Lara Haasper fordert die Ernährungs-Revolution: Unser Essen der Zukunft muss gesund, umweltschonend und selbstverständlich ohne Leid für Tiere produziert werden. Im Klartext: Keine Tiere mehr domestizieren und nur noch auf pflanzliche Ernährung setzen. Eine Streitschrift.
Umfangreiche Rechte könnten Tieren in Zukunft ein wirklich artgerechtes Leben in der Wildnis ermöglichen – vollkommen frei von Eingriffen des Menschen. Jegliche Tiere, die noch in einem natürlichen Ökosystem überlebensfähig sind, sollten nach und nach in geschützten Gebieten ausgewildert werden. Viele überzüchtete Rassen können das nicht mehr. Sie haben mit der Natur nicht mehr viel zu tun. Sie sind in ihrer Betreuung anspruchsvoll wie Hochleistungssportler und rein profitorientierte Erfindungen des Menschen. Um ihr Leid zu verhindern, sollte man sie nicht weiter züchten. Der Ausbeutungsstop würde sich auch auf Haus-, Zirkus- und Zootiere beziehen.
Zuchttiere: Profitorientierte Erfindungen des Menschen
Der Mensch sollte in dieses Ökosystem nur eingreifen, wenn es nicht mehr in der Lage ist, sich selber zu regulieren. Das Verhältnis von Mensch und Tier darf in Zukunft also nicht wie bisher aus einem einseitigen Macht- und Ausbeutungsverhältnis bestehen, sondern beiden Seiten den größtmöglichen Nutzen bringen, ohne einen von beiden zu benachteiligen. Eine vegane Gesellschaft hat nichts mit übertriebener Tierliebe zu tun. Man muss keine Spezies lieben, um ihre Rechte zu achten.
Eine vegane Landwirtschaft käme mit 1/3 ihrer Anbaufläche hin. Mensch könnte vermehrt auf ökologischen Anbau und Produkte aus der eigenen Region setzen. Die umweltschädigenden und pestizidverseuchten Futtermittelimporte aus Ländern, in denen selber gehungert wird, würden schlagartig überflüssig werden. Grundwasserverschmutzung, Methanemissionen und Waldsterben durch Ammoniak nähmen ab. Ebenso Wohlstandkrankheiten wie Übergewicht und Herzinfarkte. Ersatzprodukte wie Sojamilch sind in der Produktion günstiger als Kuhmilch. So könnte Mensch seinen/ ihren Lebenstandard halten ohne mehr zu bezahlen. Eher im Gegenteil.
Mein Wunsch: Die Ernährung der Zukunft passt sich möglichst gut an die Natur an, wird gerecht erwirtschaftet, beutet nicht aus und ist mit einem gewaltlosen Gesellschaftsmodel vereinbar:
Das heißt für mich Veganismus!
Lara Haasper ist 18 und Mitglied im Landesvorstand der Grünen Jugend NRW.

Hi Lara,
ja, genau.
Until every cage is empty!
Doch wie soll dieser Traum umgesetzt werden? Ich bin mir sicher, dass du da Ideen hast. Wäre vllt gut, wenn du in einem zweiten Text, diese kommunizierst, um die Vision realistischer zu umreißen.
Erste Schritte wären meiner Meinung:
- Verbot der Pelztierhaltung und des Verkaufs von Pelzen
- Internalisierung externer Kosten in tierische Lebensmittel, wodurch der Preis – zu Recht – extrem steigen würde
- massive Einschränkung der Jagd mit dem mittelfristigen Ziel des Verbotes
…. und, und, und
Es gibt viel zu tun ;)
vegane Grüße
Sven
Wow Lara,
Dein Artikel ist echt große Klasse und regt hoffentlich zum nachdenken an.
Ich habe wirklich sehr großen Respekt vor Dir!*thumbsup*
Aber ich muss auch Sven Recht geben. Es wäre einfach interessant zu diskutieren, wie Du Dir die Schritte bis zu Deinem Ziel vorstellst. Denn, dass in dieser Hinsicht etwas getan werden muss, liegt jawohl auf der Hand!!
