Archiv für Juni 2005
Prima: Auch in Spanien gibt es nun gleiche Rechte für Schwule und Lesben. Gegen den jetzigen Beschluss des Parlamentes hatte es im Vorfeld Proteste von Konservativen und Katholiken gegeben. Das Gesetz geht sogar noch weiter als die von Rot-Grün eingeführte Homo-Ehe in Deutschland und gibt schwulen und lesbischen Paaren auch das Recht, Kinder zu adoptieren. Richtig so!
In Kanada hatte die erste Kammer des Parlamentes erst am Dienstag die Legalisierung der Homo- Ehe beschlossen; es steht dort allerdings noch das Votum des Senats aus.
(Via www.gay-industries.com)
Über die Leiden der jungen Bewerber hatte ich schon vor ein paar Wochen hier im Blog geschrieben. Am Samstag hat die sich die Grüne Jugend jetzt entschieden, die Ausbeutung von Praktikantinnen und Praktikanten zu einem der Schwerpunkte im Wahlkampf zu machen. Zwei Tage später verschickt www.simplifybusines.de (“Der persönliche Beratungsdienst für Chefs”) seinen neuesten Newsletter, der sich an Unternehmer richtet und deshalb auch “Chefletter” heißt:
Betreff: Praktikanten lohnen sich auch für Ihr Unternehmen
Datum: Mon, 27 Jun 2005 10:25:00 +0200
Von: chefletter [at] vnr-ag.deLiebe Leserin, lieber Leser,
in allen Unternehmen gibt es gelegentlich Projekte oder Aufgaben, für die Sie selbst als Unternehmer oder Ihre Mitarbeiter zu wenig Zeit haben. Andererseits lohnt es sich für Sie nicht, dann sofort einen neuen Mitarbeiter einzustellen.
Die Lösung: Sie stellen einen Praktikanten ein. Kandidaten gibt es genügend. Gerade Studenten haben ein großes Interesse an betrieblichen Praktika, da sie so nach Studienende leichter einen Arbeitsplatz finden. Die Vorteile für Ihr Unternehmen: Diesen Beitrag weiterlesen »
Vor ein paar Tagen hatte ich hier auf unfreiwillig komische Wahlwerbelieder der CDU hingewiesen. Jetzt muss ich bekennen: Die Grünen können da ganz gut mithalten. Im Bremer Landtagswahlkampf 2003 hatten sie in Anlehnung an Rio Reisers König von Deutschland eine Coverversion (mp3 mit 2,8 MB) herausgebracht:
Das Rathaus würd’ ich nur noch “Land des Lächelns” taufen
für die ob’re Halle eine Märklin kaufen
Versprechungen gäbe es bei mir keine,
denn Hennings Lügen haben die längsten Beine
Den Space Park würd’ ich zu ‘nem Ort für Kinder machen
statt Stumpfsinn gäb’ es hier ganz viel zu lachen
wir bauten unser eig’nes Raumschiff Enterprise
und pfiffen auf den ganzen EinkaufsscheißDas alles und noch viel mehr
würd’ ich machen
wenn ich Königin von Bremen wär’
Freude kommt auch auf bei Unser grünes Land (mp3 mit 4,7 MB) aus dem gleichen Wahlkampf. Die Wählerinnen und Wähler übrigens honorierten den Einsatz im Tonstudio, am 25. Mai 2003 setzten 12,8 Prozent ihr Kreuz bei den Bremer Grünen.

(Via www.angela-nein-danke.de)

Hallo vom Hanf-Hof!
So, heute muss ich mich beeilen mit meinem Bericht vom Hanf-Hof in der Uckermark, wo ich gerade ein Praktikum mache. Denn gleich ist es wieder Zeit für meinen mindestens allwöchentlichen Rundgang über die Hanffelder. Der Hanf ist zwar eine sehr eigenständige und anspruchslose Pflanze, die sehr gut in der Lage ist, allein zurecht zu kommen, andererseits sind der menschlichen Neugier bekanntermaßen aber auch keine Grenzen gesetzt…
Es ist außerdem auch für den Anbau in den nächsten Jahren nützlich, den Hanf genauer unter die Lupe zu nehmen. Das zeigt, wo und unter welchen Bedingungen die Pflanze gut wächst. Ich messe also auf sieben über die Felder verteilten Messpunkten die Höhe, den Durchmesser und überprüfe die Pflanzen auf Unkraut. Diese gesammelten Daten werden dann am Ende vergleichen und zeigen: Ist ein früher oder später Termin für die Aussat besser? Lehmiger oder sandiger Boden? Viel oder wenig Dünger? Ideal sind sehr hohe und dünne Pflanzen – die liefern für die Fasergewinnung den besten Ertrag und sind am leichtesten zu verarbeiten.
Gedanken muss ich mir über folgendes Problem machen: Diesen Beitrag weiterlesen »
Ab 1. November werden in Deutschland nur noch Pässe mit biometrischen Daten und RFID-Chip ausgegeben. Das heißt: Der Pass speichert verschlüsselt ein digitales Foto und dann ab 2007 auch den Fingerabdruck, die Daten können dank RFID per Funk über kurze Strecken (bis zu einem Meter) eingelesen werden. Jan Krissler rät im taz-Interview, den Pass vorsorglich in Alufolie einzuschlagen, damit niemand unberechtigt die Daten auslesen kann.
Die andere Möglichkeit: Wer seinen Pass verliert oder einfach nicht mehr wiederfindet (kann ja mal vorkommen), der bekommt noch einen Pass ohne biometrische Daten. Geld spart es auch noch: Der herkömmliche Pass kostet 26 Euro, der Datenpass dagegen 59 Euro.
(via netzpolitik.org)
