Morgen ist Weihnachten, das christliche Fest der Nächstenliebe. Wie Papst Ratzinger christliche Nächstenliebe versteht, legte er am Montag in seiner jährlichen Weihnachtsansprache dar:
“Es ist keine überkommene Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau spricht und fordert, dass diese Schöpfung auch respektiert wird.”<
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,598189,00.html
Papst Ratzinger spricht unverholen von einer “Ökologie des Menschen” und meint:
Der Papst sagte, die Menschheit müsse auf “die Sprache der Schöpfung” hören, um die von Gott vorgesehen Rollen von Mann und Frau zu verstehen. Er bezeichnete Verhältnisse jenseits von traditionellen heterosexuellen Beziehungen als “Zerstörung von Gottes Werk”.
Die Kirche müsse dafür eintreten, dass die Ordnung der Schöpfung und die Natur des Menschen bewahrt werde, der als Mann und Frau geschaffen werde.
Die Ehe als lebenslange Verbindung von Mann und Frau nannte Benedikt XVI. ein „Sakrament der Schöpfung“. Vor diesem Hintergrund habe sein Vorgänger Papst Paul VI. in seiner vor 40 Jahren erlassenen Enzyklika „Humanae vitae“ die Liebe gegen eine Sexualität des Konsums und die Natur des Menschen gegen seine Manipulation verteidigt.
http://www.welt.de/politik/article2922598/Papst-nennt-Homosexualitaet-Gefahr-fuer-Menschheit.html
Eine biologische Metapher für Beziehungen zwischen Menschen zu verwenden und sich auf die Natur des Menschen zu berufen: das ist ein Rollback in vergangene sozialdarwinistische Zeiten. Ratzinger zeigt wieder einmal, wessen Geistes Kind er ist. Die Kirche ist auch im 21. Jahrhundert einer antimodernistischen Idee verhaftet. Die Einforderung der universellen Menschenrechte kann man von der Kirche nicht erwarten.
Vor ein paar Wochen kam es in den Vereinten Nationen zudem zu einer ungewöhnlichen Allianz. Der Vatikanstaat, Iran, Syrien und Saudi-Arabien hatten Proteste gegen eine Initiative der französischen Regierung angekündigt, die darauf abzielte, Menschenrechte für Lesben und Schwule verbindlich festzuschreiben und für die Abschaffung von Strafgesetzen gegen Homosexualität zu kämpfen.
Die Kirche zusammen mit islamistischen Staaten? Wen wunderts…


Ich mag den letzten Satz nicht so ^^ also irgendwie fühlt der sich intolerant an… ich weiß auch nicht… wenn ich drüber nachdenke steckt aber Wahrheit drin….
Danke für den sehr schönen Artikel.
boah das kommt ja so überraschend
Hi,
kann verstehen, dass der letzte Satz vielleicht intolerant erscheint, aber ich richte die Kritik ja erstmal nur an die Institution Kirche und nicht an die Religion an sich.
Grüße
Max
Der Text ist der letzte Dreck. Du schaffst es nicht, die Kirche und Herrn Ratzinger auseinander zu halten. Damit muss ich dann feststellen, dass du für die Grüne Jugend bist, was Ratzinger für die Kirche ist.
Mhhh…ist der Papst nicht das Kirchenoberhaupt. Und ist der Papst nicht auch unfehlbar in der katholischen Logik? Wie soll ich denn bitte schön die Kirche und den Papst auseinanderhalten, wenn der Papst so entscheidend für eine Leitlinie der Kirche verantwortlich ist?
Ganz abgesehen davon, dass der Papst ja wohl in keinster Weise der einzige in der Kirche ist, der Homosexualität als satanisches Teufelszeig brandmarkt.
Natürlich ist es die Aufgabe des Papstes, die Kirchenlehrmeinung zu vertreten – und die ist leider so, wie er es vertreten hat. Jedoch sollte es auch immer Aufgabe von allen Kirchen… anhänger/innen sein, die Lehrmeinung der Kirche zu diskutieren, besonders der Papst ist hier in der Pflicht.
Allerdings glaube ich kaum, dass es seinen Auffassungen entspricht, in diesem Bereich (Ehe) etwas zu ändern. Leider, Ratzinger ist eben ein konservativer Radikaler.
Ich finde, der Text ist sehr schön geschrieben und ich finde es ist wirklich ein Frechheit, derartiges zu sagen.
Die grundsätzlichen Prinzipien des Christentum, wie z.B. Nächstenliebe, sind durchaus lobenswert, allerdings sollten meiner Meinung nach vor allem in der heutigen Zeit andere “biblisch bestimmte Regeln” noch einmal überdacht werden.
Wie kann es sein, dass das Oberhaupt einer Religion, dessen wichtigste Regel die Nächstenliebe ist, homophobische Äußerungen von sich gibt?
Für Homosexuelle gilt diese Nächstenliebe dann plötzlich nicht mehr?
Und auch, wenn Herr Ratzinger nicht von Homosexualität begeistert ist, so sollte er dennoch in seiner Rolle als Oberhaupt und Vorbild von Millionen von Menschen Toleranz zeigen.
Ich muss auch ein Lob aussprechen, mir persönlich hat der Text sehr gefallen.
Die kathl. Kirche hat sich mit der Wahl von Herrn Ratzinger gelähmt. MIt einer anderen Wahl, einen modernen Papst, hätte sie ein Zeichen setzen und einige Fehlentwicklungen stoppen können.
Wer nicht fähig ist neue Wege zu gehen oder auch nur darüber nachzudenken wird irgendwann aussterben.
Frauen sind nicht nur zur Kinderproduktion gemacht, Kondome sind wichtig und homosexuelle Menschen sind ein ganz normaler Teil der Gesellschaft.
Ich hoffe es wird sich etwas ändern.
Denkt lieber einmal über das nach, was der Heilige Vater habt. Ihr werdet sehen: Wenn ihr erst einmal anfangt, wirklich kritisch (und auch selbstkritisch) und selbständig darüber nachzudenken, werdet ihr seine Positionen immer plausibler finden. Denn er hat recht.