gorz

Zentrales Thema bei Gorz war die Frage der Arbeit – Befreiung von der Arbeit, gerechte Verteilung der Arbeit, Entfremdung in der Arbeit. Ein Vordenker der Neuen Linken. Doch er lehnte das Grundeinkommen ab:

Wenn es zu niedrig ist, erlaubt es allen möglichen Profiteuren, in Deutschland chinesische oder ukrainische Löhne für irgendwelche Drecksarbeiten zu zahlen. (…) Man subventioniert also die widerlichsten Ausbeuter. Und wenn das garantierte Grundeinkommen wirklich ausreichend ist, subventioniert und ermutigt man damit die Weigerung, überhaupt etwas zu tun, Man erlaubt dadurch den Arbeitgebern, die ganze notwendige Arbeit den Hochleistern vorzubehalten – die anderen können zu Hause bleiben oder Fußball spielen. In beiden Fällen spaltet sich die Dualgesellschaft immer tiefer.

Das zur Debatte. [via]

1 Kommentar zu „André Gorz: * Februar 1923; † September 2007“

  • > Wenn es zu niedrig ist

    ist es Mist; hier kein Dissens.

    > Und wenn das garantierte Grundeinkommen wirklich ausreichend ist,

    > subventioniert und ermutigt man damit die Weigerung, überhaupt etwas zu tun

    die ich für ein Menschenrecht halte

    > Man erlaubt dadurch den Arbeitgebern, die ganze notwendige Arbeit den Hochleistern vorzubehalten

    als ob ein Arbeitgeber Interesse daran hätte, dass sich ein paar wenige krankarbeiten

    > die anderen können zu Hause bleiben oder Fußball spielen.

    Und wir sind wieder beim Menschenbild. Ich finde es nicht schlecht, wenn Menschen auch zuhause bleiben und Fußball spielen können – gerne auch mit ihren Kindern, das wird ja heutzutage manchmal vernachlässigt.

    Ich glaube aber nicht, dass viele Menschen das ausschließlich tun wollen.

    > In beiden Fällen spaltet sich die Dualgesellschaft immer tiefer.

    Eher im Gegenteil, weil es keine harte Grenze mehr geben muss zwischen “hat (Erwerbs-)Arbeit” und “hat keine (Erwerbs-)Arbeit”.