Heute sind wir in Auschwitz angekommen. Unsere Zugfahrt begann um 12:25 am Warschauer Hauptbahnhof. Nach der Fahrt mit dem Intercity von Warschau nach Krakau stiegen wir in einen alten Regionalzug um, der, wie wir vermuten, noch mit Diesel betrieben wurde. Nach einer zwei Stunden langen Tour über verschiedene polnische Dörfer erreichten wir Oswiecim. Während der Fahrt fielen uns an Garagen und Bahnhofsbaracken rechtsexteme Schmiereien wie “Anty Juden”, SS-Runen oder auch gesprayte Galgen auf, an denen Davidsterne hingen.

Bahnstation in Oswiecim, Foto: flickr.com, hkxforce
Oswiecim ist eine Kleinstadt mit rund 40.000 EinwohnerInnen, die wir gegen 17:15 erreichten. Die Jugendherberge MDSM/IJBS liegt am Fluss Sola. Die Architekten der Gedenkstätte entschieden sich dafür, den Ort als einen Gegenentwurf zu einem KZ zu konzipieren: die Räume sind offen, und auch im anliegenden Garten ist nicht alles einsehbar. Morgen Vormittag werden wir in das Konzentrationslager Auschwitz I (“Stammlager”) besuchen und haben am Nachmittag eine Führung durch die Stadt Oswiecim machen. Bis jetzt haben wir davon nur den Teil westlich des Fluss Sola gesehen, vor allem zerfallende Häuser prägten das Bild. Über der Stadt lag ein dichter Rauch.

Fördermittelhinweis: Dieses Projekt wird im Rahmen des Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert. Das Aktionsprogramm fördert gesellschaftspolitisches Engagement von Kindern und Jugendlichen. Es ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und des Deutschen Bundesjugendrings.
