Wir sind ja alles sehr froh, daß BP keine Atomkraftwerke baut…
Weil wir aber auch Vattenfall nicht vertrauen und selbst wenn wir denen vertrauen könnten blieben immernoch genug Argumente gegen Atomenergie: Waffenfähiges Uran, die ungelöste Endlagerfrage, die unflexible Stromerzeugung, die Machtkonzentration bei den Betreibern und die simple Tatsache, daß wir die Dinger nicht brauchen. Und weil das so ist, gehört – bis er unnötig wird, weil es das Zeug nicht mehr gibt – Anti-AKW-Aktivismus zu den Arbeitsfeldern der Grünen Jugend. So auch auf der Tramptour.
In Miesbach sind wir durch rege Beteiligung der Ortsgruppe und Verstärkung durch Swanjte und ein paar anderen zu elft. Mit zwei Fässern, Anzügen und von Franz eigens für die Aktion vorbereiteten, giftig grünen “Brennstäben” machen wir so ganzschön Eindruck. Und weil Miesbach an diesem Tag den jährlichen “kulinarischen Einkaufsabend” feiert, haben wir auch ausreichend Publikum.
Wir fragen die PassantInnen, ob sie nicht ein wenig Atommüll bei sich zu Hause lagern könnten. Viele MiesbacherInnen haben ja Häuser mit Gärten und Kellern und Garagen und da die deutschen Atomkraftwerke jedes Jahr 500 Tonnen neuen Atommüll produzieren und niemand weiß, wo der hin soll, bietet sich eine Verteilung auf Privathaushalte als letzte Lösung an. Dabei gilt auch hier: Starke Schultern können mehr tragen als schwache. Doch niemand will das Zeug haben. Aber irgendwo muß es doch hin. Also machen sich ein paar von uns dann doch auf den Weg, im öffentlichen Raum nach mehr oder weniger geeigneten Orten.
Im Gegensatz zu großen Endlagern in Salzstöcken wie in der Asse, bietet die Miesbacher Innenstadt große Vorteile: Durch die Verteilung der abgebrannten Brennstäbe in kleinen Einheiten fällt der Müll garnicht so auf und durch eine oberflächennache Lagerung ist garantiert, daß man das Zeug wieder rückholen kann, falls es doch auffällt.
Atommüll. Jetzt in Miesbacher Baumscheiben – vielleicht auch bald in deiner Stadt?
Daumen hoch! Mal ehrlich, an diesem ganzen Dilemma ist doch auch die – entweder faule oder ignorante oder einfach nichts ahnende – Gesellschaft schuld. Im Stile von: solange das Zeug nicht bei uns landet ist ja alles okay. Hauptsache, wir haben unseren Strom.
Wird Zeit, dass die Masse mal darauf aufmerksam wird, dass wir alle ein Problem haben – und mit alle sind wirklich ALLE gemeint – wenn der Müll sich anhäuft.
Aber: aufmerksam reicht nicht. Aktiv ist das Zauberwort. Wenn überhaupt kann doch nur die Masse etwas gegen diese Lobbyismuspolitik bewegen.
Deswegen: weiter so!
schon nach der ersten atombombe hätte den menschen doch klar sein müssen was für ein schaden dadurch angerichtet wird ! ich finde es unverandwortlich die atomlaufzeit noch weiter zu verlängern wo nochnichtmal geklärt ist wie es mit dem müll der 70er jahre und dem der jetzt gerade produziert wird weiter gehen soll. ich persönlich kann mir überhaupt nichts unter atommüll vorstellen ich weiß nicht wie es riecht ob es überhaupt riecht und ich weiß nicht ob es fest flüssig oder gasförmig ist, wahrscheinlich geht es vielen menschen so und nur spezialisten können ungefähr sagen wie weit es strahlt und was es für alte ,schwangere oder kranke menschen für folgen hat in der region eines atommüll lagers zu wohen. mir macht dieser radioaktive unberechenbare stoff/ müll der hier in niedersachen deponiert werden sol angst !! wenn es die möcklichkeit gibt auf sonnen,wind und wasser energie umzusteigen warum werden sie dann nicht genutzt in vielen bereichen gab es revolutionen wann kommt endlich die der erneuerbaren energie ?!