Also Kinder von Sonne und Erde – PEACE
Elli
Hi Lara,
vielen Dank für deinen tollen Artikel!! Du weißt ich bin dabei, wenn du da was machen möchtest: wir befürworten die vegane Gesellschaft!!
liebe Grüße,
Michi
Wenn ihr euch in eurer Friede- FreudeEierkuchen-Welt nur noch vegan ernähren wollt, aus Friede-Freude-Eierkuchen-moralischen-utopischen-PSEUDOGERECHTEN Gründen ok, aber dann lasst eure Privatsache Privatsache sein, und versucht nicht dieses auch noch ernsthaft in irgendwelche Gesetze oder Agenden aufnehmen zu wollen !
ES GIBT DURCHAUS MENSCHEN, DIE SICH IN ZEITEN VON ARBEITSLOSIGKEIT, LÖHNEN IM ARMUTSBEREICH, SCHLECHTEN PERSPEKTIVEN FÜR IHRE KINDER ( STUDIUM, AUSBILDUNGSCHANCEN) ÜBER EIN STÜCK FLEISCH FREUEN ODER SICH AUCH MAL DEN LUXUS GÖNNEN FÜR 2 TAGE MIT DEM BILLIGFLIEGER DEM TRISTEN ALLTAG ENTFLIEHEN ZU KÖNNEN – ALSO IHR PSEUDOWELTVERBESSERER – GÖNNT AUCH MAL DEN WENIGER PRIVILIGIERTEN IN DIESER GESELLSCHAFT IHRE FREUDEN UND ETWAS LEBENSQUALITÄT !! MIT FLEISCH!
PS: bitte kommt mir nicht mit ” Wir müssen die Gesellschaft verändern ” – Die Welt ist nun nicht rosa, rational und gerecht…
PPS : Ihr Grünen seid doch sowieso schon weg vom Fenster und habt nix mehr zum Kamellen *GRINS*
Hallo,
ich habe zu diesem Thema eine etwas andere Meinung. Ich halte es für nicht realistisch, dass eine vergane Gesellschaft irgendwann kommt. Die Debatte hat meiner Auffassung nach mehrere Komponenten: Eine ethische, eine juristische und eine soziale.
Die ethische Komponentne ist die, wie man das Tier im Verhältnis zum Menschen sieht. Ich persönlich bin schon der Auffassung, dass ein Menschenleben schützenswerter ist als das Leben eines Tieres. Das ist meine Grundüberzeugung. Für mich ist der Mensch mehr als nur ein tierischer Rädchen in diesem Ökosystem, Menschsein bedeutet Sprache, Kultur und Zivilisation. Ich meine, dass zum Menschsein mehr gehört als nur die Gene. Aus diesen Gründen meine ich, dass das Wesen Mensch etwas besonderes ist.
Versteht mich nicht falsch: Ich meine, dass Nutztiere artgerecht gehalten werden müssen und ein Recht auf einen schnellen, schmerzlosen Tod haben sollten. Aber ich meine nicht, dass wir Menschen deswegen nicht das Recht haben, ein Nutztier für unsere Bedürfnisse zu verwenden.
Die juristische ist, wie viele Rechte soll ein Tier haben? Ich meine – auf Grund meiner ethischen Grundüberzeugung – dass Menschenrechte nicht auf Tiere ausgedehnt werden sollten, ganz einfach, weil sie dann ihrer hohen Wertigkeit beraubt würden. Ich meine, dass Politik und das Rechtssystem von Menschen gemacht wurden und für Menschen da sind.
Die soziale Komponente – also jene, dass man eventuell Reichtum gerechter verteilen könnte, dass man weniger Ackerfläche nutzen würde, dass man mehr Menschen vegan ernähren könnte – das ist so nicht ganz richtig. Es gibt Böden, die nichts hervorbringen, was der Mensch essen kann. Dort, wo nur Gras wächst, ist es nicht anders möglich, diese Kalorien zu nutzen, als sie durch Tiere zu “veredeln” (zB in der Mongolei). Nur wenn man eine Kuh über die Wiese schickt, kann man diese Wiese auch für den Menschen nutzen – nämlich indem man die Kuh danach isst, oder aber ihre Milch trinkt und daraus Käse macht.
Sicherlich ist auch meine Position, insbesondere in den ethischen Fragen, etwas überspitzt. Ich möchte aber wirklich warnen vor solchen Forderungen, die sich bestimmt bei uns in der Industriegesellschaft umsetzen lassen, sicherlich aber nicht in allen Regionen der Welt. Ich warne vor einer Vermenschlichung von Tieren, denn auch das wird ihnen nicht gerecht.
