Die Konferenz ist mittlerweile schon am zweiten Tag angekommen und neben der ofiiziellen Eröffnung konnten auch schon die ersten größeren Ausflüge unternommen werden. Neben dem formellen Prozedere der Eröffnung, der Key Note Speaches und den Gruppenfotos ging es auch schon in die Arbeitsgruppen. Ich habe das Vergnügen mich mit dem Thema “Common Challenges for participation and mobility” auseinanderzusetzen. Ergebnisse liegen noch keine vor, die Diskussionen verliefen bisher aber auf einer sehr diplomatischen Ebene. Bemerkenswert fande ich es wiederum wie eine Teilnehmerin aus Brunei offen die Unterdrückung in ihrem Land angesprochen hat, obwohl sie beim Staat angestellt ist.
Um aber wieder etwas mehr vom Alltagsleben in China/ Beijing zu berichten, so haben wir gestern Abend einen Ausflug unternommen. Ziel war eigentlich irgendein Restaurant/ Bar wo es exotische Tiere gibt, ich weiß nicht was an Skorpion-Essen toll sein soll, haben es aber im Endeffekt nicht finden können und sind dann nach Huwei gefahren, einer netten Bargegend um einen See herum. Im Lotus Blue sind wir dann auch erstmal hängen geblieben. Die Bar ist sehr zu empfehlen, auch wenn die Preise westliches Niveau haben.
Viel mehr hat mich aber an dem Ausflug gestört, als ich mitbekommen habe was die Arbeitszeit hier kostet. Als Taxifahrer bekommt man ca. 10 Cent pro Killometer, Benzin inklusive. Und es geht auf allen Ebenen weiter. Im Hotel werden die Zimmer dreimal täglich saubergemacht. In der Lobby gibt es eine Putzkraft die permanent den Boden wischt. Auf Nachfrage bei den chinesischen TeilnehmerInnen wurde mir die Situation erklärt und im ländlichen Raum sind die Bedingungen noch viel schlimmer. Was mir aber wiederum auch aufgefallen ist, ist das die Bezahlung als auch die Behandlung von Frauen in China und auch wohl anderen asiatischen Ländern besser als im Großteil Europas ist. Die asiatischen TeilnehmerInnen sind fast gender balanced, wenn aus Europa gerade mal 20% der TeilnehmerInnen weiblich sind. In das traditionelle Rollenverhältnis konnte ich bisher noch nicht einblicken, fand aber die Situation auf den ersten Blick sehr spannend.

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