchen an den Stand brachte. Zusätzlich wurden wir auch zu ersten Mal von Mareike, Sprecherin der Grünen Jugend MV aus dem nahe gelegenen Röbeln unterstützt.

Unseren Stand hatten wir diesmal direkt auf dem Marktplatz aufgebaut. Die einheimischen Warener machten sich an diesem verkaufsoffenen Sonntag etwas rar, dafür fanden wir mit unserer Aktion umso mehr Anklang bei den vielen Urlaubern welche den schmucken Ort in den Sommermonaten zahlreich frequentieren.

Am Abend dann, nachdem wir gegen sechs Uhr zusammengepackt hatten, begleitete uns Mareike noch kurz zu unserer Herberge und erklärte uns die örtlichen Freizeitmöglichkeiten für den Abend. Diese nutzten wir dann auch gern und als wir sie dann schließlich ausgeschöpft hatten gings noch weiter zur Tankstelle. Dort wurde unserer Bus dann mit Hilfe von ein paar Flaschen Bier bzw Saft und einer auf Parteikosten erworbenen Bravo fluchs zum Partymobil umgewandelt in welchem wir dann am Seeufer den Tag mit kollektiver Lektüre ausklingen ließen. Nico trinkt übrigens genauso gern Malzbier wie Gülcan von Viva und die Flirtchancen der meisten Tourteilnehmer sind am besten am Dienstag – wir sind gespannt.

Viele Grüße
Euer Ferdi, Schatzi der GJ Leipzig

Die Kommentare der Tormitglieder:
Nicolas: Kann man da rudern? kann man da segeln? Kann man da Fische fangen auf dem hohen Meer?

Arvid: 3,2 auf ner Skala von 1-10. Das ist ausbaufähig oder nicht?! ;)

Nach einer, vor allem für Daniel, langen Nacht, weckte uns der Alarm der BGS mehr oder weniger sanft. Um 6.30Uhr. Frisch wie der junge Morgen, nutzten wir das frühe Erwachen, um uns auf die andere Seite zu drehen und weiterzuschlafen.
Etwas später, bequemten wir uns dann, unsere müden Häupter zu erheben und in den Bus zu schleppen. Das obligatorische Startschussfoto musste leider entfallen, da die Kamera nicht funktionierte.

Nachdem wir einige Male die Tipps des Navigationssystem ausgelassen hatten, kamen wir PÜNKTLICH um 10.00Uhr in Neubrandenburg an. Die Altgrünen vor Ort standen schon bereit um uns zu begrüßen und auch die Presse wartete schon. Und nach kurzer Zeit ließ sich auch die Spitzenkandidatin bei uns blicken. Bot uns allerdings keine Hilfe bei Aufbau an. Der sich einigermaßen problematisch gestaltete, weil unsere Tische eher instabil waren. Um Materialschwächen abzufangen, gingen wir in die Personaloffensive. Aus Wankendorf reiste Arvid und aus Leipzig Johannes an.

Erfolgreich wie die GRÜNE JUGEND nun mal so ist, sammelten wir trotzdem 75 Handabdrücke und klärten eine Menge Leute über die Probleme des Rechtsextremismus allgemein, und den drohenden Einzug der NPD in den Landtag, auf.

Nach getaner Arbeit bauten wir den Stand wieder ab, um in den wohlverdienten Feierabend zu starten. Leider gab einer der Tische entgültig seinen Geist auf. Wir ließen ihn schweren Herzes zurück und suchten unser Domizil für die Nacht auf.

Die Wohnung die uns die Neubrandenburger stellten, war der eindeutige Höhepunkt des Tages. Eine kuschelige Atmosphäre, unterstützt durch die rote Zimertür im Badezimmer und viele ästetische Männerportraits (auch unter der Dusche) unterstützten eine kuschelige Atmosphäre.

Ab heute dann auch Einzelkommentare in Kürze und Würze aller Tourmitglieder:

Arvid: Johannes grüßt anscheinend Ferdi bei Popstars per SMS. Aha….
Was war im abgeschlossenen Raum? Noch mehr Stöpsel? Ne Folterkammer? N schwarzes Loch? Man weiss es nicht.

Ferdi: Will an dieser Stelle nur kurz dem lokalen Roten Kreuz dafür danken, dass Sie für uns extra in den Keller geganen sind um uns Wasser für unsern Kanister zu besorgen. Ihr seid supi!

