Liebe GenossInnen!

Nachdem auf so ziemlich jeder Bundeskongressparty zu „Raven gegen Deutschland“ die Hüften geschwungen wurden, warten die

meisten nur auf den nächsten, ebenso essentiellen Song  jedes gelungenen Kongress-Samstags: „Arbeit nervt“ von Deichkind. Um zu beleuchten, dass Arbeit mehr Implikationen hat, als nur das Nervengerüst zu strapazieren, dafür hat sich die SPUNK-Redaktion und ihre GastautorInnen diesmal noch arbeitsamer als ohnehin ins Zeug gelegt.

Denn was Arbeit ist, ist ganz schön umstritten: So findet sich der Begriff Arbeit manchmal in Kontexten, wo er gar nicht so recht

hingehört. Ebenso kann vortrefflich darüber gestritten werden, ob es ein Recht auf Arbeit geben sollte und wo das überhaupt herkommt. Deswegen freuen wir uns umso mehr, dass sich neben Artikeln, die dem Recht auf Arbeit wenig abgewinnen können und beispielsweise für ein Bedingungsloses Grundeinkommen optieren, auch die stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Katharina

Oerder für einen SPUNK-Beitrag geschrieben hat, in dem sie erläutert, warum Erwerbsarbeit wichtig für die Teilhabe an Gesellschaft ist.

Apropos Jusos: Anders als die GRÜNE JUGEND hat die SPD-Jugendorganisation ihre Wurzeln in der ArbeiterInnenbewegung. Wieso diese ArbeiterInnenbewegung auch für uns interessant ist, könnt ihr nicht nur bei der Konkurrenz, sondern auch im SPUNK erfahren – z. B. in einem Artikel über die proletarische Frauenbewegung.

Überhaupt: In einer Gesellschaft, in der sich so viel um Arbeit kreist, gibt es vieles zu berichten. Dopen sich Menschen auf der Arbeit?

Warum werden Frauen eigentlich immer noch sehr viel schlechter bezahlt? Warum hingen StudentInnen in den 1970er Jahren in und vor Fabriken herum? Und genauso zentral: Was hat das eigentlich mit dieser Freizeit auf sich?

Da der Roboter, der euch den SPUNK vorliest, noch auf seine Entwicklung wartet, wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe!

Eure SPUNK-Redaktion: Berenike, Denise, Felix, Florian, Jan, Norma und Tobias

Bild: Kfar Masaryk Archive

Leitartikel – W= p*t?

Ausgebrannt, einfach ausgebrannt

Arbeit als Menschenrecht

Überall Arbeit!?

Azubi und bei der Grünen Jugend

Das dreckige Klo und die Work-Life-Balance

1 Million neue Jobs – der Wahlkampf von Bündnis 90/Die Grünen 2009

Bericht der StruKo

Sozial ist, was Arbeit schafft? Wie Arbeitslosigkeit politisch missbraucht wird

Rezension zu „Frühschicht“ von Jan Ole Arps

Gender Pay Gap

Arbeiterinnenbewegung

Arbeit im Job-Center

Arbeitgeber_in und Arbeitnehmer_in

Das bedingunglose Grundeinkommen

Vollbeschäftigungsdebatte

Das BGE in globaler Perspektive

Marx und Arbeit

Automatisierung und Robotik

Arbeit in Estland

Döner to go- Berufsaussichten von MigrantInnen

Kinderaufzucht = Arbeit?

Enhancement zwischen Alltag, Labor, Vision und Hype

Warum unser Arbeitsbild direkte Demokratie verhindert

Politik als Beruf

GYG Congress

Alltag in der Werkstatt für behinderte Menschen

Generation Praktikum

Arbeitsmigration

Vagabunden in der Weimarer Republik

Gastbeitrag der Jusos: Arbeit ist das halbe Leben

BuVo-Bericht

Wahlaufruf SPUNK Redaktion

Konsumverhalten und Arbeitsbedingungen

Impressum

 