@ SVEN-CHRISTIAN KINDLER
Zitat:
“- Verbot der Pelztierhaltung und des Verkaufs von Pelzen
(…)
- massive Einschränkung der Jagd mit dem mittelfristigen Ziel des Verbotes”
Hallo, was die Pelztierzucht angeht, gebe ich dir recht, was da abläuft(Haltung und Tötung) ist wirklich abartig.
Ein anständiger Jäger jedoch, ist auch ein Heger der Natur und wird ein Tier immer weidgerecht, d.h. ohne
dass es Qualen erleiden muss töten. Es hat bis dahin
sein gesamtes Leben in Freiheit verbracht und ahnt nicht, dass es sterben wird.
Vergleich das mal mit dem, was sich täglich im Zuge
der Konsum- und Wegwerfgesellschaft in riesigem Ausmaß hinter den Mauern der Schlachthöfe abspielt.
Die Tiere z.B. Schweine werden nach einem viel zu langen ahnungsvollen(Schweine sind sehr intelligent)
Transport auf engstem Raum zusammengetrieben und im
Fließbandtakt oft auf grausame Weise, denn nicht jede Schlachtung wird überwacht, abgeschlachtet.
Industrialisierter Massenmord, wenn man so will.
Ein weiterer Punkt, der mit aller Härte bekämpft werden muss, sind Tierversuche. Diese müssen sofort
verboten werden. Man war doch schon einmal so weit,
aber wenn es um aktiven Tierschutz geht ist unsere sonst doch angeblich so aufgeklärte liberale Gesellschaft immer noch rückständig.
Gruß, Philipp
“Der Mensch sollte in dieses Ökosystem nur eingreifen, wenn es nicht mehr in der Lage ist, sich selber zu regulieren.”
Sry, aber das Ökosystem ist IMMER in der Lage sich selbst zu regulieren. Wenn nicht, dann weil der Mensch eingegriffen hat…
Insgesamt eine “nette” Idee, doch unrealistisch und vor allem zu radikal.
Hi
Lea, ich teile deine ethische Auffassung, Tiere dürfen keineswegs auf eine Stufe mit dem Menschen gestellt werden bzw. seine Menschenrechte beeinträchtigen. Daher denke ich auch, dass ein Menschenleben vor einem Tierleben steht. Aber ich denke, dass meint Lara auch nicht.
Es ist doch heutzutage so, dass eine vegane Ernährung durchaus möglich ist, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen (also wenn mensch es richtig macht). Und da wir Menschen – im Gegensatz zu Tieren – nun mal die Möglichkeit haben, uns bewusst zu entscheiden, denke ich wir sollten uns für den Schutz oder auch die Rechte von Tieren auf Leben (v.a. ein gutes Leben) entscheiden. Logisch, es ist ein ziemlicher Einschnitt vegan zu leben, da ist halt die Frage, wie weit jedeR gehen möchte. Wenn allerdings unsere ganze Gesellschaft vegan wäre, würde es überhaupt kein Problem darstellen. Nahrungsmittel würden selbstverständlich mit Eisen und B12 angereichert werden, mensch müsste nicht in Cafés nach Sojamilch fragen, ob Wolle im Pulli ist, aus was die Handcrème hergestellt ist…….
Daher denke ich schon, dass die vegane Gesellschaft ein Traum von morgen ist.
Was die soziale Komponente betrifft: Ja, Wiesen würden vllt ungenutzt bleiben. Aber zum einen, ist es doch schön auch mal ein paar Wiesen zu haben zum anderen zählen die ganzen anderen ökologischen und sozialen Argumente (CO2 Ausstoß, Abholzung, Tierquälerei… eine lange liste…) doch deutlich mehr.
Ich finde die Idee auch nicht zu unrealistisch oder radikal, ich empfinde Veganismus lediglich als konsequent. Sicher, die vegane Gesellschaft wird hier nciht in den nächsten 10 Jahren entstehen, aber wir könnten in der GJ ja mal damit anfangen :-)
Achja: Markus, normalerweise hab ich ja keinen Bock auf so dumme polemik wie die von dir zu antworten, aber in diesem Fall: lies doch mal einfach die Überschrift, ja? es geht nicht um “schreib den nächsten Bundeskongress Antrag” sondern um “Träumen erlaubt”. Und das wirst du jedem Menschen ja wohl zugestehen.
