Archiv für April 2006

Auch bei diesem Beitrag handelt es sich um nichts, aber wirklich um gar nichts außer Satire

Neues von der hackzeitung: Jetzt wurde ein Exemplar der verbotenen Zeitung auf dem Bonner Sperrmüll gefunden! Nahe des berühmten “Hofgarten” haben Kinder beim Spielen ein Exemplar des als gefährlich eingestuften Blattes aus einem Schrotthaufen gezogen. Selbstverständlich haben die Eltern sofort die Polizei eingeschaltet, auch der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hat Untersuchungen aufgenommen.

Der Presse sagten die Beamten nur: “Es handelt sich hier um ein noch laufendes Verfahren. Das Blatt ist zwar offiziell verboten, die Gefährlichkeit der Publikation wird jedoch noch geprüft.” So sei es möglich, dass eine Wiederveröffentlichung der “hackzeitung” erlaubt würde – jedoch nur, wenn die zweifelhaften Passagen geschwärzt würden.

Die “hackredaktion” begrüßt diesen Schritt und appelliert an Politik und Medien, sich für eine Wiederauflage des Blattes stark zu machen.

Nach Auffassung der Redaktion fehlt für das Verbot der “hackzeitung” jede gesetzliche Grundlage: “Das Verbot ist unverhältnismäßig! Eine solche Einschränkung der Pressefreiheit können wir nicht hinnehmen,” so hackredaktionsmitglied Julia Seeliger. Alle Beteiligten sollten gemeinsam nach einer gangbaren Lösung suchen. Die Redaktion sei kompromissbereit: “Natürlich würden wir die kritischen Passagen entfernen.” Gleichzeitig müssten die Behörden aber auch endlich der erneuten Veröffentlichung der “hackzeitung” zustimmen.

keinbockaufnazis.de
Kein Bock auf Nazis ist ein brandneues Angebot für junge Menschen, die die Schulhof-CD’s der rechtsextremen NPD satt haben. Die DVD gibt es auf keinbockaufnazis.de zum download und sie kann mit frankiertem Rückumschlag kostenlos bestellt werden.

Auf der DVD sind folgende KünstlerInnen enthalten:

Die Ärzte, Die Toten Hosen, Donots, ZSK, Muff Potter, Lulia Hummer, Culcha Candela und Madsen.

Trailer, Infos und eine sehr ansprechende Website findet ihr also auf keinbockaufnazis.de!

Ganz Deutschland redet über den Überfall auf einen Deutschen äthiopischer Abstammung in Potsdam mit offenbar rechtsradikalem Hintergrund. Es ist erfreulich, dass die alltägliche Gewalt in Deutschland gegen Menschen, die anders aussehen, zum Thema wird. Gleichzeitig bleibt rätselhaft, nach welchen Kriterien sich die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Fall richtet. Und warum die Aufmerksamkeit so selektiv ist. Beispiel Essen. Wie die Polizei am Dienstag meldete, hat dort eine bereits polizeibekannte Truppe von offenbar Rechtsradikalen erneut zugeschlagen:

Drei Männer (17,18, 31) beleidigten und beschimpften gestern Abend (17.04.06 gegen 23.15 Uhr) in der U-Bahnstation einen Ausländer (31) indischer Herkunft. Um weitere Provokationen auszuschließen, wollte sich der 31-Jährige
entfernen. Das Trio lief hinterher und stellte ihm ein Bein. Daraufhin stürzte der Mann zu Boden. Anschließend traten und schlugen sie auf ihn ein und beschimpften ihn abermals. Nach der Tat flüchteten die Schläger. Während der polizeilichen Fahndung konnten sie festgenommen werden. Alle standen unter Alkoholeinfluss. Auf der Wache mussten sie sich einer Blutprobe unterziehen. Der 18- und 31-jährige kamen in die Ausnüchterungszelle. Der Jüngste (17) wurde seiner Betreuerin übergeben. Der Geschädigte erlitt leichte Verletzungen, die ambulant behandelt wurden. Zwei der Schläger waren bereits vor vier Wochen im Hauptbahnhof aufgefallen. Dort hatten sie einen Schwarzafrikaner geschlagen. Der Sachverhalt wird von der dortigen Bundespolizei bearbeitet.

Eine vergleichbare Aufmerksamkeit hat dieser Fall dagegen nicht bekommen. Überregional wurde kaum darüber berichtet. Vielleicht weil der Fall aus Potsdam besser ins gängige Medien-Klischee passt: Neonazis sind ein Problem in Ostdeutschland. Die Gefahr, in der Ausländer in ganz Deutschland sind, wird dadurch verschwiegen.

Blühender BGS Baum

Im Garten der Bundesgeschäftsstelle fangen die Bäume an zu blühen!

Achtung: Auch bei diesem Artikel handelt es sich – wie auch bei der “hackzeitung” selbst – um Satire!

Wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten muss die “hackzeitung” (erschienen am 15.April) eingestampft werden. Auch die Verbreitung des Online-Mediums ist nicht mehr zulässig.

In der viel beachteten Hackzeitung befand sich ein Artikel, in dem ein Mitglied der GRÜNEN JUGEND in unangemessener Weise mit dem rechtspopulistischen Ex-FPÖ-Chef Jörg Haider verglichen wurde.

Geschmacklos! Aus diesem Grunde muss die “hackzeitung” zurückgezogen werden. Die Hack-Redaktion bittet darum, noch im Umlauf befindliche Exemplare einzustampfen. Die Online-Ausgabe der “hackzeitung” darf nicht mehr per Mail oder auf irgendeine andere Weise verbreitet werden. Dies hat der Presserat der GRÜNEN JUGEND in einer Sondersitzung am heutigen Dienstagabend entschieden.

Michaela Noll Michaela Noll ist die sympathische und bodenständige Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Mettmann (zwischen Düsseldorf und Wuppertal). Sie ist selbst aktive Sportlerin und zieht daraus die interessantesten Schlüsse, wie sie auf ihrer Homepage berichtet:

Als aktive Sportlerin weiß sie, wie wichtig Fairness, Integration, Gesundheit, Leistungsbereitschaft und Demokratieverständnis sind.

Noll kümmert sich als Familienpolitikerin nicht nur um die Familienpolitik, sondern auch vorbildlich um ihren Wahlkreis Mettmann, der bisher vor allem durch das Neantertal bekannt war. Doch in ihrer neuesten Pressemitteilung macht Michaela Noll uns jetzt wieder – wie jedes Jahr – auf noch eine ganz andere Attraktion aufmerksam:

Wie jedes Jahr zu Saisonbeginn stattete die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll der Wasserskianlage Langenfeld ihren Antrittsbesuch ab. „Auch winterliche Wassertemperaturen von acht Grad können überzeugte Wasserskifans nicht davon abhalten, ihre Runden zu drehen“, so die Familienpolitikerin.

Vor Ort erkundigte sie sich im Gespräch mit dem Betreiber Johannes Sühs über die anstehenden Events und Trends in Langenfeld. Hier sei wieder für jeden etwas dabei. Ob das Wakeboard-Camp über Pfingsten oder der Ostermontag startende „Triple-Cours-Germany“. „Die Vielfalt dieser Anlage ist toll. Neben dem Sport kommen auch die Zuschauer auf ihre Kosten, denn die Anlage lädt auch dazu ein, nur die Seele baumeln zu lassen“, sagte Michaela Noll.

Das sehen wir genauso und fordern: Mehr Michaela Noll für die Politik! Mehr Seele baumeln in Mettmann und überhaupt! jung | grün | stachelig erklärt sich hiermit offiziell zum ersten Michaela-Noll-Fanblog!