Warum und wofür wir verantwortlich sind JedeR von uns konsumiert. Täglich. Wohnraum, Lebensmittel, Kleidung, Verkehrsmittel, Bildung, Drogen, facebook und noch manches mehr. Dieser Konsum ist nicht neutral. Wenn ich Vorlesung A belege, gebe ich der Unileitung damit (wenn auch schwach) das Signal diesen Kurs auch in Zukunft bzw. sogar verstärkt anzubieten. Wenn ich mich entschließe z.B. aufgrund der Menschenrechtsverstöße in Kolumbien keine Produkte der CocaColaCompany mehr zu kaufen, gebe ich dieser damit ein Feedback und zwar an der Stelle, wo sie am empfindlichsten ist - ihrer Geldbörse. Unser Einfluss ist auch nicht klein. Ganz im Gegenteil: Wenn mensch nur von 600€ pro Monat ausgeht (was ungefähr dem Bafög Satz entspricht) sowie von weiteren 300€ an direkt steuerbaren Leistungen, die einem unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden (Krankenversicherung, Bildung, etc.) so erhält mensch einen Gesamtbetrag von 10800€ oder 14200$. Das globale BIP pro Kopf liegt mit 11800$ deutlich darunter. Diesen Beitrag weiterlesen »
Spontan. Politisch. Und. Natürlich. Kritisch ist die Mitgliederzeitung der GRÜNEN JUGEND. Sie erscheint viermal im Jahr und wird von der SPUNK-Redaktion geplant, koordiniert und erstellt. Die letzten drei Ausgaben drehten sich beispielsweise um "Stadt & Land", "Gesundheit" und "Arbeit". Als RedakteurIn bist Du für die Themen- und Artikelauswahl zuständig und betreust darüber hinaus AutorInnen von außerhalb der Redaktion bei ihren eigenen Artikeln. Diesen Beitrag weiterlesen »
Was macht eigentlich die Bundesvorstandsarbeit? Lohnt es sich überhaupt, so viel Zeit zu investieren? Gut, auf weitere Wort- und andere Flachwitze verzichten wir lieber. Also, was ist passiert, was läuft derzeit und was steht an? Seit unserer Wahl im Oktober waren wir viel unterwegs. Neben den obligatorischen Besuchen auf Landesmitgliederversammlungen, dem Bundesausschuss und anderen Gremiensitzungen standen in den ersten Monaten vor Allem die Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen, die Castorblockade in Gorleben, unsere Aktionen mit attac zu "Banken in die Schranken", mit "Jugendliche ohne Grenzen" zur InnenministerInnenkonferenz in Wiesbaden und viele Einzelaktionen auf dem Plan. Größere Reaktionen hat unser Offener Brief an die Junge Union ausgelöst, in dem wir die im Kontext der Offenlegung der NSU-Verbrechen besonders zynische Gleichsetzung von Links und Rechts angegriffen haben. Diesen Beitrag weiterlesen »
eit 1948 gibt es in der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte das verbriefte „Recht auf Arbeit“. Aber gibt es auch eine „Pflicht zur Arbeit“? Ein besonderes Augenmerk legen wir Jusos auf die Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Diese zu verringern, halten wir für unsere Pflicht und für „soziale Gerechtigkeit“. Dafür ist Arbeit zentral! Sie definiert in unserer Gesellschaft nicht nur Geld für den Lebenserhalt und Status, sie ist auch die Grundlage zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Aus vielen Studien wissen wir: Arbeitslosigkeit macht krank. Menschen, die ihre Arbeit verlieren, leiden oft physisch wie psychisch unter der Situation. Diesen Beitrag weiterlesen »
Über Vagabunden in der Weimarer Republik Der Killesberg in Stuttgart an Pfingsten 1929. In diesen Tagen fand eine Zusammenkunft in der Stadt am Neckar statt, die so zuvor nicht dagewesen war und auch danach nicht wiederkehrte. Gut 500 Personen trafen sich zu einem ganz besonderem Kongress, einem Kongress von Vagabunden. Personen, die in der krisengeschüttelten Weimarer Republik auf der Straße lebten und zwischen den großen und kleinen Städten und Dörfern umherzogen, gab es nicht wenige. Insbesondere am Ende 19020er Jahre nahm die Arbeitslosigkeit, nach einer kurzen Erholung in den Jahren zuvor, wieder massiv zu. Da die konzipierten sozialen Sicherungssysteme versagten, blieb manchen gar nichts weiteres übrig, als sich auf eine ziellose Wanderschaft zu begeben. Diesen Beitrag weiterlesen »