Grüße, laura
Moin Lara,
schöner Artikel, auch wenn die vegane Gesellschaft vielleicht nur eine Utopie ist, aber: “Wer keinen Mut hat zu träumen, hat auch keine Kraft zu kämpfen!”
Und nun noch ein kleiner Vorschlag zur Umsetzung: Ich setze mich dafür ein, dass in unsere Uni-Mensa zumindest einmal in der Woche das vegetarische Menü vegan wird – das ist zwar noch nicht die Ernährungsrevolution, aber vielleicht ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
junggrüne Grüße
Marcus
Hallo,
auch ich stehe dem Artikel eher skeptisch gegenüber, muss aber betonen, dass ich die Debatte gut und richtig finde, da sich in ihr Schlüsselfragen zeigen. Das Denken, von der “wirklich artgerechten Haltung” in der freien Natur ist doch anthropomorphistisch. Wir übertragen menschliche Werte auf die Tierwelt. Wer kann mir belegen, dass Tiere in der Natur artgerechter als in einer ordentlichen Freilandhaltung leben können? Warum sollte es einem Tier, das hochgezüchtet wurde, schlechter gehen als dem, das durch die Evolution entstanden ist, wenn man ihren spezifischen Makeln absieht, die durch teure, gesundheitsschädigenden Medikamente wett gemacht werden müssen? Könnte nicht das Ziel, eine Reduzierung der Anbaufläche, durch effizientere Tiere möglich werden? Ich denke, hinter dieser Argumentation steckt die Vorstellung von einer Würde der Tiere, die aber in meinen Augen im Gegenteil zur Menschenwürde, die zurecht ein Effizienz- und Züchtungsdenken auf diesen bezogen verbietet, nicht belegbar ist. Besonders deutlich wird das in dem Sprechen von “Rechten” der Tiere. Warum sollten sie solche haben? Ich glaube, dieses Denken steckt auch in der Argumentation im Bezug auf die (um es überspitzt zu sagen) gleichberechtigte Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Freilich will ich damit nicht die anderen stichhaltigen Punkte, wie die, die sich auf die Methanemissionen oder das Waldsterben durch Ammoniak beziehen, in Frage stellen; ich bin selbst Vegetarier. Auch den Traum vom “gewaltlosen Gesellschaftsmodell” finde ich gut, denn Gewalt gegen Tiere führt zu einer Herabsetzung der Gewalthemmschwelle, was sich eben auf die gesamte Gesellschaft ausweitet.
Müde Grüße,
Kristoph
super genialer text!
wege zum ziel: in erster linie aufklärungsarbeit (und gleichzeitig vorurteile aus der welt schaffen)
würden alle vegan leben, bräuchte man keine gesetze, die bsp. pelz verbieten würden :-)
ich fände es schon mal super, wenn leute in der grünen jugend selbst vegan leben würden, so auch bei greenpeace & co.
denn veränderung fängt bei jedem selbst an!
tierliche produkte konsumieren und für umweltschutz/tierschutz sein schließt sich ja eigentlich von vorne herein aus, nicht?
es gibt keinen einzigen ethischen grund, tierliche produkte zu konsumieren
eher im gegenteil: menschen und andere tiere leiden, wenn man sie einsperrt, ihnen schmerzen zufügt etc. beide wollen nicht aus gründen wie “geschmack” getötet werden, beide haben ein bewusstsein – sind deswegen leidensfähig. wir gleichen uns mehr, als wir zugeben wollen (siehe genetik, körperbau, verhalten etc.).
der mythos von der sonderstellung des menschen, da ebenbild gottes, ist längst überholt.
was unterscheidet uns von anderen tieren? evtl. die möglichkeit, moralische entscheidungen zu fällen. gerade dieser punkt sollte uns klar machen, dass wir erst recht in der pflicht stehen, tiere in ruhe zu lassen (ein löwe kann im gegensatz zu uns wahrscheinlich nicht entscheiden, ob er lieber pflanzen als tiere frisst)
wäre super, lara,
wenn viele deine worte nicht nur lesen, sondern danach handeln würden.
jeder kann veganismus praktizieren, folgende anleitung könnte jedem dabei helfen:
http://www.v-heft.de
Liebe Leute,
ich habe mich sehr über eure Kommentare gefreut. Einige von euch haben sich wirklich Gedanken zum Thema gemacht. Ich werde jetzt ein paar Fragen von euch beantworten und meinen Senf dazugeben.
