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	<title>Kommentare zu: Der Konflikt der doppelten Standards</title>
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	<description>Das Blog der GRÜNEN JUGEND</description>
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		<title>Von: Felix</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-41360</link>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 16:39:26 +0000</pubDate>
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		<description>Danke ML, du hast aus meiner Sicht sehr viel Richtiges gesagt.

Ich will meine und die andere Kritik nicht damit rechtfertigen, aber viele Untersuchungen haben immer deutlich herausgefunden, dass Israel wiederholt gegen gültiges Völkerrecht verstoßen hat.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,615128,00.html

Ich wünsche mir, dass die UN endlich &quot;offiziell&quot; das Kriegsgeschehen analysiert und anschließend auch mal Israel mit Konsequenzen zu rechnen hat. 

Wer diesen Konflikt mit Waffen lösen will, muss endlich einsehen, dass er zum Scheitern verdammt ist!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke ML, du hast aus meiner Sicht sehr viel Richtiges gesagt.</p>
<p>Ich will meine und die andere Kritik nicht damit rechtfertigen, aber viele Untersuchungen haben immer deutlich herausgefunden, dass Israel wiederholt gegen gültiges Völkerrecht verstoßen hat.<br />
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,615128,00.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,615128,00.html'>http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,615128,00.html</a></p>
<p>Ich wünsche mir, dass die UN endlich &#8220;offiziell&#8221; das Kriegsgeschehen analysiert und anschließend auch mal Israel mit Konsequenzen zu rechnen hat. </p>
<p>Wer diesen Konflikt mit Waffen lösen will, muss endlich einsehen, dass er zum Scheitern verdammt ist!</p>
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	<item>
		<title>Von: ML</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40937</link>
		<dc:creator>ML</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 21:38:15 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Autoren,

Ich habe soeben Euren Artikel gelesen und stimme mit Euch in vielen Punkten überein. Allerdings- und so habe ich auch in einem anderen Kommentar eben gelesen- überrascht und erschreckt mich Eure kühle &quot;Aufrechnungslogik&quot;, die dieser Artikel suggeriert. Auf mich wirkt der Artikel nicht wie eine nüchterne Analyse der Tatsachen, sondern vielmehr wie eine parteiische Stellungnahme und Rechtfertigung der Isrealischen Greueltaten. Dieser Krieg ist ein schmutziger Krieg, an dem jeder, der daran beteiligt ist auch eine gewisse Mitschuld trägt, das steht außer Frage. Aber es haben mir trotzdem viele wichtige Tatsachen in Eurem Artikel gefehlt, die zu einem besseren Verständnis der Lage im Gaza notwendig gewesen wären (teilweise waren da sogar falsche Behauptungen). Beispielsweise die irrtümliche Behauptung &quot;Isreal wollte den Krieg nicht&quot;. Es wird hier leider übersehen, dass Israel nach Auskunft des Verteidigungsministers Ehud Barak die Operation &quot;Gegossenes Blei&quot; bereits sechs Monate im voraus geplant hatte und nur auf den richtigen Moment des Angriffs auf den Gaza streifen gewartet hat. Dass andererseits die islamistischen Kämpfer bis Ende Oktober den Waffenstillstand einhielten steht sogar auf der Internetseite des isrealischen Ministeriums. Auch wird von Euch übersehen, dass die palästinensischen Angriffe auch einen politischen Anlass hatten, nämlich das Kommandounternehmen der israelischen Armee, bei dem am 4. November in Gaza sechs Hamas-Kämpfer getötet wurden (siehe Le Monde diplomatique Februar Ausgabe). Von daher finde ich eure Analyse in diesem Punkt völlig unzureichend und irreführend. 

Auch empört mich Eure Behauptung &quot;da die Hamas dadurch die eigene Bevölkerung töten und Infrastruktur zerstören lässt&quot;. Isreal hat unendlich viele andere Möglichkeiten als auf die militante Taktik eines gezielten Luftangriffs zu setzen und Nahkämpfe auf dem Boden zu vermeiden. Wir sind im 21 Jahrhundert angelangt- meint Ihr nicht, dass es heute auch andere Wege gibt sein Land ohne militärische Mittel und Krieg zu verteidigen? Allein durch Nahkämpfe am Boden wäre die Zahl der zivilen Opfer in dem am dichtesten besiedelten Gebiet der Erde (1,5 Mio Menschen auf 370 Quadratkilometer) weitaus geringer ausgefallen. Ein Drittel der Opfer des israelischen Angriffs waren keine Kombattanten und ein Drittel war jünger als 18 Jahre. Was bringt uns allen dann die Behauptung das &quot;Isreal den Krieg nicht wollte&quot;? Isreal war sich der Konsequenzen dieses Angriffs bewusst und hat das Leben von hunderten Zivilisten im Gazastreifen Menschen trotz alle dem in Kauf genommen. Jeder mag gute Intentionen haben, aber allein die Intention reicht nicht. Es ist das Handeln, dass einen Menschen, ein Land definiert. Bereits der damalige Generalstabchef  General Mosche Jaalon sagte 2002 &quot;Man muss den Palästinensern bis in den letzten Winkel ihres Bewusstseins klarmachen, dass sie ein besiegtes Volk sind&quot;. Wenn ich mir dann die Angriffe und Handlungen Isreals anschaue, fällt es mir manchmal schwer das Gegenteil zu glauben. Wie Mandela Nelson einst in seinen Memoiren schreibt, dass &quot;es stets der Unterdrücker, nicht der Unterdrückte ist, der die Form des Kampfes bestimmt&quot;.

Eure fast schon sarkastisch wirkende Erkenntnis es fehle &quot;allerdings an ausreichenden Schutzräumen für die Zivilbevölkerung&quot; wirkt im Hinblick auf die seit Januar 2006 verhängte Abriegelung des Gazastreifens schon fast naiv. Seit die Hamas die Parlamentswahlen im Januar 2006 gewonnen hat, boykottierte Isreal die Palästinenserregierung mit einer &quot;Politik der Blockade&quot;. Ich möchte Euch Autoren allen Ernstes Fragen: Flucht wohin denn??? Niemand kann den Gazastreifen verlassen, weder über Land noch übers Meer. 

Wie gesagt ich finde dieser Krieg ist ein schrecklicher Krieg und jede Partei die darin involviert ist, ist Mitschuld an all den Greueltaten. Ich verteidige mit meinen Argumenten keineswegs die Politik der Hamas, sondern möchte, dass wir ohne jegliches parteiisches Denken uns ganz nüchtern die Fakten und vor allem die Opfer und Verlierer dieses Krieges anschauen. Die Opfer sind vor allem palästinesische Zivilisten, die im Gaza gefangen gehalten werden und seit Januar 2006 systematisch ihrer Lebensgrundlage entzogen werden. 

