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	<title>_jung _grün _stachelig &#187; Auf Achse</title>
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	<description>Das Blog der GRÜNEN JUGEND</description>
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		<title>Bericht vom EGP Kongress in Paris</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 08:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karsten Ludwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Europa & Internationales]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich, Karin Willnauer, bin eine der beiden Delegierten für den EGP Congress, der momentan, vom 11. bis zum 13. November in Paris stattfindet. Während Sabine Hackbart euch mittels Videopodcasts informiert, möchte ich euch die kommenden Tage über das Geschehen hier in dem ehrwürdigen Maison de la Chemie in diesem Blog auf dem Laufenden halten. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich, Karin Willnauer, bin eine der beiden Delegierten für den EGP Congress, der momentan, vom 11. bis zum 13. November in Paris stattfindet. Während Sabine Hackbart euch mittels Videopodcasts informiert, möchte ich euch die kommenden Tage über das Geschehen hier in dem ehrwürdigen Maison de la Chemie in diesem Blog auf dem Laufenden halten.</p>
<p>Der erste Tag des EGP Kongresses ist schon vorbei. Ungefähr 700 Personen aus über 30 Ländern wurden am frühen Abend von Monica Frassoni, Vorsitzende der EGP, willkommen geheißen.</p>
<p>Doch schon vorher, ab 13 Uhr, wurde bereits inhaltlich gearbeitet. Während Sabine in der „Gender Group“ aktiv war, nahm ich an einer Veranstaltung zum Thema  „Roma and Traveller Inclusion in Europe“ teil. Dies war das Nachfolgetreffen eines Workshops in Budapest vor sechs Monaten. Anlass war dieses Mal die Präsentation einer brandneuen Publikation der European Green Foundation (GEF). Das 108 Seiten starke Buch versammelt 24 Aufsätze von grünen Experten über die Situation hauptsächlich von Roma in ganz Europa, eingeteilt in verschiedene Themenbereiche wie „Bildung“, „Kultur und Sprache“ oder „Rassismus“. Das Hauptanliegen der HerausgeberInnen war vor allem konkrete Beispiele von gelungenen Projekten aufzuzeigen, die inspirieren sollen selbst aktiv zu werden, sei es auf lokaler, staatlicher oder europäischer Ebene.<br />
Anschließend sprachen mehrere Gäste über die Situation der Roma in ihren Ländern und welche Antworten die Grünen darauf haben. Eine Zahl, die im Kopf nachklang, stammte aus einer Studie der UNHCR, die Barbara Lochbihler (MEP) zitierte: 60 % der Roma gelten als staatenlos, da ihre Kinder keine Geburtsurkunde besitzen oder sie sich als Erwachsene nicht haben registrieren lassen.<br />
Zum Ende schauten wir Ausschnitte aus dem neuen Dokumentarfilm „Women (Re)Present“ an, der die Geschichten dreier Frauen aus der Roma Minderheit in der Tschechischen Republik erzählt, die politisch sehr aktiv sind. Kontaktiert die GEF, wenn ihr diesen Film bestellt möchtet.<br />
Wenn ihr euch für das Buch interessiert, das aber bis jetzt nur auf Englisch vorliegt, könnt ihr es kostenlos downloaden unter www.gef.eu oder ihr schreibt einfach eine Mail an marina.barbalata@gef.eu .</p>
<p>Um 15 Uhr 30 traf sich die deutsche Delegation, insgesamt 70 Delegierte, und besprach unter der Moderation von Malte Spitz das Programm des Kongresses, sowie verschiedene Änderungsanträge, über die am Sonntag abgestimmt werden soll.</p>
<p>Abends konnten wir zwischen drei interessanten Podiumsdiskussionen auswählen. Ich entschied mich für die Veranstaltung zum „Arabischen Frühling“. Besonders bewegend war dabei das Zeugnis von Seve Aydin-Izouli zu aktuellen Vorkommnissen in Syrien. Die Rechtsanwältin gab einen Überblick, wie es mit den „arabischen Revolutionen“ anfing und rief alle Grünen dazu auf die syrische Oppositionsbewegung, die sich am 2. Oktober diesen Jahres formiert hat, anzuerkennen und zu unterstützen.</p>
<p>Der erste Tag des Kongresses endete weniger ernst mit einem Treffen bei Wein und Snacks in einem Restaurant um die Ecke, was noch einmal die Gelegenheit gab sich auch abseits der großen Podien kennenzulernen und auszutauschen. So bin ich sehr gespannt, was die restlichen beiden Tage mit sich bringen werden!</p>
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		<title>Gedanken vom Wachstumskongress: Arbeitszeitverkürzung</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 15:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Wardenga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesvorstand]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Soziales]]></category>

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		<description><![CDATA[Wider Erwarten pünktlich zum Kongresssamstag besuche ich einen Workshop, indem ich mich einer oft zu unrecht belächelten und viel zu wenig diskutierten Forderung widme: der Arbeitszeitverkürzung. Und damit das gleich klar ist, es geht dabei um die signifikante Reduktion der Wochenarbeitszeit, auf z. B. 30 Stunden pro Woche, bei vollem Lohnausgleich. Auch wenn der Workshop [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wider Erwarten pünktlich zum Kongresssamstag besuche ich einen Workshop, indem ich mich einer oft zu unrecht belächelten und viel zu wenig diskutierten Forderung widme: der Arbeitszeitverkürzung. Und damit das gleich klar ist, es geht dabei um die signifikante Reduktion der Wochenarbeitszeit, auf z. B. 30 Stunden pro Woche, bei vollem Lohnausgleich.<span id="more-2991"></span></p>
<p>Auch wenn der Workshop mit einem Input von Margareta Steinrücke zu den wünschenswerten Effekten einer solchen Verkürzung beginnt, möchte ich gleich zum zweiten Teil übergehen, der sich mit der Frage beschäftigt, warum eine solche Kürzung der Wochenarbeitszeit nicht nur ökonomisch sinnvoll, nein, sogar notwendig ist. Grund dafür ist, dass deren emanzipatorischen Auswirkungen, mehr Zeit für gesellschaftliches Engagement und „freie Entfaltung“ zu haben, in der Linken weitestgehend unumstritten sind.</p>
<p>Der Referent für den zweiten Teil ist Heinz-Joseph Bontrup, Ökonom und Sprecher der Memorandum-Gruppe, Mitautor des lesenswerten Manifests für Arbeitszeitverkürzung und Mitglied der Attac-AG „Arbeit Fair Teilen“.</p>
<p>Seinen Vortrag beginnt er mit einer historischen Abhandlung darüber, dass in den 62 Jahren BRD lediglich in 12 Jahren von Vollbeschäftigung, d. h. einer Arbeitslosenzahl von weniger als einer Million Menschen, die Rede sein konnte. Trotzdem wird die Forderung nach einer weiteren Verkürzung der Arbeitszeit seit etwa 40 Jahren kategorisch abgetan. </p>
<p>Dabei wäre eine Verkürzung der Arbeitszeit der naheliegendste Schritt, betrachtet man die technologischen wie demografischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Während es durch das demografische Wachstum immer mehr arbeitsfähige und -willige Menschen gab, war in den letzten 60 Jahren in jeder Dekade ein deutlich stärkeres Produktivitätswachstum als reales Wirtschaftswachstum zu verbuchen. Übersetzt heißt das: Jahr für Jahr konnte die Effizienz, das heißt das Produktionsvolumen pro Arbeitszeiteinheit, erhöht und damit Arbeit vernichtet werden. Und das in solch einem Ausmaß, dass das vorhandene Arbeitsvolumen in den letzten 20 Jahren um etwa 25% geschrumpft ist. Da wirkt es beinahe zynisch anzunehmen, Vollbeschäftigung sei ohne eine drastische Verkürzung der Wochenarbeitszeit noch möglich. </p>
<p>Klar ist: die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen, was durch die Verringerung der Arbeitslosigkeit auch die Sozialsysteme massiv entlasten würde, ist ein notwendiger Schritt hin zu einer für alle lebenswerten Gesellschaft. Daher wünsche ich mir, dass sich auch in der Grünen Jugend wieder mehr Menschen dafür einsetzen, Arbeit fair zu teilen, sodass sich nicht einen Tag länger viel zu viele Menschen 40 Stunden und mehr zugrunde schuften, während anderen keine Chance auf einen Arbeitsplatz bleibt.</p>
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		<title>Bericht über die FYEG General Assembly 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 17:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joel Wardenga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Europa & Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne Wiese]]></category>
