Verband

Liebe Igel_innen,

Stadt und Land gelten gemeinhin als Gegensätze, wobei sich die Klischeegrünen vorranging in letzterem bewegen. Tatsächlich wählen auffällig häufig StädterInnen unsere Mutterpartei. Auch und gerade wir Junggrünen verhalten uns klischeewidrig. In Anbetracht unserer sehr hohen StudentInnenquote findet sich unsere Klientel zu einem großen Teil in Städten. Daten über zukünftige Wohnortwünsche unserer Mitglieder gibt es leider keine, unsere nichtrepräsentative Redaktion favorisiert jedoch größtenteils das Leben in der Stadt. Genau das spiegelt sich auch in unserer Ausgabe wider – im Guten wie im Schlechten.

Sollten euch die Stadtlobhudeleien auf den Nerv gehen oder seid ihr der Meinung, das Land hätte noch nicht genug Dresche bekommen, könnt ihr gerne an spunk@gruene-jugend.de schreiben. Auch Anregungen, Wünsche und natürlich Lob sind gerne gesehen.

Unten findet ihr die Übersicht der Artikel, folgt einfach den Links – Viel Vergnügen dabei

wünscht die SPUNK Redaktion :-)

Foto: ml_df01

 

SPUNK 66, 2011/04 zum Thema STADT UND LAND

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Liebe Igel_innen,

gedruckt liegt die aktuelle Ausgabe des SPUNK No.65 zum Thema Sex mittlerweile in euren Wohnstuben und Zeitungsständern. Hiermit kommt nun auch die digitale Version zu ihren Ehren. Und zwar nicht wie bisher auf der Grüne Jugend Homepage, sondern auf dem Blog. Warum? Auf diese Weise ist es endlich möglich Artikel zu kommentieren und die Inhalte zu diskutieren. Wir hoffen, dass der SPUNK damit nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern Debatten anstößt!

Unten findet ihr die Übersicht der Artikel, folgt einfach den Links – Viel Vergnügen dabei

wünscht die SPUNK Redaktion :-)

Bienen

Foto: Meinhardt Branig

 

SPUNK 65, 2011/02 zum Thema SEX

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Liebe Gesine, liebe Emily,
lieber Bundesvorstand,

ich danke Euch für Euren Brief, doch bin ich mit Form und Inhalt keinesfalls einverstanden.

Euer Brief befasst sich fast ausschließlich mit zwei lediglich der Illustration meiner Thesen dienenden Beispielen. Mit den Thesen selbst wollt Ihr Euch offenbar nicht auseinandersetzen. Das fände ich interessanter. Widersprecht ihr meiner Auffassung, dass wir auch Menschen gewinnen können, die bislang CDU oder FDP gewählt haben? Ohne das zu beantworten, ist eine sinnvolle Diskussion gar nicht möglich. Ich meine, die Daten der jüngsten Wahlen sind so eindeutig, dass meine Hypothese eine hohe Plausibilität hat. Die Verdoppelung unserer Stimmergebnisse bei Wahlen in jüngster Zeit ist nur erklärbar, weil wir aus dem linken Lager ausgebrochen sind. Akzeptiert ihr das als Grundlage unserer Strategieentwicklung?

Wenn man das tut, stellen sich einige neue Fragen. Die schwierigste ist natürlich: Wenn uns nun Leute wählen, die bis vor kurzem Parteien mit einer Programmatik gewählt haben, zu der wir im Widerspruch stehen, Ihr sogar ganz besonders, hat das dann Auswirkungen auf unsere Programmarbeit? Müssen wir uns auch verändern, damit diese Menschen bei uns Grünen dauerhaft zu Hause sein können?

Ich schreibe in meinem Papier ausdrücklich, dass es legitim ist, nichts ändern zu wollen. Ich will nur darauf aufmerksam machen, dass wir wahrscheinlich viele neu gewonnene Stimmen wieder verlieren werden, wenn wir uns nicht auf die Neuwählerinnen und Neuwähler zubewegen. Sie erweitern das Spektrum der Erwartungen an uns. Eure Annahme, all die Neuwählerinnen und Neuwähler hätten zuerst unser Programm gelesen, dann gemerkt, dass sie damit in jedem Punkt übereinstimmen und schließlich grün gewählt, halte ich für wünschenswert, aber unrealistisch.

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Vom 05.Mai bis 08.Mai fand für den europäischen Dachverband der Grünen Jugend in Luxemburg das statt, was für uns der Bundeskongress ist. Natürlich sind die Verhältnisse in Europa anders, als bei der Grünen Jugend. Bei der einmal jährlich stattfindenden General Assembly (GA) können aus jeder Mitgliederorganisation (MO) zwei Delegierte und zwei Gäste nach Luxemburg kommen, um über viele wichtige Dinge abzustimmen.

Der Fokus lag dieses Jahr auf der neu verabschiedeten Satzung. Außerdem wurden ein neuer Vorstand sowie eine Selbstverständnisgruppe gewählt, die Working Groups (europäische Fachforen) neu erschaffen oder bestätigt und verschiedene inhaltliche Statements verabschiedet.

Vom 3. bis 5. Mai reiste der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND auf Einladung von grünen Europaabgeordneten nach Brüssel. Nach stundenlanger Zugfahrt erreichten wir die Stadt, die manche für die hässlichste Europas halten – und fanden sie gar nicht so schlimm. Irritierend, aber liebenswert ist, dass auf den U-Bahnhöfen rund um die Uhr Popmusik läuft.

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In den vergangenen Monaten hat immer wieder Diskussionen über das in Gelsenkirchen verabschiedete Selbstverständnis gegeben. Leider ist häufig extrem unsachlich und polemisch argumentiert worden. Für die LMV der Grünen Jugend Hessen liegt jetzt ein Antrag vor der mit den Worten endet “Mit dem Beschluss solcher politischer Forderungen im „Selbstverständnis“ hat sich der Bundesverband der Grünen Jugend programmatisch sehr weit von der Grünen Jugend Hessen entfernt. Die Grüne Jugend Hessen sieht keine Basis für die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen sich und dem Bundesverband der Grünen Jugend.” Gerade diese Formulierung stellt eine neue Dimension in der Auseinandersetzung dar. Ich habe mich mal hingesetzt und nachgeschlagen, ob die im Antrag angeführten Konflikte tatsächlich bestehen. Mein Fazit lautet: Nein!

Ich bin mir relativ sicher, dass dies auch die GJH so sehen wird und der Antrag auf der kommenden LMV keine Mehrheit bekommt. Dennoch habe ich eine Stellungnahme verfasst.

Im folgenden könnt ihr sie nachlesen.

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