Mich hat Euer Artikel in der Hinsicht berührt, dass ich es unfassbar finde, mit welch einer erschreckend kühlen Logik in vorangeht und versucht auf eine doch so gefühlslose Art beide Parteien zu analysieren. Es gibt kein  Richtig oder Falsch, kein Ja oder Nein, aber manche Dinge kann man nicht relativieren. Man kann es beispielsweise nicht relativieren, dass hunderte von Zivilisten mit ihrem Leben für diesen blutigen Krieg zahlen müssen. Egal ob diese Zivilisten Palästinenser oder Isrealis sind, es ist egal wie man es biegt und wendet- es ist und bleibt unmenschlich. Isreal hat in diesem Krieg viel Schaden angerichtet, auf menschlicher, aber auch politischer Ebene. Auch die Hamas hat ihre Fehler gemacht und darf keineswegs verharmlost werden. 
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich habe das Gefühl, dass gerade Ihr, die tunlichst eine Verbindung zu der Judenverfolgung des Dritten Reichs zu vermeiden versucht, Euch durch die historische Schuld und Solidarität zu Isreal selbst zum Komplizen dieser grausamen Politik Israels macht. Dieser Krieg im Gaza hat nichs mit dem Dritten Reich zu tun und Israel sollte wie jedes andere Land auf dieser Welt auch für seine Greueltaten kritisiert werden dürfen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Autoren,</p>
<p>Ich habe soeben Euren Artikel gelesen und stimme mit Euch in vielen Punkten überein. Allerdings- und so habe ich auch in einem anderen Kommentar eben gelesen- überrascht und erschreckt mich Eure kühle &#8220;Aufrechnungslogik&#8221;, die dieser Artikel suggeriert. Auf mich wirkt der Artikel nicht wie eine nüchterne Analyse der Tatsachen, sondern vielmehr wie eine parteiische Stellungnahme und Rechtfertigung der Isrealischen Greueltaten. Dieser Krieg ist ein schmutziger Krieg, an dem jeder, der daran beteiligt ist auch eine gewisse Mitschuld trägt, das steht außer Frage. Aber es haben mir trotzdem viele wichtige Tatsachen in Eurem Artikel gefehlt, die zu einem besseren Verständnis der Lage im Gaza notwendig gewesen wären (teilweise waren da sogar falsche Behauptungen). Beispielsweise die irrtümliche Behauptung &#8220;Isreal wollte den Krieg nicht&#8221;. Es wird hier leider übersehen, dass Israel nach Auskunft des Verteidigungsministers Ehud Barak die Operation &#8220;Gegossenes Blei&#8221; bereits sechs Monate im voraus geplant hatte und nur auf den richtigen Moment des Angriffs auf den Gaza streifen gewartet hat. Dass andererseits die islamistischen Kämpfer bis Ende Oktober den Waffenstillstand einhielten steht sogar auf der Internetseite des isrealischen Ministeriums. Auch wird von Euch übersehen, dass die palästinensischen Angriffe auch einen politischen Anlass hatten, nämlich das Kommandounternehmen der israelischen Armee, bei dem am 4. November in Gaza sechs Hamas-Kämpfer getötet wurden (siehe Le Monde diplomatique Februar Ausgabe). Von daher finde ich eure Analyse in diesem Punkt völlig unzureichend und irreführend. </p>
<p>Auch empört mich Eure Behauptung &#8220;da die Hamas dadurch die eigene Bevölkerung töten und Infrastruktur zerstören lässt&#8221;. Isreal hat unendlich viele andere Möglichkeiten als auf die militante Taktik eines gezielten Luftangriffs zu setzen und Nahkämpfe auf dem Boden zu vermeiden. Wir sind im 21 Jahrhundert angelangt- meint Ihr nicht, dass es heute auch andere Wege gibt sein Land ohne militärische Mittel und Krieg zu verteidigen? Allein durch Nahkämpfe am Boden wäre die Zahl der zivilen Opfer in dem am dichtesten besiedelten Gebiet der Erde (1,5 Mio Menschen auf 370 Quadratkilometer) weitaus geringer ausgefallen. Ein Drittel der Opfer des israelischen Angriffs waren keine Kombattanten und ein Drittel war jünger als 18 Jahre. Was bringt uns allen dann die Behauptung das &#8220;Isreal den Krieg nicht wollte&#8221;? Isreal war sich der Konsequenzen dieses Angriffs bewusst und hat das Leben von hunderten Zivilisten im Gazastreifen Menschen trotz alle dem in Kauf genommen. Jeder mag gute Intentionen haben, aber allein die Intention reicht nicht. Es ist das Handeln, dass einen Menschen, ein Land definiert. Bereits der damalige Generalstabchef  General Mosche Jaalon sagte 2002 &#8220;Man muss den Palästinensern bis in den letzten Winkel ihres Bewusstseins klarmachen, dass sie ein besiegtes Volk sind&#8221;. Wenn ich mir dann die Angriffe und Handlungen Isreals anschaue, fällt es mir manchmal schwer das Gegenteil zu glauben. Wie Mandela Nelson einst in seinen Memoiren schreibt, dass &#8220;es stets der Unterdrücker, nicht der Unterdrückte ist, der die Form des Kampfes bestimmt&#8221;.</p>
<p>Eure fast schon sarkastisch wirkende Erkenntnis es fehle &#8220;allerdings an ausreichenden Schutzräumen für die Zivilbevölkerung&#8221; wirkt im Hinblick auf die seit Januar 2006 verhängte Abriegelung des Gazastreifens schon fast naiv. Seit die Hamas die Parlamentswahlen im Januar 2006 gewonnen hat, boykottierte Isreal die Palästinenserregierung mit einer &#8220;Politik der Blockade&#8221;. Ich möchte Euch Autoren allen Ernstes Fragen: Flucht wohin denn??? Niemand kann den Gazastreifen verlassen, weder über Land noch übers Meer. </p>
<p>Wie gesagt ich finde dieser Krieg ist ein schrecklicher Krieg und jede Partei die darin involviert ist, ist Mitschuld an all den Greueltaten. Ich verteidige mit meinen Argumenten keineswegs die Politik der Hamas, sondern möchte, dass wir ohne jegliches parteiisches Denken uns ganz nüchtern die Fakten und vor allem die Opfer und Verlierer dieses Krieges anschauen. Die Opfer sind vor allem palästinesische Zivilisten, die im Gaza gefangen gehalten werden und seit Januar 2006 systematisch ihrer Lebensgrundlage entzogen werden. </p>
<p>Mich hat Euer Artikel in der Hinsicht berührt, dass ich es unfassbar finde, mit welch einer erschreckend kühlen Logik in vorangeht und versucht auf eine doch so gefühlslose Art beide Parteien zu analysieren. Es gibt kein  Richtig oder Falsch, kein Ja oder Nein, aber manche Dinge kann man nicht relativieren. Man kann es beispielsweise nicht relativieren, dass hunderte von Zivilisten mit ihrem Leben für diesen blutigen Krieg zahlen müssen. Egal ob diese Zivilisten Palästinenser oder Isrealis sind, es ist egal wie man es biegt und wendet- es ist und bleibt unmenschlich. Isreal hat in diesem Krieg viel Schaden angerichtet, auf menschlicher, aber auch politischer Ebene. Auch die Hamas hat ihre Fehler gemacht und darf keineswegs verharmlost werden.<br />
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber ich habe das Gefühl, dass gerade Ihr, die tunlichst eine Verbindung zu der Judenverfolgung des Dritten Reichs zu vermeiden versucht, Euch durch die historische Schuld und Solidarität zu Isreal selbst zum Komplizen dieser grausamen Politik Israels macht. Dieser Krieg im Gaza hat nichs mit dem Dritten Reich zu tun und Israel sollte wie jedes andere Land auf dieser Welt auch für seine Greueltaten kritisiert werden dürfen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Josef Winkler</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40732</link>
		<dc:creator>Josef Winkler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 14:19:39 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für Euer Papier, das ich schon auf der BDK gelesen hatte. Da ich es heute jemandem schicken wollte, habe ich die Kommentarseite gefunden und wollte nicht versäumen mitzuteilen, daß ich das Papier jederzeit unterschreiben würde. Den einen oder anderen Gedankengang hat man schon lange nicht mehr so prägnant zugespitzt aus grüner Feder lesen können. Dankeschön hierfür. 
Grüne Grüße
Josef</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Euer Papier, das ich schon auf der BDK gelesen hatte. Da ich es heute jemandem schicken wollte, habe ich die Kommentarseite gefunden und wollte nicht versäumen mitzuteilen, daß ich das Papier jederzeit unterschreiben würde. Den einen oder anderen Gedankengang hat man schon lange nicht mehr so prägnant zugespitzt aus grüner Feder lesen können. Dankeschön hierfür.<br />
Grüne Grüße<br />
Josef</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Josef Winkler</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40731</link>
		<dc:creator>Josef Winkler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 14:19:13 +0000</pubDate>
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		<description>Vielen Dank für Euer Papier, das ich schon auf der BDK gelesen hatte. Da ich es heute jemandem schicken wollte, habe ich die Kommentarseite gefunden und wollte nicht versäumen mitzuteilen, daß ich das Papier jederzeit unterschreiben würde. Den einen oder anderen Gedankengang hat man schon lange nicht mehr so prägnant zugespitzt aus grüner Feder lesen können. Danekschön hierfür. 
Grüne Grüße
Josef</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für Euer Papier, das ich schon auf der BDK gelesen hatte. Da ich es heute jemandem schicken wollte, habe ich die Kommentarseite gefunden und wollte nicht versäumen mitzuteilen, daß ich das Papier jederzeit unterschreiben würde. Den einen oder anderen Gedankengang hat man schon lange nicht mehr so prägnant zugespitzt aus grüner Feder lesen können. Danekschön hierfür.<br />
Grüne Grüße<br />
Josef</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: gerd buurmann</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40557</link>
		<dc:creator>gerd buurmann</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 15:51:47 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Harald,

 ja, wenn sich ein Terrorist in meinem Wohnhaus befindet und von diesem Haus aus Raketen auf Belgien feuert, um damit zu sorgen, dass sein Wunsch zur Vernichtung aller Belgier, inklusive der Kinder, etwas mehr Wirklichkeit wird, dann gebe ich der belgischen Regierung das moralische Recht, mein Wohnhaus in Grund und Boden zu bomben.

alles Liebe,
gerd buurmann
Grünes Mitglied aus Köln

weitere Gedanken zu eben demselben Thema hier:

