Seit gestern verweilen wir nun in Melilla auf dem FYEG Youth Exchange zum Thema Menschenrechte und Migration. Noch nie von Melilla gehoert? Melilla ist eine spanische Stadt auf marokkanischem Gebiet. Hoert sich komisch an, ist aber so. Mit einem doppelten Grenzzaun, Stacheldraht und massivem Polizeiaufgebot wird hier die EU-Aussengrenze bewacht. Im Sommer 2005 wurde die Stadt durch negative Schlagzeilen bekannt. In den marokkanischen Waeldern auf den Huegeln um die Stadt “leben” tausende afrikanische Fluechtlinge, die nur eins wollen: nach Europa und ein besseres Leben beginnen. Dafuer haben sie eine jahrelange Reise auf sich genommen, sind durch die Sahara – teilweise gelaufen – viele mussten dort ihre Leben lassen. Nun warten sie auf eine Situation, um entweder das Mittelmeer aufs spanische Festland zu ueberqueren, oder hoffen auf eine Moeglichkeit ueber den Zaun nach Melilla zu kommen. Dies haben im Sommer tausende Menschen getan und haben in grossen Gruppen versucht den Zaun zu ueberwinden. Einige haben es geschafft, die meisten jedoch nicht – manche habe sogar ihr Leben verloren.

Wir sind eine Gruppe von ueber 50 jungen Menschen aus ganz Europa, der Tuerkei, Marokko und Palaestina und beschaeftigen uns nun mit diesen Problemen. Warum verlassen Menschen eigentlich ihr Heimatland, was sind die Gruende fuer Migration und welche Wege gibt es in die “Festung Europa”? Dies s ind nur einige Fragen, die wir eroertern…mehr werdet ihr in den naechsten Tagen lesen koennen.

Liebe Gruesse aus dem warmen (15 Grad) Melilla,
Paula

1 Kommentar zu „Brief aus Melilla“

  • Clara:

    Liebe Melillaverweilende,

    ich hoffe, dass ihr die Zeit nutzt, viele neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Ich freue mich auf Eure Berichte,

    liebe Grüße aus der Uni in dem eiskalten Berlin,
    Clara