Lichtenfels
Zeit: Es ist 11.38 Uhr und da uns die Jugendlichen nicht am Stand umringen, können wir schon mit Blog-Schreiben anfangen. Wir sind eingebettet in den Markt, d.h. außen um uns sind überall Marktstände und Leute, die einkaufen wollen. Sie können fast nicht glauben, dass wir Material kostenlos verteilen, wollen aber dann eine auf dem Infotisch abgelege Digitalcamera einfach mitnehemen!?! Wie werden etwas skeptisch beäugt…schließlich kommen solche grünen Leute ja nicht sooo oft nach Lichtenfels.

Bestandsaufnahme:
5 Mitglieder der GRÜNEN JUGEND anwesend.
Tolles Wetter.
Material in Massen.
Menschen leider nicht in Massen.
Jugendliche fast Fehlanzeige.
Ältere Menschen, die uns irgendwas über Abtreibung versuchen zu erklären: vorhanden.

Aber wir wissen ja, dass wir uns in Oberfranken, dem strukturschwächsten Bezirk in Bayern aufhalten, da können wir vorerst noch nicht all zu viel erwarten.
Die wenigen Jugendlichen, die wir ansprechen klagen über „zu wenig Geld für Jugendarbeit“, „zu wenig Jugendliche“, „wenig Events“. Dies sind die ersten Missstände, die auf der Oberfranken-Karte formuliert wurden.

Positives Fazit: Wir haben bestimmt alle jungen Menschen in Lichtenfels angesprochen und mit grünen Oberfranken-Flyern versehen.

Kronach
Tolle Sache, wir werden in Kronach vom Bahnhof abgeholt und schlagen unsere Zeltstangen auf dem Marienplatz auf. Zeltstangen? Ja klar, brauchen wir!!! Aber nicht um zu zelten, sondern um unsere Oberfranken-Karte aufzustellen. Die Konstruktion ist nicht ganz windfest, aber sie erfüllt den Zweck: Wir können Oberfranken „begrünen“ und Fingerabdrücke hinterlassen lassen. Der Zuspruch der Jugendlichen ist ein bisschen besser. Wir haben aber auch nicht die Marktstandlage, wie in Lichtenfels, sondern stehen zentral. Ein Künstler aus Kulmbach zeigt reges Interesse und ist mit unseren Vorstellungen überwiegend einverstanden…vielleicht ein neues Mitglied? Wir hoffen!!!
Es dauert noch ein bisschen, bis der Zug kommt. Wir setzten uns auf die Stufen um zu warten.

Dabei wird folgendes Schild entdeckt… stört uns aber nicht weiter.

Nachtrag:
Wir fahren am Abend weiter nach Michelau, wo wir übernachten wollen. Der Schlafraum ist ein Jugendraum über den viele kleine Orte glücklich wären: viele Sofas, selbstgestaltete Wände, alkoholische Getränke, Musikanlage…für uns HochtouristInnen ein Eldorado. Wir können uns ausbreiten, jedeR hat ein eigenes Sofa zum schafen.
Wir machen es uns auf den Sofas bequem und schauen den „Kiffer“-Film: Im Juli. Naja so oft kommt kiffen gar nicht drin vor, aber der Film ist echt toll – alternativ – spielt mit Klischees – aber eigentlich ganz grün.
Wie wir auf das Thema Kung-Fu gekommen sind, wissen wir nicht mehr ganz genau. Aber da wir einen Kung-Fu Meister unter uns haben, lag es nahe, dass wir irgendwann auf das Thema kommen mussten. Auf jeden Fall wurden noch mitten in der Nacht eine Form eingeübt, die unterschiedliche Abwehrtechniken vereint. Unser Meister konnte uns über jeden Knochen eine Möglichkeit benennen, wie dieser zu brechen ist, ebenfalls beim Genick…wir hatten dann doch ein bisschen Angst, jedoch konnten wir beruhigt schlafen, da wir bei den Infoständen in Zukunft keine Angst mehr vor irgendwelchen SchlägerInnentrupps fürchten müssen.

Nächster Beitrag: Tag 2: Oberfranken-Tour
Weitere Infos: www.gj-oberfranken.de

2 Kommentare zu „Tag 1: Oberfranken-Tour“

  • Georg:

    Viel Erfolg euch! Hier in Berlin ist auch Wahlkampf – eigentlich ist ja immer irgendwo gerade Wahlkampf.

    Wir lesen interessiert euere Blogbeiträge!

    Georg und das Büro Hofreiter

  • max:

    oh ja war lustig die nacht :-)