Tag 2 (Dienstag, 09.09., Görlitz – Niesky)
Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung am Abend zuvor, einem abendlichen Abstecher nach Polen und einer ersten guten Nacht in der Görlitzer Schülerhilfe war die erste erfolgreiche Aktion sozusagen schon prädestiniert. So konnten wir neben dem Verteilen vieler Klima-Flyer auch viele interessante Gespräche mit PassantInnen führen (und die meisten davon sogar positiver als erwartet) und mit Georg sogar das wohl jüngste zukünftige GJ-Sachsen-Mitglied anwerben. Die GJ Ostsachsen freut sich auf weitere tatkräftige Unterstützung!
Danach konnten wir uns an unsere erste Tourettape wagen und stellten recht schnell fest: die Lausitz ist doch alles andere als eine flache Landschaft! Aber nichts desto trotz schafften wir unsere erste Ettappe trotz so manchen Navigationsproblemchen recht gut, und konnten am zweiten Abend somit unsere Zlte in sumpfigen Schotterwiesen im Niesker Tonschacht aufschlagen. Erste Campingnacht am ersten See der Lausitz.
Die Lausitztour – Tag 3 (Mittwoch, 10.09., Niesky – Lohsa/Silbersee)
Nach einer durch doch schon recht spätsommerliche Frische und andere Wachhaltungsgründe bedingten Nacht mit reichlich wenig Schlaf, machten wir uns trotzdem frohen Mutes auf Richtung Boxberg, wo wir mittags unseren nächsten Termin im Kampf gegen die Braunkohleverstromung hatten. Dort wurden wir auch gleich von unseren netten Freunden im grün-weißen Partybus erwartet, so wie von diversen Vattenfall Ims: IM Warze und IM Lotse 1 + 2 verfolgten unseren Pressetermin äuerst kritisch und wollten laut eigenen Aussagen „nur für sich“ mit semipproffessioneller Photoausrüstung photographieren. Egal, sollen sie sich unser Bilder übers Bett hängen, wenn es ihnen Spaß macht! Wichtiger war uns dann doch der sehr erfolgreiche Termin mit der sächsischen Presse und dem Boxberger Bürgermeister, den Rudi Haas ganz klar argumentativ überboten hat.
Als sich der Himmel über Boxberg dann jedoch zu verdunkeln begann (ob es nun Kohlerußwolken oder Regen war, konnten wir leider nichtmehr ausfindig machen) versuchten wir dann den Weg zum Solbersee zu finden, was anhand einer sich stetig verändernden Landschaft mit sich in der Flutung befindenden Seen und einer nicht ganz aktuellen Katze leider doch recht problematisch war. Aber kein Problem, welches die Gj nicht zu lösen wüsste, und so konnten wir am Abend unsere Zelte am Ufer des Sibersees aufschlagen. Zweite Campingnacht am zweiten See der Lausitz.
Die Lausitztour – Tag 4 (Donnerstag, 11.09., Lohsa/Silbersee – Spremberg – Bagenz)
Der Arbeitstitel der Vorbereitungen „Mit Randale in die Pedale“ wurde heute von Anfang an voll und ganz gelebt: nachdem sich am dritten Tag bei den untrainierten Stadtmenschen dann doch der ein oder andere unbekannte Muskel bemerkbar machte, schafften wir doch in kurzer Zeit viel Strecke – trotz Gegenwind – und konnten so pünktlich in Spremberg mit unserer Aktion anfangen. Auch dort war die Anwesenheit des Altgrün-LaVos in Form von Ska Keller sehr praktisch – konnten wir manchem Passanten doch klar beweisen, dass sich von denn Grünen schon manchmal jemand in Spremberg blicken lässt! Leider war der Plus in spremberg dann nichtmehr ganz so einfach zu finden, so dass wir auf dem Weg zu diesem wohl den Welterkord im Passanten-nach-dem-Weg-Fragen aufgestellt haben dürften und daher erst im allerletzten Tageslicht auf dem Campingplatz in Bagenz ankamen, und unsere Nachtsichtfähigkeiten beim Zelte aufbauen und Kochen im Dunkeln unter Beweis stellen konnten. Dritte Campingnacht am dritten See der Lausitz.
Die Lausitztour – Tag 5, 12.09.08, Stausee Spremberg – Cottbus
Ungewohnter Weise wurden wir heute Früh beim Aufstehen nicht von der Sonne, sondern einem nieselig bedecktem Himmel begrüßt. Nichtsdestotrotz haben wir den Weg nach Cottbus angestreten und bei der vorletzten Radeletappe weitere gut 20 Kilometer zurückgelegt. Auf dem Weg in ihre Heimatstadt zeigten Sarah und Carsten dabei besondere Motivation und Ortskenntnis.
In der Cottbuser Fußgängerzone sind wir dann beim Flyern von Altgrün unterstützt worden. Neben dem hiesigen Kommunalwahlkampf stand natürlich die Klimademo am Samstag im nur 15 Kilometer entfernten Jänschwalde im Mittelpunkt. Wieviele Passanten wir davon begeistern konnten, werden wir wohl erst morgen sehen.
Am Abend – CottbusNightlife




[...] Etappen und noch ein paar andere Fotos zur Tour gibts im Blog der GRÜNEN JUGEND – und zwar hier, hier und hier. Außerdem befinden sich noch ein paar andere Fotos auf meiner [...]