http://www.tapferimnirgendwo.blogspot.com

Vielen Dank für dieses wohldurchdachte Thesenpapier. Viel zu oft schob habe ich unter der Grünen Jugend abscheuliche Tendenzen zum Antisemitismus erkennen müssen, auch und gerade in Köln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Harald,</p>
<p> ja, wenn sich ein Terrorist in meinem Wohnhaus befindet und von diesem Haus aus Raketen auf Belgien feuert, um damit zu sorgen, dass sein Wunsch zur Vernichtung aller Belgier, inklusive der Kinder, etwas mehr Wirklichkeit wird, dann gebe ich der belgischen Regierung das moralische Recht, mein Wohnhaus in Grund und Boden zu bomben.</p>
<p>alles Liebe,<br />
gerd buurmann<br />
Grünes Mitglied aus Köln</p>
<p>weitere Gedanken zu eben demselben Thema hier:</p>
<p><a href="http://www.tapferimnirgendwo.blogspot.com" rel="nofollow"></a><a href='http://www.tapferimnirgendwo.blogspot.com'>http://www.tapferimnirgendwo.blogspot.com</a></p>
<p>Vielen Dank für dieses wohldurchdachte Thesenpapier. Viel zu oft schob habe ich unter der Grünen Jugend abscheuliche Tendenzen zum Antisemitismus erkennen müssen, auch und gerade in Köln.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Harald</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40518</link>
		<dc:creator>Harald</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 12:50:52 +0000</pubDate>
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		<description>Die Zahl von über 1000 Toten muss genannt werden, auch die Zahl von an die 500 Kindern.
Kein Selbstverteidigungsrecht kann das rechtfertigen. Es ist zynisch, weit über 1000 Tote Zivilisten mit der Hamas-Charta zu rechtfertigen. Man darf keine doppelten Standards anlegen. Kriegsverbrechen sind Kriegsverbrechen, egal wer sie begeht. Wo soll man denn die Grenze zu den erlaubten Methoden der &quot;Selbstverteidigung&quot; ziehen? Der Einsatz welcher Waffen ist denn gerechtfertigt? Sind die Grenze Phosphorbomben und Uranmunition oder darf man auch noch andere Waffen einsetzen?
Wäre es also auch gerechtfertigt, ein Haus in Deutschland samt seiner Einwohner in die Luft zu sprengen, weil ein Terrorist sich vielleicht darin verschanzt hat und die Bewohner als Schutzschild benutzt? Oder muss man da doppelte Standards anlegen?
Sind pälästinensiche Zivilisten weniger Wert?
Das wäre dann aber Rassismus. Solcher Rassismus wäre dann gerechtfertigt?
Wer die israelischen Maßnahmen unter
zumindest billigender Inkaufnahme hunderter  toter Zivilisten kritisiert, der rückt in die Nähe von Antisemiten? 
Ist Rassismus nur abzulehnen, wenn er sich als Antisemitismus äußert?
UNO-Beschlüsse zitiert Ihr nur, wenn das Selbstverteidigungs- und Existenzrecht Israels gestützt wird. Die von Israel bewusst ignorierten Resolutionen, die den Abzug aus den besetzten Gebieten und das Ende der Siedlungspolitik fordern, ignoriert Ihr aber.
Soviel möchte ich zu den &quot;doppelten Standards&quot; sagen.
Die Lehre aus den Verbrechen des deutschen Faschismus muss sein, gegen jeden Rassismus überall und gegen jede Menschenrechtsverletzungen überall, einschließlich aller Gewalt gegen Zivilisten, einzutreten. 
Linke können nicht hinter die UN-Charte und die Prinzipien den Völkerrechts zurückgehen und nach Rechtfertigungen von Verbrechen suchen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zahl von über 1000 Toten muss genannt werden, auch die Zahl von an die 500 Kindern.<br />
Kein Selbstverteidigungsrecht kann das rechtfertigen. Es ist zynisch, weit über 1000 Tote Zivilisten mit der Hamas-Charta zu rechtfertigen. Man darf keine doppelten Standards anlegen. Kriegsverbrechen sind Kriegsverbrechen, egal wer sie begeht. Wo soll man denn die Grenze zu den erlaubten Methoden der &#8220;Selbstverteidigung&#8221; ziehen? Der Einsatz welcher Waffen ist denn gerechtfertigt? Sind die Grenze Phosphorbomben und Uranmunition oder darf man auch noch andere Waffen einsetzen?<br />
Wäre es also auch gerechtfertigt, ein Haus in Deutschland samt seiner Einwohner in die Luft zu sprengen, weil ein Terrorist sich vielleicht darin verschanzt hat und die Bewohner als Schutzschild benutzt? Oder muss man da doppelte Standards anlegen?<br />
Sind pälästinensiche Zivilisten weniger Wert?<br />
Das wäre dann aber Rassismus. Solcher Rassismus wäre dann gerechtfertigt?<br />
Wer die israelischen Maßnahmen unter<br />
zumindest billigender Inkaufnahme hunderter  toter Zivilisten kritisiert, der rückt in die Nähe von Antisemiten?<br />
Ist Rassismus nur abzulehnen, wenn er sich als Antisemitismus äußert?<br />
UNO-Beschlüsse zitiert Ihr nur, wenn das Selbstverteidigungs- und Existenzrecht Israels gestützt wird. Die von Israel bewusst ignorierten Resolutionen, die den Abzug aus den besetzten Gebieten und das Ende der Siedlungspolitik fordern, ignoriert Ihr aber.<br />
Soviel möchte ich zu den &#8220;doppelten Standards&#8221; sagen.<br />
Die Lehre aus den Verbrechen des deutschen Faschismus muss sein, gegen jeden Rassismus überall und gegen jede Menschenrechtsverletzungen überall, einschließlich aller Gewalt gegen Zivilisten, einzutreten.<br />
Linke können nicht hinter die UN-Charte und die Prinzipien den Völkerrechts zurückgehen und nach Rechtfertigungen von Verbrechen suchen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40450</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 22:40:16 +0000</pubDate>
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		<description>ntv artikel über den grauenhaften einsatz von phosphorbomben http://www.n-tv.de/1089616.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ntv artikel über den grauenhaften einsatz von phosphorbomben <a href="http://www.n-tv.de/1089616.html" rel="nofollow"></a><a href='http://www.n-tv.de/1089616.html'>http://www.n-tv.de/1089616.html</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: e. tegtmei</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40448</link>
		<dc:creator>e. tegtmei</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 21:50:27 +0000</pubDate>
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		<description>Von wegen &quot;Israel hat den den Krieg gegen Gaza nicht gewollt&quot;. Laut der großen israelischen Zeitung HAARETZ und der BBC hat Israel kurz vor Ablauf des 6-monatigen Waffenstillstands diesen in gravierender Weise verletzt. Und sogar in deutschen Medien wurde darauf hingewiesen, dass der Verteidigungsminister General Barak mit dem Angriff im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen Wähler für seine ARBEITSPARTEI, die sehr an Zustimmung verloren hat, zurückzugewinnen. Seit dem Angriff sind in der Tat, gemäß Umfragen in Israel, die Chancen der Arbeitspartei stark angestiegen. Der Krieg, den Israel angeblich nicht wollte, war offenbar sehr populär. Laut Spiegel wurde er sogar von den Linken unterstützt. Deutschen Medien war auch die Vermutung zu entnehmen, dass der Zeitpunkt des Krieges von Israel so gewählt wurde, dass er noch in die Regierungszeit des US-Präsidenten Bush fiel, dessen uneingeschränkter Unterstützung es sich sicher sein konnte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Von wegen &#8220;Israel hat den den Krieg gegen Gaza nicht gewollt&#8221;. Laut der großen israelischen Zeitung HAARETZ und der BBC hat Israel kurz vor Ablauf des 6-monatigen Waffenstillstands diesen in gravierender Weise verletzt. Und sogar in deutschen Medien wurde darauf hingewiesen, dass der Verteidigungsminister General Barak mit dem Angriff im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen Wähler für seine ARBEITSPARTEI, die sehr an Zustimmung verloren hat, zurückzugewinnen. Seit dem Angriff sind in der Tat, gemäß Umfragen in Israel, die Chancen der Arbeitspartei stark angestiegen. Der Krieg, den Israel angeblich nicht wollte, war offenbar sehr populär. Laut Spiegel wurde er sogar von den Linken unterstützt. Deutschen Medien war auch die Vermutung zu entnehmen, dass der Zeitpunkt des Krieges von Israel so gewählt wurde, dass er noch in die Regierungszeit des US-Präsidenten Bush fiel, dessen uneingeschränkter Unterstützung es sich sicher sein konnte.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lucius</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40371</link>
		<dc:creator>Lucius</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 02:49:13 +0000</pubDate>
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		<description>Eigentlich gibt es der Meinung von Gregor, &quot;Israelfreund&quot; u.a. in ähnlicher Richtung kaum noch etwas hinzuzufügen, viell noch Folgendes:
1.Auch Noam Chomsky (85) hat sich kürzlich im Interview des &#039;Rheinischen Merkur&#039; u.a. auch hierzu ähnlich geäußert.
2.Ein Historiker hat durchaus das Recht (mit gebotener Vorsicht) zum historischen Vgl! Man könnte noch hinzufügen, wenn man das Alles dialektisch betrachten will, dass die diversen Arten des Faschismus, der Zionismus u.a. mehr oder weniger extreme Manifestationen (klein)bürgerlichen Nationalismus sind. Und der ist auf europäisch-nordamerikanischem Boden entstanden und sonst nirgends auf der Welt (dazu gehören natürlich noch die entsprechenden &quot;Ablegerstaaten&quot;). Das NS-Regime war dabei seine bisher entsetzlichste Ausprägung, kein Rückfall in mittelalterliche Barbarei (das träfe eher auf den Stalinismus mit seinem pseudofeudalen Touch zu).
3.Einem Araber zu unterstellen, er sei ein Antisemit, ist wissenschaftlich gesehen absoluter Blödsinn (ebenso wie Broders Unterstellung Frau Galinski-Hecht sei &quot;antisemitisch&quot;), dümmer als einem Deutschen zu sagen, er sei &quot;antigermanisch&quot;. Die Zionisten haben hier einen wissenschaftlichen Begriff in unwissenschaftlicher Weise für sich reklamiert, ähnlich wie die Nazis das &quot;Germanisch&quot; oder gar &quot;Arisch&quot;. Außerdem haben sich die orientalischen Juden in die moslemische Bevölkerung integrieren können (ebenso wie die Christen), weil ihre Religion toleriert wurde. Die angeblich antijüdische Haltung des Propheten Mohammed ist dahingg ein Missverständnis - er hatte nichts mit Juden, wohl aber mit reichen, judaisierten Araberstämmen zu tun, die seine neue Religion ablehnten. In Europa dagg wurden die Juden verfolgt (außer später in Preußen), weil die christliche Kirche sie (bis heute!) zu Schuldigen an der Kreuzigung Christi stempelte, obwohl das nicht den historischen Tatsachen entsprach, sondern nur der Abgrenzung der neuen Religion von den im Römischen Reich auf Grund ihrer &quot;Aufmüpfigkeit&quot; mit Misstrauen betrachteten Juden dienen sollte. Man könnte also sagen, sie hat - wie weiland Petrus Jesus - ihre Herkunft verleugnet. Das hat die Juden in Europa zu billigen Sündenböcken jeder Art von Katastrophe gemacht.
4.Ausgerechnet die, die jahrhundertelang die Juden in ihrer Mitte tolerierten, wurden nun zu Opfern des zionistischen Staatsgründungswillens und entsprechenden Terrors. Das war auch mit der Staatsgründung von UNOs Gnaden nicht vorbei. Zum 2.Mal wurden die Palästinenser von Europa betrogen, nachdem schon die Versprechungen des &quot;Lawrence of Arabia&quot; nicht erfüllt wurden.
5.Hohe Mossad-Offiziere sollen der Regierung damals eine Föderation mit Palästina empfohlen haben, aber die Regierung wollte das mit der typischen Arroganz &quot;überlegener&quot; europäischer Zivilisation nicht, wobei möglicherweise auch orthodox-jüdische Überlegungen eine Rolle spielten. Israel blieb so ein Fremdkörper in seiner levantinisch-arabischen Umgebung wie einst die Philister (Seevölker!) und viel später der Kreuzfahrerstaat. Wir wissen alle wie das endete! Wenigstens die Philister (nach denen bekanntlich Palästina heute noch heißt) gingen allmählich in ihrer Umgebung auf. 
6.Aber das ist nichts Neues in der judäisch-israelischen Geschichte. Schon altjudäische bzw -israelische Könige neigten gelegentlich zu Größenwahn, obwohl sie gar nicht die militärische Stärke hatten, Ägypten, Assyrien oder Babylonien dauerhaft zu widerstehen. Ein Befreiungskampf wie bspw gg die Römer war gerecht, aber vielleicht auch nicht besonders klug - die Opfer aber waren Märtyrer der Freiheit und ihres Glaubens (wie das heute u.a. Hamas beansprucht). Nun aber sieht es zum 1.Mal anders aus. Israel ist zwar immer noch klein, aber militärisch ungleich stärker als seine Nachbarn, naja Kleinigkeit mit ca 200 illegal produzierten A-Bomben... Und genau da liegt auch die Gefahr für den Weltfrieden, wenn es eines Tages zu einer Übernahme der Nachbarländer durch radikalere Parteien kommen sollte.
7.Ein Befreiungskampf hat nichts mit religiös-fundamentalistischem oder nationalistischem Terror zu tun, sonst wären auch die Partisanen aller Befreiungskriege stets schon per sé Terroristen gewesen und nicht nur in den Augen der Eroberer... Auch die Russen sind, nachdem die SU zusammengebrochen und ihre Lage unter Jelzin immer prekärer geworden ist, fromm geworden. Wen wundert es da also, dass das auch die Palästinenser tun? Ihnen allen fehlt doch der Abstand vom MA, den wir nur durch die Aufklärung und den darauf basierenden säkularisierten bürgerlichen Staat erreicht haben. Allerdings gibt&#039;s da auch Ausnahmen wie bspw die USA, wo jeder 2. zu christlichem Fundamentalismus neigen soll...
Fazit: Die Fronten wdn sich weiter verhärten!
Und das alles nur, um Wahlen zu gewinnen und Obama auszutesten, der ja auch bisher brav geschwiegen hat. Kein Wunder bei seiner proisraelischen Mannschaft...
Übrigens, schaut doch mal bei Gaby Weber (http://www.gabyweber.com) rein. Da wird auch  noch mit einigen anderen Mythen aufgeräumt, die ich hier nicht kommentieren will...
Gruß Lucius
:-?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich gibt es der Meinung von Gregor, &#8220;Israelfreund&#8221; u.a. in ähnlicher Richtung kaum noch etwas hinzuzufügen, viell noch Folgendes:<br />
1.Auch Noam Chomsky (85) hat sich kürzlich im Interview des &#8216;Rheinischen Merkur&#8217; u.a. auch hierzu ähnlich geäußert.<br />
2.Ein Historiker hat durchaus das Recht (mit gebotener Vorsicht) zum historischen Vgl! Man könnte noch hinzufügen, wenn man das Alles dialektisch betrachten will, dass die diversen Arten des Faschismus, der Zionismus u.a. mehr oder weniger extreme Manifestationen (klein)bürgerlichen Nationalismus sind. Und der ist auf europäisch-nordamerikanischem Boden entstanden und sonst nirgends auf der Welt (dazu gehören natürlich noch die entsprechenden &#8220;Ablegerstaaten&#8221;). Das NS-Regime war dabei seine bisher entsetzlichste Ausprägung, kein Rückfall in mittelalterliche Barbarei (das träfe eher auf den Stalinismus mit seinem pseudofeudalen Touch zu).<br />
3.Einem Araber zu unterstellen, er sei ein Antisemit, ist wissenschaftlich gesehen absoluter Blödsinn (ebenso wie Broders Unterstellung Frau Galinski-Hecht sei &#8220;antisemitisch&#8221;), dümmer als einem Deutschen zu sagen, er sei &#8220;antigermanisch&#8221;. Die Zionisten haben hier einen wissenschaftlichen Begriff in unwissenschaftlicher Weise für sich reklamiert, ähnlich wie die Nazis das &#8220;Germanisch&#8221; oder gar &#8220;Arisch&#8221;. Außerdem haben sich die orientalischen Juden in die moslemische Bevölkerung integrieren können (ebenso wie die Christen), weil ihre Religion toleriert wurde. Die angeblich antijüdische Haltung des Propheten Mohammed ist dahingg ein Missverständnis &#8211; er hatte nichts mit Juden, wohl aber mit reichen, judaisierten Araberstämmen zu tun, die seine neue Religion ablehnten. In Europa dagg wurden die Juden verfolgt (außer später in Preußen), weil die christliche Kirche sie (bis heute!) zu Schuldigen an der Kreuzigung Christi stempelte, obwohl das nicht den historischen Tatsachen entsprach, sondern nur der Abgrenzung der neuen Religion von den im Römischen Reich auf Grund ihrer &#8220;Aufmüpfigkeit&#8221; mit Misstrauen betrachteten Juden dienen sollte. Man könnte also sagen, sie hat &#8211; wie weiland Petrus Jesus &#8211; ihre Herkunft verleugnet. Das hat die Juden in Europa zu billigen Sündenböcken jeder Art von Katastrophe gemacht.<br />
4.Ausgerechnet die, die jahrhundertelang die Juden in ihrer Mitte tolerierten, wurden nun zu Opfern des zionistischen Staatsgründungswillens und entsprechenden Terrors. Das war auch mit der Staatsgründung von UNOs Gnaden nicht vorbei. Zum 2.Mal wurden die Palästinenser von Europa betrogen, nachdem schon die Versprechungen des &#8220;Lawrence of Arabia&#8221; nicht erfüllt wurden.<br />
5.Hohe Mossad-Offiziere sollen der Regierung damals eine Föderation mit Palästina empfohlen haben, aber die Regierung wollte das mit der typischen Arroganz &#8220;überlegener&#8221; europäischer Zivilisation nicht, wobei möglicherweise auch orthodox-jüdische Überlegungen eine Rolle spielten. Israel blieb so ein Fremdkörper in seiner levantinisch-arabischen Umgebung wie einst die Philister (Seevölker!) und viel später der Kreuzfahrerstaat. Wir wissen alle wie das endete! Wenigstens die Philister (nach denen bekanntlich Palästina heute noch heißt) gingen allmählich in ihrer Umgebung auf.<br />
6.Aber das ist nichts Neues in der judäisch-israelischen Geschichte. Schon altjudäische bzw -israelische Könige neigten gelegentlich zu Größenwahn, obwohl sie gar nicht die militärische Stärke hatten, Ägypten, Assyrien oder Babylonien dauerhaft zu widerstehen. Ein Befreiungskampf wie bspw gg die Römer war gerecht, aber vielleicht auch nicht besonders klug &#8211; die Opfer aber waren Märtyrer der Freiheit und ihres Glaubens (wie das heute u.a. Hamas beansprucht). Nun aber sieht es zum 1.Mal anders aus. Israel ist zwar immer noch klein, aber militärisch ungleich stärker als seine Nachbarn, naja Kleinigkeit mit ca 200 illegal produzierten A-Bomben&#8230; Und genau da liegt auch die Gefahr für den Weltfrieden, wenn es eines Tages zu einer Übernahme der Nachbarländer durch radikalere Parteien kommen sollte.<br />
7.Ein Befreiungskampf hat nichts mit religiös-fundamentalistischem oder nationalistischem Terror zu tun, sonst wären auch die Partisanen aller Befreiungskriege stets schon per sé Terroristen gewesen und nicht nur in den Augen der Eroberer&#8230; Auch die Russen sind, nachdem die SU zusammengebrochen und ihre Lage unter Jelzin immer prekärer geworden ist, fromm geworden. Wen wundert es da also, dass das auch die Palästinenser tun? Ihnen allen fehlt doch der Abstand vom MA, den wir nur durch die Aufklärung und den darauf basierenden säkularisierten bürgerlichen Staat erreicht haben. Allerdings gibt&#8217;s da auch Ausnahmen wie bspw die USA, wo jeder 2. zu christlichem Fundamentalismus neigen soll&#8230;<br />
Fazit: Die Fronten wdn sich weiter verhärten!<br />
Und das alles nur, um Wahlen zu gewinnen und Obama auszutesten, der ja auch bisher brav geschwiegen hat. Kein Wunder bei seiner proisraelischen Mannschaft&#8230;<br />
Übrigens, schaut doch mal bei Gaby Weber (<a href="http://www.gabyweber.com" rel="nofollow"></a><a href='http://www.gabyweber.com'>http://www.gabyweber.com</a>) rein. Da wird auch  noch mit einigen anderen Mythen aufgeräumt, die ich hier nicht kommentieren will&#8230;<br />
Gruß Lucius<br />
:-?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexandra</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40365</link>
		<dc:creator>Alexandra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 22:45:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=1471#comment-40365</guid>
		<description>„Israel ist ein Land mit viel Sonne. Und wo es viel Sonne gibt, da gibt es auch viel Schatten.“ (Jehuda Bacon)

