Archiv für August 2005
Wahlkampfbus Bayern:
I. Am Joschka sei Freunde
Morgens gegen 11 stehen wir auf.
Bei den Grünen hier gibt es genügend Platz, es war ein Fehler, Isomatten, Schlafsäcke und sogar ein Zelt mitzunehmen, richtig angestrengt haben sie sich, uns ein schönes Frühstück zu machen; verschiedene Müslis, Joghurt, Pfirsiche, Semmeln, Honig, viele Marmeladen und Erdnußbutter geben uns die nötige Energie für den kommenden Tag.
Eigentlich wollten wir um 11 losfahren, aber da sie Leute vom nächsten KV gesagt haben, wir sollen “ja nicht zu früh kommen�, ist es uns egal, daß wir gerade eine Stunde Verspätung haben.
Das Mittagessen fällt meistens ohnehin aus, da wir sobald wir ankommen mit der Pinguinaktion beginnen. Scheinbar haben alle bayerischen Kreisverbände den Pinguin gebucht. Sebi und Georg sind zu groß und die anderen beiden haben lange Haare, deshalb ist Karl fast durchgehen der Pinguin.
Die nächste Stadt ist nicht weit weg. Karl fährt. Georg wollte noch etwas sortieren, abschreiben und dann an einer gut sichtbaren Stelle im Bus aufhängen, damit wir immer alle den Überblick haben.
8 km vor dem Dorf fährt ein LKW nur 80, obwohl wir 100 fahren dürften. Der LKW deutet an, daß er sich überholen lassen will. Aber mit 80 braucht man für 8km 6 Minuten und mit 100 4,7 Minuten, daher rentiert sich das jetzt auch nichtmehr.
Das Dorf ist ganz klein. Uns erwarten Annalena und Florian. Annalena ist 17 und ihre Mutter war vor ein paar Jahren für die Grünen im bayerischen Landtag. Flo ist zwei Jahre älter und muß sich um die Hühner und Schafe kümmern, während seine Eltern nicht da sind. Die beiden halten den Grünen Kreisverband am Leben und kümmern sich fast alleine um den ganzen Wahlkampf.
II. Ansichten eines Pinguins
Vor einem Spielplatz, direkt neben dem Ständer für die Fahrräder bauen wir unseren Pavillon auf. Der Pinguin ist natürlich die größte Attraktion. “Das ist ein Rabe, der holt dich, wenn du nicht brav bistâ€?, erklärt eine alte Frau ihrer Enkelin. Das ist natürlich nicht richtig: Es ist ein Pinguin, der gegen das Abschmelzen der Polkappen protestiert: “Wo wohnen denn die Pinguine, am Nordpol oder am Südpol?â€? – “Im Schnee!â€? antwortet ein kleiner Junge.
“Wie schmeckt eigentlich Pinguin?â€?, fragt ein anderer. Diesen Beitrag weiterlesen »
Wahlkampfbus Nordtour:
Die Sonne senkt sich dem Horizont entgegen, der Himmel faerbt sich rosa und spiegelt im weiten, weiten Meer. Usedom … Der Strand ist wellig und weiss. In knalligen Farben leuchtet die Strandkorbherde. Unser freier Tag neigt sich dem Ende zu. Wir machen uns auf, gen Rostock, neuen Abenteuern entgegen.
Danny der Vito, unser Tourbus, traegt uns gemaechlich in die Zivilisation zurueck. Es ist dunkel, spaeter Abend.
Wir denken nach ueber die Zukunft unseres Planeten, der vielen Baeume, der Schmetterlinge und Blumen. Stille. Was wird geschehen, wenn schwarz-gelb anhebt, unser Land zu verwuesten?
Dagegen wehren wir uns: Der Igel faehrt seine spitzen Stacheln aus und sticht tief ins Umwelt-Luegen-Fleisch schwarz-gelber PolitikerInnen! Umweltpolitik ist kein Luxus, sondern eine Ueberlebensfrage! Fuer eine starke, gruene Umweltpolitik werden wir heute – in Rostock – auf die Strasse gehen! Kein Fussbreit den neoliberalen Umweltfressern!
Stachlige Gruesse!
Die PsychonautInnen
P.S. Obacht: Stupsnasige Igel haben scharfe Stacheln!
