Archive for the ‘Auf Achse’ Category

Jan
03

Rückblick Kopenhagener Klimagipfel

Geschrieben von (samuel) in Auf Achse, Grüne Wiese, Internationales am 3. Januar 2010

Zwei Wochen diskutierte die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen – Zwei Wochen Demos und Aktionen. Am 12.12.2009 riefen 100.000 Menschen „Climate justice now! Die Leaders handelten: „Bla…bla…bla… Die Vielfältigkeit der Proteste und der Menschen rund um und in der Konferenz wurde in diesem, auf youtube in drei Teile geteilten Film versucht aufzufangen. Mit vielen Interviews, tanzenden Schweinchen und prügelnden Polizisten. Schaut selbst und gewinnt einen Eindruck aus Kopenhagen. Der Widerstand wird weitergehen!

Hier das Video von Kathrin Henneberger:

Teil 1:

Teil 2:

Teil 3:

Dez
20

Letzte Impressionen aus Kopenhagen

Geschrieben von (michab) in Auf Achse, Grüne Wiese, Internationales am 20. Dezember 2009

Eindrücke eines Frustrierten.

Donerstagabend wurde es nochmal emotional. Die vor allem Jugendlichen Aktivist_innen verschiedener rausgeworfener NGOs trafen sich in der “Oxenhalle” hinter dem alternativen Klimaforum bei der Volxküche gleich links. Hier wurden spontan große Leinwände aufgespannt und die Pressekonferenzen sowie das High-Level-Segment werden live übertragen. Dazu gibt es Fair Trade Kaffee für 10 dänische Kronen (ca. 1,30 EUR – ein Schnäppchen!) sowie Kuchen und Sandwiches. Eigentlich wie im Bella Center, aber
- billiger
- bessere Aussicht
- nettere (= jüngere, aktivistischere, emotionalere und ambitioniertere) Menschen.
Wäre das Internet hier nicht so wackelig wäre ich mehr als geneigt zu sagen, dass ich hier meine letzten 2 Wochen besser informiert und gemütlicher verbrachten haben könnte.

Aktivist_innen spielen Robin Klimhood für Passant_innen.

Aktivist_innen spielen Robin Klimhood für Passant_innen.

Vor der traditionellen “Fossil of the Day” – Verleihung gab es einen “Vigil for Survival”. Es wurden alle Lichter ausgemacht um die fast tausend Kerzen ihr beruhigendes Licht scheinen zu lassen. Emma aus Schweden – einigen Berliner Junggrünen sicher bekannt – packte ihre Gitarre raus und stimmte das Lied “Survival is not negotiable” an. Ein letzter Hilferuf der Zivilgesellschaft bevor später die Staats- und Regierungschefs das 1,5 Grad Ziel fallen ließen und damit Hunderttausende Menschen den kommenden Meeresfluten überließen. Anschliessend kam ein Vertreter der indigenen Menschen und sang sein Lied. Zuvor bat er die Anwesenden die Augen zu schließen und an das zu denken, was uns Mut, Kraft und Hoffnung gibt. “This can be God or Buddah. Think of Mohammed or Mother Earth. Maybe it’s the smile in your childs face. Think of it and take a deep breath.” Dann sang er voller Inbrust, Wut Hoffnung, Verzweiflung und Kraft eines Klimaaktivisten der schon viele Schlachten verloren hatten. Wenn mensch sich auf so einen intimen Moment einlässt entfaltet das ganz neue Energien. Wir standen dort mit hunderten von Jugendlichen, einige umarmten sich, andere wärmten ihre Hände an den Kerzen. Wir alle wussten, dass die parallel tagenden Politiker_innen es wohl nicht schaffen werden – doch der letzte Hilferuf einer ausgeschlossenen Zivilgesellschaft erklang durch die Fußballfeldgroße Halle. Dann Stille. Wie geht es weiter mit der Welt?

