Digitale Globalisierung
Geschrieben von (Michael Rose) in Grüne Wiese, Internationales am 8. Juni 2006
Überblick über den Themenbereich Digitale Globalisierung
Digitale Globalisierung, ein Begriff, so schwammig wie Extremismus. Zunächst sei gesagt, dass ich mich vor der Aufstellung zum Themenverantwortlichen des FaFo mit diesem Titel am meisten anfreunden konnte. Optimal ist er nicht, aber eben der beste der möglichen.
Ich verstehe darunter vor allem den Beitrag des Internet zur Globalisierung, einem nunvermeidlichen und schwer zu steuernden Prozess, der eine Menge Potential mit sich bringt.
Was also ist nun die Rolle des Internet? Spielte es überhaupt eine Rolle, wenn wir davon ausgehen, dass die Globalisierung vorbei ist und wir im globalen Zeitalter leben? Diesen Fragen lasse ich zur Beantwortung liebend gerne euch und anderen – wer wäre ich, wenn ich die Antwort in einem Blog-Beitrag geben könnte? Fakt ist, dass das WWW, eMail und Chat-Systeme (allesamt Teildienst des Internet) eine Rolle spielt, den wir rücken allesamt näher zusammen, sind Nachbarn und wollen auf eine Art doch unter uns bleiben.
Tatsächlich ist das Internet nicht irgendeine Art Institution, sondern in erster Linie eine netzwerkartige Plattform, ein Werkzeug und Mittel zum Zweck. Jede und jeder kann es zu seinen Vorteilen und Vorlieben nutzen, zur Kommunikation, zur Datenbeschaffung, zum Einkaufen, zum Werben, zur Informationsbeschaffung, zu kriminellen Akten, zu Überwachung. Kurz: das Internet ist eine Wiese, auf der das Schaft grast, der Hund sein Kanninchen findet und der Jäger sein Reh schießt. Was auf dieser Wiese bislang fehlt, sind Spielregeln, die festlegen, wie viele Jäger Rehe jagen dürfen, und dass sie sich nicht selber behindern. An dieser Stelle sollten die Schlagwörter eGovernment und Netz-Verwaltung fallen.
Anders als bei der Gesetzgebung von Nationalstaaten taucht ein Problem auf, das in dieser Form ein Novum ist: Wer macht die Spielregeln, und wer sorgt für ihre Einhaltung? Immerhin sollte das Internet gemäß dem Gründungsgedanken als eine Allmende für alle Menschen verfügbar sein. Dürfen also alle die Spielregeln machen? Oder nur die Nutzenden?
Dieses offene Ende gibt mir nun Gelegenheit, die erforderten Links zu präsentieren:
http://www.netzpolitik.org/
http://www.icann.org/
http://www.ammering.org/











