Musik: Bitte: „The Doors“ „This is the End“ anmachen.
Achtung, jetzt wird es sentimental. Ich wurde es schon ein wenig, als das verbliebene Hochtourteam die Aufkleber vom Auto abkratzten.
Ich habe viel dazu gelernt. Dass mensch mit zwei guten Anknibblern einen Igel vom Auto abreißen kann, ist gerade erst dazu gekommen. Der Bus (hat von uns übrigens keinen Namen gekriegt) war zumindest für die Zeit in der wir herum gefahren sind wie ein zweites Zuhause. Ein wenig mag es daran liegen, dass er einen Charme von Zuhause versprüht hat, zumindest was die Unordentlichkeit betrifft. Wir haben zwar öfters für Ordnung gesorgt, doch wie von selbst und ziemlich schnell, ist er in sein natürliches Grundchaos zurückgesprungen.
Was kann ich noch sagen?
Achja, das Team. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Hat aber auch ziemlich schnell gewechselt. Die neuen Konstellationen haben immer ein wenig neues hervorgebracht. Reibereien gab es, aber keine ernsten Konflikte. Lockere Sympathien, aber keine getrennten Untergruppen. Es war immer wieder etwas Neues Tag für Tag.
Was noch?
Achja die Altgrüns vor Ort. Jeden Tag was Neues. Immer ein wenig anders und niemals das Gleiche. Die Motivation, sich für Grüne Inhalte einzusetzen ist vielfältig. Die ökonomischen Verhältnisse der Grünen Parteibasis ist ausgesprochen heterogen. Die Berufe und Berufungen genauso. Falls es eine Verallgemeinerung gibt, dann, dass die Grünen nicht verallgemeinert werden können. Das Ideal der freien Assoziation von Individuen, passt auf die (niedersächsischen) Grünen, dem Anschein nach. Es ist vordergründig nicht das Machtinteresse, sondern die Überzeugung etwas zu tun, das die Leute aktiv werden lässt. Ob die GRÜNEN deshalb, vergleichsweise wenige Mitglieder haben kann ich nicht beantworten. Sie schneiden bei den Wahlen mit guten Ergebnissen ab. Der gesamtgesellschaftliche Einfluss begrenzt sich aber auf eine Meinungshoheit über Umweltthemen. Ein regelmäßiges „Ohhhh“ ist den grünen Bewegungen sicher, falls es beispielsweise um die Abschlachtung von Robbenbabys in Canada geht. Die selbe Reaktion auf eine grüne Finanzstrukturreform? Undenkbar! Höchstens von der FDP vorgeschlagen, hätte sie eine Aussicht auf Erfolg. Doch bevor so etwas kommt, siedeln sich Eisbären Erfolgreich in der Sahara an. So müssen die GRÜNEN stets aufs neue beweisen, dass sie Kompetenzen auch jenseits der Ökologie haben.
Der Zuckerguss?
Die GRÜNE JUGEND! Mega viel los vor Ort! Geile Action, geile Scheiße! Mega viel Motivation in der „Basis“. Da geht was!
Ja das ist richtig. Wir hatten in vielen Städten Kontakt mit den GRÜNE JUGENDen vor Ort. Das hat uns als Hocktourenteam auch jedes Mal auf Neue wieder überrascht, wie groß GJ-Basisgruppen selbst auf dem tiefsten Land werden können. GJ-Niedersachsen merkt Euch das: da ist mega-viel Potenzial. Mega Mega Mega! Hilfe wo sie benötigt wird, gute Tipps immer zur Seite stehen. Die GRÜNE JUGEND als Massenbewegung geht vom Land aus!
So das war’s. Es war eine schöne Zeit, die ich gerne für die GJ bereitgestellt habe. Ich habe viele Landschaften gesehen, an die sonst achtlos vorbeigefahren wäre, geschweige denn überhaupt gesehen. Jetzt geht es daran die neuen und alten Bekanntschaften zu pflegen, damit eines Tages eine Freundschaft daraus erwachsen kann. Ich bedanke mich für Eure Zeit, den KoordinatorInnen unter denen ich mitgefahren bin und ganz besonders dem Team aus der BGS. Ihr wart immer da, wenn etwas nicht geklappt hat, wart nachsichtig und doch nicht zu lasch. *ganz viele Umarmungen*
Ich kann hier nur ein Bruchteil der Eindrücke schildern. Sie werden mich lange begleiten…
…This is the end…