		<category><![CDATA[Verband]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 05.Mai bis 08.Mai fand für den europäischen Dachverband der Grünen Jugend in Luxemburg das statt, was für uns der Bundeskongress ist. Natürlich sind die Verhältnisse in Europa anders, als bei der Grünen Jugend. Bei der einmal jährlich stattfindenden General Assembly (GA) können aus jeder Mitgliederorganisation (MO) zwei Delegierte und zwei Gäste nach Luxemburg kommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Vom  05.Mai bis 08.Mai fand für den europäischen Dachverband der Grünen  Jugend in Luxemburg das statt, was für uns der Bundeskongress ist.  Natürlich sind die Verhältnisse in Europa anders, als bei der Grünen  Jugend. Bei der einmal jährlich stattfindenden General Assembly (GA)  können aus jeder Mitgliederorganisation (MO) zwei Delegierte und zwei  Gäste nach Luxemburg kommen, um über viele wichtige Dinge abzustimmen.</div>
<p><div>Der  Fokus lag dieses Jahr auf der neu verabschiedeten Satzung. Außerdem  wurden ein neuer Vorstand sowie eine Selbstverständnisgruppe gewählt,  die Working Groups (europäische Fachforen) neu erschaffen oder bestätigt  und verschiedene inhaltliche Statements verabschiedet.</div>
<div><span id="more-2949"></span></div>
</p>
<p><div>Offiziell waren für die GJ dieses Jahr Sarah Benke und Sabine Hackbarth als Delegierte,  sowie Maximilian Jermies und Judith König als Gäste und Joel Wardenga  als internationaler Sekretär dabei. Nach kurzer formaler Einführung  wurde die GA für zwei Tage unterbrochen, um uns mit verschiedenen  Workshops, Vorträgen, Podiums- und Fishbowldiskussionen auf der <em>Social Europe Conference </em>weiterzubilden. Die Unterpunkte waren so vielfältig wie der Name der Konferenz: soziale Auswirkungen einer Energiewende, Zusammenarbeit mit sozialen Bewegungen oder Migration und Flucht.</div>
</p>
<p><div>Auf  der diesjährigen GA haben sich wieder mehrere junggrüne Verbände aus  verschiedenen europäischen Ländern um einen Beobachterstatus oder eine  volle Mitgliedschaft bei FYEG beworben. Die entscheidende Frage war  hierbei, wie FYEG mit der Bewerbung von der Green Movement Youth aus  Israel sowohl zur vollen Mitgliedschaft als auch zum Beobachterstatus  umgehen sollte. Kritisiert wurde vor allem, das nicht genügend  Informationen über die Positionierung der Green Movement Youth zum  regionalen Konflikt vorlagen. Einen Tag später zog die israelische GMY  ihre Bewerbung zurück, weil sie die Bedenken einiger Delegierter  verstehen konnte. Ihre Bewerbung als Beobachter wurde von der GA  abgelehnt. Abgelehnt wurden ebenfalls die Bewerbungen der Grünen Jugend  Kasachstan, Libanon und Rumänien, da hier ebenfalls zu wenig  Informationen vorlagen. Neues Mitglied von FYEG ist seit der GA Junge Grüne/Junge Alternative (Österreich), sowie Green Generation (Weißrussland) und Slovenian Youth Movement neue Kanidatenorganisationen sind.</div>
</p>
<p><div>Die Ergebnisse der Wahlen sowie die Ergebnisse der Strukturdebatte findet ihr hier:</div>
<div><a href="http://wiki.gruene-jugend.de/index.php/Ergebnisse_der_General_Assembly_von_FYEG_2011">http://wiki.gruene-jugend.de/index.php/Ergebnisse_der_General_Assembly_von_FYEG_2011</a></div>
<div>Aus der Grünen Jugend wurde Terry Reintke als Sprecherin von FYEG sowie Maximilian Jermies für die Redaktion des Ecosprinter, eine Art europäischen SPUNKs, gewählt.</div>
</p>
<p><div>Nach  so viel Strukturdebatte war es schön, sich mit politischen  Positionierungen zu beschäftigen. Die verschiedenen verabschiedeten  Papiere zur Green Economy, Anti-Atomkraft, ökologischer Landwirtschaft, Gewalt gegen Frauen, Direkter  Demokratie und einer parlamentarischen Generalversammlung der UN gibt  es hier (→ Link). Um für die Europawahlen 2014 fit zu sein, wurde eine  Kommission zur Bündelung der Positionen von FYEG eingesetzt.</div>
</p>
<p><div>Auch  2011/12 hat FYEG tolle Aktivitäten geplant, wie z.B. das Seminar  „Intersections of Oppression“ zur näheren Analyse und Überwindung  von  Herrschaftsstrukturen in Wien im September oder das legendäre  Wintercamp, diesmal in Zürich,  zum Thema „Digitale Rechte“. Bei allen Aktivitäten von FYEG  könnt und  sollt ihr euch einbringen! FYEG braucht nicht nur immer junggrüne  AktivistInnen, sondern bietet auch noch jede Menge Spaß und  interkulturellen Austausch mit Leuten vom Atlantik bis zum Kaukasus.  Infos bekommt ihr zeitnah von der Internationalen Koordination oder auf  <a href="http://www.fyeg.org">www.fyeg.org</a> .  Wenn ihr noch Fragen zu bestimmten Anträgen oder Wahlen habt, könnt ihr  euch gerne bei der internationalen Koordination melden  (internationales@gruene-jugend.de).</div>
</p>
<p><div>Von Maximilian Jermies.</div></p>
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		<title>Moskau-Eine Reise</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 09:08:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>

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		<description><![CDATA[Moskau? Was weiß ich denn von dieser Stadt? Es ist der 31. 12.2010, ich sitze in Rotterdam in einem Seminarraum und höre mir einen Vortrag über eine Gruppenreise nach Moskau an. Was sind die Bilder in meinem Kopf, als ich an Moskau denke? Sie sind die eines autoritären Staates, in dem die Korruption grassiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moskau? Was weiß ich denn von dieser Stadt?</p>
<p>Es ist der 31. 12.2010, ich sitze in Rotterdam in einem Seminarraum und höre mir einen Vortrag über eine Gruppenreise nach Moskau an.</p>
<p>Was sind die Bilder in meinem Kopf, als ich an Moskau denke? Sie sind die eines autoritären Staates, in dem die Korruption grassiert und nur wenige sehr reich werden, ich denke an die Bilder, die ich in alten Filmen über die Hauptstadt der Sowjetunion gesehen habe und an Zahlen aus dem Erdkundebuch, wonach Moskau 11 Millionen Einwohner hätte.</p>
<p>Cut, 20. 4. 2011, ein paar Monate, in denen ich einigen Aufwand betrieben habe, um ein russisches Visum zu bekommen, liegen hinter mir. Ich bin am Flughafen Düsseldorf, habe mein Gepäck eingecheckt und gehe durch die Sicherheitskontrollen. Auf einmal werde ich von mehreren lachenden Stimmen begrüßt und mehrere Mädchen, die ich von diversen anderen Treffen kenne stehen plötzlich vor mir. Zusammen gehen wir durch die Passkontrollen, gehen zum Gate und besteigen das Flugzeug nach Moskau, zu dem Flughafen, an dem es vor einigen Monaten einen Bombenanschlag gab.</p>
<p>Unser Empfang in Moskau fällt herzlich aus, Jugendliche nehmen uns am Ausgang des Flughafens in Empfang und sofort sind die Sorgen vergessen, die ich einige Minuten vorher noch hatte, als ich die Grenzkontrollen passierte und mit Sorge sah, wie die Grenzerinnen mit ihren Blicken fast schon töteten.</p>
<p>Als größere Gruppe fahren wir in die Stadt und ich bekomme eine Impression davon, wieviele Menschen hier zu leben scheinen, die Metro ist wirklich voll von Menschen. Gerade in der Metro fällt einem dann wirklich auf, dass man in einer Stadt ist, die nie zu schlafen scheint, und in der immer Menschen unterwegs sind.</p>
<p>Meine Bilder im Kopf müssen sich während des Aufenthaltes einer wirklich harten Bewährungsprobe unterziehen, so das Bild, dass alle uneingeschränkt die derzeitige Regierung unterstützten. Selten haben mir gegenüber Menschen so hart gesagt, dass sie die Regierung für unfähig erachteten. Zugleich kommt eine große Wertschätzung für Deutschland zum Ausdruck, die ich zwar als etwas haltlos sehe, die aber dazu führt, dass man, wann immer man sagt man käme aus Deutschland, zu hören bekommte, dass das, das beste Land Europas wäre.</p>
<p>Aber auch konservative Ansichten gehören zu dem, was ich zu sehen und zu hören bekomme, so die orthodoxe Kirche, die zwanghaft an ihrem Alleinvertretungsanspruch festzuhalten scheint, oder die sehr konservativen Familienbilder, die keiner richtig in Frage stellt.</p>