Sven + Elli: ich bin der meinung, dass visionen nicht langfristig über verbote umgesetzt werden können. wenn die “vegane revoltion” nicht in den Köpfen der menschen stattfindet, kann diese nicht langfristig garantiert werden. wenn die ´jetzige regierung tierprodukte verbieten würde und die menschen sich einfach an das gesezt halten würden, könnte die nächste es einfach wieder erlauben und alle würden es wieder essen. ich glaube, dass die memschen nicht aus böser absicht fleisch oder tierprodukte essen, sondern weil ihnen das tierleid meistens nicht bewusst ist. ich glaube immer wieder diskussionen únd kampagnen zu starten ist sehr wichtig. für einen preisanstieg bin ich auch. auch ohne ethische gründe ist er absolut gerechtfertigt.
Michi: schön vorsichtig, hinterher komme ich noch drauf zurück :)
Markus: wenn ích in einer friede- freude- eierkuchen welt leben würde, dann würde ich brav zu mc donalds gehen und esse was auf den tisch kommt, weil es leid in meiner welt nicht gibt. wennn du mit mir diskutieren willst, gib mir ein richtiges argument.
Lea: ob mensch und tier gleich viel wert sind, kann man meiner meinung nicht ganz klären und ich finde man muss es auch nicht. für mich sind menschen wichtiger, weil ich mich dieser spezies zugehörig fühle. ob tiere deshalb pauschal weniger wert sein sollten, weiß ich nicht. wenn wir tieren rechte geben, die ihnen ein artgerechtes leben ermögliche ist es egal ob wir trotzdem uns als wichtiger erachten.
natürlich brauchen tiere viele rechte nicht, die menschen brauchen. kein hund brauch ein wahlrecht, keine katze einen platz in der kita. darüber redet doch auch keiner, oder?
philipp: natürlich ist es etwas anderes ein tier in freier wildbahn ohne schmwez zu töten auch wenn ich es nicht richtig finde.man weiß nicht, ob dieses tier vielleicht kinder hat, die jetzt auch sterben müssten usw.. außerdem gibt es viel zu viele menschen und viel zu wenig tiere im wald,als dass wir uns davon ernähren können, ohne dass man die tierzahlen im wald künstlich hochziehen müsste und wieder ein ökosystem verändert. eine geselchaft mit tieren und tierprodukten aus dem wald zu ernähren finde ich um einiges unrealistischer als eine vegane gesellschaft.
jagd als sport finde ich pervers.
Markus: das mit uni finde ich eine super idee. viel erfolg!!
Kristoph: ich bringe dir ein beispiel warum ich finde, dass es artgerechtes leben für tiere nur in der wildnis geben kann, okay?
eine kuh gibt milch, weil sie ein baby bekommt. die milch ist für das kalb gedacht. wenn der mensch nun die milch haben will, muss er das kalb fortschaffen und die kuh mit hormonen weiter zum milch produzieren
anhalten. an kuh und kalb geht das nicht ohne folgen vorbei. tagelang schreien sie nacheinander, die kühe bekommen entzündete euter vom melken, sterben viel früher als in der natur und die kälber werden gemäßtet und verwurstet.dieser vorgang läuft im prinzip (nicht aber in der direkten quälerei) in der massentierhaltung und in der freilandhaltung relativ ähnlich ab. in der freien wildbahn können kuh und kalb einfach in ruhe zusammen leben.
bettina: stimme dir einfach nur zu!
wenn ihr noch fragen habt oder noch irgendwas bereden wollt, schreibt geren weiter!
nochmal danke für eure vielen anmerkungen!
Lara
Liebe Lara,
ich finde deine Streitschrift löblich. Und ich finde es nötig, dass sich die Grüne Jugend mit dem Thema auseinandersetzt.
Ich finde man muss in diesem Thema unterscheiden:
1. finden wir Fleisch essen an sich tyrannisch
2. finden wir, dass Tiere in normalen Umständen leben sollen, so wie sie ursprünglich in der Natur gelebt haben.
Da ich zweiteres auf jeden Fall für nötig halte muss Massentierhaltung und Käfighaltung ein Ende haben.
Wir Menschen dürfen uns nicht als Herrscher der Tiere ausgeben.