Johannes: Back on tour – home, sweet home! :-) oder aber auch: ist schön hier, aber hier leben, nein danke! ;-)

Daniel: Ich war an dem Tag sehr müde. Ich hatte in der Nacht nur 2,5 stunden schlaf und eine Stunde am Nachmitag im Bus. Das nennt sich wohl einen erfolgreichen Start.

Der letzte Tag unserer Tour startet in Coburg. Aufstehen und Zelt abbauen…wir brauchen mal wieder viel zu lange und die Banner-Meisterin will so schnell wie möglich an die Stangen, damit „Die Konstruktion“ wieder aufgestellt werden kann. Nach dem Abbau erkennen wir die kleinen Hügel und Unebenheiten, die uns die Unterlage nicht unbedingt Schlaf-fördernd gemacht haben. Alles ins Auto geladen, bauen wir alles in der Innenstadt auf.

Coburg
Da in Coburg unser aktivstes Zentrum ist, schauen auch ganz viele Junggrüne bei unserem Stand vorbei und unterstützen uns. Dadurch können wir die ganze Straße in Beschlag nehmen und ganz viele junge Menschen ansprechen und über unsere Ideen informieren. Die Karte wird in Coburg nur so mit grünen Fingerabdrücken übersät. Da noch Weltbildungstag ist, ergänzen wir die Oberfrankenbegrünungsaktion durch das Thema Bildung. Dazu wurden ein paar Infos zum Weltbildungstag zusammengestellt und Misstände im Bildungssystem aufgezeigt und Forderungen aufgestellt. Schilder mit provokanten Forderungen machen auf das Thema aufmerksam.

Bamberg
Letzte Station unserer Hochtour. Wir sind immer noch motiviert, zumal Bamberg ja wie Bayreuth Unistadt ist und somit junge Menschen im Stadtbild mehr zu finden sind. Wir haben wieder einen tollen Platz und Unterstützung von vor Ort.

Bamberg ist ein echt schöner Abschluss für unsere Tour. Wir kommen mit vielen jungen Leuten ins Gespräch und auch jemand, der zwischen „JU“ und „JuLis“ hin- und hergependelt ist und meinte seine „Ideale verloren“ zu haben unterhält sich ganz nett mit uns. Leider bekommen wir hier noch ein paar rechtsradikale Meinungen zu hören. In einer „Diskussion“ über den Libanon-Einsatz der Bundeswehr meint ein Passant gegen Ende, „dass wir immernoch für den zweiten Weltkrieg an die da unten zahlen ist doch verrückt. Der Jude rafft doch immer noch.“ Das waren die letzten Worte von dem Mann, bevor er sich umdrehte und im Gewühl der FußgängerInnenzone verschwand. Es war mal wieder erschreckend, wie manche Menschen denken, aber die Jugend in Bamberg lässt hoffen…vielleicht die nächste aktive GRÜNE JUGEND. Würde uns freuen, wir helfen gerne bei einer Gründung!!!

Und die Karte ist auch schon voll grün geworden:

Wir lassen es uns nach getaner Arbeit noch ein bisschen gut gehen…

Damit endet der GRÜNE JUGEND Oberfranken-Hochtour-Blog
Weitere Infos und weitere Bilder unter: www.gj-oberfranken.de

Ungewohnt ausgeschlafen gehen wir frühstücken und erledigen die letzten organisatorischen Dinge. Gegen Mittag geht es dann weiter nach Forchheim, wo wieder HochtoristInnen aus Oberfranken dazu kommen.

Forchheim
Das Banner müssen wir diesmal ohne die Meisterin aufstellen, aber es klappt trotzdem ganz gut. Ein Gerüst hilft dabei, dass wir es „wind- und sturmfest“ befestigen können.

Den Standplatz können wir uns aussuchen und wir legen auch gleich los. Wir begrünen diesmal nicht nur Forchheim, sondern auch noch ein bisschen Hamburg und Afghanistan. „Usama Bin-Laden“ will Mitglied werden – ist neuerdings weiblich und noch nach Augenschein Teenager.

Irgendwie haben wir das Gefühl, dass Forchheim kreisförmig aufgebaut ist. Fast alle Menschen kommen doppelt an uns vorbei…schon ein bisschen komisch. Wir machen aber trotzdem weiter.