<p>Zusammenfassend war der Aufenthalt in Moskau sicher sehr interessant und hat mir viele sehr unterschiedliche Eindrücke beschehrt, die das vorgefertigte Bild eines Landes sehr in Frage stellen.</p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 7: Kibbuz und Frauenorganisation</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 22:43:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[In Haifa besuchten wir einen Kibbuz. Nachdem wir in den letzten Tagen so oft das Israelische Verhalten in Frage gestellt hatten, habe ich gehofft, endlich mal wieder einen „gemäßigten“, etwas objektiver denkenden, vielleicht sich dem linken Lager zuordnenden Israeli zu treffen. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Darüber hinaus hatten wir das Gefühl nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Haifa besuchten wir einen Kibbuz. Nachdem wir in den letzten Tagen so oft das Israelische Verhalten in Frage gestellt hatten, habe ich gehofft, endlich mal wieder einen „gemäßigten“, etwas objektiver denkenden, vielleicht sich dem linken Lager zuordnenden Israeli zu treffen. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Darüber hinaus hatten wir das Gefühl nur noch ein Artefakt der Kibbuz-Bewegung zu besuchen.</p>
<p>Nachmittags stand dann ein Treffen mit den Frauenorganisationen Isha L`Isha und Kayan an. Zwei der Frauen, die in diesen Organisationen arbeiten, erzählten uns von ihrer interessanten und wichtigen Arbeit im Bereich der Frauenpolitik. Thematisches Hauptaugenmerk lag dabei auf häuslicher Gewalt, dem Frauenhandel und der Methode der künstlichen Befruchtung. Die zwei Frauen sahen einen großen Zusammenhang zwischen den gewaltigen Auseinandersetzung in Israel und der häuslichen Gewalt gegenüber Frauen. So mehren sich zum Beispiel die Fälle von häuslicher Gewalt während eines Krieges.</p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 6: Palästinensische Filmemacherinnen und die Not im Jordantal</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 22:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer Nacht in einem eindeutig zu günstigen Hotel. trafen wir uns am Donnerstag Morgen in Ramallah mit palästinensischen FilmemacherInnen, welche uns vier ihrer Kurzfilme vorführten. Anschließend hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen und uns über ihre Filme auszutauschen. Es war sehr interessant zu sehen, welche Themen sie aufgriffen und wie sie diese filmisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Nacht in einem eindeutig zu günstigen Hotel. trafen wir uns am Donnerstag Morgen in Ramallah mit palästinensischen FilmemacherInnen, welche uns vier ihrer Kurzfilme vorführten. Anschließend hatten wir die Möglichkeit Fragen zu stellen und uns über ihre Filme auszutauschen. Es war sehr interessant zu sehen, welche Themen sie aufgriffen und wie sie diese filmisch umsetzten. Beispielsweise behandelten ihre dokumentarischen Filme:</p>
<ol>
<li>die Einschränkungen, die jungen 	Palästinenserinnen auferlegt werden, wenn sie vor der Heirat Beziehungen führen wollen,</li>
<li>wie die Situation von behinderten Menschen in 	der Gesellschaft ist,</li>
<li>wie palästinensische Jugendliche 	mit ihrer Zukunft umgehen, ob sie das Westjordanland verlassen 	wollen oder (ggf. mit weniger Optionen ihr Leben zu gestalten) bleiben sollten,</li>
<li>wie mit wirtschaftlichen 	Hindernissen umgegangen wird, welche durch die Konfliktsituation 	ausgelöst wurden.</li>
</ol>
<p>Am Nachmittag fuhren wir, nach gefühlt dem zehnten Falafel in drei Tagen, in das Jordantal und erlebten mit eigenen Augen welch schweren Stand die Bevölkerung in einem Gebiet, in dem nur 6% aller Bauvorhaben der palästinensischen Bevölkerung genehmigt werden hat. Dies führt dazu, das große Teile der Häuser illegal gebaut werden und die Bewohner damit jeden Tag der Gefahr ausgesetzt sind, dass ihre Häuser  von Bulldozern wieder zerstört werden können. Zusätzlich sind sie im Gegensatz zu den Siedlern stark benachteiligt, was z.B. die Wasserversorgung angeht, welche sie teuer bezahlen müssen, während die Siedler sie umsonst bekommen (von Schulbildung und Sicherheit ganz zu schweigen). Auch der Zugang zum Jordan, einem wichtigen Weideland für die Tiere der Beduinen und Palästinenser und vor allem wichtigste Wasserquelle, ist komplett blockiert. Auf dem Rückweg nach Jerusalem fuhren wir durch Jericho, den am längsten durchgängig bewohnten Ort auf der Erde. Von Jerusalem aus ging es noch am selben Abend nach Haifa.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC09034-2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2870" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC09034-2-300x210.jpg" alt="Schulbus im Jordantal" width="300" height="210" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>ISRAEL-Reise Tag 5: Hebron und Ramallah, Abrahams Grab und Fatah</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 22:30:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachten wir wieder im Paulus Haus in Jerusalem. Am Mittwoch morgen sind wir dann mit lokalen Palästinensisch-Arabischen Bussen von Jerusalem über Bethlehem nach Hebron gefahren. In Hebron liegt u.A. Abraham begraben, auf den sich das Judentum, der Islam und auch das Christentum als Ursprung beziehen. Aus diesem Grund sehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch verbrachten wir wieder im Paulus Haus in Jerusalem. Am Mittwoch morgen sind wir dann mit lokalen Palästinensisch-Arabischen Bussen von Jerusalem über Bethlehem nach Hebron gefahren. In Hebron liegt u.A. Abraham begraben, auf den sich das Judentum, der Islam und auch das Christentum als Ursprung beziehen. Aus diesem Grund sehen sich beide hier lebenden Seiten (Moslems, Juden) auch im Recht Zugang zum Grab zu haben und hier leben zu können. Die Schwierigkeit ist allerdings, dass Hebron eine palästinensische Stadt ist, zu der die Israelis seit dem Krieg 1967 Zugang haben. Mittlerweile gibt es eine Jüdische Siedlung mitten in der Innenstadt, zu der nur die Jüdische Bevölkerung und die letzten Arabischen Bewohner Zugang haben. Sie wird stark durch Israelische Soldaten bewacht und zieht sich an den Außenmauern als eine Festung durch die Stadt. Es ist teilweise so, dass jüdische Häuser genau an arabischen Marktstraßen liegen und ihre Abneigung gegen die Palästinenser mit Steinwürfen und Müll-Abladungen über den Marktstraßen kund taten. Daraufhin wurden diese Straßen mit horizontalen Gittern in ca. 4m Höhe so gesichert, dass Steine usw. nicht mehr auf die Straßen gelangen konnten.</p>
<p>Wir hatten hier eine Führung von einem ehemaligen protestantischen Priester, der zum Judentum konvertierte und nun in einer der Siedlungen lebt. Wir hatten eigentlich vor, mit einer Friedens-Verständnis NGO oder der internationalen Präsenz vor Ort eine Führung zu machen. Da dies jedoch nicht möglich war kamen wir über drei Ecken an diesen Sieder. Es stellt sich bei der Tour leider heraus, dass wir an einen jüdischen Fanatiker gekommen waren, der uns nun auf seine Art das Recht der Juden darlegte, hier in Hebron siedeln zu dürfen. Bei der Beschreibung dieser Begegnung fällt mir einfach kein anderes Wort als „krass“ ein. Ich war schockiert und konnte trotzdem nur noch lachen. Ich wusste, dass es solche Meinungen gibt, aber sie von einer Person live zu hören, war schon noch einmal eine ganz andere Erfahrung.</p>
<p>Am Nachmittag sind wir anschließend mit Palästinensischen Taxis von Hebron nach Ramallah gefahren.</p>
<p>In Ramallah angekommen hatte die Heinrich Böll Stiftung für uns ein Treffen mit dem ehemaligen Außenminister und Chefunterhändler der Fatah und anschließend mit der Jugendorganisation der Fatah organisiert. Vielen Dank auf diesem Wege noch mal an die Böll Stiftung.</p>
<p>Den Chefunterhändler Dr. Shaath erlebten wir als eine sehr charismatische Persönlichkeit. Ein Mann, der schien, als ob er beide Seiten verstehen würde. Ein Mann mit dem es vielleicht Frieden geben könnte. Er schilderte uns uns die diplomatischen Beziehungen und Prozesse der letzten 20 Jahre.</p>
<p>Kurz bevor das Treffen begann, hatten wir  vom Anschlag in Jerusalem gehört, welcher uns am Abend emotional noch sehr beschäftigte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>ISRAEL-Reise Tag 4: Zeitzeugen und Totes Meer</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 21:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Donnerstag. Die letzten zwei Tage habe ich nun schon nichts geschrieben. Deswegen, möchte ich dies im Kurzdurchgang nachholen. Mal schauen, wie viel ich noch erinnere, denn die Tage hier sind so intensiv und mit Programmpunkten vollgepackt, dass es schön ist, abends noch ein bisschen mit den Leuten in Ruhe zu verbringen und sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC08961.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2865" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC08961-300x225.jpg" alt="Mit Zeitzeugen in &quot;Beit Moses&quot;" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Es ist Donnerstag. Die letzten zwei Tage habe ich nun schon nichts geschrieben. Deswegen, möchte ich dies im Kurzdurchgang nachholen. Mal schauen, wie viel ich noch erinnere, denn die Tage hier sind so intensiv und mit Programmpunkten vollgepackt, dass es schön ist, abends noch ein bisschen mit den Leuten in Ruhe zu verbringen und sich um nichts Gedanken machen zu müssen.<a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC08978-2.jpg"><br />
