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KfW-Studie: Kyoto-Protokoll verschärfen!

Geschrieben von (Administrator) in Grüne Wiese am 16. August 2005

Heute in der taz zu lesen: Der Klimawandel macht eine stärkere Reduktion von Treibhausgas-Emissionen dringend nötig. Das hat eine Studie im Auftrag der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) herausgefunden. Seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls konnte, so die KfW-Studie, gar nicht so viel erreicht werden, reduziert wurde der CO2-Ausstoß in den Industrieländern nicht, im Gegenteil:

So sei zwischen 1990 und 2003 der Kohlendioxidausstoß jährlich um 20 Prozent gestiegen. Im Kioto-Protokoll hat sich die Staatengemeinschaft aber verpflichtet, den jährlichen Ausstoß bis 2012 um 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

Die Studie zeigt auch abermals auf, dass die Industrienationen mörderisch viel CO2 ausstoßen (taz):

Die größten CO2-Emittenten sind die USA (5,7 Milliarden Tonnen) vor China (3,7). Russland, Japan und Indien kommen auf die Plätze 3, 4 und 5. Deutschland folgt mit 845 Millionen Tonnen, bläst damit mehr Treibhausgas in die Atmosphäre als Gesamt-Afrika. Die Studie sagt deshalb: Die Industriestaaten brauchen auch nach dem Kioto-Protokoll verbindliche Reduktionsziele.

Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland stößt genauso viel CO2 aus wie der ganze afrikanische Kontinent!

Nicht nur, weil sich das Klima durch das viele CO2 in der Atmosphäre verändert, ist das ungerecht und wenig in die Zukunft gedacht. Globale Gerechtigkeit kann nur funktionieren, wenn auch die Energie gerecht verteilt wird. Energie und CO2 haben viel miteinander zu tun – Energiegewinnung aus “nicht regenerativen” Quellen sorgt für CO2-Ausstoß.

Und Schwarz-Gelb? Die haben es immer noch nicht verstanden. Immer wieder werden Grüne als “ÖkostalinistInnen” oder “BürokratieaufbauerInnen” bezeichnet. Doch Umweltpolitik ist kein Selbstzweck, sondern dient einzig allein dem Menschen und dem Erhalt seiner Lebensgrundlagen. Deswegen müssen wir hier und jetzt handeln, damit die Menschen auch in Zukunft noch eine Lebensgrundlage auf unserem Planeten haben!

Kommentare:

Sebastian am Dienstag, 16. August 2005 um 17:54 #

“Ökostalinisten” müsste da stehen! Nicht -Innen! Ist schließlich ein Zitat von den FDPlern und die benutzen bestimmt kein Binnen-”I” :-p

julia am Mittwoch, 17. August 2005 um 1:11 #

Sicherlich. Aber auch eine andere Lösung ist denkbar, ja plausibel:

Denn: Muss man sich denn wirklich unbedingt auf einen konkreten Fall beziehen? (also einen Fall, bei dem eine Person von FDP-Mitglied xyz als “Ökostalinist” bezeichnet wurde, eine Situation, die man konkret benennen kann)

Man kann doch auch ganz einfach über das abstrakte Konstrukt des / der ÖkostalinistIn sprechen. Und in diesem Fall sollte man das Wort doch gendern – es ist ja kein Zitat.

Bezieht man sich auf einen solchen Fall, kann man sich – mit Grund! – fragen: Warum steht das Wort “ÖkostalinistInnen” denn in Anführungszeichen, wenn es doch kein Zitat ist?

Darauf antwortete ich ganz locker: Nun ja, das (“ÖkostalinistIn”) ist eben kein Wort, das mir gefällt. Dieses Unbehagen habe ich durch Anführungszeichen deutlich gemacht.

Sebastian am Donnerstag, 18. August 2005 um 12:52 #

Hallo Julia,

danke für die Antwort! Ich hatte es einfach missverstanden. Als Du schriebst “Immer wieder werden Grüne als ‘ÖkostalinistInnen’ oder ‘BürokratieaufbauerInnen’ bezeichnet”, da dachte ich, die beiden Worte seien direkte Zitate gewesen. Aber jetzt hast Du ja gut “erklärt”, wie Du es wirklich “gemeint” hast.

“Viele” “Grüße”
Sebastian :-)

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