Als der Krieg begann befand ich mich gerade im SOS-Kinderdorf in Betlechem und lies mir die Nachrichten übersetzen, bevor ich dann auch noch zufällig und ungewollt auf dem Weg zum Bus in eine Demonstration der Fatah hinein geriet. Ich fuhr schnell mit dem Bus weg und nun sitze ich in Ein Karem, einem ehemals arabischen Stadtteil Jerusalems, welcher heutzutage an Shabbat zum lebendigen Anziehungspunkt vieler Jerusalemer_innen wird und lese die Blog-Beiträge sowie andere Reaktionen. 

Ich lebe seit September in Israel als Freiwillige in Yad Vashem und ein wenig auch als solche möchte ich nun auch auf die Beiträge reagieren (nicht abgesprochen mit den Mitautor_innen des Papiers!):

Das obige Zitat ist, seitdem ich es an meinem vierten Tag in Israel gehört habe, zu einem meiner häufigsten in Gesprächen und Mails geworden und fasst, wie ich denke, Svens Anmerkungen zum israelischen Staat, denen ich gänzlich zustimme, zusammen.

So gestattet mir bitte einen kurzen Erfahrungsbericht, der eine weitere Anregung darstellen soll, es entspricht nicht alles meiner Meinung, sondern meiner Wahrnehmung.
Ich stehe mit vielen Menschen in Kontakt, die diesen Krieg wollten und das auch, nachdem die Todeszahlen und „die humanitäre Katastrophe“ immer größer wurden und meine eigene Verzweiflung wuchs. Obgleich das Leid in Gaza sehr bedauert wird, scheint mir, dass wer am Anfang den Krieg befürwortete, es zumeist noch heute tut. Und die Überlebenden, die selbst ganz offen von ihrem Trauma sprechen, begründen es stets gleich: Die Raketen, acht Jahre lang, nein, das ließe sich nicht aushalten. Sie sagen es nicht hasserfüllt, ich habe manchmal das Gefühl, für sie existiere „die andere Seite“, von der die Raketen kommen, nicht. Es existieren nur die Raketen. 
Aber, so wird mir gesagt, Israel sorge für seine Bürger_innen. Ich solle doch nicht glauben, dass so wenig Verletzte und Tote bei so vielen Raketen Zufall sei. Jede Wohnung muss einen „Schutzraum“ enthalten, Bunker seien gebaut worden, die Raketenalarme warnen. Und sie warnten oft. Es gibt Kinder, die damit aufgewachsen sind. Die, wenn die Sirenen wieder täglich ertönten, über den Shabbat Urlaub in Jerusalem machen, um sie zwei Tage nicht hören zu müssen. Das solle ich doch bitte meinen deutschen Freund_innen sagen. Der Krieg sei notwendig gewesen und mit den geringen Opferzahlen auf israelischer Seite ließe sich nicht argumentieren, denn der Leidensdruck sei groß gewesen und höre nicht auf.