Was wir aber dürfen, weil es in der Natur so angelegt ist, dass ein Tier das andere frisst, ist Nutztiere unter humanen Bedingungen zu halten und zur Selbstversorgung Tiere zu schlachten. Das wäre in der Utopie der freien Tiere sogar nötig.
Längst vor dem 19. Jahrhundert, vor Massentierhaltung und Antibiotika, hat der Mensch gejagt und z.B. Schafe gezüchtet. Daran ist nichts zu kritisieren. Es ist der Lauf der Natur.
Wenn also heute jemand in moderaten Mengen kontrolliertes Bio-Fleisch von einem Bauernhof seines Vertrauens kauft ist das völlig OK.
Anders ist das beim massenhaft abgefertigten Hühnerschlegel aus Penny oder Lidl.
Wir können die Tiere befreien ohne die naturgegebene Ordnung zu ändern.
Lasst uns diesen Ansatz aneignen und auch die Mechanismen des Marktes nutzen. Je mehr Menschen Massentierhaltung ablehnen, desto weniger wird es geben. Das sieht man ja gerade beim Klimawandel. Jetzt entwickelt sogar Porsche ein Hybrid-Auto.
Mit freundlichen Grüßen,
Felix, Ravensburg
@Felix: Sich die Natur genau anzugucken und bei Eingriffen aufzupassen finde ich wichtig. Viele Naturzustände befinden sich in Gleichgewichten, die aus der Balance gebracht durchaus gravierende Folgen haben können. Das heißt aber nicht, dass die Natur per se zum “Guten” neigt. Ein Grundgesetz unter den Lebewesen ist ihre eigenen Gene weiterzugeben . Binär: Existieren oder nicht existieren. Das ist aber auch schon fast alles… ist das jetzt “Gut” oder “Schlecht”? Ich finde, dass darauf keine pauschale Antwort möglich ist – auf jedenfall ist es wohl eher egoistisch.
Ok, einige Tiere fressen andere Tiere, aber warum soll das heißen, dass es auch für uns Menschen akzeptabel sein muss?
Ein gutes Gegenbeispiel ist vielleicht die Fremdenfeindlichkeit, die mitlerweile offiziell nicht mehr gesellschaftfähig ist: Viele Tiere bilden Gruppen in denen sie ihre Reviere gegen andere Gruppen (auch von der gleichen Spezies) mit Gewalt verteidigen. Heißt das jetzt, dass ein solches Verhalten auch unter Menschen wieder akzeptiert werden sollte, weil es unter anderen Tieren so weit verbreitet ist? Ich denke nicht, gerade weil wir die Möglichkeit haben uns über solches Verhalten hinweg zu setzen.
In seine ethischen und moralischen Ansichten die Natur als Bedingung einfließen zu lassen finde ich richtig und wichtig, aber ohne den Fehler zu begehen, die Natur damit gleich zu setzen.
Auf den Punkt gebracht. S.a. http://veganismus.de und http://govegan.de
[...] geschaffen wurden. Da ist es nicht so dumm, Krypto-Rätsel als > Radio-Botschaft zu verschicken. > > Allerdings weiss ich nicht, ob es klug ist, das zu tun. Die > Indianer > haben [...]
Vegane ernährung…verzicht auf milch… Warum geben kühe milch? Die antwort: kühe geben für ihre kälber milch..sage und schreibe 350 tage lang..wie alt werden kühe normalerweise? Bis zu 15 jahre.. Heute wird eine kuh keine 5 jahre mehr.. Sie leben nur um zu gebären und milch zu geben..den kälber bleibt diese milch verwehrt..kurz nach der geburt werden die kühe wider künstlich befruchted..die kälber werden nach der geburt von ihren müttern getrennt.. Gute sache? Vegan aber für leben..
Nachtrag.. Viele menschen denken leider nicht nach wo das fleisch die milch die eier her kommen oder es ist ihnen egal.. Ihr seit es die unsere erde zur hölle macht.. Ihr wollt nicht auf fleisch verzichten? Dann seit wenigstens so fair zu schauen woher das fleisch kommt..das diese ehemaligen tiere nicht leiden mußten.. Fleisch von bodenhaltung käfighaltung usw muss tabu sein.. So etwas dürfte es nicht geben.. Wenn der staat in einem land so etwas erlaubt und fördert ist es kriminell..