Vigil for Survival

Vigil for Survival

Nach weiteren Beiträgen klebten wir uns alle als Zeichen des Protestes Klebeband über den Mund um gegen unsere Ausgeschlossenheit zu demonstrieren. Ausgeschlossen von den Vorgängen im Bella Center. Ausgeschlossen vom Klimaprozess. Ausgeschlossen von der Politik und weit weg von den Hebeln die umgelegt werden müssen. Wir waren alle so nah. Einige sind tausende von Kilometern nach Kopenhagen mit dem Fahrrad oder Zug gekommen, nur um dann ausgeschlossen zu werden. Wer in der zweiten Woche kam konnte teilweise kein einziges Mal einen Fuß in das zu diesem Zeitpunkt als Zentrum der Welt fungierende Konferenzgebäude zu setzen. Jahre der Vorbereitung. Wochen der Anspannung. Und jetzt bei so nah und doch so fern. Über die Medien unserer Heimatländer mussten wir erfahren was nebenan (nicht) geschah. Ein unerträgliches Gefühl er Lähmung. Wer ist schuld? Wer wurde benutzt? Wer hat keine Ahnung und warum gibt es kein Schwarz-Weiß? Hinterher sollte die Debatte über Obamas Schuld die Zivilgesellschaft erschüttern (hier). Davon war an diesem Abend noch nix zu spüren. So weit waren wir noch nicht. Noch nicht. Die Welt hatt noch nicht ein kurzes, oberflächliches und unambitioniertes Stück Papier “zur Kenntnis” genommen.

http://www.grist.org/i/assets/2/copenhagen-polar-short-299.jpg

totally!

Alle bekamen ein Stück Papier und sollten – die Münder noch verschlossen – ihre Gedanken aufschreiben. Auf einem Zettel stand:

“Why are Politicians human?
If they would be brainless,
evil machines I could smash them;
destroy their wrongdoings.
Politicians are humans,
and finding a solution is never easy.”

Das drückte die Hilflosigkeit nicht nur in Worten der Aktion und des Handelns aus, sondern auch das Verlangen einfach “den Schuldigen” zu finden. Die Welt ist komplex heute und doch liegen die richtigen Entscheidungen auf dem Tisch. Doch keiner traute sich, sie aufzuheben. Mut der Staatschef_innen fehlte sicher, aber war das alles was falsch lief? Mangelte es nur an Mut? Ich sitze heute noch rum und überlege was anders hätte laufen müssen. Vielleicht ist es ja auch gut, dass COP15 dermaßen den Bach runterging. Vielleicht erhöht das unsere Chance, die falschen Lösungen der Klimapolitik zu bekämpfen. Vielleicht wacht die Welt jetzt auf. Vielleicht auch nicht.

A man who won’t die for something is not fit to live.- Martin Luther King

Anna und Sara fasteten. Insgesamt 42 Tage nahmen sie nichts als Wasser und Salz zu sich. Ein Klimagerechtigkeits-Fasten (Climate Justice Fast) war das. Damit soll Aufmerksamkeit erregt werden. Junge Menschen aus reichen Gegenden verzichten auf das (für sie) Grundsätzlichste um zu zeigen, wie ungerecht die Welt ist. Anna hat sich sogar “Climate Justice” auf den Rücken tätowieren lassen. Während sich über Mode streiten lässt ist dies doch ein Zeichen. Sie möchte ihr Leben – trotz zwei Abschlüssen und vielen Chancen – ganz dem Kampf für Klimagerechtigkeit widmen. Solche Menschen inspirieren! Es gibt so wenig Vorbilder heute doch manchmal müssen wir nur in einer kalten Halle irgendwo hinterm Bahhof von Kopenhagen stehen und merken erst dort, dass die vielen kleinen Menschen um uns herum teilweise so unglaublich mutig, stark und energiegeladen sind, dass nur eine kleine Scheibe von ihnen uns selber so viel geben würde. Ich wünschte ich hätte diese Kraft und Ausdauer. Kopenhagen ist a vielleicht wirklich nur ein Anfang?