Dann wiederum spreche ich mit einem Freund, der einer jener Anrufe erhielt, welcher ihn am kommenden Tag nach Tel Aviv beorderte. Er ist in der „Intelligence“-Einheit. Ich bin verwundert, dass er dem Krieg zustimmt, so hätte ich ihn nicht eingeschätzt. Aber da war ich einmal mehr naiv, zu geprägt von meinen 19 Lebensjahren in Deutschland: Nein, natürlich stimme er nicht zu. Aber verweigern? Schatten in Israel.

Zwei Generationen - die Überlebenden, ein junger Reservist. Beide in gewissem Sinne kriegsinvolviert, nicht nur aufgrund der kommenden Wahlen. Und beide wehren sich nicht dagegen, waren nicht auf den Anti-Kriegs-Demos, die es ja auch hier gab. Denn irgendwie sei es ja falsch, gegen „die Reaktion auf die Raketen“ zu demonstrieren. Eine Reaktion sei notwendig gewesen. Die einen meinen, ein Krieg auch. Die anderen lehnen ihn vehement ab. Und die anderen meinen, der Krieg sei ja auch vorher dagewesen, in Südisrael.

Es ist ein Teufelskreis und dieser trägt den Namen Gewaltspirale. Ich hoffe mit Felix, dass die kommenden Politiker_innengenerationen auf beiden Seiten eine Linie des Friedens finden können. Wie, das weiß ich nicht. Der Krieg, so schreiben wir ja auch im Diskussionspapier, ist der Linie des Friedens nicht gerade dienlich und ist daher selbstverständlich nicht gut zu heißen. Wenn Waffenruhen nur Waffenpausen mit unterschiedlicher Länge sind, dann wird das Leid auf beiden Seiten nicht sinken. Der Konflikt wird ohnehin noch viele Jahre bestehen. Und ich kann mich gerade nicht entscheiden, was ich für mein primäres Ziel halten soll: Ursachenbekämpfung, d.h. die Lösung des Konflikts (was allein zu schreiben schon unrealistisch scheint), oder Symptombekämpfung, d.h. die Konzentration auf die Forderung immer neuer, so genannter Waffenruhen.

Ich bin froh, dass diese Diskussion geführt wurde und, wie ich hoffe, auch weiter geführt werden wird. 

Mit lieben Grüßen aus Jerusalem
Alexandra</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Israel ist ein Land mit viel Sonne. Und wo es viel Sonne gibt, da gibt es auch viel Schatten.“ (Jehuda Bacon)</p>
<p>Als der Krieg begann befand ich mich gerade im SOS-Kinderdorf in Betlechem und lies mir die Nachrichten übersetzen, bevor ich dann auch noch zufällig und ungewollt auf dem Weg zum Bus in eine Demonstration der Fatah hinein geriet. Ich fuhr schnell mit dem Bus weg und nun sitze ich in Ein Karem, einem ehemals arabischen Stadtteil Jerusalems, welcher heutzutage an Shabbat zum lebendigen Anziehungspunkt vieler Jerusalemer_innen wird und lese die Blog-Beiträge sowie andere Reaktionen. </p>
<p>Ich lebe seit September in Israel als Freiwillige in Yad Vashem und ein wenig auch als solche möchte ich nun auch auf die Beiträge reagieren (nicht abgesprochen mit den Mitautor_innen des Papiers!):</p>
<p>Das obige Zitat ist, seitdem ich es an meinem vierten Tag in Israel gehört habe, zu einem meiner häufigsten in Gesprächen und Mails geworden und fasst, wie ich denke, Svens Anmerkungen zum israelischen Staat, denen ich gänzlich zustimme, zusammen.</p>
<p>So gestattet mir bitte einen kurzen Erfahrungsbericht, der eine weitere Anregung darstellen soll, es entspricht nicht alles meiner Meinung, sondern meiner Wahrnehmung.<br />
Ich stehe mit vielen Menschen in Kontakt, die diesen Krieg wollten und das auch, nachdem die Todeszahlen und „die humanitäre Katastrophe“ immer größer wurden und meine eigene Verzweiflung wuchs. Obgleich das Leid in Gaza sehr bedauert wird, scheint mir, dass wer am Anfang den Krieg befürwortete, es zumeist noch heute tut. Und die Überlebenden, die selbst ganz offen von ihrem Trauma sprechen, begründen es stets gleich: Die Raketen, acht Jahre lang, nein, das ließe sich nicht aushalten. Sie sagen es nicht hasserfüllt, ich habe manchmal das Gefühl, für sie existiere „die andere Seite“, von der die Raketen kommen, nicht. Es existieren nur die Raketen.<br />
Aber, so wird mir gesagt, Israel sorge für seine Bürger_innen. Ich solle doch nicht glauben, dass so wenig Verletzte und Tote bei so vielen Raketen Zufall sei. Jede Wohnung muss einen „Schutzraum“ enthalten, Bunker seien gebaut worden, die Raketenalarme warnen. Und sie warnten oft. Es gibt Kinder, die damit aufgewachsen sind. Die, wenn die Sirenen wieder täglich ertönten, über den Shabbat Urlaub in Jerusalem machen, um sie zwei Tage nicht hören zu müssen. Das solle ich doch bitte meinen deutschen Freund_innen sagen. Der Krieg sei notwendig gewesen und mit den geringen Opferzahlen auf israelischer Seite ließe sich nicht argumentieren, denn der Leidensdruck sei groß gewesen und höre nicht auf.</p>
<p>Dann wiederum spreche ich mit einem Freund, der einer jener Anrufe erhielt, welcher ihn am kommenden Tag nach Tel Aviv beorderte. Er ist in der „Intelligence“-Einheit. Ich bin verwundert, dass er dem Krieg zustimmt, so hätte ich ihn nicht eingeschätzt. Aber da war ich einmal mehr naiv, zu geprägt von meinen 19 Lebensjahren in Deutschland: Nein, natürlich stimme er nicht zu. Aber verweigern? Schatten in Israel.</p>
<p>Zwei Generationen &#8211; die Überlebenden, ein junger Reservist. Beide in gewissem Sinne kriegsinvolviert, nicht nur aufgrund der kommenden Wahlen. Und beide wehren sich nicht dagegen, waren nicht auf den Anti-Kriegs-Demos, die es ja auch hier gab. Denn irgendwie sei es ja falsch, gegen „die Reaktion auf die Raketen“ zu demonstrieren. Eine Reaktion sei notwendig gewesen. Die einen meinen, ein Krieg auch. Die anderen lehnen ihn vehement ab. Und die anderen meinen, der Krieg sei ja auch vorher dagewesen, in Südisrael.</p>
<p>Es ist ein Teufelskreis und dieser trägt den Namen Gewaltspirale. Ich hoffe mit Felix, dass die kommenden Politiker_innengenerationen auf beiden Seiten eine Linie des Friedens finden können. Wie, das weiß ich nicht. Der Krieg, so schreiben wir ja auch im Diskussionspapier, ist der Linie des Friedens nicht gerade dienlich und ist daher selbstverständlich nicht gut zu heißen. Wenn Waffenruhen nur Waffenpausen mit unterschiedlicher Länge sind, dann wird das Leid auf beiden Seiten nicht sinken. Der Konflikt wird ohnehin noch viele Jahre bestehen. Und ich kann mich gerade nicht entscheiden, was ich für mein primäres Ziel halten soll: Ursachenbekämpfung, d.h. die Lösung des Konflikts (was allein zu schreiben schon unrealistisch scheint), oder Symptombekämpfung, d.h. die Konzentration auf die Forderung immer neuer, so genannter Waffenruhen.</p>
<p>Ich bin froh, dass diese Diskussion geführt wurde und, wie ich hoffe, auch weiter geführt werden wird. </p>
<p>Mit lieben Grüßen aus Jerusalem<br />
Alexandra</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Sylvio Bohr</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40361</link>
		<dc:creator>Sylvio Bohr</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 10:44:54 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke, dass Micha Brumlik in Teilen recht hat: Teile der Hamas sind im völligen Gegensatz zur &quot;Moderne&quot;, zur Definition und Begründung  des Staates in der Aufklärung. Säkularität kennt sie tatsächlich nicht.

Interessant ist eine Analyse eines früheren franz. Botzschafters, die ich in &quot;Le Monde&quot; lesen konnte: der geht davon aus, dass über Umwege irgendwann mit der Hamas geredet wird, weil sie eine der Kriegsparteien ist. Und hierbei vor allem die &quot;Militanten&quot;, welche keienn Frieden wollen, zur Ruhe gestellt werden müssen. In Analysen taucht auch auf, dass die damalige Charta der Hamas von den meisten ihrer &quot;führenden Leuten&quot; als historisches Dokument bewertet wird, welches kein Gegenwartsbezug mehr habe. Jedoch hätten sie es bisher auch nicht außer Kraft gesetzt.