Wahlkampfbus Niedersachsen:
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Heute spielten sich tragische Liebesgeschichten am Hochtourenstand in der Ostfriesenmetrople Emden ab. Der aus Filmen wie „Madagaskar“ oder „Wallace und Grommit“ bekannte Pinguin, heute gespielt vom Gaststar Miro Akkermann aus Aurich, begegnete völlig unerwartet auf seinem Rundgang durch die Fußgängerzone zwei überaus putzigen Artverwandten: Einem grünen OLB (Achtung, es folgt Werbung zum besseren Verständnis der letzten Abkürzung: Es handelt sich um eine Werbeaktion der Oldenburgischen Landesbank!)-Krokodilchen-Mädchen und einem gelben OLB-Bärchen-Mädchen namens „Unbekannt“. Nach mehreren Flirtversuchen und einigen gemeinsamen Fotos verschwanden die Tiere im Dickicht der Hafenstadt. Pinguin Akkermann ist völlig verwirrt: „Sie haben mir gesagt, dass sie später noch mal am Stand vorbeischauen würden wenn sie aus ihrem Kostüm raus sind. Wo sind sie nur?“:
Desweiteren war G.P.S. heute in der Lage, mehrere potenzielle Erstwählerinnen für die Grünen zu mobilisieren. Jan und Lars zählten zeitweise neun minderjährig aussehende Mädchen in der Nähe des Hochtourenstandes. G.P.S. Geheimrezept: „Ähh….“
Die am Abend im örtlichen Jugendclub stattfindende Filmvorführung „The Day After Tomorrow“ geriet leider aufgrund fehlender Pressemitteilung zu einem kleinem Flop, da sich nur recht wenige Jugendliche hierher verirrten.
Beim abendlichen Glas „Claudia Roth“-Weines in Thilo Hoppe’s Abgeordnetenbüros (mit Bar! Respekt! Und sowas in Aurich!!!) bleibt allerdings die Gewissheit, dass in der heute 4 Stunden dauernden Fußgängerzonenaktion viele Ostfriesen von den Vorzügen der grünen Partei und der grünen Jugend überzeugt werden konnten.
Das Fazit des heutigen Tages: Pinguin sucht Pinguinin zum gemeinsamen „Pinguinienen“! So wie heute kann es weitergehen!
Grüße an alle anderen Touren in ganz Deuschland !!! und Polen ??????
Wahlkampfbus Niedersachsen:
Der 2.Tag unserer großen „Tour de Niederschsé“ führte uns in die Metropole Harsefeld (für alle Geographieunkundigen und PISA-Versager: Dieser etwa 16 000 Einwohner zählende Flecken liegt im Landkreis Stade in der Nähe Hamburgs). Auf der etwa 3stündigen Fahrt gen Norden entschied sich die noch immer gut gestimmte Busmannschaft, dem immer bestens navigierendem Beifahrer (Zitat: „Wo sind wir jetzt eigentlich?“) den Spitznamen G. P. S. zu verleihen (in Anlehnung an die Initialen eines wohl bekannten GJ-NDS-Mitgliedes).
In der Metropole Harsefeld angekommen beschränkten wir uns neben der legalen Stürmung eines örtlichen Volleyballturnieres (Dort aufgegriffene Zitate:„Könnt ihr uns beim Zelt aufbauen helfen?“ und anschließend „Wie werde ich eigentlich Mitglied?“) heute zum Großteil auf die Verkehrsberuhigung der stark befahrenden Harsefelder Hauptstraße. Die leider fehlende Laufkundschaft konnten wir durch die große Zahl von vom Pinguin beeindruckten Autofahrer mehr als wettmachen.
Der Grünenstammtisch am Abend in einer örtlichen Gaststätte diskutierte in geselliger Runde noch die Bedeutung von Jugendparlamenten, der niedersächsischen Gemeindestruktur und dem von uns möglicherweise verursachten Mitgliederzuwachses des lokalen Ortsvereins um ca. 15%. Unser Busvorstandsmitglied Jan ist sich sicher: „Es hat sich heute absolut gelohnt, hierher zu kommen“. Wir danken der Grünen Jugend Stade, die uns heute tatkräftig unterstützt hat sowie Hartwig, Elke und Kai-Ulf für die liebe Gastfreundschaft. Wir sind uns der großen Ehre bewusst, heute den gesamten Wahlkampf des örtlichen Grünenvereins „gerockt“ zu haben.
Fazit des heutigen Tages: Klein aber fein. Auch Flecken sind attraktiv!
Wahlkampfbus Baden-Württemberg:
Heute Nacht sind wir mal zu richtig viel Schlaf gekommen: 9 Stunden!!! War aber auch nötig nach dem Schlafdefizit der letzten Tage (bzw. Nächte). Nach einem leckeren Frühstück sind wir (Lukas, Martin, Simon) in Richtung Neckargemünd aufgebrochen, wo wir Alisa und Christoph aufgegabelt haben. Eigentlich sollte auch Christos dort abgeholt werden, aber er war leider nicht da.