“The golden rule is to act fearlessly upon what one believes to be right.” – Mahatma Gandhi

Während die Grünen in der 1. Klasse nach Berlin oder im Flugzeug nach Amsterdam sitzen und sich auf die nächste Rede vorbereiten fahren wir dich gedrängt mit anderen Aktivist_innen nach Hause. War es das wert? COP-15? Wir wollten die Welt verändern. Wir wollten dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird. Wir wollten Teil der Bewegung sein. Die Welt erwärmt sich weiter. Floppenhagen wir sicher schnell vergessen werden. Die Klimabewegung wurde zwischen Pfefferspray der Polizei, enttäuscht heimfahrenden Autonomen, dem Zaun um das Bella Center, den vielen Erfolgen aber der großen Niederlage nicht zerrieben sondern stärker. Doch es ist noch ein weiter weg, bis diese Bewegung stark genug ist das nötige Beben zu haben. Manchmal müssen wir aufstehen und kämpfen statt reden. Manchmal müssen wir uns setzen und in uns gehen. Wir müssen dazwischen unterscheiden. Wir müssen nicht aufgeben.

G.

Okt
11

Was treibt ein BuVo-Mitglied so kurz vor dem BuKo?

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse, Bundesvorstand am 11. Oktober 2009

Nunja, das ist nicht verallgemeinerbar. Ich kann nur beschreiben, was ich so treibe. Und das ist öfters mal ganz spannend.
Was ich zuletzt getan hab, hat nicht viel mit dem BuKo zu tun – außer dass ich nebenbei dafür werben konnte.
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Sep
29

und dann war alles aus!

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse am 29. September 2009

Und plötzlich war alles aus, müde kratzten wir die letzten Aufkleber von unserem Nordtourbus und drehten ein letztes Mal unsere Musik laut auf, dann mussten wir den Bus schweren Herzens abgeben und machten uns auf zum 72-Std- Wahlkampf. Wir fragten uns aber, ob die jungen Leute, die wir da auf der Straße trafen, am Sonntag überhaupt vor 18 Uhr aufwachen würden; dem Torkeln nach zu urteilen wohl eher nicht…
Am Sonntag schliefen wir endlich mal richtig lange aus und mobilisierten Jungwähler über Internet und beantworteten Fragen.
Um 18h dann gespannte Stille im Landtag, wird das Ergebnis reichen, unsre beiden junggrünen KandidatInnen Rasmus und Luise in den Landtag einziehen zu lassen? Die ersten Hochrechnungen ergeben 12% für die Grünen in Schleswig-Holstein, doch die Sitze schwanken immer wieder zwischen 9 und 11, das Bangen geht weiter.
Um Mitternacht endlich eine neue Hochrechnung, Ergebnis: es ist immer noch unklar, wir müssen noch länger warten… Egal, wir feiern uns, dass wir so guten Wahlkampf gemacht haben und haben beschlossen, jetzt jedes Jahr auf Hochtour zu fahren und einfach mal Präsenz bei den Menschen zu zeigen, so ganz bürgernah eben!
Auch wenn die Bundestagswahlergenbisse mit schwarz-gelber Mehrheit leider keinen Grund zum Feiern für uns sind, freuen wir uns, dass Luise und Rasmus jetzt im Parlament sitzen, die Grünen haben sagenhafte 12,4% in Schleswig-Holstein erzielt und ihr Ergebnis damit verdoppelt!! Es wird sicher noch interessant, was jetzt mit den Überhangmandaten passiert und ob die schwarz-gelbe Mehrheit auch so stabil ist, wie Carstensen behauptet!
Notfalls werden wir für unsere Rechte auf die Straße gehen und denen da oben zeigen, wie gute Politik gemacht wird!
Wir sehen uns beim BuKo in Weimar, da gibt’s dann auch mehr aus der Franza-Ecke zu hören!
Selma und Grischka

Sep
27

Von Kindern, Popstars und verabschiedeten Mannheimern

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse, Spaß am 27. September 2009

Nach drei Tagen haben auch wir Nord-Hochtourer wieder Internet und können von unseren Erlebnissen schwärmen!
Donnerstag hat traurig begonnen: Julian, unser blonder Mannheimer-Strahlemann hat uns verlassen, da er Donnerstag Abend ein schon viel früher gebuchtes Konzert im Süden besuchen wollte. Wir hatten tolle Tage zusammen und werden uns spätestens aufm BuKo alle wieder sehen – wir freuen uns darauf, das wird pornös!