</a></p>
<p>Am Dienstag sind wir nach der zweiten Nacht in Jerusalem am Morgen in die Seniorenresidenz „Beit Moses“ gefahren. Hier haben wir uns mit Zeitzeugen der Judenverfolgung in Deutschland getroffen. Viele sind während der Verfolgung oder danach nach Israel gekommen, haben hier mitgeholfen den Staat aufzubauen und haben teilweise ihre Kinder in einen der vielen Kriege geschickt. Es war interessant und spannend den geschichtlichen Ereignisse aus ihrer Sicht zu lauschen und so neue Eindrücke mit zu nehmen.</p>
<p>Am Nachmittag haben wir uns im Bus auf den Weg nach En Gedi am Toten Meer gemacht, haben dort eine schöne Wanderung durch einen schönen grünen Canyon unternommen und sind anschließen (so richtig schön touristisch) im Toten Meer baden gewesen. Einige waren sogar so „mutig“ sich mit einem am Toten Meer vorkommenden „heilenden“ Schlamm einzureiben. Mutig waren wir wohl nur, weil wir unseren Zimmernachbarn zumuteten unseren durch den Schlamm hervorgerufenen Schwefelgeruch zu ertragen ;-).</p>
<p><a href="../wp-upload/DSC08978-2.jpg"><img src="../wp-upload/DSC08978-2-225x300.jpg" alt="Fritz, Vera und Julius am Toten Meer" width="225" height="300" /></a></p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 3: Yad Vashem und Turi-Tour durch Jerusalem</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 22:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Diser Artikel wurde vorgestern geschrieben. Wir sind also nicht in Jerusalem, sondern mittlerweile in Rammallah. Ich liege im Bett und lauche den Sounds von Bossa&#8217;n Marley: Heute waren wir in Yad Vashem. Yad Vashem ist die zentrale Gedenkstätte des Staates Israel an die Shoah, also an die Judenverfolgung während des Nazi Regimes in Deutschland und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diser Artikel wurde vorgestern geschrieben. Wir sind also nicht in Jerusalem, sondern mittlerweile in Rammallah.</p>
<p>Ich liege im Bett und lauche den Sounds von Bossa&#8217;n Marley:<br />
Heute waren wir in Yad Vashem.<br />
Yad Vashem ist die zentrale Gedenkstätte des Staates Israel an die Shoah, also an die Judenverfolgung während des Nazi Regimes in Deutschland und Europa. Die Direkte Übersetzung bedeutet „Denkmal und Name“ und ist aus dem alten Testament entliehen. Das Ziel von Yad Vashem ist es also, an all die Millionen Menschen zu erinnern, die während der Verfolgung den Tod fanden. Die zentrale Gedenkstätte ist in einem Tunnel unter der Erde untergebracht hat, welche etwas unangebracht aber anschaulich beschrieben einer ca. 120m langen Toblerone-Schachtel ähnelt. Dieser Tunnel liegt jedoch nicht vollkommen unter der Erde, sondern oben scheint Sonne rein. Dies verdeutlicht, dass sich dieser Abschnitt der Geschichte des jüdischen Volkes in einem dunklen Ort abgespielt hat, jedoch die Welt davon wusste. Dies ist nur eine der Andeutungen welche die Architektur und Gestaltung macht. In dem gesamten Komplex gibt es viele mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Selbst nach mehr als 12 Stunden nachdem wir die Gedenkstätte verlassen haben, fällt es mir schwer das dort erlebte in Worte zu fassen. Die ganze Anlage hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Die Authentizität mit der dort das Schicksal der Juden dargestellt wurde riss mich emotional fast von den Füßen. Dabei war ich heute morgen noch aufgewacht mit dem Gefühl, dass ich nicht bereit und nicht eingestimmt war auf solch eine Begegnung mit der Geschichte. Die Ausstellung beginnt mit einer Darstellung von Juden vor der Verfolgung und endet mit der Gründung des Staates Israel im ehemaligen Protektorat der Briten in Palästina. Ich möchte gar nicht  mehr zur Ausstellung sagen, nur soviel, dass ich glaube, dass der Besuch für jede/n Israel-Besucher_In Pflicht sein sollte und die wohl beste Ausstellung war, die ich je in meinem Leben gesehen habe.</p>
<p>Ich habe Tränen vergossen. Die ganze Zeit mit dem einem Gedanken rotierend durch mein gefühltes zentrales Nervensystem: Wie konnte so etwas geschehen? Und aber auch mit der innerlichen Frage an meine Großeltern, wie sie so etwas unterstützen konnten oder sei es, dass sie der Krankheit des „Nicht-Wissen-Wollens“ anheim gefallen sind.</p>
<p>In der Befindlichkeitsrunde am Abend, nachdem wir eine schöne Tour durch die Jerusalemer Innenstadt gemacht haben, war das Thema Yad Vashem, natürlich immer noch ein großes Thema. Wir sprachen lange und eine Aussage eines uns begleitenden Israelis sagte etwas zu uns, was ich wahrscheinlich, wie so vieles hier nie wieder vergessen werde. Er sagt mir als Jude, dass er uns keine Vorwürfe für die damals begangenen Taten machen würde. Ich war mir vorher schon „bewusst“, dass ich diese Schuld nicht trage, aber dies noch einmal von einem Nachkommen (auch wenn es vielleicht kein direkter sein mag) der damals getöteten zu hören, war Entlastung und einfach gut zu hören.</p>
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		<title>Keine Beeinträchtigung für Reisegruppe der Grünen Jugend</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 17:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ramallah: Während des Anschlages in Jerusalem befand sich die Reisegruppe in Hebron. Wir erfuren von den Ereignissen durch die Medien. Die Fahrt wird wie geplant morgen in Ramallah im Jordantal weitergehen. Wir fühlen mit den Opfern und mit der Familie der Verstorbenen. &#160; &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ramallah:</p>
<p>Während des Anschlages in Jerusalem befand sich die Reisegruppe in Hebron. Wir erfuren von den Ereignissen durch die Medien. Die Fahrt wird wie geplant morgen in Ramallah im Jordantal weitergehen.</p>
<p>Wir fühlen mit den Opfern und mit der Familie der Verstorbenen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 2: Kriegsdienstverweigerer und Reise nach Jerusalem</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 00:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist 3 Uhr morgens. Ich habe gerade meine Hausarbeit endlich fertig bekommen. In unserem Zimmer im „Paulus Haus“ in Jerusalem sind wir aber erst zu dritt. Die anderen sind noch in der Stadt und feiern noch immer Purim. In Jerusalem wird es einen Tag später als in Tel Aviv gefeiert. Mal wieder ein Indiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist 3 Uhr morgens. Ich habe gerade meine Hausarbeit endlich fertig bekommen. In unserem Zimmer im „Paulus Haus“ in Jerusalem sind wir aber erst zu dritt. Die anderen sind noch in der Stadt und feiern noch immer Purim. In Jerusalem wird es einen Tag später als in Tel Aviv gefeiert. Mal wieder ein Indiz für die viel erzählte Story: Du gehst nach Israel mit 30 Fragen und du kommst nach Hause mit 300.</p>
<p>Von Tel Aviv nach Jerusalem ist es wie zwischen zwei Welten. In Tel Aviv haben wir geschätzt drei Orthodoxe gesehen. Seit dem ich in Jerusalem bin, sehe ich (gefühlt) nichts anderes mehr. Tel Aviv ist, wie gestern schon erzählt, meist durch westlich Architektur geprägt, Jerusalem hat eine wunderschöne alte Stadtmauer und alte Häuser. Langsam bekomme ich einer Ahnung, warum gesagt wird, das man in Haifa lebt, in Tel Aviv feiert und in Jerusalem betet.</p>
<p>Heute morgen sind wir in das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv gegangen und haben uns dort mit dem Ko-Vorsitztenden der neu gegründeten grünen Partei getroffen. Er hat uns dargelegt, was grüne Politik in Israel bedeutet oder bedeuten kann. Die Grundfesten sind sehr analog zu den Grundprinzipien der „Alt-Grünen“ in Deutschland, aber es klang auch ein bisschen durch, dass es in einem Land in welchem sich die politische Hauptstoßrichtung immer an der Außenpolitik ausrichtet , es durchaus schwierig ist / sein kann andere Themen prominent in der politischen Landschaft zu positionieren.</p>
