Vom 17. bis 19. April fand der Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND in Stuttgart statt. Auf diesem ist auch ein kleiner Film entstanden. An dieser Stelle ein großes Danke an die GJ Stuttgart für den Film und große Orga Leistungen vor Ort.
Vom 17. bis 19. April fand der Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND in Stuttgart statt. Auf diesem ist auch ein kleiner Film entstanden. An dieser Stelle ein großes Danke an die GJ Stuttgart für den Film und große Orga Leistungen vor Ort.
Schiebung! Tatsachenverdrehung!
Der “Braunschweiger” ist doch eindeutig gebürtiger Stuttgarter ;-)
Spaß beiseite – Vielen Dank für den Großartigen BuKo!
Kritik Teil 1
Es war mein zweiter BuKo und ich bin auch nicht mehr ganz der Jüngste (Hülfe ich werd alt), aber einige Dinge sollten sich ändern:
Verpflegung: Am Samstagvormittag war ich noch gegen den Veganantrag, am Ende stimmte ich doch dafür, nichtsdestotrotz bleibt ein fader Beigeschmack. Warum wollen wir veganes Essen auf dem BuKo?
- Fleischkonsum reduzieren – erfüllt
- Vorbildfunktion – daneben
- Überzeugungsarbeit durch Erfahrung – daneben
Die letzten beiden Punkte werden einfach nicht erfüllt, so wie es in Stuttgart gelaufen ist. Auf der einen Seite muss gespart werden, so stark gespart werden, dass Menge an Lebensmitteln (jeweils Mittagessen Sa und So) und Hygiene (z.B. Abwaschen, Leute an den Kochstellen) auf der Strecke bleiben. Zudem ist die Organisation gerade von frischen Zutaten aus ökologischem Anbau am Wochenende ohne entsprechende Orga schwer. Und mit dem veganen Essen was uns da geboten wurde (besonders Sa-mittag Seitan dürftig gewürzt, und Sa-abend der Nachtisch einfach nur bäh (Sojapudding) und die Hauptmahlzeit zum runterwürgen. Damit überzeugt ihr keineN FleischfresserIn von veganem essen, und diese Meinung teilten auch viele andere, wie z.B. die Stuttgarter Organisatoren, die sich gleich mal Salamipizza bestellten, jahrelange VeganerInnen, die sich beschwerten, und der Ansturm am Samstagabend auf das vegetarische Büffet der Abendveranstaltung.
Ich fordere:
Bereitstellung entsprechender Finanzen für:
- Zubereitung mit entsprechend ordentlichen Kochmöglichkeiten, ausreichend Geschirr (z.B. Töpfe) – auch um Wartezeiten von 45 Minuten zu reduzieren)
- ausreichend Lebensmitteln, damit alle was vom Essen abbekommen und nicht nur Rester
- ordentlich Geschirr/Besteck, damit nicht die Hälfte vom essen unterwegs verloren geht oder gar nicht erst genutzt werden kann
- Lebensmittel die frisch sind, aus ökologischem Anbau
- Leute am Kochen, die lebensmittelhygienische Bedinungen kennen und einhalten
Leute, die auch für 300 Leute lecker kochen können
Denn für mich ist das vegane Essen beim BuKo ein Aushängeschild, ein politisches Statement und nicht nur Nahrungsaufnahme. Wobei ganz nebenbei gutes Essen auch immer zu einer guten Stimmung beiträgt. Und veganes Essen beim BuKo ist für viele der erste und vielleicht auch vorerst einzige Kontakt mit explizit veganem Essen zu allen Mahlzeiten und der Eindruck bleibt.
Kritik Teil 2
Unterbringung:
Nein wir brauchen sicher keine Hotels, wahrscheinlich nicht mal Jugendherbergen, aber ist es wirklich nicht möglich ordentliche Turnhallen bereitzustellen, die auch wohltemperiertes Wasser ganztägig zur Verfügung stellen?
Beteiligung an Debatten/Diskussionen/Redebeiträgen/Anträgen:
Nun es gibt das Einführungstreffen für Neue. Aber sonst ist es echt gruselig, wie Themen abgewürgt werden und bei den redebeiträgen das Recht des Stärkeren immer wieder vorankommt. Ich bezeichne mich nicht als besonders langsam oder gar schüchtern, trotzdem schaffte ich es zweimal nicht, einen Beitrag einzureichen, weil mal wieder Mitglieder des BuVo oder andere “alte” Hasentiere schneller waren, die sowieso ständig redeten und dann öfters mal pro und contra nicht zu unterscheiden wußten. Worüber unterhalten wir uns denn auf Gendertreffen so z.B. in Potsdam, als wir darüber diskutierten, wie denn außer einer Frauenquote und ErstrednerInnenliste (die z.B. fehlt) noch andere Möglichkeiten eingeführt werden können, für Menschen, die damit nicht so klar kommen, aber sich auch an der Diskussion beteiligen wollen.
Meine Forderungen:
- Deutliche Erweiterungen der Debattenbeiträge, weg von zwei oder vier und dann noch die in diesem Fall unsinnige Kopplung an die Geschlechter, wer reden will soll reden, wenn Frauen reden wollen, dann sollen sie auch entsprechend abwechselnd die Chance dazu haben, aber wenn zu einem Thema drei Männer was vernünftiges sagen wollen, aber keine Frau etwas sagen möchte, dann ist das auch okay. Und genauso wenn nur drei Frauen etwas sagen möchten, dann ist das ebenso okay. Förderung der Frau immer, aber nicht Behinderung des Mannes.
- mehr Zeit für Einreichung der Redebeiträge oder von Protest.
- Darstellung der Themenpunkte auf größerer Leinwand, um Verfolgbarkeit besser zu gewährleisten
- Einführung anderer Beteiligungsmöglichkeiten z.B. in Form schriftlicher Beiträge, die verlesen werden, in dem z.B. Computerterminals aufgestellt werden, wo Leute einen Kommentar zum aktuellen Thema reinschreiben können, der dann verlesen wird
Soweit meine Kritik am BuKo. Selbstverständlich habe ich mich dort auch amüsiert, viel Neues gelernt, auch viele Menschen kennen gelernt. Das alles soll durch meine Kritik nicht unter den Tisch fallen. Ich sage Dinge sehr direkt und auch immer mit einer gewissen emotionalen Note. Persönlich möchte ich aber mit meiner Kritik niemanden angreifen, sondern ich hoffe vielmehr auf Diskussion und vielleicht die eine oder andere Änderung/Verbesserung auf den kommenden BuKos.
Liebe Grüße aus Leipzig
Jens Hübel
P.S.: Dies ist meine persönliche Meinung und spiegelt nicht die Meinung der GJ Leipzig oder GJ Sachsen wider.
Einverstanden!