Nach Julians Abgang hatten wir verbliebenen (Grischka, Selma & Nils) dann Zeit, da unsere nächste Aktion erst um 17 Uhr sein sollte. Also dachten wir uns “Hey, wir machen seit Tagen und Wochen Wahlkampf, jetzt haben wir mal einen halben Tag Pause – da könnten wir doch Wahlkampf in der Zwischenzeit machen!” –> Also fuhren wir nach Lütjendorf (oder so, jedenfalls ein kleines Dorf) und wollten da flyern.

Das war ein schwerer Fehler.

Um kurz vor halb 1 wurden wir angerufen “Ey, wo bleibt ihr???” -> Oh. Wir hatten unsere Aktion in Neumünster ganz verpennt! Also sind wir schwuppsdiwupps nach Neumünster gefahren, wo wir also mit anderthalb Stunden Verspätung ankamen. Das war aber kein Problem, die örtlichen Grünen waren wie immer sehr freundlich und sogar eine Reporterin hatte auf uns gewartet, um uns im Atom-Schutzanzug herumlaufen zu sehen.

Anschließend gings dann nach Rendsburg (was Nils als Süddeutscher Unwissender gegenüber den Einheimischen konzequent als Rendsdorf bezeichnete). Dort lief alles wie gehabt – wir verteilten Millionen von Zeitungen und Flyern. Abends ging es dann zu Christine nach Bornesholm (oder so), wo wir in einem sehr schnieken Haus untergebracht wurden.

Weiter ging es am Freitag nach Husum, wo wir den Leibhaftigen trafen – Vale Seehausen, den 19jährigen Direktkandidaten der Grünen vor Ort. Wir liefen durch die Innenstadt & hatten wohl unseren besten Tag – nach gefühlten 100 Menschen hatte noch keineR unser Wahlkampfmaterial abgelehnt!
Vale hat sein ganzes Popstarpotenzial ausgespielt und 10-jährigen Mädels sein Konterfei auf einer Postkarte inkl. Autogramm überreicht, woraufhin diese Selma nach noch mehr Popstargimmicks von Vale bebettelt haben – also, lieber Vale, falls du es nicht in den Bundestag schaffst – du kannst immer noch Sänger einer Boygroup werden ;)!
Grischka hat außerdem eine tiefgehende Debatte mit einem “religionsaffinen” Mitmenschen zu führen, welcher ihm doch tatsächlich belegen wollte, dass die Grünen für Pädophilie seien – Grischkas todernste Antwort: “Ja manchmal haben die Kinder das eben auch nötig”. Der hat vielleicht geguckt :D!

Abends gings dann mit Verstärkung zu einer lokalen Casting-Show. Nun, das Publikum wird größtenteils auch 2013 noch nicht wählen können, doch wir hatten unseren Spaß und konnten an die etwas Älteren auch einige der “Kondome mit Vales Konterfei” verteilen.

Nach der Übernachtung in der Jugendherberge gingen wir dann noch kurz Flyer vor Supermärkten verteilen, bevor Nils dann Samstag vormittag wieder nach Mannheim aufbrach.
Nun, da ich, Nils, diesen Eintrag schreibe: Selma, Grischka, Julian, Franza, die letzte Woche war toll mit euch! Wir hatten so viel Spaß, ich freue mich darauf, euch alle bald schon wieder zu sehen (aufm BuKo, aufm Entwicklungshilfeseminar, in Mannheim) – :)!
Ich sage zu euch das Gleiche, wie ich auch meiner letzten Abteilung bei SAP ;) gesagt habe: Ich hatte ja hohe Erwartungen, aber die letzte Woche war so toll, meine Erwartungen wurden glatt übertroffen!