Beide Analysen haben ihre Berechtigung. Die Mehrheit der Hamas, wie auch der Muslimbrüderschaft(en) lehnt die Säkularität ab. Sie begründen ihre Ideologie auf eine &quot;Islamische Wiederauferstehung&quot; und der Präsenz des Glaubens in allen Bereichen des Lebens. Andererseits: sie sind nunmal &quot;da&quot;, und nur mit Gewalt werde ich die Hamas auch nicht los. Die Erfahrungen in anderen Konflikten zeigt, dass solche Kräfte (a) entweder im Untergrund gehen und weiter tätig sind oder (b) sich Stück für Stück in einen bestimmten legalen Rahmen bewegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, dass Micha Brumlik in Teilen recht hat: Teile der Hamas sind im völligen Gegensatz zur &#8220;Moderne&#8221;, zur Definition und Begründung  des Staates in der Aufklärung. Säkularität kennt sie tatsächlich nicht.</p>
<p>Interessant ist eine Analyse eines früheren franz. Botzschafters, die ich in &#8220;Le Monde&#8221; lesen konnte: der geht davon aus, dass über Umwege irgendwann mit der Hamas geredet wird, weil sie eine der Kriegsparteien ist. Und hierbei vor allem die &#8220;Militanten&#8221;, welche keienn Frieden wollen, zur Ruhe gestellt werden müssen. In Analysen taucht auch auf, dass die damalige Charta der Hamas von den meisten ihrer &#8220;führenden Leuten&#8221; als historisches Dokument bewertet wird, welches kein Gegenwartsbezug mehr habe. Jedoch hätten sie es bisher auch nicht außer Kraft gesetzt.</p>
<p>Beide Analysen haben ihre Berechtigung. Die Mehrheit der Hamas, wie auch der Muslimbrüderschaft(en) lehnt die Säkularität ab. Sie begründen ihre Ideologie auf eine &#8220;Islamische Wiederauferstehung&#8221; und der Präsenz des Glaubens in allen Bereichen des Lebens. Andererseits: sie sind nunmal &#8220;da&#8221;, und nur mit Gewalt werde ich die Hamas auch nicht los. Die Erfahrungen in anderen Konflikten zeigt, dass solche Kräfte (a) entweder im Untergrund gehen und weiter tätig sind oder (b) sich Stück für Stück in einen bestimmten legalen Rahmen bewegen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Martin</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40348</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 17:25:48 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn Vergleiche meiner Meinung nach unangebracht sind, dann sind es Vergleiche zwischen Israel und der Hamas, denn Israel hat einen Anspruch auf Respekt, Anerkennung und deutliche Kritik, während der Islamismus der Hamas ablehnenswert ist und bleibt. Bei einer ganz unerträglichen Situation der Zivilbevölkerung wie der jetzigen im Gazastreifen sind die zu befragen, die eine Veränderung und eine Verbesserung der Situation bewirken könnten, es sind also die Tötenden. Meine Empörung gegenüber den Kriegsverbrechen, Phosphorbomben usw. lasse ich mir nicht verbieten. Das hat nichts mit einer Sympathie für die Hamas zu tun. Ich lasse mich nicht als Antisemit beleidigen oder eine Diskussion mit dem Hinweis &#039;das ist Antisemitismus&#039; verbieten, wenn man wie ich seit Jahrzehnten jeden Krieg ablehnt. Da gibt es auch kein Sonderrecht für Phosphorbomben, Bomben auf Schulen,UN, Kriegsverbrechen. Laut der hier per Link und Presseartikel zitierten Israelis am Hill of Shame ist es so, dass sie vor der internationalen Presse Beifall bei jedem Bombeneinschlag in Gaza zeigen. Freude an den Toten oder der Gedanke an die Qualen der Verletzten, die zum Beifall führen? Ich weiß es nicht. Es bleibt nur das Gröhlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Vergleiche meiner Meinung nach unangebracht sind, dann sind es Vergleiche zwischen Israel und der Hamas, denn Israel hat einen Anspruch auf Respekt, Anerkennung und deutliche Kritik, während der Islamismus der Hamas ablehnenswert ist und bleibt. Bei einer ganz unerträglichen Situation der Zivilbevölkerung wie der jetzigen im Gazastreifen sind die zu befragen, die eine Veränderung und eine Verbesserung der Situation bewirken könnten, es sind also die Tötenden. Meine Empörung gegenüber den Kriegsverbrechen, Phosphorbomben usw. lasse ich mir nicht verbieten. Das hat nichts mit einer Sympathie für die Hamas zu tun. Ich lasse mich nicht als Antisemit beleidigen oder eine Diskussion mit dem Hinweis &#8216;das ist Antisemitismus&#8217; verbieten, wenn man wie ich seit Jahrzehnten jeden Krieg ablehnt. Da gibt es auch kein Sonderrecht für Phosphorbomben, Bomben auf Schulen,UN, Kriegsverbrechen. Laut der hier per Link und Presseartikel zitierten Israelis am Hill of Shame ist es so, dass sie vor der internationalen Presse Beifall bei jedem Bombeneinschlag in Gaza zeigen. Freude an den Toten oder der Gedanke an die Qualen der Verletzten, die zum Beifall führen? Ich weiß es nicht. Es bleibt nur das Gröhlen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Max</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40337</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 03:49:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=1471#comment-40337</guid>
		<description>@zu dem &quot;israelfreund&quot;: ich finde es ziemlich platt, dass wirklich jeder (!) aus der &quot;friedensbewegung&quot; ständig uri avnery zitiert, so als ob er ein heiliger wäre. einige aspekte von avnery finde ich in ordnung, aber gerade seine wirklich unverhältnismäßigen vergleiche, wie IDF=Wehrmacht, sind unsäglich. Avnery spielt meiner Meinung nach die Bedrohung durch die Hamas immer wieder herunter.


Im Gegensatz dazu, hat Micha Brumlik in der taz ein paar interessante Sätze gesagt:
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/zur-gewalt-keine-alternative/

&quot;Schließlich: Sogar wenn man davon absieht, dass die Hamas eine antisemitische Partei ist und man diese Passagen aus ihrer Charta wider besseres Wissen als missglückten Ausdruck von Antizionismus konzediert, wird klar: Mit dieser Partei ist kein Kompromiss im Sinne der politischen Moderne möglich. Vergleicht man etwa die Charta der Hamas mit dem längst ad acta gelegten antizionistischen Programm der Fatah, einen demokratischen Staat in Palästina bei Gleichberechtigung aller muslimischer, christlicher und jüdischer Bürger anzustreben, wird das sofort deutlich. Das inzwischen obsolete Programm der Fatah proklamierte wenigstens - glaubwürdig oder nicht - die Idee einer demokratischen Nation. Anders die Charta der Hamas: Sie kennt kein demokratisches, souveränes Staatsvolk, sondern nur Gott unterworfene Muslime hier und widerwillig geduldete Dhimmis dort. Scharia und moderner Nationalstaat aber sind, auch in seiner verspäteten Schwundform, unvereinbar. Ideen jedoch, die einander unauflösbar widersprechen, können auch in der Wirklichkeit nicht koexistieren. Hier weist keine dialektische Synthese einen Weg. Die respektablen Träume der pragmatischen Vernunft zerschellen deshalb. Denn man hat es hier mit einem der glücklicherweise eher seltenen Fälle eines genuinen Feind/Feind-Verhältnisses zu tun, das in der Sache nur durch Gewalt zu entscheiden ist.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@zu dem &#8220;israelfreund&#8221;: ich finde es ziemlich platt, dass wirklich jeder (!) aus der &#8220;friedensbewegung&#8221; ständig uri avnery zitiert, so als ob er ein heiliger wäre. einige aspekte von avnery finde ich in ordnung, aber gerade seine wirklich unverhältnismäßigen vergleiche, wie IDF=Wehrmacht, sind unsäglich. Avnery spielt meiner Meinung nach die Bedrohung durch die Hamas immer wieder herunter.</p>
<p>Im Gegensatz dazu, hat Micha Brumlik in der taz ein paar interessante Sätze gesagt:<br />
<a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/zur-gewalt-keine-alternative/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/zur-gewalt-keine-alternative/'>http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/zur-gewalt-keine-alternative/</a></p>
<p>&#8220;Schließlich: Sogar wenn man davon absieht, dass die Hamas eine antisemitische Partei ist und man diese Passagen aus ihrer Charta wider besseres Wissen als missglückten Ausdruck von Antizionismus konzediert, wird klar: Mit dieser Partei ist kein Kompromiss im Sinne der politischen Moderne möglich. Vergleicht man etwa die Charta der Hamas mit dem längst ad acta gelegten antizionistischen Programm der Fatah, einen demokratischen Staat in Palästina bei Gleichberechtigung aller muslimischer, christlicher und jüdischer Bürger anzustreben, wird das sofort deutlich. Das inzwischen obsolete Programm der Fatah proklamierte wenigstens &#8211; glaubwürdig oder nicht &#8211; die Idee einer demokratischen Nation. Anders die Charta der Hamas: Sie kennt kein demokratisches, souveränes Staatsvolk, sondern nur Gott unterworfene Muslime hier und widerwillig geduldete Dhimmis dort. Scharia und moderner Nationalstaat aber sind, auch in seiner verspäteten Schwundform, unvereinbar. Ideen jedoch, die einander unauflösbar widersprechen, können auch in der Wirklichkeit nicht koexistieren. Hier weist keine dialektische Synthese einen Weg. Die respektablen Träume der pragmatischen Vernunft zerschellen deshalb. Denn man hat es hier mit einem der glücklicherweise eher seltenen Fälle eines genuinen Feind/Feind-Verhältnisses zu tun, das in der Sache nur durch Gewalt zu entscheiden ist.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Felix</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40335</link>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2009 01:55:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=1471#comment-40335</guid>
		<description>Hallo Sven,

ich stimme dir in der Kritik des Angriffes absolut zu, aber würde halt viel weiter gehen.
Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Weder latent, noch offen.

Im Gegenteil, du sagst ja selber, dass sich die israelische Regierung mit einem solchen Krieg einfach keinen Gefallen tun kann!

Es gibt im Gaza-Streifen keine fest installierten Abschussrampen, die man mal eben so (&quot;in ein bis zwei Tagen&quot;) zerstören kann. DIese bekloppten Raketen können nicht nur selber gebaut, sonder auch von jedem Häuserdach, jedem Vorgarten oder sogar vom freien Feld aus abgeschossen werden. Also lässt sich (wie man seit 20 Tagen sieht) auf militärischer Ebene rein gar nichts dagegen ausrichten. Selbst wenn noch so viele Kämpfer (oder Minister) dabei sterben, es werden neue kommen. Man darf ja nicht vergessen, dass die Hamas bei den letzten demokratischen Wahlen im Jahre 2006 (leider) über 60% der Stimmen bekommen hat. Und auch wenn die Umfragen inzwischen anders aussehen, bedeutet das, dass ein riesiger Teil der Palästinenser (aus unterschiedlichsten Gründen) dieser Ideologie anhängt. Und durch jedes getötete Kind und jede zerstörte Schule werden die Anhängerzahlen wachsen und nicht schrumpfen.

DIe Ideologie der Hamas hätte also auch einen 2-tägigen Angriff überlebt, weswegen ich ganz klar sagen muss, dass das keine Alternative zu Gesprächen (auch mit den Islamisten) darstellt!

Im übrigen muss ich anfügen, dass auch die israelische Regierung gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen hat, indem sie Hilfslieferungen ausgesetzt und die Grenzen vollkommen geschlossen hat. Die Darstellung, dass es alleine an der Hamas lag, mag Frau Merkel vor gut 2 Wochen noch vertreten haben, aber sie ist einfach nicht wahr.


