Vor 24 Stunden hat Angela Merkel ihren ersten Video-Podcast veröffentlicht. Spiegel Online forderte umgehend dazu auf, mit “originellen Beigaben den Download aus dem Kanzleramt zu einem schönen Mashup” zu mixen. Und was kommt dabei heraus, wenn Männer mit zu viel Zeit alleine am Computer sitzen und sich Gedanken machen, was ihnen zu einer Frau als erstes einfällt? Genau: Playboy-Häschen. Auf dem jetzt veröffentlichten Video erhält Merkel zunächst Hasenzähne, dann einen Püschel und Hasenohren. Anschließend wird das Logo von Nakednews eingeblendet (eine Nachrichtensendung, bei der sich die Moderatorinnen nackt ausziehen) und am Ende erhält die Kanzlerin noch einen neuen, weitgehend unbekleideten Oberkörper. Ein bisschen scheint das auch dem Handelsblatt, das das Video in seinem Blog wiedergibt, peinlich zu sein. Mario Sixtus heuchelt jedenfalls in seinem Beitrag augenzwinkernd Empörung über das ach so böse Video, das er ankündigt mit dem Satz: “Das hier geht wirklich überhaupt nicht”.
Im Vorfeld der Bundestagswahl gab es viele Spekulationen darum, wie Männer damit umgehen würden, von einer Frau regiert zu werden. Auch das überraschend schlechte Ergebnis der Union wurde von einigen Demoskopen auf den Frauen-Faktor geschoben: Eine Reihe von Männern hätten zwar die Union inhaltlich gut gefunden – aber eine Frau wählen? Das kleine Experiment mit dem Merkel-Video hat gezeigt: Es gibt keine besondere Reaktion von Männern auf eine Frau als Kanzlerin. Sondern die gleiche Reaktion wie auf jede andere Frau auch: sie wird erniedrigt, verniedlicht und zum Sexobjekt degradiert.
prima kommentar. danke.
Man müßte jetzt natürlich exemplarisch wissen, wie z.B. ein Acker-Cast gelaufen wäre und was man dort raus gemacht hätte.
Das naked news-Teil lag jedoch irgendwie nahe – denn wenn sie da schon wie eine Nachrichtensprecherin doziert und angeblich der größte Teil des Internets aus Pornos besteht – da lag die Verbindung nahe, auch wenn ich persönlich sie nicht ziehen würed.
die nachrichten sind gut weil angie mit macht ein großes lob