So verstärkt haben wir auf dem Parkplatz des Neckargemünder Freibads den ersten Infostand des Tages aufgebaut. Dann kam auch ein Anruf von Christos, dass er jetzt am Bahnhof steht. Also musste er zum Freibad laufen. Armer Christos…
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Nach mehreren Stunden in denen nicht allzu viel los war, haben wir zusammengepackt und sind erst mal zum Mittagessen… mal wieder bei einer Dönerbude. Dann sind wir zum nächsten Schwimmbad, diesmal nach Bammental. Leider war da auch nicht mehr los :o( Also zogen wir bald schon wieder ab zum nächsten Schwimmbad, nach Wiesloch. Dort haben wir Christos in das Pinguinkostüm gesteckt, wodurch wir viel mehr Aufmerksamkeit erregten. Außerdem erhielten wir dort Unterstützung durch einen weiteren Simon, der auch noch später bei der Bustour dabei sein wird.
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Nach einer Stunde Aufenthalt sind wir auf das Wieslocher Winzerfest, was aber mehr ein Rummel als ein Weinfest war. Unter anderem stand dort eines der größten Rießenräder in Deutschland (zumindest stand das am Riesenrad angeschrieben). Ebenfalls angeschrieben war der Stromverbrauch: 150 kW. Dies entspricht dem Stromverbrauch einer kleinen Wohnsiedlung. Auch auf dem Winzerfest hatte Christos das Pinguinkostum an, aber leider hatten wir kein Eis für ihn.
Nach insgesamt 7 Stunden auf Achse beendeten wir den Tag mit einem Abendessen in der schönen Innenstadt von Heidelberg. Am Bahnhof tauschten wir anschließend noch Christoph gegen Michael ein und bezogen unser Quartier ein weiteres mal bei Simon.
Alisa, Lukas
Wahlkampfbus Baden-Württemberg:
Heute morgen gab es noch früher Frühstück, nämlich schon um 8 Uhr.
Die Nacht hatten wir diesmal im Zelt verbracht, denn die Blockhütten waren leider schon an eine Feuerwehr-Gruppe vergeben. Es war ein großes 10er-Zelt, in dem wir zu viert massig Platz hatten. Das Zelt hatte auch einen Holzboden, so dass es sogar einigermassen bequem war. Leider war es nachts trotzdem bitterkalt, so dass mehrere Schichten Wäsche auch nur bedingt Abhilfe schaffen konnten.
Neben Frühstück ging es nur noch darum, aufzuräumen, alles zu packen und in den Wahlkampf zu starten.
Der RLP-Bus war bereits gestern Abend gefahren, weil sie heute schon ihren ersten Termin haben. Der Nord-Bus fuhr dann heute morgen als erster los. Wir anderen folgten später.
Da die Bayern ja zu Beginn den gleichen Weg hatten, fuhren wir den ersten Teil der Strecke hintereinander her.
Irgendwann hängten sie uns aber ab – da haben sie wohl beim Sprit-Spar-Training nicht so sehr aufgepasst *g*
Iris tat mal wieder was für die Frauenquote, indem sie schon wieder als einzige Frau einen der Busse fuhr.
Die Fahrt über hörten wir den GJ-Soundtrack (den wir zusammen mit dem Tourhandbuch bekommen hatten) – solange, bis er uns zu den Ohren heraushing und wir die Lieder auswendig konnten.
Gegen Mittag machten wir Bionade-Pause und FahrerInnen-Wechsel.
An der Tankstelle lösten wir gleich die ersten Tankgutscheine ein. Martin schaffte es doch tatsächlich auf 39,99 Euro, weil uns 1000mal eingebläut wurde, dass es auf die Gutscheine kein Wechselgeld gibt. Tja, er kam dann trotzdem mit 1 Cent zurück :-)
Mit Lukas als Fahrer ging es dann nach Heidelberg, wo wir zuerst noch Pizza futterten und anschließend Iris zum Bahnhof brachten. Da wir heute keine Infostände haben, sind wir dann gleich zu Simon gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir mit unserem Megaphon die Menschen am Straßenrand mit “Gebt das Hanf frei� vom GJ-Soundtrack beschallt ;-).
Bei Simon haben wir uns dann vor den Fernseher gegammelt und die Konkurrenz beobachtet: Live-Übertragung vom Parteitag der Linkspartei.PDS (gesprochen: Linkspartei-Punkt-PeDeEs). Zum Abendessen gab’s bei Simon nochmal Pizza; aber Pizza kann man ja immer essen…
Iris, Martin, Lukas