<p>Anschließend hatten wir Besuch von Neta von Shministim. Shministim ist die Vereinigung der Kriegsdienstverweigerer in Israel. Sie erzählte uns ihre Geschichte in der sie durch die Befehlsverweigerung einige Male im Militärgefängnis gelandet ist, warum es so schwierig ist, nicht in der IDF (Israeli Defence Forces) zu dienen, welche Benachteiligungen und Beschimpfungen damit einhergehen und natürlich auch, warum sie persönlich dies getan hat. Darüber hinaus, dass sie Pazifistin ist, war sie als sie 15 Jahre alt war, zum ersten mal bei Protesten in der Westbank. Hierbei erlebte sie mit welcher Gewalt die IDF vorging, wie das Tränengas einem die Sinne verhüllt und wie das frische Blut auf der Straße roch. Ab diesem Tag wusste sie, dass da etwas schief läuft und entschied sich mit der Zeit immer mehr gegen einen Dienst an der Waffe.</p>
<p>Besonders interessant und ein bisschen emotional wurde das Gespräch, als sich zwischen Neta und einer mit uns reisenden Israelin eine Streitgespräch entwickelte, in dem zwei sehr gegensätzliche Ansichten aufeinander prallten und wir direkte Zeugen eines der großen Gräben werden konnten, die sich durch die israelische Gesellschaft ziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sup, das wars für heute.</p>
<p>Morgen haben wir einen der wahrscheinlich emotionalsten Höhepunkte auf dem Programm: Yad Vashem wartet auf uns.</p>
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		<title>In Tel Aviv da feiern sie&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 09:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katja Weiden</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein langer erster Tag ist nun vorbei, wir haben viele neue Eindrücke gesammelt, wenig geschlafen und viel gefeiert. Los gings für mich Freitagmittag in Hamburg mit 4 1/2 Stunden Zugfahrt nach Bonn, wo ich bei Eike B. für diedoch recht kurze Nacht untergekommen bin. Wir sind noch lecker in der Bonner Altstadt essen gegangen, haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/2351376842_106f94bcc7.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2837" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/2351376842_106f94bcc7-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Ein langer erster Tag ist nun vorbei, wir haben viele neue Eindrücke gesammelt, wenig geschlafen und viel gefeiert.</p>
<p>Los gings für mich Freitagmittag in Hamburg mit 4 1/2 Stunden Zugfahrt nach Bonn, wo ich bei Eike B. für diedoch recht kurze Nacht untergekommen bin. Wir sind noch lecker in der Bonner Altstadt essen gegangen, haben uns nich einen Cocktail gegönnt und dann gings auch wieder zurück, um zumindest noch ein paar Stunden zu schlafen.</p>
<p>Um 5 Uhr sind wir dann aufgestanden und Eike hat mich dann schön dekadent mit dem Auto zum Flughafen gefahren. Nach Check-In und Vorkontrollen, traf ich auch endlich auf die anderen, die ich nun endlich kennen lernen durfte. Leider konnte ich nicht beim Vorbereitungsseminar sein, da parallel in Dresden die Blockaden gegen den (Neo-)Nazi-Aufmarsch waren. Zurück zum Flughafen. Kurz miteinander gesprochen, einen Kaffee noch getrunken und dann gings schon rein ins Flugzeug und auf den 4-stündigen Flug nach Tel Aviv, Israel.</p>
<p>Gegen Mittag kamen wir dann an mit nur wenigen Behinderungen bei den Kontrollen. Mit dem Taxi gings dann zum Old Jaffa Hostel, wo wir die erste Nacht schlafen wollten.  Zuerst gings aber mit der Programmvorstellung los. Toll ist, dass uns drei Israelis und ein Papagei während unserer Reise begleiten werden. Anschließend starteten wir eine City Tour und schauten uns Old Jaffa, den Strand und einige weitere Orte an.  Schon recht geplättet und auch recht hungrig ging es dann zurück zum Hostel, wo wir ein wenig entspannten und lecker aßen.</p>
<p>Später starteten wir dann nur ein,zwei Straßen weiter zu einer riesigen Straßenparty. Momentan ist ist Israel Purim, das ein jüdisches Fest, ähnlich wie Karneval nur viel besser und netter (: . Mehr zum Purim: http://www.zentralratdjuden.de/de/article/239.html</p>
<p>Nicht nur in einer Straße, sondern in mehreren Straßen waren DJs auf der Straßen, alle Menschen waren mehr oder weniger fantasievoll verkleidet und wir waren mittendrin. Irgendwann sehr spät gings dann zurück zum Hostel, um noch ein paar Stunden zu schlafen. Morgens gab es dann das Zucker-Frühstück im Hostel. Super süße Schoki-Creme, Marmelade &#8220;wie Götterspeise&#8221; und dazu Weißbrot. Fix noch die Sachen gepackt und dann gings los. Nach fix das Auto von einem der Israelis angeshcoben, Handy gesucht und dann ab in den Bus und auf zur Heinrich-Böll-Stiftung. Und hier sitze ich nun und lausche einem spannenden Vortrag.</p>
<p>Katja &lt;3</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 1: Tel Aviv und Purim</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 23:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag 19. März, Tel Aviv / Yafo Der erste Tag ist vorbei. Wir sind in Tel Aviv angekommen und wurden mit T-Shirt Temperatur und Sonne empfangen. So wie es sein sollte. Erster Eindruck: Israel ist grün. Alles ist grün. Während in Deutschland langsam sich die ersten Krokusse durch die Erdkruste kämpfen, hat sich hier schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag 19. März, Tel Aviv / Yafo</p>
<p>Der erste Tag ist vorbei.</p>
<p>Wir sind in Tel Aviv angekommen und wurden mit T-Shirt Temperatur und Sonne empfangen. So wie es sein sollte.</p>
<p>Erster Eindruck: Israel ist grün. Alles ist grün. Während in Deutschland langsam sich die ersten Krokusse durch die Erdkruste kämpfen, hat sich hier schon die ganze Blütenkraft entfaltet.</p>
<p>Wir wohnen im „OLD Jaffa Hostel“ im historischen Stadtteil Yafo von Tel Aviv (Yafo hat übrigens ganz verschiedene Schriftarten, sei es Yaffo, Yafo, Jaffa usw&#8230;). Früher war dies die ursprüngliche Stadt bevor die jüdischen Siedler vor den Toren der Stadt ihre eigene, neue Stadt mit dem Namen Frühlingshügel (Tel Aviv) gründeten. Über die Zeit wuchs Tel Aviv überproportional und ist nun die größere der Beiden, mit Hochhäusern breiten Boulevards und sehr westlich gekleideten Bewohnern. Der Unterschied ist unverkennbar. Während in Yafo noch die alten architektonischen Strömungen und Bauweisen zu sehen und bewundern sind, kommt mir Tel Aviv eher wie eine Süd Italienische oder Spanische Stadt vor3. Auch die Bevölkerung ist (auf den ersten Blick) durchaus verschieden: Eher arabisch geprägt in Yafo, eher westlich in Tel Aviv.</p>
<p>Ein bewegender Augenblick erlebten wir heute Mittag, als wir auf der Dachterrasse saßen, das Programm der nächsten Tage besprachen und plötzlich die Muezzine ihren Gesang zum Aufruf zum Gebet begannen. Wir alle hatten vorher davon gehört und wussten sofort was es war, aber es war trotzdem bewegend. Ich erinnerte mich sofort an die vielen Geschichten, die ich als Junge von Karl May und Co. über das Morgenland gelesen hatte&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt ist es 23.00 Uhr und wir gehen raus um „Purim“ zu feiern, eine Arte Faschingsfest der Juden und wohl der einzige Tag an dem auch Ortodoxe Juden von der Thora aufgefordert werden, „to really get wasted“, wie einer der uns begleitenden Israelis erzählte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="../wp-upload/DSC08872.jpg"><img src="../wp-upload/DSC08872-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>ISRAEL-Reise Tag 0: Auf dem Weg ins &#8220;gelobte Land&#8221;</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/2818</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Mar 2011 20:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julius P. Wesche</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Israelaustausch]]></category>
		<category><![CDATA[GRÜNE JUGEND]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich erhebe mit diesem und den folgenden Texten keinen Anspruch auf Objektivität. Alles was ich schreibe, ist durch meine Prägung gefiltert. &#160; Es ist 5.18Uhr am 19. März 2011 Hanna, Gwenda, Ozan, Fritz und ich sitzen in der S13 vom Kölner Hauptbahnhof in Richtung Flughafen Köln/Bonn. In zwei Stunden werden wir in Richtung Israel abheben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich erhebe mit diesem und den folgenden Texten keinen Anspruch auf Objektivität. Alles was ich schreibe, ist durch meine Prägung gefiltert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist 5.18Uhr am 19. März 2011</p>