Weiterfahrt nach Coburg…unserem Schlafplatz. Da alle CoburgerInnen entweder Gäste haben oder uns aus anderen Gründen nicht aufnehmen können, wird unsere Banner-Konstruktion wieder dem ursprünglichen Zweck zugeführt – dem Zelt. Wir bauen das Zelt auf – merken, dass die Gummis in den Stangen schon sehr ausgeleiert sind und hoffen, dass es die Nacht übersteht. Vorher gehen wir jedoch noch esssen. Das Zelt ist für drei Leute (alle anderen schlafen daheim) enorm groß. Die Neigung des Hangs jedoch ebenfalls. Also legen wir uns diagonal hinein und merken schon nach ein paar Minuten, wie die Beine schwerer werden und irgendwie hangabwärts rutschen. Naja wir haben auch das überlebt.

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Weitere Infos: www.gj-oberfranken.de

Marktredwitz
Früh am Morgen brechen wir schon wieder auf. Diesmal in die östlichen Kreise Oberfrankens. Am Morgen steht Marktredwitz an. In der Planung ein bisschen unser Sorgenkind gewesen, da Alt-Grün leider keine Zeit hatte um uns zu unterstützen, d.h. wir haben noch einen Tisch selbst organisiert und freuen uns über die beiden Bänke, die gleich bei unserem Standplatz vorhanden sind. Da noch nicht viel los ist, wird der Start kurzerhand auf 10 Uhr festgelegt.

Gegenüber sitzt ein Mundharmonika-Spieler, dessen Repertoire nicht sehr umfangreich war und eigentlich immer das gleiche gespielt hat…leider passte sein Gespiele auch nicht zur CD-Player-Hintergrundmusik.
Da wir auch mit Laptop ausgerüstet waren, lassen wir für eine gewisse Zeit den GRÜNE JUGEND Film ablaufen. Da der Laptop ne kleine Macke hat und im Akkubetrieb nicht startet, müssen wir vorher um drei Sekunden Strom betteln. Das machen wir im Touristik-Büro. Wenn wir schon mal da sind, dann können wir auch gleich nach Angeboten für Jugendliche fragen…aber unsere Frage löst fast schon eine mittlere Panik aus. „Angebote speziell für Jugendliche…da frage ich noch mal meine Kollegin, die ist noch nen paar Jahre jünger als ich“ Jedoch fiel beiden nichts ein…also wurde uns das Standard-Programm vorgelegt und wir wussten ein bisschen mehr Bescheid, dass in Marktredwitz nicht so viel für Jugendliche angeboten wird.
Marktredwitz bietet aber auf jeden Fall eine gute Umgebung um Ansprechformen zu üben. Auch damit es ein bisschen so aussehen würde, dass wir ein paar Leute ansprechen.
Bilanz: Eigentlich gar nicht so wenige grüne Fingerabdrücke (davon aber ein paar aus der Oberpfalz), nerviger Mundharmonika-Spieler, keine Angebote für Jugendliche in der TouristInnen-Info, „Leute ansprechen“ geübt, eine tote Fliege (aber ausreichend gewürdigt und ein Grab bereitet)

Hof
Wir werden wieder einmal vom Bahnhof abgeholt und können unseren Krempel im Auto zum Stand fahren lassen. Durch die halbe Innenstadt gelaufen, nehmen wir die Tische in Empfang und transportieren sie zu unserem Standplatz.
Aufbau geht schon ziemlich schnell und Jugendliche sind auch eigentlich viele vor Ort. Aber viele lassen sich noch nicht mal für einen Flyer von uns begeistern.

Da aber relativ viele Jugendliche unterwegs sind, ist der Stand doch sehr erfolgreich und unsere Oberfranken-Karte ist noch um einen weiteren Landkreis begrünt worden.

Für eine Nacht verlassen wir nun Oberfranken, um den Kontakt zu Nürnberg und anderen Bezirken zu intensivieren. Neben Nürnberg, die uns die ganze Woche unterstützt haben, bekomme wir nun Unterstützung aus Unterfranken, was uns sehr freut. Bei der Kneipentour in Nürnberg ist die Besetzung aus Oberfranken leider nicht so groß, da einige HochtouristInnen das eigene Bett gegenüber dem Grünen Büro vorgezogen haben. Jedoch kommen einige Nürnberger (Innen kann ich mir schenken) und es ist trotzdem ganz nett. Wir sichten am Abend die ersten Fotos und schlafen dann ca. 5 Stunden. Morgens weckt ein Schrei die Leute, die noch schlafen. Alt-Grün hatte vergessen, dass wir im Büro nächtigen wollten.

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Weitere Infos: www.gj-oberfranken.de