Die Menstruationstasse – Eine Alternative zu Binden und Tampons


Die beiden verbreiteten Mittel zum Auffangen des Menstruationsbluts sind Binden und Tampons. Das ist schlecht für Umwelt und Frauen. Ähnlich wie Windeln sind sie mit Plastik überzogen, weshalb es sehr lange dauert, bis sie in der Umwelt abgebaut sind. Zur Produktion von Binden und Tampons werden viele Ressourcen gebraucht, die teilweise fossil sind. Eine Frau braucht ca. 10 000 Stück von ihrer Menarche bis zur Menopause. Tampons stören das saure Scheidenmilieu und die Feuchtigkeit der Schleimhäute, die Klebefolie bei Binden verhindert die Luftzirkulation. Das begünstigt Pilze und Blasenentzündungen. Die Hygieneprodukte werden mit Chlor und anderen Chemikalien gebleicht. All diese gesundheitlichen Folgen sind bei Tampons noch wesentlich stärker als bei Binden und können bis zum toxischen Schocksyndrom führen. Bei Binden jedoch gibt es Nachteile in der Handhabung. Eine sehr gute, aber wenig bekannte Alternative sind Menstruationstassen. Hierbei handelt es sich um kleine Gefäße aus zumeist medizinischem Silikon, die sich in die Scheide setzen lassen und das Menstruationsblut auffangen. Sie verrutschen nicht, sind nicht gesundheitsschädlich und müssen nur zwei bis maximal vier Mal täglich geleert werden. Sie sind wiederverwendbar, was sie nicht nur extrem umweltfreundlich, sondern auch sehr kostengünstig macht. Sie werden im Internet, in Apotheken und in Outdoorläden verkauft. Weitere Möglichkeiten zur ökologischeren Menstruationshygiene sind Stoffbinden, Naturschwämmchen sowie Tampons und Binden in Bio-Qualität.

 

Simone Renker

 

1 Kommentar zu „Eine blutige Angelegenheit“

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