Es liegt also an beiden Seiten auf einen langfristigen Frieden ohne Raketen, aber auch ohne jedwede militärische Angriffe oder Blockaden hin zu arbeiten!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Sven,</p>
<p>ich stimme dir in der Kritik des Angriffes absolut zu, aber würde halt viel weiter gehen.<br />
Und das hat nichts mit Antisemitismus zu tun. Weder latent, noch offen.</p>
<p>Im Gegenteil, du sagst ja selber, dass sich die israelische Regierung mit einem solchen Krieg einfach keinen Gefallen tun kann!</p>
<p>Es gibt im Gaza-Streifen keine fest installierten Abschussrampen, die man mal eben so (&#8220;in ein bis zwei Tagen&#8221;) zerstören kann. DIese bekloppten Raketen können nicht nur selber gebaut, sonder auch von jedem Häuserdach, jedem Vorgarten oder sogar vom freien Feld aus abgeschossen werden. Also lässt sich (wie man seit 20 Tagen sieht) auf militärischer Ebene rein gar nichts dagegen ausrichten. Selbst wenn noch so viele Kämpfer (oder Minister) dabei sterben, es werden neue kommen. Man darf ja nicht vergessen, dass die Hamas bei den letzten demokratischen Wahlen im Jahre 2006 (leider) über 60% der Stimmen bekommen hat. Und auch wenn die Umfragen inzwischen anders aussehen, bedeutet das, dass ein riesiger Teil der Palästinenser (aus unterschiedlichsten Gründen) dieser Ideologie anhängt. Und durch jedes getötete Kind und jede zerstörte Schule werden die Anhängerzahlen wachsen und nicht schrumpfen.</p>
<p>DIe Ideologie der Hamas hätte also auch einen 2-tägigen Angriff überlebt, weswegen ich ganz klar sagen muss, dass das keine Alternative zu Gesprächen (auch mit den Islamisten) darstellt!</p>
<p>Im übrigen muss ich anfügen, dass auch die israelische Regierung gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen hat, indem sie Hilfslieferungen ausgesetzt und die Grenzen vollkommen geschlossen hat. Die Darstellung, dass es alleine an der Hamas lag, mag Frau Merkel vor gut 2 Wochen noch vertreten haben, aber sie ist einfach nicht wahr.</p>
<p>Es liegt also an beiden Seiten auf einen langfristigen Frieden ohne Raketen, aber auch ohne jedwede militärische Angriffe oder Blockaden hin zu arbeiten!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven-Christian Kindler</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-2#comment-40331</link>
		<dc:creator>Sven-Christian Kindler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 21:02:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=1471#comment-40331</guid>
		<description>@Felix:


Wir sollten nicht vergessen, wer hier den Waffenstillstand aufgekündigt: Die Hamas. Und dann sind in den Tagen danach hunderte Rakten auf den Süden Israels geflogen. Ziel war die israelische Zivilbevölkerung. Wo waren da die &quot;Friedensdemos&quot;?!? Israel hat wie jeder andere Staat auch das Recht auf Selbstverteidigung. Und eine gezielte, zeitlich begrenzte Militäroffensive (vielleicht 1,2 Tage) gegen die Hamas hätte vielleicht klar machen können, dass Israel sich nicht andauernd terrorisieren lässt. Aber bei dem Punkt bin ich auch zwiegespalten, weil ich generell militärkritisch bin, aber eben auch sehe, dass der dauernde Terror der Hamas eben auch nicht ohne Folgen bleiben kann. 



Trotzdem kann ich die Art der Kriegsführung und die Dauer klar kritisieren, vergesse aber auch nicht neben der Kritik an der israelischen Militärpolitik (Angriffe der israelischen Armee auf die UN, kein humanitärer Schutzkorridor, Einsatz von Streumunition, schwerer Artillerie gegen Zivilisten) auch zu betonen, dass die Hilfslieferungen teilweise von der Hamas den Zivilisten vorenthalten werden und sie gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt, indem sie Zivilisten als menschliche Schutzschilde nimmt. 


In dem Papier haben wir klar gemacht, dass wir für einen sofortigen Waffenstillstand sind, aber auch für die Entwaffnung der Hamas und wir schleunigst die Konfliktparteien aufrufen zur Road Map zurückzukommen. Wir sind für politische Verhandlungen, widersprechen einer militärischen Logik, aber sehen auch, dass Israel als Staat genauso wie andere Staaten beurteilt werden sollte und als Staat die Pflicht hat seine BürgerInnen (im Notfall auch militärisch) zu schützen. Ich denke allerdings, dass Israel in diesem Krieg nicht seine Ziele erreicht ( da gebe ich Uri Averny teilweise recht) und die Hamas gestärkt raus geht und dass leider auch die Fatah und Abbas geschwächt werden. Das ist mehr als bedauerlich: Mehr als tausend Menschen bisher in Gaza sterben, darunter viele Kämpfer der Hamas und auch viele Zivilisten, und die Hamas (noch mal: eine radikal-islamistische antisemitische Terrororganisation!) wird sich als moralischer Sieger feiern und in der arabischen Welt gefeiert werden. Der Einsatz wird Israels Position und Ansehen leider schwächen (siehe Averny)... Das ist das für Israel das Traurige an dem derzeitigen Konflikt, Israel wird moralisch den Krieg verlieren, was auch mit den zivilen Opfern zu tun hat, aber auch mit dem stark verbreiteten weltweiten Antisemitismus, der nun sich eruptionsartig wieder mal entlädt (das vergisst Uri Averny leider), das zeigen die vielen antisemitischen Äußerungen auf „Friedensdemos“, welche gerne antisemitische Klischees bedienen und NS-Israel-Vergleiche bringen (leider auch Averny, was ich auch bei ihm scharf kritisiere: Der Vergleich der Wehrmacht mit der IDF geht gar nicht!)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Felix:</p>
<p>Wir sollten nicht vergessen, wer hier den Waffenstillstand aufgekündigt: Die Hamas. Und dann sind in den Tagen danach hunderte Rakten auf den Süden Israels geflogen. Ziel war die israelische Zivilbevölkerung. Wo waren da die &#8220;Friedensdemos&#8221;?!? Israel hat wie jeder andere Staat auch das Recht auf Selbstverteidigung. Und eine gezielte, zeitlich begrenzte Militäroffensive (vielleicht 1,2 Tage) gegen die Hamas hätte vielleicht klar machen können, dass Israel sich nicht andauernd terrorisieren lässt. Aber bei dem Punkt bin ich auch zwiegespalten, weil ich generell militärkritisch bin, aber eben auch sehe, dass der dauernde Terror der Hamas eben auch nicht ohne Folgen bleiben kann. </p>
<p>Trotzdem kann ich die Art der Kriegsführung und die Dauer klar kritisieren, vergesse aber auch nicht neben der Kritik an der israelischen Militärpolitik (Angriffe der israelischen Armee auf die UN, kein humanitärer Schutzkorridor, Einsatz von Streumunition, schwerer Artillerie gegen Zivilisten) auch zu betonen, dass die Hilfslieferungen teilweise von der Hamas den Zivilisten vorenthalten werden und sie gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt, indem sie Zivilisten als menschliche Schutzschilde nimmt. </p>
<p>In dem Papier haben wir klar gemacht, dass wir für einen sofortigen Waffenstillstand sind, aber auch für die Entwaffnung der Hamas und wir schleunigst die Konfliktparteien aufrufen zur Road Map zurückzukommen. Wir sind für politische Verhandlungen, widersprechen einer militärischen Logik, aber sehen auch, dass Israel als Staat genauso wie andere Staaten beurteilt werden sollte und als Staat die Pflicht hat seine BürgerInnen (im Notfall auch militärisch) zu schützen. Ich denke allerdings, dass Israel in diesem Krieg nicht seine Ziele erreicht ( da gebe ich Uri Averny teilweise recht) und die Hamas gestärkt raus geht und dass leider auch die Fatah und Abbas geschwächt werden. Das ist mehr als bedauerlich: Mehr als tausend Menschen bisher in Gaza sterben, darunter viele Kämpfer der Hamas und auch viele Zivilisten, und die Hamas (noch mal: eine radikal-islamistische antisemitische Terrororganisation!) wird sich als moralischer Sieger feiern und in der arabischen Welt gefeiert werden. Der Einsatz wird Israels Position und Ansehen leider schwächen (siehe Averny)&#8230; Das ist das für Israel das Traurige an dem derzeitigen Konflikt, Israel wird moralisch den Krieg verlieren, was auch mit den zivilen Opfern zu tun hat, aber auch mit dem stark verbreiteten weltweiten Antisemitismus, der nun sich eruptionsartig wieder mal entlädt (das vergisst Uri Averny leider), das zeigen die vielen antisemitischen Äußerungen auf „Friedensdemos“, welche gerne antisemitische Klischees bedienen und NS-Israel-Vergleiche bringen (leider auch Averny, was ich auch bei ihm scharf kritisiere: Der Vergleich der Wehrmacht mit der IDF geht gar nicht!)</p>
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		<title>Von: erlehmann</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-1#comment-40324</link>
		<dc:creator>erlehmann</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 10:39:15 +0000</pubDate>
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		<description>Mir fehlt ein Aspekt: Wenn die israelische Regierung hier primär ihre Bevölkerung schützen will, dann ist der Anspruch an die Armee, Polizeiarbeit zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir fehlt ein Aspekt: Wenn die israelische Regierung hier primär ihre Bevölkerung schützen will, dann ist der Anspruch an die Armee, Polizeiarbeit zu machen.</p>
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		<title>Von: Felix</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-1#comment-40315</link>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 23:27:53 +0000</pubDate>
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		<description>Sven schrieb:&quot;Ich bin auch für einen sofortigen Waffenstillstand, stelle den Krieg in Frage, war aber auch wie die israelische Friedensgruppe „Peace Now“ für eine militärische Antwort auf den andauernden Raketenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung.&quot;


Das kann und ich will nicht glauben und macht mich noch verwirrter. Wie kannst Du, oder wie kann Peace Now, die ich von einer Führung in Israel kenne, ernsthaft glauben, dass ein Militärschlag etwas positives bewirken kann?

Waffen verhindern den Friedensprozess, aber nicht den Raketenbeschuss (wie man seit 20 Tagen sieht). Dann noch die Art des Militärschlags zu kritisieren erscheint irgendwie recht zynisch, wenn man vorher Bomben, Granaten und tonnenweise Munition gefordert hat.