<p>Hanna, Gwenda, Ozan, Fritz und ich sitzen in der S13 vom Kölner Hauptbahnhof in Richtung Flughafen Köln/Bonn.</p>
<p>In zwei Stunden werden wir in Richtung Israel abheben. In ein Land in dem seit Jahrzehnten alle möglichen Abstufungen zwischen latentem Hass und quasi Krieg herrschten. In ein Land in dem der Ministerpräsident eines konservativen Regierungskabinett in der letzten Woche wieder einmal 500 neue Häuser im besetzten Gebiet des Westjordanland genehmigt hat. In ein Land indem dies kurze Zeit später durch einen Familienmord an einer israelische durch Palästinenser als weiteren Schritt im Teufelskreis der Gewalt beantwortet wurde (1).</p>
<p>Und trotzdem werden wir in ein Land fliegen, indem die Gastfreundschaft groß geschrieben wird und es immer mehr Friedensinitiativen gestartet werden.</p>
<p>Ich bin gespannt auf was wir stoßen werden und versuche meine Erwartungen möglichst gering zu halten, obwohl ich merke, dass das nicht so ganz funktioniert&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC08854.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2821" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/DSC08854-300x112.jpg" alt="Auf der Autobahn in Richtung Tel Aviv" width="300" height="112" /></a></p>
<p>1: (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,750935,00.html)</p>
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		<title>Gorleben ist überall</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/2704</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 15:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind ja alles sehr froh, daß BP keine Atomkraftwerke baut&#8230; Weil wir aber auch Vattenfall nicht vertrauen und selbst wenn wir denen vertrauen könnten blieben immernoch genug Argumente gegen Atomenergie: Waffenfähiges Uran, die ungelöste Endlagerfrage, die unflexible Stromerzeugung, die Machtkonzentration bei den Betreibern und die simple Tatsache, daß wir die Dinger nicht brauchen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Wir sind ja alles sehr froh, daß BP keine Atomkraftwerke baut&#8230;</p>
<p>Weil wir aber auch Vattenfall nicht vertrauen und selbst wenn wir denen vertrauen könnten blieben immernoch genug Argumente gegen Atomenergie: Waffenfähiges Uran, die ungelöste Endlagerfrage, die unflexible Stromerzeugung, die Machtkonzentration bei den Betreibern und die simple Tatsache, daß wir die Dinger nicht brauchen. Und weil das so ist, gehört &#8211; bis er unnötig wird, weil es das Zeug nicht mehr gibt &#8211; Anti-AKW-Aktivismus zu den Arbeitsfeldern der Grünen Jugend. So auch auf der Tramptour.</p>
<p>In Miesbach sind wir durch rege Beteiligung der Ortsgruppe und Verstärkung durch Swanjte und ein paar anderen zu elft. Mit zwei Fässern, Anzügen und von Franz eigens für die Aktion vorbereiteten, giftig grünen “Brennstäben” machen wir so ganzschön Eindruck. Und weil Miesbach an diesem Tag den jährlichen “kulinarischen Einkaufsabend” feiert, haben wir auch ausreichend Publikum.</p>
<p>Wir fragen die PassantInnen, ob sie nicht ein wenig Atommüll bei sich zu Hause lagern könnten. Viele MiesbacherInnen haben ja Häuser mit Gärten und Kellern und Garagen und da die deutschen Atomkraftwerke jedes Jahr 500 Tonnen neuen Atommüll produzieren und niemand weiß, wo der hin soll, bietet sich eine Verteilung auf  Privathaushalte als letzte Lösung an. Dabei gilt auch hier: Starke Schultern können mehr tragen als schwache. Doch niemand will das Zeug haben. Aber irgendwo muß es doch hin. Also machen sich ein paar von uns dann doch auf den Weg, im öffentlichen Raum nach mehr oder weniger geeigneten Orten.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="287" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PwAiXVq_Nxw?fs=1&amp;hl=en_GB" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="287" src="http://www.youtube.com/v/PwAiXVq_Nxw?fs=1&amp;hl=en_GB" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Im Gegensatz zu großen Endlagern in Salzstöcken wie in der Asse, bietet die Miesbacher Innenstadt große Vorteile: Durch die Verteilung der abgebrannten Brennstäbe in kleinen Einheiten fällt der Müll garnicht so auf und durch eine oberflächennache Lagerung ist garantiert, daß man das Zeug wieder rückholen kann, falls es doch auffällt.</p>
<p><object width="450" height="287"><embed src="http://www.youtube.com/v/icYneqIA_FU?fs=1&amp;hl=en_GB" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="450" height="287"></embed></object></p>
<p>Atommüll. Jetzt in Miesbacher Baumscheiben – vielleicht auch bald in deiner Stadt?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was es nicht alles gibt</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/2701</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 15:08:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=2701</guid>
		<description><![CDATA[﻿﻿ Beim trampen bekommt man ja viel mit, was es alle so gibt. Ein paar Anekdoten aus der Kategorie “Was es nicht alles gibt” bietet dieser Blogeintrag: Mit einem elektronischen Navigationssystem findet einE AutofahrerIn sicher zum Ziel. Die weite Verbreitung, die diese Dinger inzwischen haben, hat für TramperInnen negative Begleiterscheinungen. Viele AutofahrerInnen, die an Raststätten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>﻿﻿</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Beim  trampen bekommt man ja viel mit, was es alle so gibt. Ein paar Anekdoten aus der Kategorie “Was es nicht alles gibt” bietet dieser Blogeintrag:</p>
<ul>
<li>Mit einem 	elektronischen Navigationssystem findet einE AutofahrerIn sicher zum 	Ziel. Die weite Verbreitung, die diese Dinger inzwischen haben, hat 	für TramperInnen negative Begleiterscheinungen. Viele 	AutofahrerInnen, die an Raststätten gefragt werden, ob sie denn in 	die selbe Richtung fahren, müssen offen zugeben: “Ich weiß 	weder, wo ich gerade bin, noch in welche Richtung ich fahre.”, 	denn “Ich folge nur dem Navi.”</li>
</ul>
<ul>
<li>Wer beim surfen im 	Internet gerne Musik vom Micky Krause hört, dem kann man das 	Internetcafe “Speed” in Halle empfehlen. Für alle, die den 	Namen dieses Künstlers noch nie gehört haben, hier ein Link zu 	seinem Hit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Eo8DPWrk9jE">Jan Pillemann Otze Arsch</a>, vor dem die Tramptour 	in Halle aus dem Internetcafe geflohen ist.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die 	Wahrscheinlichkeit, daß AutofahrerInnen die Verkehrsregeln und 	jeden gesunden Menschenverstand mißachten, ist dann besonders hoch, 	wenn es sich dabei um einen Mann handelt und auf dem Beifahrersitz 	eine Frau sitzt. Zumindest sagt das die anekdotische Empirie von 	TramperInnen, die an ihrem Leben hängen und das Rasen, Rechts 	Überholen, eng Auffahren und Blockieren nicht mögen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Es gibt wohl Leute 	in Deutschland, die denken, daß nur AusländerInnen trampen und sie 	deshalb immer auf Englisch ansprechen. Wenn es sich nun bei FahrerIn 	und TramperIn um Leute handelt, die ganz gut Englisch sprechen, kann 	es viele Kilometer dauern, bis man feststellt, daß man die selbe 	Muttersprache hat.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wer Möbel 	transportiert, sollte Bremsen haben&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Und es gibt die 	ganz positiven Fälle: Leute in teuren Autos, in denen man sich auch 	bei 220km/h wohl fühlt, die gerne auch mal drei TramperInnen auf 	einmal mitnehmen und ihr Navi dazu nutzen, sie auch noch bis vor die 	Haustür zu fahren.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		<title>Flächenfraßaktion in Ingolstadt</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 15:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr 2010 ist das internationale Jahr der Biodiversität. Biodiversität, die Vielfalt der Arten, Gene und Lebensräume, ist nicht nur etwas schönes, sondern sie garantiert die Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen und damit ihre Stabilität und die Fähigkeit der Natur, sich an den Klimawandel anzupassen. Das Ziel der EU, bis 2010 den Verlust an Artenvielfalt in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Das Jahr 2010 ist das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=V1VYmpTikgw">internationale Jahr der Biodiversität</a>. Biodiversität, die Vielfalt der Arten, Gene und Lebensräume, ist nicht nur etwas schönes, sondern sie garantiert die Anpassungsfähigkeit von Ökosystemen und damit ihre Stabilität und die Fähigkeit der Natur, sich an den Klimawandel anzupassen. Das Ziel der EU, bis 2010 den Verlust an Artenvielfalt in der EU zu stoppen, ist grandios gescheitert, er geht ungebremst weiter.</p>