Sep
26

…This is the end…

Geschrieben von (Jan) in Auf Achse, Grüne Wiese am 26. September 2009

Musik: Bitte: „The Doors“ „This is the End“ anmachen.
Achtung, jetzt wird es sentimental. Ich wurde es schon ein wenig, als das verbliebene Hochtourteam die Aufkleber vom Auto abkratzten.
Ich habe viel dazu gelernt. Dass mensch mit zwei guten Anknibblern einen Igel vom Auto abreißen kann, ist gerade erst dazu gekommen. Der Bus (hat von uns übrigens keinen Namen gekriegt) war zumindest für die Zeit in der wir herum gefahren sind wie ein zweites Zuhause. Ein wenig mag es daran liegen, dass er einen Charme von Zuhause versprüht hat, zumindest was die Unordentlichkeit betrifft. Wir haben zwar öfters für Ordnung gesorgt, doch wie von selbst und ziemlich schnell, ist er in sein natürliches Grundchaos zurückgesprungen.
Was kann ich noch sagen?
Achja, das Team. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Hat aber auch ziemlich schnell gewechselt. Die neuen Konstellationen haben immer ein wenig neues hervorgebracht. Reibereien gab es, aber keine ernsten Konflikte. Lockere Sympathien, aber keine getrennten Untergruppen. Es war immer wieder etwas Neues Tag für Tag.
Was noch?
Achja die Altgrüns vor Ort. Jeden Tag was Neues. Immer ein wenig anders und niemals das Gleiche. Die Motivation, sich für Grüne Inhalte einzusetzen ist vielfältig. Die ökonomischen Verhältnisse der Grünen Parteibasis ist ausgesprochen heterogen. Die Berufe und Berufungen genauso. Falls es eine Verallgemeinerung gibt, dann, dass die Grünen nicht verallgemeinert werden können. Das Ideal der freien Assoziation von Individuen, passt auf die (niedersächsischen) Grünen, dem Anschein nach. Es ist vordergründig nicht das Machtinteresse, sondern die Überzeugung etwas zu tun, das die Leute aktiv werden lässt. Ob die GRÜNEN deshalb, vergleichsweise wenige Mitglieder haben kann ich nicht beantworten. Sie schneiden bei den Wahlen mit guten Ergebnissen ab. Der gesamtgesellschaftliche Einfluss begrenzt sich aber auf eine Meinungshoheit über Umweltthemen. Ein regelmäßiges „Ohhhh“ ist den grünen Bewegungen sicher, falls es beispielsweise um die Abschlachtung von Robbenbabys in Canada geht. Die selbe Reaktion auf eine grüne Finanzstrukturreform? Undenkbar! Höchstens von der FDP vorgeschlagen, hätte sie eine Aussicht auf Erfolg. Doch bevor so etwas kommt, siedeln sich Eisbären Erfolgreich in der Sahara an. So müssen die GRÜNEN stets aufs neue beweisen, dass sie Kompetenzen auch jenseits der Ökologie haben.
Der Zuckerguss?
Die GRÜNE JUGEND! Mega viel los vor Ort! Geile Action, geile Scheiße! Mega viel Motivation in der „Basis“. Da geht was!
Ja das ist richtig. Wir hatten in vielen Städten Kontakt mit den GRÜNE JUGENDen vor Ort. Das hat uns als Hocktourenteam auch jedes Mal auf Neue wieder überrascht, wie groß GJ-Basisgruppen selbst auf dem tiefsten Land werden können. GJ-Niedersachsen merkt Euch das: da ist mega-viel Potenzial. Mega Mega Mega! Hilfe wo sie benötigt wird, gute Tipps immer zur Seite stehen. Die GRÜNE JUGEND als Massenbewegung geht vom Land aus!
So das war’s. Es war eine schöne Zeit, die ich gerne für die GJ bereitgestellt habe. Ich habe viele Landschaften gesehen, an die sonst achtlos vorbeigefahren wäre, geschweige denn überhaupt gesehen. Jetzt geht es daran die neuen und alten Bekanntschaften zu pflegen, damit eines Tages eine Freundschaft daraus erwachsen kann. Ich bedanke mich für Eure Zeit, den KoordinatorInnen unter denen ich mitgefahren bin und ganz besonders dem Team aus der BGS. Ihr wart immer da, wenn etwas nicht geklappt hat, wart nachsichtig und doch nicht zu lasch. *ganz viele Umarmungen*
Ich kann hier nur ein Bruchteil der Eindrücke schildern. Sie werden mich lange begleiten…
…This is the end…