Ich wünsche mir, dass kommende Politikergenerationen die Lage anders einschätzen und erkennen, dass es ohne Dialog nicht geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sven schrieb:&#8221;Ich bin auch für einen sofortigen Waffenstillstand, stelle den Krieg in Frage, war aber auch wie die israelische Friedensgruppe „Peace Now“ für eine militärische Antwort auf den andauernden Raketenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung.&#8221;</p>
<p>Das kann und ich will nicht glauben und macht mich noch verwirrter. Wie kannst Du, oder wie kann Peace Now, die ich von einer Führung in Israel kenne, ernsthaft glauben, dass ein Militärschlag etwas positives bewirken kann?</p>
<p>Waffen verhindern den Friedensprozess, aber nicht den Raketenbeschuss (wie man seit 20 Tagen sieht). Dann noch die Art des Militärschlags zu kritisieren erscheint irgendwie recht zynisch, wenn man vorher Bomben, Granaten und tonnenweise Munition gefordert hat.</p>
<p>Ich wünsche mir, dass kommende Politikergenerationen die Lage anders einschätzen und erkennen, dass es ohne Dialog nicht geht.</p>
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		<title>Von: Israel-Freund</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-1#comment-40314</link>
		<dc:creator>Israel-Freund</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 22:34:40 +0000</pubDate>
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		<description>Der von Max gelobte &quot;sehr gute Artikel aus der Jungle World über die antiisraelischen demos&quot; http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html
scheint mir mehr die übelste Mischung von Informationen und Denunziationen über die Anti-Kriegsdemos in Europa zu sein, die mir bisher in die Hände gefallen ist. Daher würde mich doch interessieren, ob die anderen Blogger diesen Artikel auch so toll finden.
Auch würde mich mal Meinungen zu den Avnery-Artikeln interessieren. Oder passt das nicht in die hier weit verbreiteten Schubladen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der von Max gelobte &#8220;sehr gute Artikel aus der Jungle World über die antiisraelischen demos&#8221; <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html" rel="nofollow"></a><a href='http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html'>http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html</a><br />
scheint mir mehr die übelste Mischung von Informationen und Denunziationen über die Anti-Kriegsdemos in Europa zu sein, die mir bisher in die Hände gefallen ist. Daher würde mich doch interessieren, ob die anderen Blogger diesen Artikel auch so toll finden.<br />
Auch würde mich mal Meinungen zu den Avnery-Artikeln interessieren. Oder passt das nicht in die hier weit verbreiteten Schubladen?</p>
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	<item>
		<title>Von: Max</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-1#comment-40312</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 21:54:38 +0000</pubDate>
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		<description>Hier ein sehr guter Artikel aus der Jungle World über die antiisraelischen demos:

http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein sehr guter Artikel aus der Jungle World über die antiisraelischen demos:</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html" rel="nofollow"></a><a href='http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html'>http://jungle-world.com/artikel/2009/03/32463.html</a></p>
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		<title>Von: Sven-Christian Kindler</title>
		<link>http://blog.gruene-jugend.de/archives/1471/comment-page-1#comment-40311</link>
		<dc:creator>Sven-Christian Kindler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 21:51:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.gruene-jugend.de/?p=1471#comment-40311</guid>
		<description>Martin schrieb:

„Fragen wir eine Sekunde danach, ob es nicht auch der Hamas - in ihrem eigenen Selbstverständnis - um angebliche ‘Verteidigung’ in einer Situation des kompletten Ghettos ginge. Fragen wir, ob Wilhelm II, als er im August 1914 den ‘Verteidungskrieg’ gegen Rußland begann, keine andere Möglichkeit hätte, und mit ihm die Sozialdemokratie, die ihm die Kriegskredite bewilligte, weil es nach ihrer damaligen Meinung ein Verteidigungskrieg war? Und fragen wir nach 1939 und der damaligen Psychologie. Es wurde ja - nach damaliger Propaganda - nicht angegriffen, sondern ‘zurückgeschossen’. Der Irak-Krieg war reinste Vereidigung mit inzwischen über 1 Million Toten und zwei fliegenden Schuhen auf den Verteidiger. Der jetzige Krieg im Gaza-Streifen: auch nur reinste Verteidigung, denn ‘Israel hat den Krieg nicht gewollt’.“ 


Lieber Martin,


sorry, aber hier schmeißt du historisch aber ganz schön viel durcheinander. Wie bitte? Die Kriegsrechtfertigungen für den 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, für den Irakkrieg und den Krieg jetzt im Gaza-Streifen seien ähnlich. Sprich irgendwie kann mensch die Begründungen der kriegsführenden Parteien bzw. Konfliktparteien vergleichen. HÄH, WAS?!? Krieg ist ja gleich Krieg, sowie alles irgendwie ähnlich…. Aha, sehr differenziert. 


Um deine Argumentation/Vergleich zuzuspitzen: Also sind die Kassamraketenangriffe der Hamas auch nur durch israelische Truppen erfunden, also wie der durch deutsche Truppen fingierte angebliche „Angriff auf den Sender Gleiwitz“?!? Christop hat völlig recht: Was soll das? Auch wenn du es vielleicht nicht in der Konsequenz meinst, finde ich, ist das meiner Meinung nach ein antisemitisches Argumentationsmuster. Ich sage nicht, dass du ein Antisemit bist, sondern dass du ein antisemitisches Argumentationsmuster benutzt, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Wir alle haben übrigens latente antisemitische Vorurteile, wenn wir in der deutschen Gesellschaft – wo es weniger offenen, aber viel versteckten Antisemitismus gibt – sozialisiert wurden. Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir mit solchen Gedanken im Kopf umgehen und ob wir sie reflektieren und versuchen zu minimieren. Ähnliches gilt für Sexismus, Rassismus etc. 


Das Zitat von Heitmeyer ist übrigens in der Beziehung eindeutig. Nicht nur Vergleiche mit der Judenverfolgung, auch generelle Vergleiche mit dem Dritten Reich sind als - mindestens latent- antisemitisch einzustufen. 


Kritik an Israel ist legitim, noch mal, (das steht doch lang und breit auch im Papier), sollte sich aber an gewisse Standards halten, um sich nicht den Vorwurf des Antisemitismus gefallen zu lassen. Ich bin auch für einen sofortigen Waffenstillstand, stelle den Krieg in Frage, war aber auch wie die israelische Friedensgruppe „Peace Now“ für eine militärische Antwort auf den andauernden Raktenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung. Im Papier kritisieren wir auch die israelische Militärpolitik (z.B. die Blockade Gazas, woran aber auch die Hamas teilweise schuld ist, und wir betonen auch, dass Israel sich bei seinen militärischen Aktionen an das humanitäre Völkerrecht halten muss). Aber wir kommen ohne Vergleiche der Politik des Dritten Reiches mit Israel aus, die klar antisemitische Vorurteile bedienen und ein Zeichen sekundären Antisemitismus sind.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Martin schrieb:</p>
<p>„Fragen wir eine Sekunde danach, ob es nicht auch der Hamas &#8211; in ihrem eigenen Selbstverständnis &#8211; um angebliche ‘Verteidigung’ in einer Situation des kompletten Ghettos ginge. Fragen wir, ob Wilhelm II, als er im August 1914 den ‘Verteidungskrieg’ gegen Rußland begann, keine andere Möglichkeit hätte, und mit ihm die Sozialdemokratie, die ihm die Kriegskredite bewilligte, weil es nach ihrer damaligen Meinung ein Verteidigungskrieg war? Und fragen wir nach 1939 und der damaligen Psychologie. Es wurde ja &#8211; nach damaliger Propaganda &#8211; nicht angegriffen, sondern ‘zurückgeschossen’. Der Irak-Krieg war reinste Vereidigung mit inzwischen über 1 Million Toten und zwei fliegenden Schuhen auf den Verteidiger. Der jetzige Krieg im Gaza-Streifen: auch nur reinste Verteidigung, denn ‘Israel hat den Krieg nicht gewollt’.“ </p>
<p>Lieber Martin,</p>
<p>sorry, aber hier schmeißt du historisch aber ganz schön viel durcheinander. Wie bitte? Die Kriegsrechtfertigungen für den 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, für den Irakkrieg und den Krieg jetzt im Gaza-Streifen seien ähnlich. Sprich irgendwie kann mensch die Begründungen der kriegsführenden Parteien bzw. Konfliktparteien vergleichen. HÄH, WAS?!? Krieg ist ja gleich Krieg, sowie alles irgendwie ähnlich…. Aha, sehr differenziert. </p>
<p>Um deine Argumentation/Vergleich zuzuspitzen: Also sind die Kassamraketenangriffe der Hamas auch nur durch israelische Truppen erfunden, also wie der durch deutsche Truppen fingierte angebliche „Angriff auf den Sender Gleiwitz“?!? Christop hat völlig recht: Was soll das? Auch wenn du es vielleicht nicht in der Konsequenz meinst, finde ich, ist das meiner Meinung nach ein antisemitisches Argumentationsmuster. Ich sage nicht, dass du ein Antisemit bist, sondern dass du ein antisemitisches Argumentationsmuster benutzt, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Wir alle haben übrigens latente antisemitische Vorurteile, wenn wir in der deutschen Gesellschaft – wo es weniger offenen, aber viel versteckten Antisemitismus gibt – sozialisiert wurden. Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir mit solchen Gedanken im Kopf umgehen und ob wir sie reflektieren und versuchen zu minimieren. Ähnliches gilt für Sexismus, Rassismus etc. </p>
<p>Das Zitat von Heitmeyer ist übrigens in der Beziehung eindeutig. Nicht nur Vergleiche mit der Judenverfolgung, auch generelle Vergleiche mit dem Dritten Reich sind als &#8211; mindestens latent- antisemitisch einzustufen. </p>
<p>Kritik an Israel ist legitim, noch mal, (das steht doch lang und breit auch im Papier), sollte sich aber an gewisse Standards halten, um sich nicht den Vorwurf des Antisemitismus gefallen zu lassen. Ich bin auch für einen sofortigen Waffenstillstand, stelle den Krieg in Frage, war aber auch wie die israelische Friedensgruppe „Peace Now“ für eine militärische Antwort auf den andauernden Raktenbeschuss auf die israelische Zivilbevölkerung. Im Papier kritisieren wir auch die israelische Militärpolitik (z.B. die Blockade Gazas, woran aber auch die Hamas teilweise schuld ist, und wir betonen auch, dass Israel sich bei seinen militärischen Aktionen an das humanitäre Völkerrecht halten muss). Aber wir kommen ohne Vergleiche der Politik des Dritten Reiches mit Israel aus, die klar antisemitische Vorurteile bedienen und ein Zeichen sekundären Antisemitismus sind.</p>
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