<p>Ein Grund für das Aussterben von Arten ist die Zerstörung von Lebensräumen. Täglich werden in der BRD 125ha natürlicher oder landwirtschaftlich genutzer Fläche in Verkehrs- und Siedlungsfläche umgewandelt. Pro Stunde sind das 5,2ha oder 52038m². Pro Minute 868m², also ein Quadrat mit einer Länge von 29,45m.</p>
<p>Wenn sich das ändern soll, muß endlich die unsinnige Verkehrs- und Baupolitik in Deutschland aufhören. Viele PolitikerInnen – und die CSU hat das zur Perfektion entwickelt – reagieren auf Probleme – und seien es nur die eigenen Umfragewerte – indem sie Geld in die Hand nehmen und sagen:<a href="http://www.peter-ramsauer.de/"> “Bau&#8217; ma was</a>!&#8221;. Das ist nicht nur niveaulos, es ist auch richtig teuer und zerstört wertvolle Lebensräume für Tiere, Pflanzen und nicht zuletzt die Menschen.</p>
<p>Diese Zerstörung brachte die Tramptour nach Ingolstadt. Am Paradeplatz wollten wir ein Quadrat von 29,4m x 29,4m absperren, um den Ingolstädtern und Ingolstädterinnen zu zeigen, wie kraß der Flächenfraß in Deutschland ist. Wie kraß das ist, fiel uns beim Ausmessen auf. Es gab einfach nicht genug Platz für ein Quadrat von 29,4m Seitenlänge. Gezwungenermaßen sperren wir also nur die Hälfte ab.</p>
<p>Der Ingolstädter Paradeplatz ist – abgesehen von seiner Größe – der ideale Ort für unsere Aktion. Noch vor 30 Jahren war er weitgehend offen. Ein paar Parkplätze und ein Weg zum <a href="http://www.bayerisches-armeemuseum.de/">bayerischen Armeemuseum</a> waren die einzigen versiegelten Flächen. Dazwischen war Wiese. Heute ist der Platz ganz gepflastert. Die Bäume durften stehenbleiben, doch gut geht es ihnen offensichtlich nicht. Das sieht man an den vielen blattlosen Ästen im Randgebiet der Krone.</p>
<p>Auch die Fläche, die alle 30 Sekunden in Deutschland versiegelt wird, ist noch ganzschön groß. Viele PassantInnen reagieren entsprechend schockiert. Hier ein Photo aufgenommen vom Balkon im vierten Stock des Gewerkschaftshauses am Paradeplatz:</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/FILE0057.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2696" title="DCIM100MEDIA" src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/FILE0057-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Es passiert aber auch noch etwas sehr komisches: Eine alte Frau, die auf den ersten Blick recht schockiert sind, fragen, als wir sie ansprechen, nicht nach dem Sinn unserer Aktion, sondern danach, ob wir eine Genehmigung dafür haben. Ja, wir haben eine Genehmigung. Benedikt im Büro der Ingolstädter Bundestagsabgeordneten <a href="http://www.agnes-krumwiede.de/">Agnes Krumwiede</a> hatte uns eine besorgt. Hochoffiziell ist das. Und als Karl versichert, daß wir eine Genehmigung haben, beruhigt sich die alte Frau sichtlich und geht weiter.</p>
<p>Daß das kein Einzelfall ist, sondern mehrmals passiert, wirft ein seltsames Bild auf die Ingolstädter SeniorInnen. Mit solchen Leuten läßt sich ein Staat machen – aber keine Demokratie.</p>
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		<title>Tramptour gegen Atomkraft</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 18:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, wagten wir uns aus dem Zelt am Rande des Kommz &#8211; Festivals bei Aschaffenburg, wo wir den letzten Nachmittag und Abend verbracht hatten. Wir essen je ein Schokocroissant am Aschaffenbuger Bahnhof, machen uns über die Stadt lustig, indem wir ein &#8220;r&#8221; einfugen und nach einem kurzen Intermezzo an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, wagten wir uns aus dem Zelt am Rande des <a href="http://www.kommz.de/">Kommz &#8211; Festivals</a> bei Aschaffenburg, <a href="http://www.gj-bayern.de/berichte/items/tramptour-zu-gast-in-aschaffenburg.html"> wo wir den letzten Nachmittag und Abend verbracht hatten.</a> Wir essen je ein Schokocroissant am Aschaffenbuger Bahnhof, machen uns über die Stadt lustig, indem wir ein &#8220;r&#8221; einfugen und nach einem kurzen Intermezzo an der Autobahnausfahrt Weibersbrunn kommen wir nach Würzburg. </p>
<p>In Würzburg suchen wir das Grüne Büro auf und treffen vier Mitglieder der <a href="http://gj-wuerzburg.de/">GJ Würzburg</a>. Es ist noch nicht spät und wir wollen unbedingt noch etwas politisches machen und so beschließen wir, spontan einen Umzug gegen Atomkraftwerke zu veranstalten. Dazu ist noch alles da: Die Anzüge der <a href="http://www.gj-bayern.de/">GJ Bayern</a> lagern hier und im Keller sind zwei gelbe Fässer mit Atomzeichen, Banner und Schilder. Doch während einige das Zeug aus dem Keller holen, entwickelt sich im Büro eine Diskussion um die wichtige Frage:<br />
<strong>Was ist eigentlich genau eine Spontandemo?</strong> </p>
<p>Braucht es einen spontanen Anlaß, oder reicht eine spontane Durchführung? Sind wir noch spontan &#8211; also rein rechtlich gesehen &#8211; wenn wir es vor der Demo schaffen, ein Faß aus dem Keller zu holen und auf einen Bollerwagen zu legen? Und fallen diese bemalten Maleranzüge unter das Vermummungs- oder gar das Uniformverbot?<br />
Fragen über Fragen, aber politisch aktive JurastudentInnen oder RechtsreferendarInnen sind gerade nicht zu erreichen. Also ruft Sina einfach mal bei der Polizei an und meldet eine Spontandemo an. Und es funktioniert: Wir treffen uns mit zwei Streifenwagen am Barbarrossaplatz. </p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/FILE0045.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/FILE0045-300x225.jpg" alt="" title="DCIM100MEDIA" width="425" height="344" class="alignnone size-medium wp-image-2648" /></a></p>
<p>Aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht. Ob unseres Aufzugs bezweifeln die Beamten kurz, daß wir &#8211; im rechtlichen Sinne &#8211; spontan sind. Wir können jedoch glaubhaft machen, daß uns das nicht viel Zeit gekostet hat. Die Flyer sind zum Teil von 2005 und auf der Rückseite der Schilder sieht man noch Plakate von der Kommunalwahl 2008. Frisch bemalt ist auch nichts. Das Zeug liegt immer im Büro rum oder im Keller vom Büro.</p>
<p>Trotzdem: Sie photographieren uns. Die letzte Entscheidung darüber, wie spontan wir nun waren, fällt dann nächste Woche das Ordnungsamt der Stadt Würzburg. Wir ziehen also los und die Würzburger reagieren sehr positiv auf uns. Immerhin liegt das AKW Grafenrheinfeld um die Ecke.</p>
<p><object width="425" height="344"><embed src="http://www.youtube.com/v/IJ7l58SEF68&amp;hl=en_GB&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		<title>Wehrpflicht Wegtreten!</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 19:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie & Antirassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen haben selbst in der Union viele eingesehen, daß die Wehrpflicht völlig unsinnig ist. Sie ist nicht nur ein großer Eingriff in das Leben von jungen Männern, der dem Staat Zugriff auf sie gibt um sie zu disziplinieren. Sie ist auch teuer, militärisch nutzlos und &#8211; da in den letzten Jahren nur 14-20% eines Jahrgangs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzwischen haben selbst in der Union viele eingesehen, daß die Wehrpflicht völlig unsinnig ist. Sie ist nicht nur ein großer Eingriff in das Leben von jungen Männern, der dem Staat Zugriff auf sie gibt um sie zu disziplinieren. Sie ist auch teuer, militärisch nutzlos und &#8211; da in den letzten Jahren nur 14-20% eines Jahrgangs tatsächlich einberufen wurden &#8211; zutiefst unfair.</p>
<p>Damit in der Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht, die Verteidigungsminister zu Guttenberg angestoßen hat, auch die linksliberalen Argumente nicht zu kurz kommen und um den Leuten zu zeigen, daß nicht nur eine Aussetzung, sondern eine Abschaffung dieses Zwangsinstruments Not tut, veranstaltete die Tramptour zusammen mit der <a href="http://gj-erfurt.blogspot.com">GJ Erfurt</a> und dem Landesvorsitzenden der thüringer Bündnisgrünen eine große Aktion unter dem Motto <strong>Wehrpflicht Wegtreten!</strong>. Dabei verteilten wir nicht nur Flyer mit <em>10 Gründen gegen die Wehrpflicht</em>, sondern waren mit einem großen, schönen Banner, einem professionellen Infostand und viel Musik zwei Stunden lang auf dem Fischmarkt sehr präsent.</p>
