Archive for Februar, 2006

Feb
28

Tal der Wölfe verbieten?

Geschrieben von (Administrator) in Grüne Wiese am 28. Februar 2006

Die GRÜNE JUGEND hat sich gegen ein Verbot des Kinofilmes “Tal der Wölfe” ausgesprochen. Wir freuen uns auf Deine Meinung zum Thema, benutze dafür die Kommentar-Funktion hier im Blog!

Feb
24

Ist Monogamie die Lösung?

Geschrieben von (Administrator) in Grüne Wiese am 24. Februar 2006

Zum Text Monogamie ist keine Lösung hat uns ein Leserbrief erreicht. Was meinst Du zum Thema? Trage Deine Meinung unten in den Kommentaren ein!

Hallo,

mein Kommentar als in Euren Augen super-hyper-ewig-gestriger
bekennender Christ zu Eurem Artikel “Monogamie ist keine Lösung!”:
Warum wurmt Euch die Existenz der Institution Ehe so sehr, daß Ihr nun
sogar denen, die eine Ehe führen wollen, dies nun verbieten wollt? Das
klingt sehr nach einem neuerlichen Elaborat der “neuen Toleranz” (zum
Begriff “neue Toleranz” siehe auch
http://www.narjesus.de/zgg/neue_toleranz.html). Wollen nun ernsthaft
diejenigen, die – warum auch immer – leider nicht zur Führung einer
monogamen Beziehung willens oder in der Lage sind, dadurch ihrem
Frust entgehen, daß sie monogame Beziehungen verbannen, verbieten oder
“gesellschaftlich unsichtbar” machen wollen? Wer nicht monogam leben
kann oder will, für die/den ist die Ehe schlicht und ergreifend nicht
gedacht – sie/er kann aber doch nicht diejenigen, denen das Führen
einer Ehe gelingt und dadurch evtl. den Spiegel vorgehalten bekommt,
für die eigenen Unfähigkeiten verantwortlich machen. Read the rest of this entry »

Feb
23

Nazis planen 2. “Fest der Völker”

Geschrieben von (Sebastian Brux) in Grüne Wiese, Rechtsextremismus am 23. Februar 2006

Für den 10. Juni 2006 plant der NPD-Kreisverband Jena zum zweiten Mal ein “Fest der Völker�. Das Ziel des Festes wird schon mit dem Motto “für ein Europa der Vaterländer� klar, es geht darum, die europäische Rechte mit einem Festival zu einen und damit die “Europäische Nationale Front� zu stärken. Veranstaltungsort ist der Seidelparkplatz in Jena ab 12.00 Uhr. So wird es zumindest auf der offiziellen Website der Veranstalter angekündigt.

Das “Nazihappening� hat seinen Namen vom gleichnamigen NS-Propagandafilm von Leni Riefenstahl Film zur Olympiade 1936.

Laut bnr sind zum momentanen Stand der NPD-Bundesvorsitzende Udo Voigt und Mario Machado, Sprecher der Freien Nationalisten in Portugal, als Redner eingeladen.
Für die hetzerische Musik sorgen “Before the War� (Skandinavien), “Verszerzödes� (Ungarn) und “English Rose� (England).

Das Fest der Völker ist jedoch nicht das einzige rechtsextreme Happening in der Szene. Die Naziszene in Thüringen etablierte bereits mit “Thüringentag der nationalen Jugend� (seit 2002) und “Rock gegen Krieg�/�Rock für Deutschland� (seit 2003) zwei Szeneveranstaltungen.

Wenn ihr von Gegendemonstrationen wisst, dann postet das bitte.

Feb
20

Wölfe im Schafspelz

Geschrieben von (Sebastian Brux) in Grüne Wiese, Rechtsextremismus am 20. Februar 2006

“Wölfe im Schafspelz� heißt die neue Schulkampagne der Bundesinnenminister gegen Rechtsextremismus bei Jugendlichen. Endlich hat auch Beckstein und weitere Innenminister erkannt, das Rechtsextremismus eine ernstzunehmende Gefahr ist und vor allem bei Jugendlichen ein großer Aufklärungsbedarf besteht.

Wölfe im Schafspelz

Ähnlich wie bei der “Bildungsoffensive gegen Rechts� der GRÜNEN JUGEND, möchten nun auch die Innenminister gemeinsam der Länder gemeinsam mit der Polizei das Thema aufgreifen und verschicken Medienpakete an Schulen.
In dem Paket sind zwei DVD´s enthalten. Zum einen von den den RegisseurInnen Heike Schober und René Zeuner gedrehten Film “Platzangstâ€? (für SchülerInnen ab der 7. Klasse). Zum anderen die Dokumentation “Rechtsextremismus heute – zwischen Agitation und Gewaltâ€? von Dr. Rainer Fromm (Für LehrerInnen und SchülerInnen ab der 9. Klasse).

Weiter soll im Frühjahr ein Kreativwettbewerb an Schulen starten, bei dem Jugendliche einen Film drehen sollen, um damit auch die Medienkompetenz zu steigern.

