Gestern hatten wir einen freien Nachmittag, also haben einige beschlossen einen Ausflug nach Marokko zu machen. Schliesslich ist die naechste Stadt nur eine Viertelstunde mit dem Taxi entfernt. Zunaecht musste aber natuerlich die Grenze ueberquert werden und das stellte sich als schwieriger als geplant heraus. Nicht dass irgendetwas passiert ist, aber nachdem wir unsere Paesse dem marokkanischen Grenzsoldaten gegeben hatten, geschah erstmal nichts. Nach einer Dreiviertelstunde bekamen wir sie wieder ausgehaendigt und konnten die Grenze passieren. Nach einer interessanten Taxifahrt befanden wir uns in Nador, der naechsten Hafenstadt. Viel zu berichten gibt es von dort jedoch nicht – sie koennen allerdings nicht allzu viele Touristenbesuche verzeichnen, da wir ueberall staunend betrachtet wurden.
Wieder zurueck in Melilla stand eine Standrundfahrt von der UNESCO auf dem Plan. Zwei Stunden sind wir durch die Stadt gefahren, am doppelreihigen, sechs Meter hohen Grenzzaun entlang. An der Stelle, wo im Sommer die AfrikanerInnen versucht haben, den Zaun zu ueberwinden, liegt noch ein Berg an selbstgebauten Leitern! Auf mich hat das Ganze wie ein verlassener Friedhof gewirkt!
Ansonsten hatten wir gestern noch Arbeitsgruppen zum Thema “Illegale Einwanderung”. Aus verschiedenen Perspektiven (Regierung, Wirtschaft, Gesellschaft) sind wir an diese Thematik herangegangen und haben nach Loesungen gesucht. Wie so oft in der dieser Woche sind Antworten aber schwer zu finden und das Gefuehl sind in einem Teufelskreis zu befinden kommt hoch. Trotzdem sind die Diskussionen sehr gewinnbringend und es fehlt uns nicht an Tatendrang und Motivation die Welt zu veraendern!
Optimistische Gruesse aus dem verregneten (!) Melilla, Paula.
