Nachdem wir natürlich viel zu früh von Mareike geweckt wurden, weil sie zur Schule musste (ätsch!), fuhren wir nach Parchim, wo wir uns mit dem dortigen Direktkandidaten Bernd trafen.
Hier waren zwar deutlich weniger Touristen in der Stadt als in Malchow, dafür waren wir über lange Zeit die einzigen, die man überhaupt in der Innenstadt sah.
Gegen Nachmittag wurde es allerdings deutlich besser. Viele interessante Gespräche (zum Beispiel mit älteren Damen über die Apfelfront) und jede Menge Handabdrücke rundeten den positiven Eindruck von Parchim ab.
Handabdrücke sammeln gegen Rechts
Gegen Abend fuhren wir nach Rostock, um dort die Lesung vom ZEIT Autor Toralf Staud nicht zu verpassen. Das Thema moderne Nazis passte natürlich optimal zu unserem Engagement gegen rechte Wirrköpfe. Die Diskussion zum Ende der Veranstaltung hat uns ziemlich erschreckt, als ein etwas älterer Herr äußerte, wie Schade er es fände, dass man nach wie vor nicht stolz auf Deutschland sein könne. Rechte Tendenzen ziehen sich anscheinend durch sämtliche gesellschaftlichen Schichten und das Klischee vom Bomberjackenskinhead stimmt nur noch bedingt, wie uns auch der Autor bestätigte.
Alles in allem ein gelungener Abend, den wir mit chinesischem (oder doch ['ki:nesisch]? Sagt doch mal Johannes und Daniel…) Essen gemütlich ausklingen ließen. Todmüde fielen wir in unsere mehr oder weniger bequemen Jugendherbergsbetten.

P.S.: ganz ganz ganz ganz lieben Dank an Mareike und ihre Mutter für das super leckere Frühstück!

Tschüss Nadine
Arvid

Die Kommentarleiste:
Nicolas: Mmmmhh, so lecker! Und so wunderbare GastgeberInnen. Hier kommen wir gerne wieder zurück.

Daniel: Typisch BuVo! Wir hatten in der Jugendherberge 2 Zimmer, ein 6-Bett- und 2-Bettzimmer.
Wir gingn natürlich alle ins 6er, nur der BuVo, in Person Nadine, war alleine im 2er. Alle meine Überredungsversuche, der BuVo solle sich nicht so elitär abgrenzen und zur „Basis“ ,und zum LaVo ins Zimmer zu gehen, blieben erfolglos. Ich zog natürlich auch gleich Paralellen zur berühmten Weichbodenmatte in Jena. Wann wird der BuVo es endlich lernen, dass er sich nicht abgrenzen soll? Wann werden wir endlich in der Grünen Jugend die Schichten überwinden?
Und jetzt noch eine kurze Kritk über das von Nicola so hoch gelobte Essen bei Mareike. Wehrlose und unschuldige Tiere mussten für dieses Frühsück erst lange leiden und dann ihr Leben lassen.

Johannes: Ja, vielen Dank für die Gatfreundschaft – diesmal haben wir wirklich die Luxus-Tour mit gutem Frühstück jeden Morgen und größtenteils schönem Sommerwetter! Mäc-Pomm begeistert!

UPDATE: Fotos gibt es hier

2 Kommentare zu „Wahlkampf-Tour MV: Parchim“

  • es sind keine wirrköpfe.
    nicht wirrköpfe schreiben.

    es sind leute, die einer menschenverachtenden ideologie anhängen. es sind menschen mit einem geschlossenen, hochdiskriminierenden, ja menschenfeindlichen weltbild.

    gerade heute wieder ein umfassender artikel auf spiegel.de. wenig “wirrköpfe”, viel strategie. eiskalt.

  • ach ja, und zu dem buvo gelaber hier:
    was ist denn daran buvo-like, wenn jemand lieber ein zimmer alleine nimmt?

    es ist echt nervig und blöd, wenn leute einem nur noch als “buvo” begegnen. die, die so denken, sollten sich mal überlegen, ob sie nicht diejenigen sind, die hochhierarchisch denken.