Mehr dazu:

> Dazu eine Pressemitteilung der Polizei

> Spiegelonline: “Innenminister sagen Neonazis den Kampf an�

> Unterstützt durch die Kampagne: “SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen�

Feb
19

Die “SS Bank” und ihre Vergangenheit

Geschrieben von (Sebastian Brux) in Grüne Wiese, Rechtsextremismus am 19. Februar 2006

Lange hat es gedauert, bis die Dresdner Bank am vergangenen Freitag (nach langem öffentlichem Druck) ihre Geschichte im Dritten Reich präsentierte.
Der Historiker Klaus-Dieter Henke u.a. haben auf 2400 Seiten die Rolle der Bank in der NS-Zeit erforscht und dafür 12 Kilometer Akten im Hausarchiv aufgearbeitet.

Das Ergebnis zeigt die Dresdner Bank in einer wichtigen Rolle für das Naziregime. So warben sie für sich selbst als “SS Bank�. Die amerikanische Militärregierung veröffentlichte bereits 1946 “kein anders führendes Kreditinstitut identifizierte sich so vollständig mit den Zielen der NSDAP, der Naziregierung und der SS�.

Für die Dresdner Bank gehörten Kontakte zu Partei und Hermann Göring zu betriebswirtschaftlichen Zielen. Nur so profitierte die Bank vom Vernichtungskrieg. Nicht zuletzt war sie wichtigste Kreditgeberin für die SS, war an der “Arisierung� jüdischer Vermögen und der “Germanisierung� annektierter Gebiete Profiteur. Im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung ist geradezu von einer “Goldgräberstimmung� in der Bank die Rede.

Sehr makaber ist die Rolle in der Auszahlung von Betriebsrenten an deportierte Juden. Die Bank weigerte sich, diese weiter zuzahlen und verlangte von der Ghettoverwaltung in Lodz Bescheinigungen, das die RentenbezieherInnen noch am Leben waren. Bei Alten ging die Bank davon aus, sie würden den Winter ohnehin nicht überleben. Die Zahlungen wurden eingestellt.

Das jüdische Museum verzichtete darauf, dass die Präsentation in deren Räumen stattfindet. Verständlich, würde ich sagen!
Der Abschluss der Studie ist geradezu Lob für die Bank, die “in respektabler Weise den Weg auf die Höhe der in unserem Lande mittlerweile erreichten Erinnerungskultur gefunden� hat. Bei einer solch Menschenverachtenden Vergangenheit könnte die Dresdner Bank getrost auf solch ein Eigenlob verzichten.Wäre alles ja nicht nötig, hätte sie sich den Ruhm als “SS Bank� vor über 60 Jahren gespart.

Feb
18

WHAT WE CAN DO

Geschrieben von (Sebastian Brux) in Grüne Wiese, Rechtsextremismus am 18. Februar 2006

WHAT CAN WE DOWHAT WE CAN DO ist ein sehr gutes Portal von APABIZ (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin).

Auf WHAT WE CAN DO findest du Leitfäden für die Arbeit mit Medien und wie du mit Publikationen und Veranstaltungen professionell an die Öffentlichkeit treten kannst.

Die Site ist in Drei Kapitel unterteilt: Informieren, Handeln, Schützen und bietet vielseitige Informationen rund um das Engagement gegen Rechtsextremismus.

Jetzt musst DU nur noch aktiv werden!

Feb
09

Falsch gedacht

Geschrieben von (Administrator) in Grüne Wiese am 9. Februar 2006

Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern? Nicht ganz: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern, die Meldungen von vor zwei Wochen abdruckt. Vor gut zwei Wochen traf sich die Immobilienbranche zu ihrem Branchenkongress Cimmit in Frankfurt am Main. Noch am gleichen Nachmittag, es war der 24. Januar, vermeldete Reuters:

“Aus der aktuellen Immobilienkrise würde ich keine negative Prognose für die Bedeutung der Immobilien als Anlageklasse ableiten wollen”, sagte der Chefvolkswirt der Allianz-Gruppe, Michael Heise, auf dem einem Branchenkongress am Dienstag in Frankfurt.

Auch die Welt wollte ihren Lesern dies nicht vorenthalten. Und druckt die Meldung daher nach. In der Ausgabe von morgen. Darin heißt es dann:

“Aus der aktuellen Immobilienkrise würde ich keine negative Prognose für die Bedeutung der Immobilien als Anlageklasse ableiten wollen”, sagte der Chefvolkswirt der Allianz-Gruppe, Michael Heise, auf einem Branchenkongreß in Frankfurt/Main.

Der Vergleich zeigt: Die Welt hat die Zeitangabe herausgenommen. Klar, denn statt “am Dienstag” hätte es dann ja auch “vor zwei Wochen und drei Tagen” heißen müssen. Das war der Welt wohl peinlich. Da hat sie sie gedacht, dass sie wohl lieber ihre Leser bescheißt und so tut, als sei es eine aktuelle Meldung. Wird schon keiner merken, hat die Welt sich gedacht.

Feb
01

Wen man so trifft, wenn man in Europa rumschüsselt

Geschrieben von (JPA) in Grüne Wiese am 1. Februar 2006

Als ich gestern Abend mit Olli und Jenny bei den Österreichischen Gewerkschaften rumlungerte, um mir etwas von dem leckeren Nachtisch zu holen und nicht-österreichischen Wein zu trinken, fand ich überraschend einen neuen Freund belgischer Bierkultur.

Europas Präsident mit Bier