BuKo
Es war das ein oder andere müde Gesicht zu sehen, als die Mitgliederversammlung um 10 Uhr heute morgen eröffnet wurde. Nach den Wahlen des Bundesschiedsgericht und der RechnungsprüferInnen hatten die Wahlen des neuen Bundesvorstands bis nach Mitternacht angedauert.
Für das Präsidium ging die Nacht dann noch weiter, denn nach Ende der Versammlung wurde bekannt, dass beim Auszählen der Stimmkarten um einen der offenen BuVo – Plätze ein Fehler unterlaufen war. Daraufhin wurde entschieden, diese Wahl am Sonntagmorgen noch einmal zu wiederholen.
Gegen 12:30 Uhr war es dann aber endlich soweit: Die GRÜNE JUGEND konnte einen neuen Bundesvorstand begrüßen! Namentlich besteht er aus Sina Doughan und Karl Baer als SprecherInnen, Jens Parker als Schatzmeister, Freia Then als politische Geschäftsführerin, sowie den BeisitzerInnen Dimitra Kostimpas, Timeela Manandhar, Linda Dertinger, Armin Bernsee, Felix Deist und Felix Banaszak. Dieser Bundesvorstand wird für ein Jahr im Amt bleiben, eine Beschreibung über die einzelnen Personen könnt ihr demnächst auf unserer Homepage finden. Zuerst einmal gratulieren wir aber Allen ganz herzlich zu der erfolgreichen Wahl in ihre Ämter!
Viele von euch haben vielleicht schon mal von unseren sexy internationalen Dachverbänden gehört. Die Federation of Young European Greens (FYEG) und die Global Young Greens (GYG) kämpfen europa- und weltweit für grüne Visionen. Auf diesem schönen Gelsenkirchener Buko hatten wir die große Ehre, ein paar ganz konrete Internationalis herumwuseln zu sehen. Wie der Buko aus londoner, spanischer und katalanischer Sicht aussieht, könnt ihr hier nachlesen:
Wie können wir die Visionen einer Weltbürger_innenschaft in internationale Institutionen zur Geltung bringen und ist das prinzipiell eigentlich wünschenswert? Passend zum Schwerpunkt dieses BuKos, beschäftigte sich der Workshop des FaFo Europa und Globales mit der Frage nach einer globalen Demokratie bzw. den Strukturen globaler Entscheidungsfindung, die derzeit kaum demokratischen Ansprüchen genügen und der Möglichkeit ihrer Reform. Als Referent geladen war Philipp von Egality, einem international agierenden Verein, der sich für die Demokratisierung solcher Entscheidungsabläufe einsetzt, die über Nationalstaaten oder Weltregionen hinaus gehen.
Es wird immer voller in Raum 202, ständig muss zurück gerutscht und der Stuhlkreis vergrößert werden, mit ein wenig Verspätung kann schließlich begonnen werden.
Zwölf verschiedene Workshops werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf diesem Bundeskongress in Gelsenkirchen angeboten, einen davon hat der Arbeitskreis „Sign“ zum Thema „Einführung in die Gebärdensprache, Gehörlosenkultur und Gebärdensprachpolitik“ organisiert. Lutz Pepping, gehörloser Student aus Hamburg und Aktiver im AK Sign, leitet die zweistündige Veranstaltung. Da das Publikum sowohl aus gehörlosen als auch aus hörenden Menschen bestand, wurde er dabei von zwei Dolmetscherinnen unterstützt.
Er beginnt mit einer Einführung darüber, was es für einen Menschen bedeutet, gehörlos zu sein, in medizinischer, aber auch in gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Anschließend erklärt Lutz den Teilnehmenden grob das System der Gebärdensprache; dass auch hier zwischen den verschiedenen Staaten unterschiedliche Sprachen existieren, überrascht dann doch Einige.
Faire Bedingungen in der globalisierten Wirtschaft – darum sollte es am Freitag Nachmittag bei der BuKo-Aktion zusammen mit der ansässigen Grünen Jugend in Gelsenkirchens Innenstadt gehen. Unsere Arbeitsbedingungen stellten sich dabei zumindest nicht als optimal heraus – bei Regen und Wind waren unsere Hauptvermittlungsmaterialien Kreide und fair-trade-Kaffee (es ist hinzuzufügen, dass es sich hierbei sogar um Schalke04-Kaffee handelte).
Da die ausgedruckte Weltkarte dort wie sie vergessen wurde sicher und im Trockenen lag, versuchten wir mäßig Talentierten aus unserer Froschperspektive heraus eine Weltkugel mit der Straßenmalkreide auf dem Platz anzudeuten. Ein wenig eierförmig und nach mehreren Anläufen schlängelte sich eine blaue Linie vor uns und der Stand mit Grüne Jugend Fahne, kostenlosem Kaffee und Flyern zum fairen Handel war aufgebaut. Mehr und mehr Igel_innen tröpfelten zusammen mit dem Niederschlag von oben aus dem Bahnhof. Unsere Maßstabs- und Vorstellungsprobleme wurden jedoch auch nicht weniger als es daran ging, die Kontinente einigermaßen getreu den realen Proportionen auf den Boden zu zeichnen – unsere Plattentektonik verlief jedenfalls nicht nach den schulüblichen Informationen…
