Bildungschancen
Geschrieben von (K-SPUNK) in Diskussion, Grüne Wiese am 17. März 2010
In unserer Leistungsgesellschaft ist Bildung das zentrale Thema. An und für sich ist das auch durchaus positiv, beschäftigt man sich aber länger mit dem Thema stößt man schnell auf grundlegende Probleme:
Bildung ist der Zugang zum Arbeitsmarkt und dieser ist zuständig für die Einkommenschancen. Es geht aber nicht nur um Geld, sondern vor allem um die Integration im sozialen Geschehen.
Die Probleme beginnen früh:
Ein Kind mit Migrationshintergrund soll in die Schule kommen, beherrscht die Sprache aber noch nicht sehr gut, da seine Eltern die Kindergartengebühren nicht zahlen konnten. In der Schule gestaltet es sich sehr schwer für die Lehrer das Kind in der Verbesserung seiner Sprache zu unterstützen, da in der Klasse fast dreißig andere Schulkinder sitzen. Deutschland hat nämlich kein Geld um mehr Lehrer an den Schulen einzustellen. Also müssen Kinder die nicht mitkommen schon in der Grundschule sitzen bleiben. Das eminent wichtige Selbstvertrauen geht schon früh verloren. Möglicherweise kommt es in der neuen Klasse zur Ausgrenzung oder gar zu Mobbing. Sofort steht das Kind unter sehr hohem Druck.
Oft sind Bildungskarrieren also schon nach der Grundschule beendet und die Hauptschule steht bevor. Auch hier Lehrermangel. Das Kind kann weder von seinen Eltern noch durch deren Geld unterstützt werden. Das ist nämlich nicht vorhanden.
Und mit schlechtem Hauptschul- oder gar ganz ohne Abschluss, steht es um die Zukunft eigentlich schon schlecht. Der soziale Abstieg droht.
Aber selbst wenn das Gymnasium überstanden wurde, was unwahrscheinlich ist, da es von 201 Kindern aus Arbeiterfamilien mit Migrationshintergrund nur 21 aufs Gymnasium schaffen, ist die Hürde des Studiums noch lange nicht überwunden.
Bologna lässt keine Zeit zum Geldverdienen außerhalb des Studiums und die Verschuldung vor dem Beginn der Arbeit ist sicherlich kein schöner Gedanke.
Studenten aus Arbeiterfamilien sind eine Rarität. Es fehlt an Informationen, an finanzieller und ideeller Unterstützung.
Aber natürlich ist nicht alles negativ. Es gibt sehr gute Gedanken aus der Politik, wozu auch Bologna gehört, aber für die Reformierung wurde nicht genug Geld in die Hand genommen und die läuft nun mal nicht zum Nulltarif. Mal sehen, was der Bildungsstreik bewegen wird.
Mehr hierzu wird es in der Bildungsbroschüre, die wieder aufgenommen wird zu lesen geben
Ein Beitrag von Lisa Riedel (FaFo Bildung)














