Archiv für Februar 2006
Die GRÜNE JUGEND hat sich gegen ein Verbot des Kinofilmes “Tal der Wölfe” ausgesprochen. Wir freuen uns auf Deine Meinung zum Thema, benutze dafür die Kommentar-Funktion hier im Blog!
Zum Text Monogamie ist keine Lösung hat uns ein Leserbrief erreicht. Was meinst Du zum Thema? Trage Deine Meinung unten in den Kommentaren ein!
Hallo,
mein Kommentar als in Euren Augen super-hyper-ewig-gestriger
bekennender Christ zu Eurem Artikel “Monogamie ist keine Lösung!”:
Warum wurmt Euch die Existenz der Institution Ehe so sehr, daß Ihr nun
sogar denen, die eine Ehe führen wollen, dies nun verbieten wollt? Das
klingt sehr nach einem neuerlichen Elaborat der “neuen Toleranz” (zum
Begriff “neue Toleranz” siehe auch
http://www.narjesus.de/zgg/neue_toleranz.html). Wollen nun ernsthaft
diejenigen, die – warum auch immer – leider nicht zur Führung einer
monogamen Beziehung willens oder in der Lage sind, dadurch ihrem
Frust entgehen, daß sie monogame Beziehungen verbannen, verbieten oder
“gesellschaftlich unsichtbar” machen wollen? Wer nicht monogam leben
kann oder will, für die/den ist die Ehe schlicht und ergreifend nicht
gedacht – sie/er kann aber doch nicht diejenigen, denen das Führen
einer Ehe gelingt und dadurch evtl. den Spiegel vorgehalten bekommt,
für die eigenen Unfähigkeiten verantwortlich machen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Für den 10. Juni 2006 plant der NPD-Kreisverband Jena zum zweiten Mal ein “Fest der Völker�. Das Ziel des Festes wird schon mit dem Motto “für ein Europa der Vaterländer� klar, es geht darum, die europäische Rechte mit einem Festival zu einen und damit die “Europäische Nationale Front� zu stärken. Veranstaltungsort ist der Seidelparkplatz in Jena ab 12.00 Uhr. So wird es zumindest auf der offiziellen Website der Veranstalter angekündigt.
Das “Nazihappening� hat seinen Namen vom gleichnamigen NS-Propagandafilm von Leni Riefenstahl Film zur Olympiade 1936.
Laut bnr sind zum momentanen Stand der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt und Mario Machado, Sprecher der Freien Nationalisten in Portugal, als Redner eingeladen.
Für die hetzerische Musik sorgen “Before the War� (Skandinavien), “Verszerzödes� (Ungarn) und “English Rose� (England).
Das Fest der Völker ist jedoch nicht das einzige rechtsextreme Happening in der Szene. Die Naziszene in Thüringen etablierte bereits mit “Thüringentag der nationalen Jugend� (seit 2002) und “Rock gegen Krieg�/�Rock für Deutschland� (seit 2003) zwei Szeneveranstaltungen.
Wenn ihr von Gegendemonstrationen wisst, dann postet das bitte.
“Wölfe im Schafspelz� heißt die neue Schulkampagne der Bundesinnenminister gegen Rechtsextremismus bei Jugendlichen. Endlich hat auch Beckstein und weitere Innenminister erkannt, das Rechtsextremismus eine ernstzunehmende Gefahr ist und vor allem bei Jugendlichen ein großer Aufklärungsbedarf besteht.

Ähnlich wie bei der “Bildungsoffensive gegen Rechts� der GRÜNEN JUGEND, möchten nun auch die Innenminister gemeinsam der Länder gemeinsam mit der Polizei das Thema aufgreifen und verschicken Medienpakete an Schulen.
In dem Paket sind zwei DVD´s enthalten. Zum einen von den den RegisseurInnen Heike Schober und René Zeuner gedrehten Film “Platzangstâ€? (für SchülerInnen ab der 7. Klasse). Zum anderen die Dokumentation “Rechtsextremismus heute – zwischen Agitation und Gewaltâ€? von Dr. Rainer Fromm (Für LehrerInnen und SchülerInnen ab der 9. Klasse).
Weiter soll im Frühjahr ein Kreativwettbewerb an Schulen starten, bei dem Jugendliche einen Film drehen sollen, um damit auch die Medienkompetenz zu steigern.
Mehr dazu:
> Dazu eine Pressemitteilung der Polizei
> Spiegelonline: “Innenminister sagen Neonazis den Kampf an�
> Unterstützt durch die Kampagne: “SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen�
Lange hat es gedauert, bis die Dresdner Bank am vergangenen Freitag (nach langem öffentlichem Druck) ihre Geschichte im Dritten Reich präsentierte.
Der Historiker Klaus-Dieter Henke u.a. haben auf 2400 Seiten die Rolle der Bank in der NS-Zeit erforscht und dafür 12 Kilometer Akten im Hausarchiv aufgearbeitet.
Das Ergebnis zeigt die Dresdner Bank in einer wichtigen Rolle für das Naziregime. So warben sie für sich selbst als “SS Bank�. Die amerikanische Militärregierung veröffentlichte bereits 1946 “kein anders führendes Kreditinstitut identifizierte sich so vollständig mit den Zielen der NSDAP, der Naziregierung und der SS�.
Für die Dresdner Bank gehörten Kontakte zu Partei und Hermann Göring zu betriebswirtschaftlichen Zielen. Nur so profitierte die Bank vom Vernichtungskrieg. Nicht zuletzt war sie wichtigste Kreditgeberin für die SS, war an der “Arisierung� jüdischer Vermögen und der “Germanisierung� annektierter Gebiete Profiteur. Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung ist geradezu von einer “Goldgräberstimmung� in der Bank die Rede.
Sehr makaber ist die Rolle in der Auszahlung von Betriebsrenten an deportierte Juden. Die Bank weigerte sich, diese weiter zuzahlen und verlangte von der Ghettoverwaltung in Lodz Bescheinigungen, das die RentenbezieherInnen noch am Leben waren. Bei Alten ging die Bank davon aus, sie würden den Winter ohnehin nicht überleben. Die Zahlungen wurden eingestellt.
Das jüdische Museum verzichtete darauf, dass die Präsentation in deren Räumen stattfindet. Verständlich, würde ich sagen!
Der Abschluss der Studie ist geradezu Lob für die Bank, die “in respektabler Weise den Weg auf die Höhe der in unserem Lande mittlerweile erreichten Erinnerungskultur gefunden� hat. Bei einer solch Menschenverachtenden Vergangenheit könnte die Dresdner Bank getrost auf solch ein Eigenlob verzichten.Wäre alles ja nicht nötig, hätte sie sich den Ruhm als “SS Bank� vor über 60 Jahren gespart.
WHAT WE CAN DO ist ein sehr gutes Portal von APABIZ (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin).
Auf WHAT WE CAN DO findest du Leitfäden für die Arbeit mit Medien und wie du mit Publikationen und Veranstaltungen professionell an die Öffentlichkeit treten kannst.
Die Site ist in Drei Kapitel unterteilt: Informieren, Handeln, Schützen und bietet vielseitige Informationen rund um das Engagement gegen Rechtsextremismus.
Jetzt musst DU nur noch aktiv werden!