Sep
24

Summer camp in Georgien

Geschrieben von (Webredakteur) in Auf Achse, Internationales am 24. September 2009

„Ist meine Meinungsfreiheit wichtiger als ein Folterverbot?“ von Terry, Stephan und Jan

Vom 17.-26. Juli 2009 fand in Passanauri in Georgien das Summer Camp von CDN statt. Aus Deutschland hatten drei GJ-Menschen die große Ehre, teilnehmen zu dürfen: Stephan Siepe aus Hannover/Berlin, Jan Günther aus Chemnitz und Terry Reintke aus Berlin.
CDN ist das Cooperation and Development Network, eine Netzwerkorganisation Grüner und Grünaffiner Jugendorganisationen in Europa und darüber hinaus. Das Summer Camp findet einmal im Jahr statt, um die unterschiedlichen Organisationen besser zu vernetzen und unterschiedliche Themen zu diskutieren. Dieses Jahr wurde es unter anderem deshalb in Georgien veranstaltet, um die Kaukasusregion und die vielen neuen Mitgliedsorganisationen dort besser in die Arbeit von CDN einbeziehen zu können und die dortigen Grünen Bewegungen zu unterstützen. Thema des Summer Camps war „Green Values – Building Bridges between East and West“. Die TeilnehmerInnen kamen aus ganz Europa und der Kaukasusregion (von Portugal und Großbritannien über Rumänien bis nach Armenien).
Die Menschenrechte waren in den Diskussionen Bezugspunkt für die Definition von Grünen Werten und schlugen auch bei kontroversen Meinungen immer wieder die Brücke zwischen West und Ost, weil sie in ihrer Universalität für alle Grundlage waren. Der Green New Deal als ein Projekt der europäischen Grünen Parteien wurde intensiv behandelt und sehr kritisch debattiert.
Ska Keller, Mitglied des Europaparlaments und der Grünen Jugend, kam zu Besuch, um mit uns über Visionen für ein Grünes Europa zu reden. Freiheit, Offenheit, Gleichberechtigung und soziale und ökologische Gerechtigkeit wurden dabei immer wieder als wichtige Prinzipien für die Zukunft Europas genannt.
Für alle TeilnehmerInnen war es eine einzigartige Erfahrungen, es wurden viele Freundschaften geschlossen und neue politische Eindrücke gewonnen.

Sep
24

Guido wir sind reich und wir wollen mehr Geld von dir!!!

Geschrieben von (Franza) in Auf Achse am 24. September 2009

Der heutige Tag war geprägt von Gegensätzen! Auf der einen Seite der schwere Stand in Preetz auf der anderen Seite die super Aktion bei Guido Westerwelle!

Der Morgen begann gewohnt hektisch bei Erik, dem Geschäftsführer der GJ Schleswig-Holstein. Auf nach Preetz, ca. 20km von Kiel entfernt. Auf dem dortigen Wochenmarkt hatten wir an einem Mittwoch mit unserem Junggrünen Material natürlich keine Abnehmer. Wer geht Mittwochs zwischen 9:45Uhr und 13Uhr auf den Markt? Richtig, vornehmlich Rentner! Rein in den Atomanzug und Atommüll verteilt! Die Rentner wirkten ziemlich verstört auf unseren Aufzug → Kein Erfolg, man wollte einfach nicht mit uns diskutieren. Umschwung aufs Gerechtigkeitsmemorie und das gefiel dem gemeinen Preetzer schon besser, denn er konnte erstmal schauen und musste nicht so viel reden. Eine nette, wenn auch erschreckende Diskussion über Bildung mit zwei 15 jährigen Mädels, die zeigt: es ist noch viel zu tun in unserer Bildungslandschaft. Immerhin gab es auf dem Markt einen super Antipasti Stand an dem wir uns natürlich eingedeckt haben.