muss dafür erst noch ein unglück geschehen muss dafür noch mehr land verseucht werden bis auch die geldgierigen politiker verstanden haben das die atomkraft eine nummer zu groß für die menschheit ist und dazu noch völlig unnötigt. aber wer lieber geld für müll entsorgung ausgibt als für die förderung ökologischer energie der hat einfach angst vor veränderungen ..ich bin kein profi auf diesem gebiet doch ich habe gerade die zeitung gelesen und wollte einfach mal meine meinung und angst vor der atomkraft loswerden. (amy ,16)
schon allein, weil die bundesregierung die monopolstellung der energieriesen durch verlängerte akw-laufzeiten UND erniedrigte abgaben (die mehreinnahmen durch steuern waren eins der großen argumente der koalition für die verlängerung der laufzeiten!) ist die atompolitik der schwarz-gelben ein eklat
und das ist wirklich nur ein punkt von vielen…
Hey Amy.
Also, spezialistin bin ich auch nicht, aber ich kann dir ein wenig von deiner angst nehmen.
Den Atommüll kann man sich ruhig anschauen, man fällt nicht beim ersten blick tot um.
Weißt du wie ein Kraftwerk funktioniert? Naja, auf jeden fall muss man Wasser erhitzen.
In unseren geliebten Brennstäben, in dem Atomkraftwerk, findet eine kettenreaktion zwischen Stoffen statt, so dass die Brennstäbe das Wasser erhitzen können. (die Geschichte, wie daraus dann Strom gemacht wird, ist eine andre)
bei diesem Prozess entstehen Abfallprodukte. So genannter Atommüll.
Dieser Atommüll strahlt. Das heißt es werden kontinuirlich Elektronen rausgeschleudert, die Moleküle & all solch kleine Dinge, zerstören.
Dein gesamter Körper besteht aus diesen winzig kleinen Atomen & Molekülen (also Moleküle bestehen aus Atomen :D). Somit wird dein Körper auf dauer kaputtgemacht. Er wird verstrahlt.
Ich hoffe dass du das nun ein wenig mehr verstanden hast ;)
(Ähm. es dauer eig. sehr lange, bis der Atommüll mal aus seinem Lager bis zu dir hoch gestrahlt hat, aber in Sicht auf 100 bis 200 jahre in der Zukunft, geht das dann doch schnell.)
Ich persönlich empfinde eure Meinung, dass Atomenergie unnötig ist als absolut verwerflich.
Ich kann die Angst vor solchen Verstrahlungen auch nicht ausstehen. Aber unnötig sind solche Atomkraftwerke deswegen schon gar nicht.
& warum man das plötzlich nicht auf knopfdruck in erneuerbare energien umschalten kann?
hm. schwere frage, was?
Schon mal drüber nach gedacht, dass der Wind an der Nordküste Deutschlands nicht kontinuierlich mit windstärke 8 weht?
& wir auch nicht ein Meer mit suuper wellengang haben, weil wir nicht am offenen ozean leben?
irgendwie mal bemerkt, dass wir nicht in der offenen wüste leben, wo man ohne probleme von solarenergie leben kann?
Diese Frage ist nicht allzu schwer zu beantworten.
Viel wichtiger ist die Frage wie man all das kombinieren kann & ob wir nicht eine art gemeinschaft von staaten errichten sollten, in der man sich dann gegenseitig hilft, weil nun einmal jeder auf die energie angewiesen ist?!
schon allein, weil die bundesregierung die monopolstellung der energieriesen durch verlängerte akw-laufzeiten UND erniedrigte abgaben (die mehreinnahmen durch steuern waren eins der großen argumente der koalition für die verlängerung der laufzeiten!) ist die atompolitik der schwarz-gelben ein eklat und das ist wirklich nur ein punkt von vielen…
danke für die erklärung , und deine idee von einer gemeinschaft der staaten finde ich gar nicht so schlecht :) mir ist schon klar das nicht alles per knopf druck geändert werden kann aber es muss zum mindest noch mehr gefördert werden so weit das atomkraft in einiger zeit nicht mehr gebraucht wird und das die kombination beider energieträger schon heut zu tage möcklich wird !