<p><a href="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Aktion.jpg"><img src="http://blog.gruene-jugend.de/wp-upload/Aktion-300x225.jpg" alt="Guppenphoto in Aktion am Erfurter Fischmarkt" title="Wehrpflicht Wegtreten" width="423" height="344" class="alignnone size-medium wp-image-2640" /></a></p>
<p>Und weil wir ja nicht nur gegen die Wehrpflicht sind, sondern Militarismus insgesamt ablehnen, Krieg scheiße finden und am liebsten nicht nur die Wehrpflicht, sondern die ganze Armee abschaffen würden, begleitet antimilitarische Satire die ganze Aktion. Wir haben einen alten NVA &#8211; Stahlhelm dabei, musizieren, singen und tragen das Gedicht Schtzngrmm von Ernst Jandl vor.<br />
Das ist auch bitter nötig, denn während die Abschaffung der Wehrpflicht langsam greifbar wird, dringt die Bundeswehr in anderen bereichen in die Gesellschaft vor. So beschäftigten uns in der letzten Zeit immer wieder öffentliche Gelöbnisse der Bundeswehr, der Verteidigungsminister fordert bei einer Rede zum begräbnis von in Afghanistan gefallenen Soldaten eine Diskussion um die Bedeutung von Tapferkeit und der Karrieretruck der Bundeswehr besucht Berufsschulen im ganzen Land und erzählt jungen Menschen, daß sie beim Bund viel Geld verdienen können. Doch es ist kein Beruf wie jeder andere, den sie da bewerben &#8211; Soldat_in zu sein bedeutet im Ernstfall, zu töten und zu sterben.</p>
<p>Robert vn der GJ Erfurt spielt nicht nur Gitarre und singt, er hat zu diesem Anlaß auch extra einen Fünfzeiler geschrieben:<br />
<em>Junge Männer meldet euch beim Bund!<br />
zwar ist ein kriegsähnlicher Auslandseinsatz nicht immer sehr gesund,<br />
doch ihr kriegt viel Geld<br />
und vielleicht &#8216;ne Therapie,<br />
denn ihr schützt unsere Demokratatatatie!<br />
</em></p>
<p>Live &#8211; mit einem Stück von Knorkator &#8211; seht ihr Robert hier:<br />
<object width="425" height="344"><embed src="http://www.youtube.com/v/9K7bLf5Q2BI&#038;hl=en&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<p>Insgesamt kam unsere Aktion sehr gut an. Aber es gibt auch immer Leute, die anderer Meinung sind und sich nicht überzeugen lassen &#8211; was ja ihr gutes Recht ist. Dabei können sich lustige Dinge zutragen. So standen bei unserem Stand lange Zeit zwei alte Männer, die unser Anliegen teilten und die unsere Anwesenheit als Gelegenheit für längere Diskussionen nutzten &#8211; mit uns, Dieter und später noch miteinander. Dabei war wohl Afghanistan und die Rolle der Grünen in Regierung und Opposition der Hauptstreitpunkt. Als die beiden da so stehen und miteinander diskutieren, lehnt an anderer Stelle ein anderer alter Mann unseren Flyer ab und schreit uns noch zu, daß <strong>Zucht und Ordnung</strong> in diesen Staat kommen müßte. Das Niveau sinkt nun schnell. Die anderen beiden Rentner sie schreien zurück:<em> Wander doch aus</em>! Und der eine schreit nochmal was und die anderen wiederholen sich auch: <strong>Du kannst ja auswandern, wenn&#8217;s dir hier nicht ordentlich genug ist.</strong></p>
<p>Es ist nicht unbedingt Sinn von Aktionen der Grünen Jugend, daß Rentner sich anschreien. Aber es war wirklich sehr erfrischend zu sehen, wie ein rechter alter Mann mit dem schönen Argument <em>Geh doch, wenn&#8217;s dir hier nicht paßt</em> konfrontiert wird, das wir alle schon oft genug gehört haben, die wir für Veränderung kämpfen. </p>
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		<title>Not All Cops Are Bastards*</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Aug 2010 16:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>SPUNK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auf Achse]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch wollte die Tramptour von Halle nach Erfurt. Daniel hatte uns leider schon verlassen, so liefen Sina, Magda, Karl, Simon und Lisa zu fünft zur Autobahnauffahrt und teilten sich zunächst in zwei Gruppen auf. Zu dritt standen wir dann eine Zeit lang auf einer Verkehrsinsel herum, an der kaum jemand vorbeikam. Das erste Auto, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> </span></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p>Am Mittwoch wollte die Tramptour <strong>von Halle nach Erfurt</strong>. Daniel hatte uns leider schon verlassen, so liefen Sina, Magda, Karl, Simon und Lisa zu fünft zur Autobahnauffahrt und teilten sich zunächst in zwei Gruppen auf. Zu dritt standen wir dann eine Zeit lang auf einer Verkehrsinsel herum, an der kaum jemand vorbeikam. Das erste Auto, das anhielt, war ein Lieferwagen, der nur noch zwei freie Plätze hatte. Also stiegen Simon und Lisa ein und ließen Sina zunächst allein zurück. Der Lieferwagen entpuppte sich als ein Transporter für altes <strong>Frittierfett</strong>. „Ich fahre Fett durch die Gegend“, erzählte uns der Fahrer fröhlich, „und dann trenne ich das zu Hause in festes und flüssiges Fett. Das feste kommt in die Heizung und das flüssige in den Tank.“ Er strahlte uns an. „Und nächstes Jahr kommen Yoghurtbecher dazu. Die vergase ich dann, um Energie zu erzeugen. Aber die Maschine dafür muss ich noch bauen, bisher klappt es nur im Reagenzglas.“</p>
<p>Leider musste der Frittierfettfahrer nicht Richtung Erfurt, deshalb schmiss er uns auf dem <strong>Standstreifen</strong> vor der Abfahrt raus. Durch ein Telefonat mit Sina erfuhren wir, dass sie uns inszwischen überholt hatte kurz vorher auf demselben Standstreifen angekommen war, wo sie nach fünf Minuten schon wieder mitgenommen wurde. Hoffnungsvoll hielten wir den vorbeirasenden Fahrzeugen unser Schild entgegen. Manche hupten uns an, manche fuhren uns fast die Zehenspitzen ab. Mitnehmen wollte uns keine_r. Nach über einer Stunde kam endlich ein Auto, das bei unserem Anblick langsamer wurde und hielt. Dummerweise hatte es ein <strong>Blaulicht</strong> auf dem Dach. Heraus stiegen zwei Autobahnpolizisten. „Seid ihr verrückt“, brüllte der eine, „mitten auf der Autobahn!“ &#8211; „Einsteigen!“, befahl der andere. Sie packten unsere Rucksäcke in den Kofferraum und uns auf den Rücksitz.</p>
<p>&#8220;Eigentlich ist das eine Ordnungswidrigkeit“, sagte Polizist Nummer Eins. „Kostet Bußgeld, geht bei 500 Euro pro Person los.“ 500 Euro, das ist das Budget der gesamten Tramptour.„Es ist scheißgefährlich, auf dem Standstreifen zu stehen“, sagte Polizist Nummer Zwei. „Ihr habt Glück, dass wir das früher auch mal gemacht haben.“ Statt unsere Personalien aufzunehmen und uns in den finanziellen Ruin zu stürzen, fuhren sie uns bis zu einem Autohof in Leipzig und wünschten uns eine gute Reise. Dann widmeten sie sich dem Rentner_innenpärchen, das direkt vor ihnen falsch abgebogen war.</p>
<p>Nachdem wir uns bei einer Tafel Schokolade von dem Schrecken erholt hatten, versuchten wir, jemanden zu finden, der/ die uns auf die A9 Richtung München mitnehmen konnte. Leider waren fast alle in die entgegengesetzte Richtung unterwegs. Als Sina bereits in Erfurt angekommen war, saßen wir noch immer in Leipzig. Nach zwei Stunden stießen wir endlich auf eine junge Mutter, mit der wir bis zur nächsten Autobahnraststätte fahren konnten. Als wir uns in ihr Auto quetschten, wurden wir von zwei anderen Tramper_innen abgelöst – zwei Leuten aus der Schweiz, die ebenfalls nach Erfurt wollten. Wir wünschten ihnen Glück und waren froh, endlich weg zu sein.</p>
<p>Nach zwei weiteren Umsteigeaktionen auf Autobahnraststätten, eine Stunde Wartezeit inbegriffen, erreichten wir abends um sieben den Stadtrand von Erfurt. Karl, Madga und Sina hatten dort schon den ganzen Nachmittag <a href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/2614">mit der Grünen Jugend Erfurt im Garten gesessen und Banner gemalt</a>. Doch zum Abendessen kamen wir noch pünktlich.</p>
<p>Insgesamt waren Simon und Lisa damit <strong>neun Stunden unterwegs</strong> auf einer Strecke von 160 Kilometern. Fazit des Tages: Wenn mensch ausreichend Pech hat, ist es möglich, beim Trampen langsamer zu sein als mit dem Fahrrad. Und: Not All Cops Are Bastards!*<br />
* Fußnote: Wer sich über den Artikel von Katja Weiden im letzten SPUNK aufgeregt hat, darf diese Überschrift als Gegendarstellung begreifen ;-)</p>
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