Danach ging es zu Selmas Eltern, bei denen wir nächtigten. Leckerer Kaffee und Kuchen, dann schon wieder on the road um die Aktion bei Guido Westerwelle vorzubereiten.
Konspiratives Vorbereitungstreffen in einer Kieler Kneipe, 20 Menschen im Raucherraum, im Rest der Kneipe ca. 10 Menschen. Danach auf zur Halle 400 mit unseren zwei Prominenten Diven, den ganzen „Presse“ Menschen und den ganzen Jubelleuten. Vor der Halle mit unserem dicken Mercedes vorgefahren, die zwei Diven mit Security ausgestiegen und erstmal ein schönes Interview gegeben, wieso denn die FDP so super ist.
Anfahrt
Ausstieg




Mann, haben die richtigen Securitys geglotzt!! In der Halle drin der Spitzenkandidat zur Landtagswahl der FDP, ziemlich schleimiger Typ. Danach dann Guido, der Retter.
Guido
Um das ganze abzuschließen, die Flashmobrufe: „Mehr“ „Geld“ „Mehr“ „Geld“.
FlashmobberInnen
Er musste seine Rede auch unterbrechen und war dann wohl ziemlich beleidigt, so dass er meinte, wegen solcher wie uns müsse man mehr in die Bildung stecken, aber anscheint hat er die Ironie unserer Rufe nicht verstanden, naja Guido tut uns leid.

Nach einer Ermahnung verließen wir dann freiwillig den Ort des Geschehens, nicht ohne dieses Bild.
Team

Anschließend noch zum TV Duell (Landtagswahl) schauen in eine Kneipe mit (Basisdemokratisch beschlossen) schöner Kellnerin. Das war wenigstens ein Duell und kein Duett wie auf Bundesebene. Super auch, dass wir Anschubhilfe für die GJ Kiel geben konnten und hoffen, dies gelingt.

Zum Schluss unsere Franza Ecke.
Wir wundern uns jeden Tag neu wie sie es geschafft hat uns so indiskret aber bestimmt zu führen ohne uns das Gefühl zu geben wir werden bestimmt. Wir vermissen diese Art, Dinge einfach zu erledigen. Wenn du wüsstest wie der Bus aussieht, das gäb es niiiiiie mit dir, du hättest längst aufgeräumt. ;-) Komm wieder Franza, BITTE BITTE. „Mehr“ „Franza“ „Mehr“ „Franza“

Sep
23

„Ich werde diesmal Grün wählen“

Geschrieben von (Max Pichl) in Auf Achse am 23. September 2009

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Am 22. September hatte die Böhme Zeitung in Soltau zu einer Diskussionsrunde mit den Direktkandidaten im Wahlkreis geladen. Der Grüne Kandidat und Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Sven-Christian Kindler traf hier auf Reinhard Grindel (CDU, MdB), Lars Klingbeil (SPD), Knuth Uhland (FDP) und Heinz Kühsel (Linke).

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Sep
23

Angies strahlende Zukunft

Geschrieben von (Lukas) in Auf Achse, Grüne Wiese am 23. September 2009

Fliegendes Transparent "Angies strahlende Zukunft"

Am 21. September war Angela Merkel auf dem Kasseler Königsplatz, um vorallem übers Wetter und ihre bisherigen aber auch ein bisschen über ihre bisherigen Stationen der letzten Tage und Wochjen zu reden. Ach ja, und auch ein bisschen Wahlkampf hat sie auch gemacht. Dabei hat sie aber nichts groß nach Vorne gewandtes gesagt, sondern vorallem auf die letzte rot-grüne Regierung eingedroschen.

Fliegendes Transparent "Angies strahlende Zukunft"

Bei der Veranstaltung waren laut Presse etwa 3.000 Menschen. Ich würde aber einmal schätzen, dass davon die Hälfte Gegendemonstrant*innen waren. Darunter war auch die Grüne Jugend Kassel, die mit einem fliegende Transparent auf Angies strahlende Zukunft hinwies.

Fliegendes Transparent "Angies strahlende Zukunft"