Jerusalem, Hostel Beit Ben Yehuda, 22.03.09; 22:34 israelische Zeit
Geschrieben von (Franza) in Auf Achse, Grüne Wiese, Internationales am 22. März 2009
Huuuunger. Ist ja auch schon spät: die letzte Mahlzeit gab es heute Mittag zwischen zwei Vorträgen. Ist also mal an der Zeit nicht mehr den Kopf, sondern mal den Bauch mit Input zu füllen. Ario steht auch schon in der Küche – kann also nicht mehr so lange dauern.
Derweil sind so knapp über fünzig Prozent von uns im Internet, am Computer oder anderweitig ans web2.0 angebunden. Immer diese Süchte… einige reden noch ohne diese technischen Hilfsmittel – face-to-face. Immerhin.
Gerade werden wir Zeugen eines Foto-Battles. Gegen Dima und seine Kamera kommt man aber einfach nicht an – mal sehen, ob sich Franzas Veto durchsetzt, oder ob ihr ebenfalls an diesem Ereignis teilhaben könnt…
Heute morgen hatten wir einen Vortrag von Jörn (heute hatten die Leute alle keine Nachnamen) über die Heinrich-Böll-Stiftung und ihre Aufgaben in Israel. Es gibt vier Schwerpunkte: unter anderem jüdisch-deutsches Verhältnis und Nahost-Konflikt. Interessant waren auch seine Berichte über die Grünen und ihre Position zum Nahost-Konflikt in den 80er Jahren :)
Direkt im Anschluss hörten wir von Bettina einen Vortrag über Kayan. Hierbei handelt es sich um eine Organisation, die sich für arabische Frauen in Israel einsetzt. Bisher haben sie nach einigen Startschwieirigkeiten in Zusammenarbeit mit dem Ministerium Busse für die arabischen Städte erreicht. Bis dahin gab es einfach keine und die Frauen mussten alles zu Fuß oder eben gar nicht erledigen. Denn Autofahren ist den Frauen teilweise verboten. Krass!
Dann kam die Essenspause, von der oben schon geschrieben wurde. Da hat Jörn noch ein bisschen geplaudert. Sehr cool, aber leider zu kurz. Mussten dann sehr schnell zum Bus. Auch wenn wir an der Haltestelle dann ziemlich lange gewartet haben (hier gibt es einfach keine Fahrpläne und entweder man wartet und es kommt ein Bus oder man wartet und es kommt keiner).
In der Uni von Tel Aviv haben wir uns das Steven-Roth-Institut angeguckt. Da uns die Frau darauf aufmerksam machte, dass man alles im Internet angucken könnte, schreib ich hier auch nicht mehr dazu.
Dann ging’s nach Jerusalem, also genauer: Mit dem Bus zur Heinrich-Böll-Stiftung, Gepäck holen (dabei fällt mir noch ein: heute morgen hat der Taxifahrer Jonas einfach irgendwo in einer Nebenstraße mitsamt Gepäck aussteigen lassen und wir mussten ihn und unsre Sachen eine Weile suchen. Der Taxifahrer war mit der Bezahlung wohl nicht so einverstanden…). Dann zum Bus (kennt ihr ja schon: warten und so). Mit dem Bus (ja, er kam) zum ZOB, durch eine „nicht sehr ambitionierte“ Kontrolle (so ähnlich meinte Ario über den Wachmenschen) und zum Bussteig. Dann fahren (es war schon dunkel, weil 18 Uhr (!) und deswegen diente die Fahrt dazu mal was zur Ruhe zu kommen und Zeit zu haben, die vielen Eindrücke auf eineN wirken lassen).
Jetzt sind wir also in Jerusalem. In den Zimmern ist die Fußbodenheizung an…das versteh wer will. Nun ja, der Hunger überwiegt gerade. Mit den Heizungen beschäftigen wir uns dann heute Nacht ;-)
Bis bald, euer Blogteam
PS: Schaut mal Fotos auf www.konsewitch.de











