Nach einer sehr erholsamen Nacht im Nachtzug mit Sekt-Frühstück auf der Fähre (der schlechten Bahn-Orga sei Dank;-), was wohl die angenehmste Zugverspätung war, welche wir je hatten) sind wir Dank Jans hervorragenden Navigationskünsten dann doch noch auf dem Camping Platz angekommen. Wunderbar mit Wasser und Wind und Kälte und Bushaltestellen gefühlte zehn Kilometer entfernt…
Nachdem wir uns in dieser gemütlichen Atmosphäre häuslich niedergelassen haben, erkundeten wir erstmal Malmö: die eine Gruppe die Kaffees, die andere die Stadt und am Abend fanden wir noch einen leckeren Falaffeldealer, mit dem wir am Folgeabend gleich nochmal ins Geschäft kamen.
Auf unserem Kurztrip nach Kopenhagen entdeckten wir dann noch eine viel bessere Deal-Area (Christiania), wo (leider) keiner an einem Handel Interesse zu haben schien. So fuhren wir nach drei Stunden Fußmarsch und vielen politischen Informationen über Stadt und Land mit leeren Taschen (äh… Händen) nach Malmö zurück (Danke Rasmus!).
Die Organisation des ESF ist doch schon ziemlich überwältigend und zum Glück nicht nur zu unserem Nachteil. So haben wir einen Forum-Pass erhalten, der uns zum Busfahren befähigt. Allerdings nur mit drei (ungelogen) Bussen auf drei Linien für zwischen 4000 und 20000 Menschen (das waren die Angaben des ESF….), die jedes mal eine andere Route fahren, sodass man also nicht weiß, wo man raus kommt, wenn man in den Bus einsteigt. Die Busse fahren bis 24 Uhr, aber es gibt keinen Fahrplan, der anzeigen könnte, wann der letzte fährt….
Zum Glück wissen die Busfahrer der regulären Buslinien nichts davon, dass die Forumpässe in ihren Bussen ungültig sind („I have never seen it, but it’s ok“), weil die immerhin teilweise bis um 3 Uhr fahren und die gleichen Haltestellen anfahren.
Genug zu den Bussen. Heute waren die ersten Seminare, und zwar soviele (eine Zeitung dick wie die „Zeit“ voll mit Angeboten und unverständlich wie eine Studienordnung voll mit Zeichen und Stadtplänen ohne Straßennamen und ohne Buslinien (wäre auch schlecht, weil sich die Busse ja eh nicht dran halten…)), dass man es teilweise vorzieht einfach nirgendwo hinzugehen. Hat man sich aber zu einem Seminarraum durchgeschlagen, ist es echt interessant. Wir kommen gerade aus einem Workshop zu „Change Power“, wie man Kinder mehr in Prozesse einbeziehen kann. Es war ein sehr guter Austausch, der an sich mit der Frage endete: Warum respektieren wir Kinder nicht als vollwertige Menschen, deren Meinungen und Ideen genauso richtig und wertvoll sind, wie von Erwachsenen? Warum wollen wir sie oftmals auch gar nicht einbeziehen?
Zum Schluss jetzt noch mal kurz was zu Schweden: Im Moment regnet es nicht und es ist noch nicht so kalt, dass man in den Zelten erfriert, sogar dann nicht, wenn man das Zelt offen lassen muss, weil M. sich den Alkohol nochmal durch den Kopf hat gehen lassen…
Die Schweden (wir reden hier nicht von Rassen!) sind ein sehr freundliches Volk und Malmö eine sehr nette Kleinstadt.



Hola, ein paar Fotos und nen kleinen Bericht über die GJ-dominierte FYEG-Aktion :-) gibt’s hier: http://www.skakeller.de . mehr kommt später..
Ach, wenn ihr “Kleinstadt” zu den Malmöer sagen würden sie beleidigt werden… denn Malmö gehört zu den drei Grossstädten Schwedens. Allerdings in den Augen der Schweden. ;)